lumen - Partner trinkt

  • Mir stellt sich de Frage wenn er sich kümmert um eine Entzugsklinik etc ob ich dann unterstützend um Hintergrund bin, mit ihm telefoniere, vllt ihn in der Klinik besuche wenn man so was darf. Solche Dinge. Ihn bei mir wieder aufnehmen ist für mich kein Thema. Das sehe ich auch so , da müsste er erstmal zeigen das er es mit Abstinenz ehrlich meint

  • ich dann unterstützend um Hintergrund bin, mit ihm telefoniere, vllt ihn in der Klinik besuche

    Unsere Antworten haben sich gerade überschnitten.

    Anrufen und Besuchen würde und habe ich auch getan.

    Aber es sollte klar sein, dass er allein für sich abstinenz wird, und die Bemühungen nach Abschluss der Therapie nicht enden, sondern erst das Rüstzeug für den Start gaben.

    Die Kliniken sind voll von Alkoholikern, die dort zum wiederholten Male sind.

    Ich würde also abwarten, ob er sich nur aufpäppeln lässt und im betreuten begleiteten Wohnen und unter therapeutischer Aufsicht trocken bleiben kann, oder das dort erlernte Wissen umsetzen kann und will.

  • Sind das nicht ungelegte Eier? Bisher hat er doch gar keinen Abstinenzwunsch, oder?

    Ist ja egal. So wie sich Alkoholiker auf mögliche Situationen vorbereiten, kann das doch auch für Angehörige hilfreich sein.

    Wenn ich mir zum Beispiel nicht vorstellen könnte, auf Alkohol im gemeinsamen Zuhause zu verzichten, oder mir gemeinsame Besuche im alkoholgetränkten Fußballstadion wichtig wären, wäre das Festhalten an einer Beziehung mit einem Alkoholiker schwierig.

    Dann sollte ich eher nach einem Partner ausschauen, der wie ich kontrolliert trinken würde bzw. könnte.

  • Na ja inzwischen denkt er wohl schon drüber nach in Entzug zu gehen möchte allerdings das ich ihm helfe das zu organisieren. Und da frage ich mich schon ob das richtig ist

    Wenn seinen Überlegungen, auch der Wunsch und die Entscheidung folgt, einen Entzug anzutreten, dann ist das gut.

    Für einen Entzug benötigt man m.M.n. nur eine Überweisung eines Arztes. Eine Therapie erfordert einen Antrag bei der Rentenversicherung.

    Für einen Entzug gibt es also eigentlich nicht so viel zu organisieren.

    Lass dich lieber nicht dafür einspannen und mitverantwortlich machen.

    Rate ihm lieber, dafür die Hilfe der Suchtberatungsstelle zu suchen. Dort erfährt er dann auch gleich, welche weiteren Hilfen es gäbe.

  • Ok danke für den Hinweis! Erschwerend kommt für mich hinzu das er aufgrund von Verlust des Arbeitsplatzes und - edit - keine bleibe hat . Das ist für mich tatsächlich emotional sehr schwer auszuhalten

  • Erschwerend kommt für mich hinzu das er aufgrund von Verlust des Arbeitsplatzes und der damit verloren gegangen Dienstwohnung keine bleibe hat . Das ist für mich tatsächlich emotional sehr schwer auszuhalten

    Genau das, also keine eigene Bleibe und dein Mitleid wird ihm sehr bewusst sein.

    Lass dich nicht unter Druck setzen. "Hilfe durch Nichthilfe" ist jetzt eher angesagt. Du siehst ja, dass er dadurch zumindest darüber "nachdenkt".

    Es gibt für passendere Ansprechpartner als dich. Bei der Suchtberatungsstelle kann er seine Wohnungslosigkeit ebenfalls und besser ansprechen. Die werden solche Probleme kennen.

  • Hallo lumen,

    darüber nachgedacht hat mein erster Mann auch oft. Immer, wenn er gemerkt hat, dass ich entschlossener wurde für mich was zu ändern aber auch, wenn es ihm gesundheitlich schlecht ging. Und weil ich ja immer sehr hilfsbereit bin dachte ich, jetzt ergreife ich die Gelegenheit und mache für ihn damit er es auch wirklich angeht. Und er saß da...Wie bequem für ihn, " lass die Alte mal machen, dann hat sie was zu tun und ich hab meine Ruhe".

    Ich hab geredet und geredet, mich informiert oder ihm Flyer etc hingelegt. Adressen rausgesucht. Dann hatte er wieder Ausreden, warum es jetzt gerade für ihn doch nicht ging und er hat weitergetrunken.

