So, bin immer noch grün und heute bei meiner Ärztin gewesen. Sie hat mir gleich mal zwei Medikamente verschrieben, sollen gegen aufkommendes verlangen nach Alkohl helfen. Und ich soll nun 1. die Woch bei ihr vorbeischauen.
LG
So, bin immer noch grün und heute bei meiner Ärztin gewesen. Sie hat mir gleich mal zwei Medikamente verschrieben, sollen gegen aufkommendes verlangen nach Alkohl helfen. Und ich soll nun 1. die Woch bei ihr vorbeischauen.
LG
Hallo Michl,
Sehr gut, du machst Nägel mit Köpfen.
Nochmal zum "bekennenden Alkoholiker".
Fachlich ist auch "Herr XY hat sich durch chronischen Alkoholabusus eine Alkohohlabhängigkeit angeeignet".
DAs klingt für mich, was meine Person angeht, nicht schön aber ziemlich weit weg von mir.
"Ich bin Alkoholiker". Das bin ich, das macht etwas mit mir und genau dieses etwas ist ein wichtiger Teil auf dem Weg zur Akzeptanz und für eine stabile Abstinenz.
Du bist Alkoholiker, hör mal in dich rein, ob es da innere Widerstände gibt.
Aber bevor wir weiter gehen, für den weiteren Austausch hier im Forum folge dem Link zur Bewerbung für den offenen Bereich:
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Bitte anklicken und einen kurzen Satz schreiben, da du dich ja schon ausführlicher vorgestellt hast.
Nach erfolgter Freischaltung werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.
Viele Grüße
Nayouk
Danke Nayouk
Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Michl
Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch in den nächsten 4 Wochen bitte nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Diese erkennst du am „orangeroten“ Namen.
Wenn du den Titel deines Threads von "Michl - Michl" in "Michl - xy xy" ändern möchtest, sag Bescheid.
Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.
Viele Grüße
Nayouk
Ok danke Nayouk
10 Tage ohne Alk, gestern abend hab ich die Tablette, die mir die Ärztin verschrieben hat genommen, sie sagte, dass man von der Abschalten kann und auch besser schlafen könne. Pustekuchen, fast die ganze Nacht wahr ich munter, dementsprechend heute gerädert. Also die letzten Nächte mit einer normalen Schlaftablette wahren besser. Trotzdem werde ich sie bis zum nächsten Termin mal nehmen und dann mit ihr das besprechen. Rückmeldung auf den Termin von gestern, muss ich sagen, dass es wirklich gut getan hat, mit jemanden über meine Alkohosucht zu sprechen. Und nebenbei hab ich auch noch gestern wieder mit Sport angefangen....
Hallo Michl,
willkommen auch von mir. Und gutes Gelingen bei der langsamen Trocknung gewünscht!
Bei mir hat es nach Alkoholstopp ca. einen Monat gedauert, bis sich mein Schlafrhythmus wieder halbwegs einpegelte. Es war recht qualvoll, aber es ist ja nix Bedrohliches, nur lästig. Ich habe es einfach mal stoisch ertragen. Geduld, das bessert sich.
Die Neujustierung der grauen Zellen und der "Maschine" insgesamt braucht Zeit. Ich sehe das als Einheit ohne strenge Trennung nach psychisch-physisch. Zudem bin ich kein Freund von Pillen, außer sie sind ganz unbedingt angeraten, weil sich sonst der Zustand weiter verschlechtern/aufschaukeln würde.
Der Prozess bis zur Stabilisierung läuft bei jedem individuell anders ab. Bei mir waren es in Summe ca. drei Monate heftige mentale Achterbahn, dann stabilisierte es sich zunehmend. Auch sehr viel z.T. extreme Müdigkeit war dabei.
Geduld, Geduld. Tag für Tag.
Ganz wichtig: Die jetzt bald aufkommende gefühlte Leere füllen. Das sehe ich als größte Gefahr, wenn man nichts verändert.
Viel hier lesen hilft - ein Schatz an Erfahrungen - aktuell zu Deiner "Phase" Ausstieg.
Notfallkoffer packen!
