Abstinenzler - Für mich gibt es nur einen Weg- Die Abstinenz

  • Für mich sind Trigger, Saufgedanken und Suchtdruck zunächst einmal Symptome meiner Sucht. Die muss ich erkennen und einordnen können. Dazu brauche ich aber keine große Analyse, kein Zu-Ende-Denken und auch keine Wortklauberei.

    Ob ich das nun Saufhirn, Suchtstimme, Suchtgedächtnis oder sonst wie nenne, ist für mich dieselbe Baustelle. Sobald mir Alkohol wieder als Lösung angeboten wird, weiß ich, aus welcher Ecke das kommt.

    Ich habe für mich gelernt, diesen Gedanken nicht mehr Raum zu geben als nötig. Ich muss weder mit meiner Sucht verhandeln noch jeden Gedanken bis ins letzte Detail auseinandernehmen. Und wenn daraus tatsächlich Suchtdruck wird, muss ich entsprechend handeln.

    Jeder soll ja mit seiner Sucht so umgehen, wie er es für richtig hält. Modelle und Methoden können dabei durchaus hilfreich sein. Ich persönlich mache daraus nur keine Wissenschaft.

    Was mich allerdings aufhorchen lassen würde, wäre ein wiederkehrendes Abwägen, ob sich das Saufen vielleicht doch noch lohnen könnte. Denn da geht es für mich nicht mehr nur um einen auftauchenden Saufgedanken, sondern darum, ob Alkohol vielleicht doch wieder eine Möglichkeit wäre. Und genau da fängt für mich die Verhandlung mit der Sucht an.

    Für mich gibt es da nichts mehr zu verhandeln. Ich bin Alkoholiker und deshalb trinke ich keinen Alkohol mehr.

    Entscheidend ist für mich nicht, wie ich meine Suchtgedanken nenne, sondern wie ich darauf reagiere.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

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