• Hallo zusammen,

    seit einigen Jahren trinke ich regelmäßig viel zu viel Alkohol. Mir ist schon länger bewusst, dass ich Alkoholikerin bin. Vor einigen Wochen habe ich beschlossen keinen Alkohol mehr zu trinken, das ganze hat genau 3 Wochen angehalten. Gestern habe ich einfach zur Flasche gegriffen und es hat mal wieder kein Ende gefunden. Also fange ich wieder bei Tag 0 an.

  • Hallo Blonde, (ich hoffe ich darf dich so nennen, denn der Nickname ist mir zu lang)

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker.
    Es ist gut, dass du dir über deinen Alkoholkonsum ernsthaft Gedanken machst.

    Gestern habe ich einfach zur Flasche gegriffen

    Ein Versuch, die Sucht zu kontrollieren ist gescheitert. Ich hatte unzählige Versuche.
    Um aus der Suchtspirale auszusteigen, reicht es nicht, nur nicht zu trinken.

    Aber bevor wir hier weiter machen, in dieser Selbsthilfegruppe tauschen sich ausschließlich Alkoholiker aus, die sich dazu bekennen und eine lebenslange Abstinenz anstreben.
    Wie sieht es da bei dir aus, siehst du dich als Alkoholikerin und möchtest du ein dauerhaft abstinentes Leben führen?

    Viele Grüße

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hallo Nayouk,

    ja ich sehe mich als Alkoholikerin und möchte ein dauerhaftes abstinentes leben führen. Das mit dem nur nicht trinken ist mir sehr bewusst. Ich schaue gerade wo ich überall Hilfe bekommen kann und was zu mir passt. Mit meinem Arzt habe ich schon vor einigen Wochen gesprochen. Er hat mir empfohlen eine Reha zu machen. Diese werde ich wohl in den nächsten Tagen beantragen.

  • Willst du endgültig aufhören, dann melde dich morgen bei deinem Arzt und teile ihm mit, dass du einen Entzug machst und seine Betreuung bei der Entgiftung brauchst.
    Mit ihm kannst du das Vorgehen für deine Entgiftung besprechen, entweder stationär oder ambulant.

    Das Forenteam
    4. Dezember 2021 um 21:37

    Von einem "kalten Entzug" raten wir ausdrücklich ab, da er lebensgefährlich werden kann.

    Voraussetzung für einen Austausch im Forum ist eine ausreichende Entgiftung, diese gilt für uns nach 7 Tagen Abstinenz.

    Wie willst du weiter vorgehen?

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Sehr gut.
    Noch zur Reha, Entwöhnung oder LZT kann erst nach der Entgiftung erfolgen, also ist deinSchritt zum Arzt die Grundlage dafür.
    Melde dich, sobald du weißt, wie es weiter geht. Bis dahin kannst du dich hier schon mal einlesen.

    Viele Grüsse

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • So, habe gerade geschaut. Mein HA ist erst am 5.1. wieder da.

    Ich werde ihn dann leider erst im neuen Jahr aufsuchen können. Aber das Wesentliche habe ich ja schon mir ihm besprochen. Eigentlich wollte ich eine ambulante Therapie machen, davon hält er aber nichts.

  • Worauf wartest du? Du kannst auch zur Vertretung deines Arztes gehen oder dir einen anderen suchen. Wenn du bei der Entgiftung ärztlich betreut wirst, kann es für dich hier weitergehen, ansonsten nach sieben Tagen Abstinenz.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Worauf wartest du? Du kannst auch zur Vertretung deines Arztes gehen oder dir einen anderen suchen. Wenn du bei der Entgiftung ärztlich betreut wirst, kann es für dich hier weitergehen, ansonsten nach sieben Tagen Abstinent

    Guten Abend, ich habe heute morgen tatsächlich drüber nachgedacht zum Vertretungsarzt Kontakt aufzunehmen. Leider ist dann ein Notfall mit unserem Hund dazwischen gekommen (Tierarzt, OP). Somit war der Tag dahin. Ich werde mich nach sieben Tagen Abstinenz nochmal melden. Bis dahin lese ich hier fleißig weiter, wenn das OK ist?

  • Für den weiteren Austausch folge dem Link zur Bewerbung für den offenen Bereich:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und einen kurzen Satz schreiben, da du dich ja schon ausführlicher vorgestellt hast.

    Nach erfolgter Freischaltung werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    Viele Grüße

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Nayouk24 29. Dezember 2025 um 21:24

    Hat den Titel des Themas von „Vorstellung“ zu „die Blonde mit den Tieren - Vorstellung“ geändert.
  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Ziege .

    Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch in den nächsten 4 Wochen bitte nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Diese erkennst du am „orangeroten“ Namen.

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Viele Grüße
    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ja, die Grundbausteine habe ich mir durchgelesen.

