Hallo ich bin weibl. 68 J. und mein Mann ist Alkoholiker. Ich bin 46J. verheiratet und seit ca. 20 Jahre trinkt mein Mann. Am Anfang als es für mich offentsichtlich wurde ging es mir körperlich und psychisch sehr schlecht. in unserer beiden familien gab es keine Alkoholiker und Alkohol nur bei bestimmten Angelegenheiten und nicht über Grenzen. Ich war dann bei einer heilpraktikerin wegen meinem Rücken und bei einem Anfangsgespräch kam sie schnell auf den Punkt. Sie war Angehörige und hat mir ein kleines buch über Co-Abhängikeit mitgegeben. Dabei wurde mir vieles klar aber ich brauchte noch gut 3 jahre bis ich mir Hilfe in einer selbsthilfegruppe für mich suchte. Dabei waren 3 alte frauen die bis ins hohe Alter (88) kamen und von denen ich viel lernte. Sie fehlen mir heute sehr unsere Gruppe schrumpfte sehr zusammen und hat natürlich durch Corona auch gelitten. In dieser Zeit habe ich viel hier im Forum bei den angehörigen mitgelesen und habe einiges an Erkenntnis über mein verhalten gewonnen. Mein Mann und Ich haben jeweils einen eigenen Rückzugsraum im haus. Noch nicht lange aber ich genieße es sehr, die erste Zeit war nicht einfach meine Interressen durch zusetzen und es mir zu genehmigen mein Selbstwertgefühl ist noch nicht sehr stark und läßt sich schnell abwerten. Das was ich hier im Forum herausnehme für mich fehlt mir im Moment in unserer Gruppe. Mein Mann baut auch geistig ab manches nur für mich sichtbar das macht mir auch gerade Probleme ,er hat die Aussetzer aber bringt es so fertig sie mir anzudichten. Aus Gründen habe ich mich gegen Scheidung entschlossen und konnte bis jetzt auch gut damit leben. Ich versuche mir trotzdem ein eigenes leben aufzubauen.
Mariexy - Hoffnung für`s Alter
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Hallo Mariexy,
herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.
Ich finde es gut, dass du begonnen hast, dir nach und nach Freiräume zu schaffen und dich abzugrenzen.
Alkoholiker geben gerne die Schuld an ihrer Trinkerei dem / der Partner* in. Auch andere Einschränkungen werden gerne den Partnern angelastet. Ich denke, dass du aber inzwischen weißt, dass du keinerlei Schuld oder Verantwortung hast.
Du kannst gerne an unserer Selbsthilfegruppe teilnehmen, bewerbe dich einfach unter diesem Link:
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Draufklicken, kurz was schreiben und los geht's.
Dein Thema wird dann aus diesem Bereich in den Bereich für Angehörige und Coabhängige verschoben.
Liebe Grüße Aurora
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Hallo Mariexy,
ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema direkt dorthin verschoben. Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch bitte nicht in den ersten vier Wochen im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern.
Ich wünsche Dir einen guten Austausch hier bei uns

LG Cadda
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Habe lange gebraucht bis ich meinen Faden wieder gefunden habe. Im Moment bringt mir dieses Forum mehr als meine reale Gruppe. Meistens lese ich nur und nehme mir zu Herzen wenn eine Antwort auch mein akuelles Leben betrifft.
Im Moment lese ich viel was die EKA`s betrifft da ich Kontakt mit jungen Menschen habe . Zwei sind Kinder die mich immer wieder besuchen ,wenn sie in der Gegend sind. Bei denen bin ich nur der Zuhörer und darf einwenig "Oma" sein wenn sie mal vorbei kommen. Sie stehen unter der Überwachung des Jugendamt`s und haben schon viel Hilfe im Alltag ,durch die trennung der Eltern und Wegzug sehe ich sie nur noch in den ferien wenn sie mich mal kurz besuchen. Ich bin nicht verwandt mit ihnen.
Das andere ist ein junger Mann ,den ich schon als baby kenne ,auch mit seinen Eltern viel kontakt habe.
Da merke ich auch selbst was sich bei mir schon alles verändert hat und ich in manchen Dingen im Leben klarer werden muß.
Meine Frage gibt es Literatur oder spezielle Podcast für EKA`s ? Darf ich ihm dieses Forum für die EKA`s empfehlen ?
Mariexy
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Hm, klar darfst du ihm unser Forum empfehlen. Es ist nur so, daß er dich bzw. sich dann hier wiederfinden könnte...
Du warst zuerst hier. Das ist jetzt deine SHG.
Lass ihn lieber selber mal wurschteln. Kannst ihm einen Tipp geben, daß es bestimmt auch online Hilfen gibt, aber ohne konkret zu werden.
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Ja das war auch mein Gedanke, deshlb habe ich nichts gesagt.
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Ich würde gerne öfters hier Feed schreiben aber ich finde ihn nicht, jetzt nach langem ausprobieren und suchen bin ich hier gelandet. Im Moment läuft oder lief es relativ gut unser Nebeneinander. In letzter Zeit unter anderem gestern träume ich wieder sehr lebhaft und wenn ich dann aufwache war es so lebhaft dass ich längere zeit durcheinander bin und das gefühl habe das es Wirklichkeit war. In diesem Traum stand mein Mann vor mir ,weinte und hat an meine Liebe zu ihm appeliert und mir voll ein schlechtes Gewissen gemacht. Ich hatte totale Sehnsucht nach ihm habe aber gemerkt dass er mir gleichzeitig die Schuld gibt, gleichzeitig weinte er würde zum Arzt gehen, er möchte aufhören. Es war so real der Traum, ich war so fertig dass ich beim aufwachen das gefühl hatte ich wäre auf ihn zugegangen und hätte ihm Zugeständnisse gemacht. Ich habe den ganzen tag gebraucht mich wieder in der Realität zurecht zufinden. Jetzt habe ich wieder Angst zu schlafen wegen den Träumen. heute war es zum " Glück" nur wieder ein traum über meine frühere Arbeit wo der Zeitdruck am Schluss extrem zugenommen hatte. Seit ich allein schlafe habe ich aber keine Angst mehr vor meinem Mann der am Schluß mich wegen meinem schreien ( meißtens Hilferufe )sehr unsanft weckte und mich beschimpfte weil die nachbarn es hören könnten und die Polizei rufen könnten. Ich kann dann meißtens gar nicht sagen wovon ich träumte und was mir Angst auslöste. Einmal kam es von Medikamente und die nehme ich nicht mehr.
Ich habe das jetzt für mich geschrieben um das ganze auf zu dröseln und zu schauen wo ich mich wieder um mich selbst kümmern muss und nicht mein Helfersyndtrom füttere.
danke für`s zuhören
Mariexy
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