    So wie ich es hier immer wieder bei den Alkoholikern lese ist die größte Erfolgschance, was zu ändern, gewesen, dass sie von sich aus alleine die Verantwortung für sich übernommen haben, alle Schritte von sich aus gemacht haben. Selbstbestimmt ihre Krankheit ernstgenommen haben und sich Hilfe gesucht haben.

    Na ja inzwischen denkt er wohl schon drüber nach in Entzug zu gehen möchte allerdings das ich ihm helfe das zu organisieren. Und da frage ich mich schon ob das richtig ist

    Tja, ob das richtig ist... Ich hab die meine eigenen Erfahrungen dazu geschrieben. Die Entscheidung darüber, was du nun für dich selbst machst, kann ich dir nicht abnehmen. Genauso wie er kannst nur du alleine die Verantwortung für dein eigenes Lebensglück übernehmen.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Danke für deine Worte, ich habe ihn schon geschrieben das er das Selbst tun muss, wir haben noch ! Whats App Kontakt .

    Kommt gleich er kriegt das nicht hin die Seite im Internet spinnt. Denke das wird eine Austede sein

  • Na ja inzwischen denkt er wohl schon drüber nach in Entzug zu gehen möchte allerdings das ich ihm helfe das zu organisieren. Und da frage ich mich schon ob das richtig ist

    Sorry - das klingt mehr als halbherzig. „Überlegt“ … wir reden hier nicht über einen verstauchten Knöchel, der eventuell auch von allein wieder ausheilt …


    Lass dich nicht veräppeln. Wer Krankheitseinsicht hat handelt. Hier geht es nämlich um eine Krankheit, die tödlich endet!

  • Das wird wohl so sein , er redet auch immer wieder davon das er wohl Medizin gibt dir helfen kann, sprich Entzug und Therapie braucht es nicht unbedingt .
    Bin gespannt ob er wirklich einen stationären Entzug macht, das wäre ja mal ein Anfang, für ihn

  • Bin mit nicht sicher ob er das auch so sieht , an Therapie glaube ich noch nicht zumal da ja evtl auch monatelange Wartezeiten sind oder? Ob er die Zeit ohne Alkohol schafft? Das sehe ich sehr skeptisch

  • Lumen - auch bei Dir lasse ich mich jetzt zu einem ausdrücklichen Rat hinreißen: Bleib bei Dir! Warum kreist Du sooooo sehr um ihn? Was gibt Dir dieser Mann, der Dir wegen seiner Suchterkrankung so wenig geben kann?

  • Es gibt ihn aber nur als Gesamtpaket. Und sobald Du ihn aus lauter Mitleid zu Dir holst, ist die Gefahr groß, dass Du irgendwann das Gesamtpaket in Deiner Wohnung hast, mit Müll, Flaschenbergen, Notrufen etc.

    Wenn Du dieses Risiko eingehen möchtest, ist das Deine Entscheidung. Kinder sind davon ja nicht betroffen.

    Hast Du denn mal in den Fäden von Angehörigen gelesen, die Dir hier schreiben, was da auf Dich zukommen kann? Oder ist das für Dich hier eher so eine Art Liebeskummer-Chat?

    Ich verabschiede mich jetzt aus diesem Faden und wünsche Dir alles Gute.

  • Ne das ist sicher kein Liebeskummer Chat . Ist es nicht normal das man auch an sich und seiner Entscheidung zweifelt, es istces in der Intensität noch relativ neu für mich


    Ich habe nicht von zurückholen gesprochen wir haben ja nie wirklich zusammen gewohnt

  • hallo Lumen,
    ich habe deine Beiträge auch nicht als Liebeskummerchat gesehen, finde den Ausdruck auch nicht passend. Ich kenne viele deiner Zweifel auch sehr gut. Ich habe sehr oft überlegt, ob ich auch wirklich alles versucht habe.
    In meinen Augen, und nach meiner Erfahrung musst du nichts für die Entgiftung tun, dass ist sein Ding, da muss er sich kümmern.
    Ich habe damals bei der Entgiftung meines Mannes eingreifen müssen, aber es diente ganz alleine zu meinem Schutz. Damals ging es um die Krankenhauseinweisung. Hier sind zwei Krankenhäuser in verschiedene Sektoren aufgeteilt, und ich wollte ihn auf keinen Fall in der Klinik haben, wo ich arbeitete.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

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