ahMaya - Nächster Lebensabschnitt

  • Hallo an die Anwesenden! Will mich auch vorstellen:

    Trinke Alkohol seit meiner Jugendzeit, mit unterschiedlich langen Abstinenzphasen.

    Misbräuchlich - seit etwa 10 Jahren.

    Bekenne mich zu meiner Krankheit erst seit Kurzem. (Dieses "mir selbst einzugestehen"- brachte wundersamer Weise eine unglaubliche innere Erleichterung und setze Kräfte frei).

    Bin seit 10 Tagen trocken. Vorhandene Reste bereits entsorgt, Arzttermin vereinbart. Norfallkoffer "gepackt".

    Lese nun seit über einer Woche hier im Forum und empfinde die Beiträge als sehr unterstützend.


    LG Maya

  • Guten Abend ahMaya,

    Du siehst Dich als Alkoholikerin und strebst nun eine lebenslange Abstinenz an? Längere Phasen hattest Du ja bereits.

    Ja, auf beide Fragen.

    Die Phasen sind nicht entscheidend, was meinen "Konsum" (falls noch als solches zu bezeichnen) betreffend, ich kann nicht aufhören. Meine Wochenplanung drehte sich nur noch darum, wann und wie viel ich trinke, wie ich es möglichst unauffällig betreiben kann. Ich habe keine Zweifel.

    LG Maya

  • Es ist gut, dass die Wohnung alkoholfrei ist. Und es ist gut, dass Du erkannt hast, Alkoholikerin zu sein.

    Nachdem bei mir der Groschen gefallen war, konnte ich auch anfangen trocken zu werden.

    Das dauert ein wenig. Nüchtern ist man praktisch am nächsten Tag. Mit 10 Tagen bist Du soweit körperlich durch. Jetzt geht es das restliche Leben um die Psychische Anhängigkeit. Trocken zu werden und das dann auch zu bleiben.

    Hier ist der Link zur Freischaltung für den offenen Bereich:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und ganz kurz etwas dazu schreiben.

    Danach werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    Schonmal herzlich Willkommen von mir

    VG

    Alex

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, ahMaya.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Meine Wochenplanung drehte sich nur noch darum, wann und wie viel ich trinke,

    Ja, ich kenne das sehr gut. Besonders vor dem Wochenende Angst zu haben, dass nicht genug da ist.

    Gab es ein Schlüsselerlebnis, was für Dich jetzt ausschlaggebend war?

    Schreib einfach drauf los, wie Du jetzt weiter machen willst und vor allem Fragen, die Du hast.

    Übrigens ist es für mich jetzt Zeit fürs Bett. Manche sind noch länger auf. Ansonsten, bis morgen.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • @ Alex_aufdemWeg

    Schlüsselerlebnisse gab es so viele, ich wüsste gar nicht wo ich anfangen sollte, Es fehlte an Einsicht meinerseits.

    Mir ging es nur ums Verdrängen aller Gedanken, Betäuben, Nichtsmehrfühlenmüssen - bis ich schließlich genau das erreichte.

    Dir ebenfalls einen erholsamen Schlaf und danke!

    LG

  • Hallo Maya,

    Glückwunsch zu 10 Tagen Abstinenz und dem "anpacken" der Erkrankung.

    Schreib doch am Besten mal auf welchen Wissensstand Du in Bezug auf die Alkoholkrankheit bist. Du hast ja wohl schon einiges erkannt.

    Je mehr Du hier schreibst, umso besser können wir hier über Stolpersteine und Fallen helfen und warnen. Es sind nicht die gut zu sehenden großen Brocken welche uns zu Fall bringen, sondern die kleinen Steinchen welche kaum zu sehen sind.

    lG WW

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Hallo Maya,

    Glückwunsch zu 10 Tagen Abstinenz und dem "anpacken" der Erkrankung.

    Schreib doch am Besten mal auf welchen Wissensstand Du in Bezug auf die Alkoholkrankheit bist. Du hast ja wohl schon einiges erkannt.

