Bono59 - Aufbruch in ein neues Leben

  • Es ist gut, daß ich hier im Forum von euch geerdet werde.Meine Bewährungsproben kommen noch.Ich lass euch gerne an meinem Weg teilhaben.

    LG

  • Ich bin froh, daß ihr mir eure ehrliche Meinung sagt. Die Reflexion durch euch hilft mir, nicht die Bodenhaftung zu verlieren. Ichhoffe,

    das ich die Fallen, die mir diese Krankheit stellt,gut umschiffen kann. Ich denke erstmal von Monat zu Monat!

  • Moin, da bin ich schon wieder, der Bono 59. Es ist wirklich schön, etwas gefunden zu haben ,um mich mit

    anderen Betroffenen (Experten) austauschen zu können.Speziell für uns Quartalstrinker liegt ja das Problem darin,

    das wir längere Zeit ohne Probleme nüchtern leben können. Die peinlichen, gefährlichen Abstürze dann irgendwann verblassen :(.

    In einer lustigen Trinkerrunde, wird dann alles runtergespielt.So ist es dann für den Quartalstrinker gefährlich. Ich hätte von meinem

    letzten Absturz ein Foto machen sollen (zerbrochener Glastisch u.s.w.) und es mir in die Brieftasche zu stecken!! Bin jetzt dabei

    meinen Notfallkoffer zu packen und einen Zettel in die Brieftasche zu stecken!

  • Ich habe noch nicht viel erreicht. Außer das ich endlich zu meinem Problem stehe und mir Hilfe hole!

    Ich finde, du hast schon sehr viel erreicht.
    Du hast dein Problem erkannt und du bist ins Handeln gekommen. Und du hast dich schon gut mit deiner Alkoholsucht auseinandergesetzt, indem du hier am Austausch teilnimmst. Dadurch hast du für dich Erkenntnisse gewinnen können, die dir den nüchternen Alltag erleichtern und du setzt Pläne für dein nüchternes Leben um und du sorgst für dich.

    Ganz wichtig finde ich, dass das Beschäftigen mit der eigenen Sucht nicht vernachlässigt wird. Natürlich wird vieles normal, aber Leichtsinnigkeit und das Vernachlässigen der eigenen Selbstfürsorge hat schon so viele wieder in den Strudel der Suchtspirale gezogen.

    Ich weiß nicht, wie es ist, Quartalstrinker zu sein, ich habe ja immer gesoffen, wenn ich alleine zu Hause war. Aber ich bin sicher, dass es egal ist, wann und wieviel ein Alkoholiker getrunken hat.
    Es muss im Kopf ankommen, dass es keinen Alkohol mehr geben kann, nicht heute, nicht morgen, nicht in 6 Wochen. Nie wieder. Und ‚nie wieder‘ lässt keinen Spielraum. Für mich nicht, für dich nicht….für keinen Alkoholiker, der nicht noch einmal in die Suchtspirale geraten will.

    Nicht quatschen, sondern machen

    👍🏻

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Moin Herzensmenschen. Kaum die Augen auf, bin ich schon wieder am Schreibe! ? Ich glaube fast, das ist eine Suchtverlagerug:).

    Wenn das so sein sollte, dann kann ich gut damit leben, solange die Alkoholsucht damit iangsam unterdrückt wird? Gestern hatte ich ein interessantes Erlebnis mit meiner Frau.Wir waren mit dem Auto unterwegs und haben am Supermarkt

    angehalten, weil wir noch was brauchten fürs Wochenende. Bin im Auto geblieben und sagte zu ihr, sie solle mir 2Pappen mit Kinderpunsch

    mitbringen.Sie meinte, ich hätte zu Hause noch was.Dann hab ich gesagt das das nicht schlimm sei, wird ja nicht schlecht. Dann ist es

    mir so rausgerutscht: Ich sag zu ihr spontan, von deinem Hugo (weinhaltiges Getränk), müsse sie auch immer was auf Vorrat haben.

    Keine Antwort mehr und hat mir den Kinderpunsch mitgebracht. Sie kennt sich ja aus,da Ihr Exehemann auch trockener Alkoholiker ist.

    Also erstens denke ich, sie nimmt es nicht so richtig ernst, und zweitens ist auch die Aussicht, das sie wieder alte Gewohnheite umstellen müßte

    nicht so ganz ins Konzept passen.Auch das ich wieder selbstbewusster werde (im Bezug auf Alkohol jedenfalls), ist dann doch etwas schwieriger für sie zu akzeptieren.

    Ich sehe das nicht als Problem. Der neue Weg, welchen ich jetzt gehe, bedeutet für sie ja auch wieder ein Abschied von eingefahrenen Gewohnheiten.

    Dieser Prozess brauch ja auch etwas Zeit und ich weiß, das sie mich letztendlich unterstützen wird.Das sind meine Beobachtungen. Interessant.

  • Hmhh, ist Kinderpunsch jetzt Dein neues Lieblingsgetränk? Und dank des Hugo-Vorrates Deiner Frau ist Dein Haushalt auch noch nicht alkoholfrei?

    Erscheint mir beides bedenklich.

    (Deine Begrüßung hat mir übrigens gefallen, auch wenn ich das auch hier nicht bei allen fühle.. .)

  • Dieser Prozess brauch ja auch etwas Zeit und ich weiß, das sie mich letztendlich unterstützen wird.

