matze72 - Vorstellung

  • Hallo Matze,

    mal offen und ehrlich meine Gedanken dazu. Keine Kritik, sondern meine persönliche Betrachtung aus eigener Erfahrung.

    Klingt alles nett und schön, was da aufgezählt wird, was man nach einem Rückfall tun kann. Alle Hebel in Bewegung setzen, nach außen zeigen: Schaut her, was ich alles mache. Am Ende sind das aber erst mal nur leere Worte. Äußere Hilfe, Werkzeuge oder eine Selbsthilfegruppe halten mich nicht vom Saufen ab, wenn die innere Entscheidung dazu längst gefallen ist.

    Es muss im Inneren ankommen. Die entscheidende Frage ist: Ist es das bei dir schon? Dabei geht es nicht einmal primär um das Verstehen der Sucht, sondern um die Auswirkungen. Es gibt kein Zurück. Es gibt kein Probieren. Es gibt nur einen Weg.

    Dass dabei innere Zwiegespräche laufen, ist völlig normal. Die Sucht schreit: „Sauf.“ Du schreist dagegen: „Nein.“ Und wer am Ende gewinnt, sieht man am Ergebnis.

    Wenn Akzeptanz das A ist und Kapitulation das O, dann gilt. Fehlt das A oder das O, bist du raus. Das sind meine Erfahrungen.

    Wenn dir klar ist, dass du Alkoholiker bist und Suchtdruck aufkommt, den du nicht mehr händeln kannst, bleibt zumindest eine Option: rechtzeitig Kontakt zur SHG aufnehmen. Nicht, weil wir hier oder deine reale Gruppe dich vom Saufen abhalten könnten, sondern als Unterstützung.

    Wenn jemand saufen will, läuft das Programm im Kopf längst Tage vorher. Das entscheidet sich nicht in der letzten Minute.

    Ich sehe hier immer wieder dasselbe Muster. Austausch, dann plötzlicher Abbruch, Tage später ein Rückfall und danach wieder zurück. Das zeigt doch, dass im Kopf schon lange etwas abläuft.

    Ich kenne das von mir selbst. Ich hatte das ganze Wissen parat, was man nach einem Rückfall tun soll. Im Grunde ein mentales Notfallpaket für danach. Und genau da liegt der Knackpunkt. Wenn man sich innerlich schon auf „danach“ vorbereitet, ist die Entscheidung oft längst gefallen.

    Das ist kein Angriff. Alles Gute für deinen Weg.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ich liege um die Uhrzeit im Bett. Mein Arzt wahrscheinlich auch. Wie kommt es zu diesen seltsamen Uhrzeiten? Bzw. was ist denn das für ein Arzt?

    Hi Alex_aufdemweg

    Hi,

    danke für deine Anmerkung.

    Der Arzt ist halt ab dieser Uhrzeit vor Ort.

    Mir persönlich macht dies nichts, im Gegenteil.

    Ich denke einmal, bei uns im Umkreis wo ich wohne, finden sich nun einmal nicht viele Hausärzte, welche mich aufnehmen würden oder in Frage kommen!

    Von daher bin ich bei diesem Hausarzt gelandet, welcher nicht schlecht ist und mich (und meine Frau) als Patienten aufgenommen hat.

    Dies ist für mich persönlich wichtig, da ich aktuell von der persönlichen Mobilität, da kein Auto vorhanden ist, sehr eingeschränkt bin!

    Ich dreh den Spieß einfach um!

    Welcher Arzt ist denn überhaupt dann da für seine Patienten!

    Mein Stiefvater praktiziert leider nicht mehr am Wohnort, von daher bin ich sehr dankbar für die Dienste dieses Mannes am selben Wohnort!

    Er nimmt die Aufgabe wahr, welche mir weder in einer Klinik angeboten wird bzw. ich sogar vor die Tür gesetzt werde, weil diese sich nicht zuständig fühlen!

    Bestes Beispiel heute!

    Ich soll in der Suchtambulanz erscheinen, weil ich einen Rückfall hatte.

    Ich soll ein neues Medikament einnehmen *edit* , weil mein aktuelles Medikament *edit* in der Langzeitklinik anschlagen würde bei einer Kontrolle und ich dann nicht aufgenommen würde!

    Mit meiner Langzeitklinik habe ich gerade gesprochen!

    Wenn ich Nachweise habe, warum ich das Medikament nehmen muss und diese vorlege, ist dies kein Problem!!!

    Von daher bin ich froh, einen solchen Hausarzt habe, der mir aktiv hilft, was selbst sogenannte Fachkliniken nicht schaffen!

    Gerade von den sogenannten Fachkliniken fühle ich mich in meinem Landkreis im Stich gelassen!

    LG, Matze72

    Einmal editiert, zuletzt von Elly (15. Januar 2026 um 12:13) aus folgendem Grund: Bitte im Forum keine Medikamente nennen!

  • Ich soll in der Suchtambulanz erscheinen, weil ich einen Rückfall hatte.

    Hallo matze,

    wann hattest Du den Rückfall und trinkst Du derzeit noch Alkohol?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hi Hartmut ,

    meine Antwort auf deinen Text fällt recht kurz aus!

    All das was du schreibst usw. ist mir klar bzw. bekannt!

    Harte Drogen (LSD, Amphetamin, Ecstasy, Kokain) lehne ich seit 2011 bis heute ab. Es war sogar in einem Klinik Aufenthalt jemand, der mir das angeboten hatte, und ich habe abgelehnt. Automatisch, ohne dass es mich nur annähernd interessiert hätte!

    Ich bin gespannt, wo und wie ich mein aktuelles Problem in Angriff nehmen kann, um zu verstehen, warum der Alkohol soviel macht hat!

    Diverse Dinge laufen schon bei mir, aber Rückfälle kommen immer wieder, leider!

    Wird spannend für mich, wenn meine Langzeit losgeht!

    LG,

    Matze72

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