    Je mehr Du hier schreibst, umso besser können wir hier über Stolpersteine und Fallen helfen und warnen. Es sind nicht die gut zu sehenden großen Brocken welche uns zu Fall bringen, sondern die kleinen Steinchen welche kaum zu sehen sind.

    lG WW

    Hallo Whitewolf!

    Danke der Nachfrage.

    Mich hat meinerzeit eine ganze Steinlavine überrolt, aus Ereignissen, die, mir persönlich, auch gerne über drei Leben verteilt lieber gewesen wären (falls schon nicht aufzuhalten).

    Sprich: psychische Erkrankung, Scheidung, Trennung von den Kindern, Verlust Wohnung und Studienplatz, anschließende Obdachlosichkeit (wegen Schufa, da zu hohe Schulden wg. Wohnungskauf) und Panikattacken, abgerundet durch Psychose.

    Es gab Zwangseinweisungen, die ich jedoch nicht als Hilfe empfand, sondern fortlaufende Quellerei - weitere Ausgrenzung, ich wurde verschlossener. Es war mir nicht möglich auch nur irgendetwas einzusehen.

    Dass ich jetzt so schreiben kann - ist schon ein riesen Schritt für mich.

    LG und danke für die Unterstützung

  • Guten Morgen!

    Hat doch mehr ausgemacht, als ich angenommen hatte, mich hier (auch wenn anonym) zu Wort zu melden, mich zu bekennen.

    An Schlaf war heute Nacht nicht mehr zu denken.

    Dabei hielt ich mich für einen halbwegs toleranten Menschen (Selbstironie, wenn's um mich geht - hört's wohl auf)

    Ziel: ein Schritt nach dem Anderen

    Allen einen guten Start in den Tag!

    LG

    Einmal editiert, zuletzt von ahMaya (27. Februar 2025 um 06:38)

  • Gleichfalls:)

    Hier läuft nichts weg im Forum, kein Grund zur Beunruhigung. Falschmachen kannst Du auch nicht viel, falls doch weisen Dich die Moderatoren darauf hin und reparieren das. Unter Schreibzwang stehst Du auch nicht und hier warten auch keine Oberschlauen welche Dich nur auseinandernehmen wollen und jedes Wort goldwiegen. Inhaltlich läuft es in Deiner persönlichen Geschwindigkeit, kein Druck.

    Immer die nächsten 24 Stunden anpacken, das läppert sich.

    lG WW

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Hallo ahMaya,

    da hast Du ja schon einiges durchgemacht.

    Wie sieht's denn heute aus? Wie ist Deine Wohnsituation. Eigene Wohnung, oder vielleicht WG?

    Hat sich beruflich schon was getan. Die Arbeitsstelle ist auch immer ein wichtiger Faktor, den es zu berücksichtigen gibt.

    In der Gastronomie arbeiten, macht es z. B. besonders schwer.

    Dein Arzt und wir wissen Bescheid. Gibt es sonst noch jemanden, in Deinem Leben, der Dich unterstützt?

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hallo ahMaya,

    Willkommen hier im Forum. Ich wünsche dir einen guten Austausch.
    Du bestimmst, was hier für dich passiert.
    Wenn du offen und ehrlich zu dir selbst bist, dann kannst du hier Hilfe zur Selbsthilfe bekommen.

    Viele Grüße
    Nayouk

    -------------------------------------------------------
          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hallo Alex, danke der Nachfrage!

    In der Tat. Kaum im Bett, kamen die Zweifel ("bin ich soweit meinen Etschluss auch nach Außen zu vertretten oder habe ich mir da was vorgegaukelt?". Tückische Tricks der Krankheit) Als ich dann irgendwann plötzlich anfing die Zeilen aus Falcos Lied vor mich hin zu singen "Der Wind hat sich gedreht, es ist zu spät.." -wurd's plötzlich ruhiger :) und musste wieder über mich selbst lachen.

    Lebe in einer Zwecksgemeinschaft. Die Person, die mit mir vorher Jo-jo gespielt hat ist seit einiger Zeit selbst hilfsbedürftig.

