Hallo.
Ich bin "Marc". Ich bin Anfang 30 und ich bin alkoholkrank.
Nach über 10 Jahren mehr oder weniger harter Trinkerei bin ich endlich, nachdem ich jetzt restlos alles verloren habe, zu der bitteren Erkenntnis gelangt ein Problem zu haben welches erkannt werden MUSS um behoben zu werden.
Ich möchte dieses Forum primär nutzen um meinen Ballast los zu werden und vielleicht ließt es jemand und ihm wird bewusst, dass er nicht alleine auf der Welt ist.
Ich bin alkoholkrank und heute den zweiten Tag trocken. Es ist nicht mein erster Anlauf, da ich bisher wie einige andere eventuell auch dachten ich könnte es kontrollieren... was auch teilweise funktionieren mag, wenn man nur 5 Tage in die Zunkunft schaut.
Mein Ziel war immer der Vollrausch, jetzt weiß ich das. Am Wochenende fing es schon mit gewohnter Schlagzahl an.. ich dachte es sein ok, aber ich wollte nur den Vollrausch.
Ich habe am Wochenende durch meine Sauferei alles verloren. Ich war wieder so fokussiert auf den Vollrausch, dass mir alles andere egal war.
Mein gewohntes Muster... Gefühle, Schmerz, Kummer und Frust einfach im Vollrausch ertrinken. Ich hatte bereits die Erkenntnis gewinnen müssen, dass zu diesem Zeitpunkt alles hinüber war. Ich griff morgens zur Flasche und flüchtete in den Vollrausch. Ich bin alkoholkrank, jetzt weiß ich das. Könnte ich nur eine einzige Eskapade, welche Menschen welche mir im Grunde alles bedeuten, ungeschehen machen würde ich es tun.
Ich hatte einen Zusammenbruch und ließ mich kurzfristig isolieren. Im Zuge dessen wurde mir klar wie verkrüppelt ich in der Realität bin, wie oft ich andere und schlimmer mich selbst belogen habe.
Ich bin alkoholkrank und obwohl ich alles verloren habe gewann ich die Erkenntnis, die Einsicht, die Ehrlichkeit zu mir selbst so nicht mehr leben zu wollen.
Ich möchte mein Leben nicht beenden aber ich möchte es so nicht mehr weiterführen.
Die Wahrheit ist bitter aber ich stehe an einem Punkt den Schutt der letzten Jahre aufzuwühlen und nach Lösungen zu suchen. Ich wollte den Vollrausch und habe ihn mitgenommen. Meine Probleme gehen weitaus tiefer. Ich bin alkoholkrank.
Das härteste für mich ist aktuell das ich meinen Gefühlen nicht entkommen kann und nichts im Vollrausch ertrinken will. Ich werde alles geben mich mir selbst zu stellen, jetzt, in 2 Stunden, heute Nacht und morgen früh, jeden Tag.
Ich habe alles verloren und ich fühle mich lebendig, auch wenn es schwer auszuhalten ist.
Soweit ein kleiner Auszug aus meinem Kapitel.
Ich bin "Marc" und ich bin alkoholkrank.