Artikel
Der Notfallkoffer
Craving, starkes Verlangen Alkohol trinken zu müssen, kann jeden Alkoholiker ereilen und da ist es ganz wichtig, für diesen nicht zu unterschätzenden Notfall vorzusorgen. Wie der Apothekenschrank im Haus, so sollte auch ein Hilfsmittel für den aufkommenden Suchtdruck schnell greifbar sein:
Der „Notfallkoffer“ für Alkoholiker.
Dazu gehört eine Liste mit Notfallnummer von Menschen, die im Vorfeld informiert wurden, Adresse und Ansprechpartner der realen Selbsthilfegruppe bzw. eure Login-Daten für…
Das Forenteam
Pustekuchen, fast die ganze Nacht wahr ich munter, dementsprechend heute gerädert.
Das kenne ich auch und viele hier. Du hast über Jahre dein Beruhigungssystem mit Alkohol durcheinander gebracht und nachhaltig gestört.
In der Abstinenz ist der Körper und hier vor allem dein Gehirn in der Lage die erhebliche Störung meist wieder rückgängig zu machen.
Aber das braucht Zeit und Geduld. Nicht alle Medikamente wirken gleichermassen. Sprich das bei deiner Ärztin an, denn ausreichend Schlaf ist wichtig für deine Erholung.
Heute bin ich kurz vor dem durchdrehen. Innere Unruhe, schlechtes Gefühl, die schlechte Schlafqualität macht sich bemerkbar, ich kann mich auf nichts konzentrieren, Gedanken rasen durch den Kopf, egal was ich anfange es passt nichts.......
Kannst Du noch bei Deiner behandelnden Ärztin anrufen, Michl?
Ansonsten mache einen langen Spaziergang in der Natur und dann kannst Du Dir auch in einer Drogerie Baldrian holen. Als Tee oder auch in Tablettenform.
Bei Dir ist gerade alles in der Umstellung und das Wochenende steht vor der Tür, kann das auch eine Rolle spielen?
Hallo Elly, nein kann sie nicht mehr erreichen, um zu einer Apotheke zu kommen musste ich wieder fahren, alleine das nervt schon... ist ist nicht leicht aber ich hoffe dass es bald vorbei ist. Auf das Wochenende hätte ich mich eigentlich gefreut, wollte einfach mal nur was für mich tun, aber auch das ist gerade irgendwie nicht so meins...
wollte einfach mal nur was für mich tun, aber auch das ist gerade irgendwie nicht so meins...
...dann gebe dem nach.
In den ersten Tagen bin ich einfach nur dagesessen und habe nachgedacht.
Ich wollte mich mit nichts beschäftigen, selbst TV war mir zuviel.
Ich habe in der Zeit viel über Alkoholismus im I-Net recherchiert und mir Podcasts und Videos darüber angehört.
Es hat mir geholfen zu verstehen. Zu der Zeit wollte ich nix anderes wissen.
Später dann im Forum hier viel gelesen und geschrieben.
Wie gesagt, mein Weg, vlt. hilft dir das über die nächsten Tage
Und wenn du müde bist, leg dich hin, vlt. schläfst du ein, na und? Es ist Wochenende.
Kennst du die HALT-Regel?
H-Hungry (thirsty)
A-Angry
L-Lonely
T-Tired
Das sind Gefühle denen du entgegenwirken solltest, oder besser noch darauf achten, dass sie gar nicht erst hoch kommen.
Ok, das mit dem Tired ist nicht immer so einfach. Ich habe mir manchmal meinen Schlaf stundenweise auch tagsüber geholt.
So nach dem Motto, was ich hab, hab ich.
Kennst Du schon unseren Notfallkoffer, Michl?
Da kannst Du auch mal drin stöbern und findest etwas für Dich.
Artikel
Der Notfallkoffer
Craving, starkes Verlangen Alkohol trinken zu müssen, kann jeden Alkoholiker ereilen und da ist es ganz wichtig, für diesen nicht zu unterschätzenden Notfall vorzusorgen. Wie der Apothekenschrank im Haus, so sollte auch ein Hilfsmittel für den aufkommenden Suchtdruck schnell greifbar sein:
Der „Notfallkoffer“ für Alkoholiker.
