Bei uns ist der Bierkonsum ähnlich. Unter der Woche sind es bis zu 2,5 L Bier und am WOE können das schonmal bis zu einem halben Kasten werden. Auch ich habe solche Gedanken mit der Verkehrskontrolle. Nur was ist dann? Führerschein weg, vll auch noch die Arbeit? Und was dann, trinkt er dann noch mehr? Mein Mann fängt manchmal schon früher das trinken an, heimlich im Keller. Das macht mich unendlich traurig da er es auch nicht zugibt.
Ich schäme mich such dafür dass ich es längere Zeit verdrängt habe wie viel es ist. Seit letztem Sommer beäuge ich das sehr kritisch und seit Anfang diesen Jahres gehe ich auch schon zur Caritas in die Beratungsstelle.
Manchmal bekomme ich das echt gut hin dass ich es nicht kontrolliere, aber diese Woche ist mir das leider überhaupt nicht gelungen und hat mich total runtergezogen. Hab keine Nacht mehr richtig geschlafen, 2 Nächte lag ich wach ab 2 und konnte nicht mehr einschlafen!
Mein Mann hat glaube ich schon Nebenwirkungen, er hat totale Probleme mit seinem Stuhlgang, aber da rede ich voll gegen die Wand.
Ich finde die SHG echt gut nur merke ich auch wie belastend das ist, wahrzunehmen wie machtlos man dagegen ist. Es ist ein Kampf der niemals endet habe ich das Gefühl. Man liest hier so wenig positives. Ich selbst kenne einige Alkoholiker die seit Jahren trocken sind, das vermisse ich hier etwas.
Kaettl - Betroffene
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kommt drauf an, wer kämpft - wenn der alkoholiker aus sich heraus und für sich selbst nicht mehr trinken will, dann kann er durchaus gewinnen. das weiß ich aus eigener erfahrung.
durch das mitlesen bei den angehörigen habe ich den eindruck gewonnen, wenn die angehörigen kämpfen, bringt es fast nie einen sieg.
Wie meinst du das dass du das aus eigener Erfahrung kennst? Bist du selbst trockener Alkoholiker? -
Wie meinst du das dass du das aus eigener Erfahrung kennst? Bist du selbst trockener Alkoholiker?hallo kaettl, ja, so ist es. lg lila
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hallo kaettl, ja, so ist es. lg lila
Was musste bei dir passieren dass du die Einsicht hattest dass das so nichtmehr weitergehen kann
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@ lilamond
Hast du das Gefühl dass sich der Konsum deines Mannes verändert?
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Hallo Kaettl!
Man liest hier so wenig positives. Ich selbst kenne einige Alkoholiker die seit Jahren trocken sind, das vermisse ich hier etwas.
Es gibt hier auch einige Alkoholiker/innen die seit Jahren trocken sind. Viele von ihnen sind mit Hilfe dieses Forums trocken geworden.
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liebe kaettle, ich musste die auswirkungen meines alkoholkonsums erst richtig richtig schlimm finden und erkennen, dass ich süchtig bin. und ich musste wirklich wissen, dass ich das - für mich selbst! - nicht mehr will.
die geschichte meines damaligen partners (wir lebten nicht zusammen) ist eine traurige, er war zu dieser zeit bereits an erblich bedingter schnell fortschreitender frühdemenz erkrankt und lebt inzwischen, nicht mehr ansprechbar, in einem heim. da stellte sich die frage nach konsum oder veränderung dessen schon nicht mehr.
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Oh okay das ist eine sehr traurige Geschichte.
Hast du selbst durch den Konsum Schäden davongetragen?
Welche Art Entzug hast du gemacht?
Was hat dir am besten geholfen weg zu kommen von dem Shit -
Wissen eure Partner davon dass ihr euch Hilfe in der SHG holt?
Ich habe da große Angst davor dass er es irgendwann herausfinden könnte. Noch bin ich nicht bereit dazu ihm davon zu erzählen, da ich glaube dass er mich für verrückt hält, denn er glaubt ja ganz fest daran dass er kein Problem damit hat -
Manchmal frage ich mich warum trinkt er heimlich.
Trinkt er heimlich um mich zu schützen?
Um Diskussionen aus dem Weg zu gehen?Ist die Scham und das Bewusstsein schon da dass da was komplett aus den Fugen gerät?
