Hallo Siri,
beim Lesen Deiner letzten Beiträge bin ich über Folgendes gestolpert:
Ohne therapeutische Begleitung und ohne meinen Mann würde ich an eine rechtliche Betreuung übergeben.
Aus eigener beruflicher Erfahrung (ich hatte einmal eine Zeitlang viel mit Personen, die an Formen von Schizophrenie leiden, zu tun) weiß ich, dass Angehörige mit der Übernahme der Betreuung nicht selten massiv überfordert sind. Es sind einfach zu viele Dinge zu regeln. Letztlich wurde regelmäßig die Übergabe an einen berufsmäßigen Betreuer empfohlen, der ja den ganzen Tag nichts anderes macht, als die komplexen Angelegenheiten der von ihm betreuten Personen zu regeln. Außerdem entgeht man als Angehöriger dem Gewissenskonflikt, wenn im Einzelfall unangenehme Entscheidungen zu treffen sind.
Was ich sagen will: Es ist nicht schlimm, an einen Berufsbetreuer zu übergeben. Das dürfte sogar sehr viel öfter vorkommen, als man meint.
Liebe Grüße
Seb