• Guten Abend zusammen,

    Ich bin Mutter dreier Kinder und - meiner Ansicht nach -verheiratet mit einem Alkoholiker.

    Ich schaffe den Absprung nicht, es geht seit Jahren so. Aufs und Abs, aber ganz unten waren wir auch schon.

    Trinkt er nicht ist er ein toller Mann, der alles für mich und seine Kinder tun würde. Trinkt er, ist er fürchterlich. Laut. Unverschämt. Bewusstseinsgestört. Abstoßend.


    Ich habe schon ein paar Anläufe gemacht, war bei einer Beratungsstelle, habe mit ihm gesprochen, aber es hilft alles nichts.


    Jedesmal wenn ich denke, jetzt haben "wir" es geschafft, kommt wieder die nächste Trinkphase. Ich glaube wirklich aufhören tut er nie. Ich finde überall Flaschen, an den seltsamsten Orten.


    Ich habe schon mehrmals gesagt, dass ich gehe, aber ich bin einfach zu feige es durchzuziehen. Er hat vor zwei Jahren ein altes Haus gekauft. Wir sanieren es gemeinsam. Er hat es wegen mir gekauft, das macht mir ein schlechtes Gewissen. Es ist erst eine von zwei Wohnungen fertig und ich möchte ihn nicht mit dem finanziellen Balast alleine dastehen lassen. Und ich will unseren beiden gemeinsamen Kindern auch nicht den Vater nehmen.


    Ich freue mich auf einen Austausch , auch wenn ich die eigentliche Antwort schon kenne.


    VG JA <3

  • hallo Ja,

    herzlich Willkommen in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    Du beschreibst das auf und ab mit einem nassen Alkoholiker sehr gut, so kenne ich das auch. Fakt ist aber auch, dass du ihm nicht helfen kannst solange er keine Krankheitseinsicht hat.

    Es ist wichtig, dass du nur Ankündigungen machst, die du auch ausführen kannst. Du machst dich sonst unglaubwürdig und er wird dich nicht mehr ernst nehmen.

    Wenn du dich hier austauschen möchtest klicke auf den Link, und schreib noch einen Satz dazu, wir schalten dich dann für das offene Forum frei.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • du bist jetzt für den offenen Bereich freigeschaltet, und kannst dich dich dort überall austauschen. Nur bitte in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich schreiben. ( Diesen erkennst du an den orange roten Usernamen. )

    ich wünsche dir einen guten Austausch und verschiebe dein Thema in den Angehörigenbereich


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • du bist jetzt für den offenen Bereich freigeschaltet, und kannst dich dich dort überall austauschen. Nur bitte in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich schreiben. ( Diesen erkennst du an den orange roten Usernamen. )

    ich wünsche dir einen guten Austausch und verschiebe dein Thema in den Angehörigenbereich


    lg Morgenrot

    Vielen Dank ❤️

  • So ein Haus kann man auch verkaufen.

    Das ist kein Grund ein unglückliches Leben zu führen.

    Für mich waren solche Aussagen (in Bezug auf andere Dinge) immer nur ein vorgeschobener Grund, mich nicht wirklich für mich entscheiden zu müssen.

    LG Momo

  • Hat er es wirklich NUR wegen dir gekauft oder war das euer gemeinsames Projekt?

    Wie alt sind eure Kinder? Was bekommen sie mit?

    Wir leben im Dreifamilienhaus mit seiner Mutter und Oma. Mit seiner Oma und mir ist es eskaliert, deswegen haben wir ein Haus gesucht. Es war aber auf meinen Wunsch, weil ich so nicht mehr leben wollte. Wir hatten ein Haus weiter weg im Blick, das ist geplatzt. Dann haben wir in der Not das Haus gegenüber gekauft, da es zur Verfügung war. Nochmal würde ich das nicht tun. Auch wenn mir das sanieren sehr viel Spaß macht. Ohne mich hätte er das Haus jedenfalls nicht gekauft.


    Unsere gemeinsamen Kinder sind drei und sechs. Sie bekommen zu viel mit. Der große hat miterleben müssen wie die Polizei nach ihm sucht mit Autos und Hubschrauber, weil er einen Abschiedsbrief (das weiß unser Sohn nicht) auf den Küchentisch gelegt hat. Da war unsere Tochter fünf Monate alt. Sie bekommen mit, dass ihr Papa viel Bier trinkt, manchmal viel schläft und seine schlechte Laune bekommen sie auch ab. Streiten tun wir wenig, aber auch, manchmal bekommen sie es mit.

  • So ein Haus kann man auch verkaufen.

    Das ist kein Grund ein unglückliches Leben zu führen.

    Für mich waren solche Aussagen (in Bezug auf andere Dinge) immer nur ein vorgeschobener Grund, mich nicht wirklich für mich entscheiden zu müssen.

    LG Momo

    Hausverkauf ist mein Beruf. Das Haus ist in dem Zustand ohne erheblichen Verlust nicht zu veräußern. Wir haben es komplett entkernt, neu aufgebaut und nur eine Einheit ist aktuell bezugsfertig. Ich habe diesen Gedanken Schon mehrmals durchdacht, macht keinen Sinn. Entweder wir sanieren die zweite Hälfte gemeinsam fertig und verkaufen kann wenn das Alkoholproblem bestehen bleibt - dauert mindestens nochmal ein Jahr - oder wir leben mit einem erheblichen Verlust.

    LG ❤️

  • Es ist erst eine von zwei Wohnungen fertig und ich möchte ihn nicht mit dem finanziellen Balast alleine dastehen lassen. Und ich will unseren beiden gemeinsamen Kindern auch nicht den Vater nehmen.

    Nun, genau genommen lässt er dich und seine Kinder allein, weil er sich lieber mit dem Alkohol vergnügt.

    Und als Kind aus einem suchtbelasteten Haushalt sage ich Dir, dass Du Deine Kinder da lieber heute als morgen rausholen solltest.


    Sie nehmen so großen Schaden! Was gibt es da noch zu überlegen, wenn Di das eigentlich schon weißt?!

  • Bin ich gerade dabei auszuloten, obwohl ich intuitiv die Antwort weiß.

    Bedenke auch, was es für einen Gewinn für dich und deine Kinder bedeuten würde, wenn zumindest euer Leben nicht mehr vom Alkohol bestimmt wird.

    Hier gibt es einige Berichte von Müttern, die berichten, wie sie und ihre Kinder nach der Trennung aufblühten.

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