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Es tut mir leid dass ich do viele Fragen habe
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Ich habe da große Angst davor dass er es irgendwann herausfinden könnte. Noch bin ich nicht bereit dazu ihm davon zu erzählen, da ich glaube dass er mich für verrückt hält, denn er glaubt ja ganz fest daran dass er kein Problem damit hat
Ich würde es ihm auch nicht erzählen daß du hier bist. Es soll die Hilfe sein die du für dich holst, er wäre vielleicht auch sauer weil du über ihn erzählst, vor allem wenn noch kein Einsehen da ist daß er ein Suchtproblem hat.
Manchmal frage ich mich warum trinkt er heimlich.
Trinkt er heimlich um mich zu schützen?
Um Diskussionen aus dem Weg zu gehen?Ich denke um Diskussionen aus dem Weg zu gehen. Vielleicht weiß er tief im Inneren daß sein Trinkverhalten nicht okay ist aber die Sucht die ihn treibt zu trinken ist stärker als jede Vernunft.
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Wie ist das bei euch?
merkt ihr, wie sehr ihr noch um den nassen Alkoholiker kreist? Es bringt leider nichts wenn ihr Trinkmengen vergleicht, Geld einteilt usw. Dann seid ihr gleich wieder meilenweit von euren Bedürfnissen weg.
Ich weiß, dass es sehr schwer ist, gerade am Anfang, den Ausstieg zu finden, und sich wirklich mal um sich zu kümmern, aber es geht nur so. Hier soll es um euch gehen.
lg Morgenrot
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Ich würde es ihm auch nicht erzählen daß du hier bist. Es soll die Hilfe sein die du für dich holst, er wäre vielleicht auch sauer weil du über ihn erzählst, vor allem wenn noch kein Einsehen da ist daß er ein Suchtproblem hat.
Ich denke um Diskussionen aus dem Weg zu gehen. Vielleicht weiß er tief im Inneren daß sein Trinkverhalten nicht okay ist aber die Sucht die ihn treibt zu trinken ist stärker als jede Vernunft.
Von der Einsicht sind wir leider noch weit entfernt!
Das sind auch meine Gedanken und trotzdem habe ich das Gefühl ihn zu hintergehen.
Ich habe vor jedem WOE Angst. Dieses WOE ist mein jüngster Sohn bei uns und ich habe immer Angst dass er irgendwas mitbekommt.
Es ist so dass man meinem Mann den Konsum nicht im geringsten anmerkt. Nur wenn es am WOE dann zur späteren Stunde einfach echt viel geworden ist.
Die letzten drei Wochen dachte ich schon dass er selbst etwas verändern möchte, denn da hat er immer mal wieder zwischendurch bzw. am Anfang zuerst was alkoholfreies getrunken. Doch seit Montag ist alles wieder über den Haufen geschmissen. -
merkt ihr, wie sehr ihr noch um den nassen Alkoholiker kreist? Es bringt leider nichts wenn ihr Trinkmengen vergleicht, Geld einteilt usw. Dann seid ihr gleich wieder meilenweit von euren Bedürfnissen weg.
Ich weiß, dass es sehr schwer es gerade am Anfang ist, den Ausstieg zu finden, und sich wirklich mal um sich zu kümmern, aber es geht nur so. Hier soll es um euch gehen.
lg Morgenrot
Ja das merke ich selbst, es ist mur schwer da rauszukommen.
Ich habe wie gesagt schon versucht mich mehr um mich zu kümmern, dich leider holt mich das Elend immer wieder aufs neue ein. Da bricht nach so einer angespannten Woche einfach die Welt über mich zusammen -
Hallo Kaettl,
Trinkt er heimlich um mich zu schützen?
er trinkt heimlich, weil er Diskussionen aus dem Wege gehen will, der Gedanke dich zu schützen wird da eher nicht vorkommen. Kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen.
Dieses WOE ist mein jüngster Sohn bei uns und ich habe immer Angst dass er irgendwas mitbekommt
Wieso? Wie alt ist der Sohn? Was wäre schlimm daran, wenn er etwas mitbekommt?
