Hallo,
ich lese schon eine Weile in diesem Forum mit.
Dadurch habe ich erkannt, dass ich Co Abhängig bin und meinen Partner beim trinken eigentlich nur unterstützt habe.
Um ihn wieder in seine Selbstständigkeit und seine eigene Kraft zu bringen, bat ich ihn letztes Jahr auszuziehen.
Er wollte nicht. Bis dahin sind schon viele schlimme Dinge passiert.
Letztes Jahr erlitt er nach einem Sturz eine Hirnblutung. Er war zwei Monate im KH. Als er wieder zurück gekommen ist, hat er sofort wieder mit trinken angefangen. Der offene Kopf, die Medikamente und der Alkohol waren eine gefährliche Mischung. Er ist oft umgefallen. Nach einigen KH Aufenthalten, Rehas und einer Entzungsklinik trinkt er täglich eine Flasche Vodka und Bier.
Er hat einen Betreuer, der für ihn alles regelt. Ich hatte dem Betreuer gesagt, dass mein xy nach der Entzugsreha in eine eigene Wohnung ziehen soll. Der Betreuer meinte zu mir, da xy zu ihm gesagt hat, er möchte nicht ausziehen, dadurch sind ihm die Hände gebunden.
Ich hab das nochmal selbst in die Hand genommen und meinen xy quasi gezwungen auszuziehen.
Ab 01.06. hätte er seine eigene Wohnung.
Jetzt kommt mein großes Problem, wo ich nur noch ratlos bin:
Er ist letzten Monat wieder gestürzt und hatte wieder eine kleine Hirnblutung, aufgrund dessen leidet er wieder unter einer Aphasie und seine rechte Hand hängt nur noch runter.
Ich habe den Betreuer gebeten, einen Antrag auf Pflegestufe zu stellen. Bisher kam noch nichts. Zuvor hat er einen Antrag auf Alltagshilfe gestellt, da steht xy auf der Warteliste.
Xy kommt in seinem Alltag überhaupt nicht zurecht. Außer Alkohol kaufen...
Ich kann ihn doch nicht so rausschmeißen?
Er fällt hier um, ich muss ihn oft ins Bett "tragen".
Er könnte sich noch nicht mal seine Medikamente einteilen. Oder Notruf wählen. Man versteht ihn durch die Aphasie auch gar nicht.
Soll ich warten, bis der MDK ihn geprüft hat?
Ich bedanke mich im voraus für alle Antworten.
Herzliche Grüße
Lucky