    Ein Alkoholfreies Zuhause habe ich nicht, werde ich wohl auch nicht umsetzen können. Mein Mann hat schon vor meiner Sucht Bier getrunken und wird es auch weiterhin machen.

    Wenn ich mit ihm über meine Sucht reden möchte, reagiert er eher zurückhaltend und meint, ich soll nicht übertreiben. Ja für ihn sind Alkoholiker Menschen die unter Brücken sitzen. Obwohl er oft genug mitbekommen hat, wie schlecht es mir psychisch nach einer durchsoffenen Nacht ging.

    Ich möchte ihn aber in der nächsten Zeit bitten, nicht mehr um Haus zu trinken. Es stört mich zwar aktuell nicht, wenn er trinkt, aber wer weiß was mein Suchthirn in irgendeiner Sekunde daraus machen kann.

    Ob er auch Süchtig ist, dazu möchte ich mich nicht äußern, dass muss er wenn für sich selber wissen und außerdem habe ich genug mit mir zu tun. Das mit meinem Mann ist aber auch ein anderes Thema, vielleicht gehe ich da nochmal drauf ein, wenn ich eine längere Abstinenz von ein paar Monaten hinter mir habe. Im Moment stehe ich für mich im Vordergrund.

    Eine Trennung kommt für mich auch nicht in Frage, da ich ihn liebe, ob die liebe die zwei unterschiedlichen Lebensweisen auf Dauer aushält wird sich zeigen.

  • Im privaten Umfeld Versuche ich es soweit es geht umzusetzen. Es ist aber doch ganz schön schwer, wie ich gemerkt habe. Gestern war eine Sportveranstaltungen für Kinder, ich hatte mich für einen Dienst als Helferin eingetragen. Und was soll ich sagen, als ich ankam standen dort schon einige Eltern mit einem Bier in der Hand und begrüßen mich mit der Frage, ob ich auch eins möchte.

    Ich war leicht erschrocken, da genau diese Situation mich letztens mal dazu verleitet hat, einfach ein Bier anzunehmen und zu trinken ohne darüber nachzudenken.

    Nein, ich möchte nicht ich dachte auch nicht mal drüber nach, ob ich vielleicht doch.... Aber im Nachhinein bin ich tatsächlich in eine sehr gefährliche Situation gegangen.

    Ich habe mir einen Kaffee geholt und meinen Dienst begonnen. Mir meinem anderen Kind abgeklärt, dass es zur Not meinen Dienst übernimmt und ich nach Hause kann, falls es mir zu nahe geht. Es ging aber alles gut.

    Wir haben auch schon Karten für einige Faschingssitzungen, da habe ich bereits gesagt, dass ich nicht mitgeh. Fasching ist und bleibt nun mal ein sehr Alkoholabhängiges Treiben.

    Und die nächsten Sportveranstaltungen werde ich entweder Zuhause bleiben oder von einem anderen Standpunkt anschauen, ohne mit den anderen Eltern in Kontakt zu kommen, obwohl die anderen Mütter und ich sonst nur Kaffee trinken, aber die letzten Male war es halt anders.

  • Das liest sich doch schon sehr gut. Du machst dir die richtigen Gedanken. 👍🏼

    Bei dem Satz ist eine Erinnerung bei mir aufgeploppt.

    Es stört mich zwar aktuell nicht, wenn er trinkt

    Hier wurde mir geantwortet, dass es mich mit der Zeit immer mehr stören würde. Und es war so.

    Nach einiger Zeit war der Gedanke an den Alkohol tagsüber kaum mehr da. Ich war zufrieden. Dann öffne ich das Eisfach, um mir ein Eis rauszuholen und Zack liegt da ein Weizenbier drin. Das passierte öfters. Auch beim Kühlschrank, oder so.

    Es war nicht mal, dass ich das jetzt trinken wollte. Aber es ist, als wäre da eine Flasche mit Gift in einem Fach, wo Nahrungsmittel rein gehören.
    Und es hat mich in Alkohol erinnert. Und den will ich in meinem Leben nicht mehr haben.

    Ich habe anfangs auch gedacht, nur weil ich jetzt trocken werde, muss meine Partnerin das nicht und kann weitermachen, wie sie will.
    Aber so funktioniert das nicht.

    Wenn dein Partner kein Alkoholproblem hat, ist es auch kein Problem für ihn nicht mehr vor dir zu trinken. Und wenn es ein Problem für ihn ist, dann kann er über sein Problem nachdenken.

    Auf Dauer wird das mit einem regelmäßig dringenden Partner nichts. Das wurde mir auch gesagt, und ich wollte es nicht hören. Aber dann habe ich es lernen dürfen.

    Ich fing also an, mich in der Hinsicht immer mehr durchzusetzen. Aber auch nicht am ersten Tag. Aus dem Grund schau erst mal auf die wichtigeren Dinge.

    „Das wichtigste zuerst“ ist ein guter Leitsatz.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

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