Es ist so dass man meinem Mann den Konsum nicht im geringsten anmerkt. Nur wenn es am WOE dann zur späteren Stunde einfach echt viel geworden ist.
da hat er immer mal wieder zwischendurch bzw. am Anfang zuerst was alkoholfreies getrunken.
das ist in meinen Augen nur Augenwischerei für dich. Damit will er dir zeigen, schau her ich kann auch ohne. Ich kann mir aber gut vorstellen, wie da bei dir Hoffnung aufkommt, ging mir ähnlich.
lg Morgenrot
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Er wird 14 Jahre alt im Mai. Ich gehe damit schon sehr offen um, habe aber Angst dass er sich unnötig Sorgen machen muss.
Die erste Trennung von seinem Vater hat ihm schon sehr zugesetzt und er hat Angst dass wir uns dann trennen würden. Er hat mir mal gesagt dass er das nicht nochmal aushalten konne wenn das auseinander gehen würde. Ich versuche nur ihn davor zu schützen -
Oh okay das ist eine sehr traurige Geschichte.
Hast du selbst durch den Konsum Schäden davongetragen?
Welche Art Entzug hast du gemacht?
Was hat dir am besten geholfen weg zu kommen von dem Shithallo kaettl, ich hab es "einfach" gemacht. ich habe mir alle fallstricke aus dem weg geräumt - so wie es hier zb in den "grundbausteinen" steht. aber meine antworten werden dir nicht weiterhelfen. denn du bist ja keine alkoholikerin. du musst für dich schauen, nicht für deinen mann.
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habe aber Angst dass er sich unnötig Sorgen machen muss.
glaubst du nicht, dass er spürt, dass etwas nicht in Ordnung ist. Auch hier kann ich dir nur Offenheit ans Herz legen, wenn Fragen kommen. Sprich den Kindern ihre Wahrnehmungen nicht ab. Habe ich aus Schutz für sie getan, und sie haben mir dann als Erwachsene erzählt, was und wann sie etwas wahrgenommen haben. Unausgesproches wabert in der Luft ist nicht greifbar, bei Klarheit fühlen sie sich ernstgenommen.
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Ich selbst kenne einige Alkoholiker die seit Jahren trocken sind, das vermisse ich hier etwas.
Selbst bin ich seit 12 Jahren abstinent, das habe ich Dir auch schon geschrieben, Kaettl.
Und wenn Du wirklich Interesse an der anderen Seite hast, dann lies bei den Alkoholikern hier:
Erste Schritte für Alkoholiker - Alkoholiker Forum
Wir Alkoholiker halten uns meist bei den Angehörigen heraus, weil wir wissen, wie wenig ein Partner bewirken kann.
Es gibt hier auch einige Alkoholiker/innen die seit Jahren trocken sind. Viele von ihnen sind mit Hilfe dieses Forums trocken geworden.
Genau, ich gehöre z.B. dazu. Und mein Mann hat damals selten etwas zu meinem Konsum gesagt. Er hat mich auch nicht kontrolliert und trotzdem habe ich versucht die Trinkmenge vor ihm zu verbergen. Die Sucht hatte mich voll im Griff.
Bei mir kam dann der Zeitpunkt, an dem ich etwas ändern musste und auch wollte. Ganz ohne Druck von meinem Partner. Und ja, wir sind noch zusammen und haben die schwierige Anfangszeit der Abstinenz zusammen überstanden. Es hat sich einiges bei uns verändert, weil ich das wollte und mir meine Abstinenz sehr wichtig wurde, bzw. ist mir meine Abstinenz sehr wichtig.
Solange der Alkoholiker keine Einsicht hat und sich nicht verändern will, ist der Lebenspartner völlig auf verlorenem Posten. Da helfen weder böse Worte noch gute Taten, um den Partner aus der Sucht zu holen. Das kann nur der Süchtige allein schaffen. Es ist kein leichter Weg, aber es ist zu schaffen, wenn man das wirklich will.
Das sind auch meine Gedanken und trotzdem habe ich das Gefühl ihn zu hintergehen.
Weil Du Dir Hilfe suchst, meinst Du ihn zu hintergehen? Im Gegenteil, Du tust etwas für Dich und er hintergeht Dich mit dem Alkoholkonsum.
Besinne Dich auf Dich selbst und Deine Wünsche, dieses ganze Kontrollieren bringt gar nichts, eher bringst Du Deinen Partner gegen Dich auf. Und wie aus Trotz wird dann weitergesoffen. Es werden Gründe gesucht und überall gefunden, um zu saufen. - Auch mir ging das so.
Der Sohn wohnt die Woche über nicht bei Euch?
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