LadyWega - Hallo, bin neu hier und fühl mich allein und unverstanden

  • Ich bin seit zwei Jahren mit meinem Mann zusammen. Er ist Alkoholiker und trotzdem ein ganz wunderbarer Mann. Und genau das ist das Problem mit dem ich zu kämpfen habe. Es tut einfach sehr weh!

    Mein Kopf ist so voll, ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll 🥺🙏🏻

    Nun hilft es mir aber schon mal hier zu sein!

  • Hallo Lady Wega,

    herzlich Willkommen im Forum. Hier in der SHG bist du nicht allein und du wirst verstanden, denn es geht vielen Frauen wie dir.

    Bitte klicke als nächsten Schritt diesen Link hier an und schreibe einen Satz, das genügt. Danach wirst du freigeschaltet.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Lieber Gruß, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • hallo Lady Wega,

    du bist jetzt für den offenen Bereich freigeschaltet und der Austausch kann beginnen. Du kannst überall schreiben, nur bitte in den ersten 4 Wochen nicht bei den Usern aus dem Vorstellungsbereich mit den orange /roten Namen.

    Ich wünsche dir ein gutes Ankommen und einen hilfreichen Austausch.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Morgenrot 24. November 2025 um 09:31

    Hat den Titel des Themas von „Hallo, bin neu hier und fühl mich allein und unverstanden“ zu „LadyWega - Hallo, bin neu hier und fühl mich allein und unverstanden“ geändert.
  • Ich habe mich nun einfach mal ein bisschen durch gelesen und merke dass ich wirklich noch ganz am Anfang stehe.

    mein Mann ist Alkoholiker,er weiss es,ich weiss es. Er sagt es,ich sag es! Wir streiten uns nicht darüber,er wird nicht aggressiv und er ist noch nicht bereit Hilfe anzunehmen. Das ich nicht helfen kann weiss ich.

    Aber ich möchte ihn weiterhin ermutigen,unterstützen und ihn nicht einfach so fallen lassen.

    Ich bin eine ziemlich starke Persönlichkeit,denke ich kann mich gut abgrenzen und habe trotzdem Angst davor den Moment zu verpassen,zu merken dass ich mir selber am meisten schade!

    Kann jemand meine Gedankengänge nachvollziehen?

  • Hallo LadyWega,

    Ja, ich kann deine Gedanken nachvollziehen. Durch meine Erfahrung kann ich nur behaupten, dass es sehr schwierig ist, „den Moment“ genau zu erwischen/ erkennen. Es sind oft viele Momente, dazu kommt, dass die eigene Toleranz bestimmt nicht immer konstant ist. Meiner persönlichen Erfahrung nach, ist das eine unkontrollierbare Reise. Als Beifahrer, Ohne Zuversicht wohin diese Reise geht und wie der Fahrer sich entscheidet zu fahren.

    Liebe Grüße Ino

  • Hi LadyWega, auch ich kann deine Gedankengänge nachvollziehen… ich bin ein Beispiel, das SEHR lange Gedankengänge hat und DEN Ausgang bis heute NOCH nicht gefunden/geschafft hat… in meinem Fädchen kannst du nachlesen, wie lange ich „schon dabei“ bin… 🤦‍♀️

    Ein Ausstieg wird mit der Länge der Gedankengänge /den Jahren, nicht wirklich leichter… was auf jeden Fall leichter und dünner wird, ist mein eigenes Nervenkostüm…

    Also, halte dich an DIE, die beherzter die Ausgangstüre gefunden und durchschritten haben… 🙏🙏🙏

    Alles Gute für DICH…

    Liebe Grüße ,Simsalabim

  • Ich danke euch für Eure Antworten. Das schwierige an der Situation ist ja, (bei mir ist es jedenfalls so) dass ich meinen Partner sehr liebe. Er ist ein guter Vater zu seinen Kindern,er arbeitet,er behandelt mich wertschätzend und gutherzig. Aber er säuft halt eben auch! Es eskaliert auch nicht.