    Ich sag zu ihr spontan, von deinem Hugo (weinhaltiges Getränk), müsse sie auch immer was auf Vorrat haben.

    Passt das für dich gut zusammen?

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Nun, alles, was aussieht wie Alkohol oder ähnliche Eigenschaften in der Zusammensetzung hat, sei es Kinderpunsch, alkoholfreies Bier, Wein oder Sekt, lasse ich weg. Zudem trinke ich nicht aus einem Bierglas, Maßkrug, Weizenglas oder Schnapsglas.

    Würde ich das machen, würde das Unterbewusstsein auf Hochtouren laufen und eine Symbiose mit dem Suchtdrang bilden.

    Ich muss mich auch nochmal wirklich hinterfragen, ob es der Geschmack wirklich ist, denn den Geschmack habe ich auch immer auch als Grund angegeben, als ich noch gesoffen habe.

    Mir schmeckte das Bier, der Wein und der Schnaps, und ich habe meine Einfallsreichtum auch auf alle Sorten Wein angewandt.

    Jetzt bin ich trocken und brauche solchen Humbug nicht mehr.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hmhh, ist Kinderpunsch jetzt Dein neues Lieblingsgetränk? Und dank des Hugo-Vorrates Deiner Frau ist Dein Haushalt auch noch nicht alkoholfrei?

    Erscheint mir beides bedenklich.

    (Deine Begrüßung hat mir übrigens gefallen, auch wenn ich das auch hier nicht bei allen fühle.. .)

    Ich komm mit der Situation klar.Das es nicht allen gefallen wird, kann ich mir schon denken. Jeder hat seinen eigenen Weg.Die Begrüßung ist für die gedacht, welche mir hier im Forum schon gut geholfen haben, das kann ja auch garnicht für alle hier im Forum gelten.

  • Das es nicht allen gefallen wird, kann ich mir schon denken. Jeder hat seinen eigenen Weg.

    Au weia, Bono, das ist der Klassiker, der nach den Erfahrungen hier im Forum schon so manchen in den Rückfall geführt hat ...

    Es geht doch nicht darum, ob es uns gefällt, sondern darum, ob Du Dich unnötig in Gefahr bringst

  • Ja ich habe verstanden. Ich will in keinen Klassiker verfallen, Die Gefahr ist da, daß bestreite ich nicht. Ich kann von euren Erfahrungen nur

    profitieren. Ich bin auf dem Weg in ein neues Leben. Die Fallstricke lauern überall! A

  • Ich komm mit der Situation klar

    Den Satz kannste bei mir am Anfang auch lesen, als ich noch hartnäckig an meinem Alkoholfreien Bier festgeklammert habe. Ich dachte ‚meine Güte, die sind ja hier päpstlicher als der Papst‘.
    Hab aber trotzdem drüber nachgedacht und es letztendlich bleiben lassen. Und tatsächlich macht es was mit mir, nicht mehr mit der ‚entschärften‘ Variante das gleiche wie vorher zu tun, sondern ganz bewusst etwas ganz anderes aus einem ganz anderen Gefäß zu trinken oder wenn möglich diese Anlässe ganz zu meiden.

    Der Satz ‚ich komme damit klar‘ erinnert stark an ‚ich hab’s im Griff‘, den viele hier aus nassen Zeiten kennen durften.

    Tief drinnen dachte ich, ich kann alkoholfreies Bier trinken, weil ich eben ‚noch nicht so schlimm‘ Alkoholikerin war wie die anderen hier. Dass das völliger Bullshit ist, hab ich spätestens nach den Berichten der ‚schlimmeren‘ Alkoholiker und vor allem der Angehörigen verstanden.

    Ich hab im Grunde immer noch geglaubt dass ich es besser im Griff habe als andere.

    Aber Nix da- ob Quartals-, Pegel-, Rausch- oder Immer- Trinker. Im Grunde unterscheidet sich da gar nix. Die wenigsten hier mussten jeden Morgen als erstes Schnaps trinken, um überhaupt die Kaffee Tasse halten zu können und vielen (wie auch mir) fiel es gar nicht schwer mal ein paar Wochen auf Alkohol zu verzichten.
    Dennoch vereint, dass wir einen wie auch immer gearteten kontrollverlust erlebten und uns anders benahmen als wir das für uns wollen.
    Deshalb meiden wir Gefahren wo es eben geht. Jeder geht auch mal in Abwägung Risiken ein (wie ich, die Abende mit trinkenden Personen verbracht hat), aber es ist gut dass diese Risiken benannt werden und das Verhalten nicht normal wird und auf die leichte Schulter genommen.

    Wir wollen es nüchtern gerne leicht haben. Derjenige sein der es locker geschafft hat und überall noch dabei ist. Aber für wen? Sitzt da irgendwo eine Jury und hält Nummern hoch?

    Manchmal ist es einfach besser vorsichtig zu sein und eben auch mal Schwäche zu zeigen.

    Lange Predigt, die ich mir im Grunde gerade selbst gehalten habe. Vielleicht ist da aber auch was für dich dabei lieber Bono59 .

  • Ich bin genauso Alkoholiker, wie alle anderen hier . Nicht besser und nicht schlechter wie alle hier Also gelten auch alle Regeln für mich.genau so.

    Danke für dein Statement. LG

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