Dazu gehört eine Liste mit Notfallnummer von Menschen, die im Vorfeld informiert wurden, Adresse und Ansprechpartner der realen Selbsthilfegruppe bzw. eure Login-Daten für…
Das Forenteam
Hallo Michl,
wie geht es Dir inzwischen?
Und wie ist Deine Lebenssituation gerade?
Arbeitest Du nebenher oder bist du krankgeschrieben? Ist dein Hausbalt alkoholfrei? Gibt es Menschen in Deinem Umfeld, mit denen du über deine Sucht und die Abstinenz reden kannst?
Alles Gute!
Hallo Rennschnecke,
mir geht's wieder super, gestern hab ich an einer neuen Schablone für Ton zu arbeiten angefangen. Das hat mich gut abgelenkt.
Geschlafen hab ich wieder eher schlecht, aber ich hatte auch die Schlaftablette weggelassen.
Ich arbeite normal weiter, ich liebe meine Arbeit, das sind nur ein paar Kolleginnen die einfach glauben wenn sie laut sind ist es super...
Nein mein Haushalt ist noch nicht Alk frei. Damals als ich das erste Mal Abstinenz wurde, hatte ich gleich alles entsorgt, ich kann mich noch daran erinnern, wie ich noch nach Wochen, da und dort Alkohol gefunden habe. Nicht weil ich es versteckt hatte, nein weil so kleine Alkohlische Geschenke wie kleine Schnapsflaschen in Folie und und und, in vielen Kästen zu finden waren.
Und auch nein es gibt noch keine Menschen, denen ich es erzählt habe, außer der Ärztin. Ich weiß, ein kleiner Schritt für euch, für mich aber ein sehr großer.
Zu gestern zurück, ich kann es nicht ganz genau einschätzen ob es Saufdruck oder sonst nur ein schlechter Tag war. Auf Alk hatte ich keine Lust. Was sicher ist, die schlechte Schlafqualität spielt hier eine GROßE Rolle. Das Wochenende werde ich mal versuchen, zu Mittag oder Nachmittag ein kurzes Powernapping zu machen.
LG
Hallo Michl,
das freut mich für Dich und hört sich schon viel besser an, Michl (arbeiten mit Ton ist eine gute Idee), bis auf eine Sache:
Nein mein Haushalt ist noch nicht Alk frei.
Woran liegt das? Das ist gerade in Situationen wie gestern sehr gefährlich, weil die über Jahrzehnte gelernte "Lösung" dann immer griffbereit ist.
Am besten gleich unwiederbringlich alles wegschmeißen, nicht auskippen.
Kennst Du schon unsere Grundbausteine? Die sind aus den gesammelten Erfahrungen von Langzeittrockenen entstanden und bieten Orientierung, wie Abstinenz gelingen kann.
Artikel
Grundbausteine für ein nüchternes Leben
Viele Menschen, die alkoholabhängig sind, wünschen sich, nicht mehr trinken zu müssen. Dieser Wunsch schwankt emotional – mal ist er stärker, mal schwächer und hängt oft von den Umständen ab, unter denen der Betroffene seiner Sucht nachgeht.
Das Forenteam
Und auch nein es gibt noch keine Menschen, denen ich es erzählt habe, außer der Ärztin. Ich weiß, ein kleiner Schritt für euch, für mich aber ein sehr großer.
Für mich war das Offenbaren auch ein Riesenschritt. Jahrelanges Geheimhalten, Verstecken und Vertuschen hat mich enorm belastet und sicher auch zum Weitertrinken beigetragen.
Als ich dann ins Krankenhaus ging, gesagt habe, dass ich Alkoholiker bin und das auch Freunden etc. erzählt habe, war das für mich der wichtigste Schritt. Eine immense Befreiung, all die Scham plötzlich aufgelöst, ich möchte gar behaupten, ich habe so meine Ketten gelöst.
Ich drück Dir die Daumen, dass Dir dieser Schritt gelingt, weil er meiner bescheidenen Meinung nach einer der wichtigsten in der Bewältigung der Krankheit ist. Und ja, auch ich würde dazu raten, allem Alkohol aus dem Haushalt zu verbannen. Als das Zeug mich fast umgebracht hat, habe ich dessen Gegenwart als physische Bedrohung erlebt. Weg mit dem Zeug!
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