    Und ich versuche wirklich immer wieder abzuwägen,was rede ich mir schön,was ist realität und wie entwickelt es sich!

    Ob ich das tatsächlich objektiv beurteilen kann wage ich zwar zu bezweifeln. Wenn man einen Menschen gerne hat,will man ihn doch nicht in seiner dunkelsten Zeit alleine lassen!


    Simsalabim sehr gerne lese ich in deinem Fädchen.


    Ino danke für deine Worte,das ist ein sehr wahrer Vergleich!

  • Hallo LadyWega,

    schön, dass du hier bist!

    Zwei Gedanken, die mir beim Lesen deiner Beiträge kamen:

    Was genau ist es, was dich an der Alkoholabhängigkeit deines Mannes stört? Damit will ich nicht sagen, dass eine Abhängigkeit kein großes Ding ist an sich ist, aber ich habe in deinen Beiträgen mehr darüber gelesen, welche Vorzüge du in deinem Mann siehst und dass du ihn sehr liebst und frage mich grade noch, was genau am Verhalten deines Mannes dich motiviert hat, dir Hilfe zu suchen (ich vermute stark, dass es da etwas gibt, sonst würde dich das Thema ja nicht beschäftigen).

    Aber ich möchte ihn weiterhin ermutigen,unterstützen und ihn nicht einfach so fallen lassen.

    Hierzu mein Gedanke/meine Frage:
    Wäre es für dich ein "fallen lassen", wenn die andere Person sich willentlich dafür entscheidet die eigene Gesundheit mittel bis langfristig zugrundezurichten und du dich deiner eigenen Gesundheit zuliebe entscheidest dich um dich zu kümmern? Lässt du umgekehrt dich selbst fallen, wenn du in der Beziehung bleibst?

    Liebe Grüße,
    Seepandarine

  • Danke Seepandarine für deine Antwort.

    Da ich mit einem Alkoholiker in der Familie grossgeworden bin ist in erster Linie das Wissen dazu da,das es langfristig nicht gutgeht wenn er so weitermacht. Ich sehe das vorallem gesundheitlich Körperlich so wie psychisch die Spirale abwärts geht.

    Das ist die eine Angst.

    Die zweite Angst ist die Angst um mich,was wenn ich es verpasse zu gehen. Was,wenn ich ich eine Co Abhängigkeit entwickelt habe,oder entwickeln werde ohne es zu merken. Das habe ich bei meiner Mama so erlebt.

    Und der HauptGrund warum ich hier bin ist die Frage ob man als Paar wirklich die Chance hat das gemeinsam durchzuhalten? Oder ist das naiv?

    Liebe Grüsse

  • Hallo LadyWega,

    nicht wundern, ich habe deinen Beitrag, der vor deinem letzten stand, in den Trash geschoben. Es war ja die genauer Wiederholung von dem Beitrag, den dir Seepandarine geschrieben hatte.


    Und der HauptGrund warum ich hier bin ist die Frage ob man als Paar wirklich die Chance hat das gemeinsam durchzuhalten? Oder ist das naiv?

    Das ist erstmal der Wunsch, den ich bei ganz, ganz vielen Angehörigen hier gelesen habe im Laufe der Jahre. Und den ich selbst auch lange Zeit hatte.

    Der Wunsch, dass alles wieder " normal" wird. Es gibt Paare, da geht das. Das sind die, bei denen der Abhängige aus eigenem Wunsch, eigenem Antrieb und Mut trocken werden möchte. Der Schritte unternimmt um das zu erreichen. Sein Leben umstellt.

    Und auch der/ die Angehörige*n für sich neue Wege finden um dieses übermäßige Kümmern etc abzustellen.

    Die Sache ist halt nur, wie lange du darauf warten möchtest, dass das Umdenken bei ihm passiert. Wieviel Lebenszeit du dafür aufbringen möchtest. Ich hab sehr viel Zeit damit verbracht mit dem Versuch, alles in normale Bahnen zu lenken. Ihn zum Aufhören zu überreden. Ohne Erfolg. Es muss vom Abhängigen selbst kommen, alles andere hat keinen Sinn.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!