    ("Heute gefällst du mir nicht, verschwinde!" dann die Tage später: "Ach komm, stell dich nicht so an, ist überhaupt nicht so gemeint gewesen" (ich Dümmerchen). Eben gut gemeint, dies sei der richtige Umgang mit mir, so käme ich schneller auf die Beine)

    Ist zwar keine Lösung auf Dauer, mir ist es bewusst. Es hat gedauert, bis sich die grundlegenden Existenzängste legen konnten und ich aufatmen. So kann sich das manchmal wenden. Ist jedenfalls vorerst vom Tisch.

    Bin da geblieben, zum Einen aus Pflichtgefühl, zum Zweiten aus Alternativlosigkeit, zum Dritten aus naiver kindischer Schadenfreude ("ätschi pätschi- dir kann's auch passieren, dass du plötzlich und ganz ungeplannt auf Hilfe angewiesen bist!"), zum Vierten und aller Wichtigsten - ich konnte mich wieder nützlich machen. Fester Ablauf, Aufgaben.

    In der Gastronomie habe ich mehrere Jahre gearbeitet, kam gar nicht in Betrachtung, bin körperlich/seelisch diesem Job nicht mehr gewachsen.

    Und zulezt, die Frage nach weiteren Personen. Habe mich entschlossen diesen Weg für mich zu gehen und bleibe vorerst dabei.

    Ist nun doch Einiges geworden. Danke der Rückfragen und Rückmeldungen!

    LG

  • Herzlich willkommen auch von mir. Konsumiert die Person in deiner Zweckgemeinschaft Alkohol?

    Klingt nicht optimal aber erst mal auf die Füße kommen. Mensch du hast ja schon einiges hinter dir. Bist du wegen der psychischen Erkrankung in Behandlung? Ich frage weil ja auch Therapeuten geeignete Ansprechpartner zur Begleitung der ersten Schritte in der Nüchternheit sind.

    Wenn man Alkohol so wie du offenbar vor allem als Skill benutzt hat, ist ein guter Notfallkoffer Gold wert. Und der ist ja gepackt. Gut dass du es angehst- und ja, die ersten Schritte sind immer wackelig.

    Gutes Ankommen hier!

  • Und zulezt, die Frage nach weiteren Personen. Habe mich entschlossen diesen Weg für mich zu gehen und bleibe vorerst dabei.

    Mit "vorerst dabei" meinst Du, dass noch niemand davon weiß?

    Wie sieht es mit Freunden aus? Wenn es "brennt" kannst Du auch hier reinschreiben. Es ist fast immer jemand da.

    Auf alle Fälle wünsche ich Dir, dass Du heute besser schläfst.

    Bei der HALT Regel steht der letzte Buchstabe für tired. Müdigkeit kann auch Suchtdruck verursachen.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Herzlich willkommen auch von mir. Konsumiert die Person in deiner Zweckgemeinschaft Alkohol?

    Klingt nicht optimal aber erst mal auf die Füße kommen. Mensch du hast ja schon einiges hinter dir. Bist du wegen der psychischen Erkrankung in Behandlung? Ich frage weil ja auch Therapeuten geeignete Ansprechpartner zur Begleitung der ersten Schritte in der Nüchternheit sind.

    Wenn man Alkohol so wie du offenbar vor allem als Skill benutzt hat, ist ein guter Notfallkoffer Gold wert. Und der ist ja gepackt. Gut dass du es angehst- und ja, die ersten Schritte sind immer wackelig.

    Gutes Ankommen hier!

    Hallo AnnaBlume! Danke für die Rückmeldung.

    Stimmt, allein der Gang zum Briefkasten ist oftmals schon der Auslöser gewesen, mal ordentlich vorher vorzuglühen.

    Ich achte jetzt sorgsamer auf sollche Situationen.

    Bin nicht in Behandlung, ich habe es sein lassen, mich auf die Erkrankung zu Fokussieren, habe lediglich ihre Anwesenheit akzeptiert, als einen Teil von mir.

    Und zuletzt: die Zwecksgemeinschaft ist alkoholfrei.

    Dir ebenfalls alles Gute auf Deinem Weg!

    LG Maya

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