KleineWolke - Neu hier im Forum

  • Hallo,

    Ich bin Alkoholikerin und suche Hilfe und Austausch um Abstinenz wieder zu erlangen. Mein letzter Kosum war gestern. Aktuell schaffe ich leider nur 40 bis 44 Stunden ohne Alkohol. Danach kommt wahnsinnige Unruhe und eine Stimme, die mir zuflüstert, dass ich ruhig wieder etwas trinken darf.

    Ich habe vor 5 Jahren eine Entgiftung gemacht und konnte 1,5 Jahre abstinet bleiben. Danach folgte aus Neugierde ein Rückfall der mich wieder zum Spiegel trinken gebracht hat.

    Ich machte dann nochmals eine Entgiftung mit anschließender Langzeittherapie. Hier konnte ich nur 6 Monate trocken bleiben.

    Ich schlittere gerade wieder in ein Loch.


    Vielleicht gibt es mir Kraft, wenn ich im Austausch bin.


    Liebe Grüße

  • Hallo KleineWolke,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker.

    Auf deinem Weg hast du schon viel erlebt, eine dauerhafte Abstinenz konntest du bis jetzt nicht erreichen.

    Vorweg, in dieser Selbsthilfegruppe tauschen sich ausschließlich bekennende Alkoholiker aus, die ein dauerhaft abstinentes Leben führen möchten.

    Wenn dieser Entschluss gefasst ist, dann kann dich diese SHG auf deinem Weg in die Abstinenz begleiten.
    Du sagst, du bist Alkoholikerin. Möchtest du ein dauerhaft abstinentes Leben führen?

    Viele Grüße

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ich war ohne Alkohol ein ganz anderer Mensch!

    Das glaube ich dir sofort.

    Nun ist es so, dass für die Teilnahme an diesem Forum eine ärztlich begleitete Entgiftung oder mindestens eine 7-tägige Abstinenz Voraussetzung ist.

    Du siehst selbst, dass du immer wieder in den Entzug kommst und irgendwann dem Druck nicht mehr standhalten kannst und du wieder trinken musst.
    Für den Start in die Abstinenz raten wir daher immer zu einem Arztbesuch. Ein Arzt kann dich entsprechend unterstützen, ggf. auch mit Medikamenten.
    Ich gehe davon aus, dass du diesbezgl. schon einige Erfahrung hast. In jedem Fall raten wir dringend von einem kalten Entzug ab, da dieser lebensgefährlich werden kann.

    Das Forenteam
    4. Dezember 2021 um 21:37

    Hast du einen Arzt deines Vertrauens, dann suche ihn noch heute auf und besprich mit ihm das weitere Vorgehen. Wenn du ärztlich überwacht wirst, kann für dich der Austausch hier beginnen, ansonsten nach 7 Tagen Abstinenz.

    Wie willst du weiter vorgehen?

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Aktuell hat mir die Ärztin ein Medikament zur Probe gegeben niedrig dosiert. Sie meint, dass dieses langsam wirkt oder ich ein anderes Medikament brauche. Morgen bin ich wieder bei ihr um dies zu besprechen.

    Ich habe damit leider vorher noch keine Erfahrung gemacht. In den Kliniken, also im geschützten Bereich, hatte ich keine Entzugserscheinungen.

    Ich habe somit nie aktiv gelernt mit Suchtdruck umzugehen oder medikamentöse Unterstützung gebraucht.

  • Ok, verstehe.
    Du solltest morgen deiner Arztin sagen, dass du unter Medikamenten wieder getrunken hast.

    Hier nochmal der Link zum Notfallkoffer, wie von Bolle erwähnt:

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Finde raus, was dir helfen kann. Ich habe Atemtechniken geübt, damit ich sie parat habe, wenn es darauf ankommt.
    Wichtig ist auch die HALT-Regel:

    H - Hungry - Hunger vorbeugen - Gut essen! Und auch das Trinken nicht vergessen!

    A - Angry - Ärger vorbeugen oder abbauen.

    L - Lonely - Sich in der SHG oder nahen Menschen anvertrauen. Nicht einsam bleiben.

    T - Tired - Bei Müdigkeit sofort dagegen wirken. Sich Ruhe gönnen, genügend schlafen bei Erschöpfung

    HALT-Gefühle sind starke Gefühle, die Suchtdruck auslösen können. Daher ist es wichtig, dass ich sie erkenne und frühzeitig dagegen wirke oder sie gar nicht erst entstehen lasse.

    Du kannst dich hier im Forum einlesen, das lenkt dich ab und du wirst sehen, dass du nicht alleine bist und schon viele andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
    Auch unsere "Grundbausteine" lasse ich dir da.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Melde dich wenn du Suchtdruck hast und spätestens wenn du morgen bei deiner Arztin warst.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hallo,

    Ich war heute morgen schon bei der Ärztin. Sie muss sich erst nochmal überlegen wie wir mit der Medikation verfahren und meldet sich telefonisch. Da ich Kinder Zuhaus habe möchte sie vorsichtig sein.

    Aktuell hatte ich ein Medikament welches gegeben wird, wenn der Entzug schon gemacht wurde.

    Ich möchte unbedingt wieder Abstinenz erlangen und mein echtes Leben zurück.

    Aber eine Frage an euch. Wenn der Suchtdruck kommt, dann fühlt es sich an als will ich es doch nicht. Das führt mich etwas in die Irre...

    Liebe Grüße

  • Wenn der Suchtdruck kommt, dann fühlt es sich an als will ich es doch nicht.

    Das ist doch gut. Nicht mit der Suchtstimme diskutieren, abwürgen und sofort reagieren, trinken, was scharfes essen, oder lutschen, HALT Regel, dein Notfallkoffer.

    Trinkst du momentan noch oder bist du seit Sonntag nüchtern?

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Wenn du aber damit meintest, dass du bei Sucht Druck doch nicht abstinent werden willst, dann ist es dein Suchthirn, was dir das einredet. Bleib dran es lohnt sich so sehr.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ja ich meinte zweiteres. Es fühlt sich dann so an als ob ich mich doch nicht für die Abstinenz entschieden habe.

    Ich frage mich nur, wann geht diese Stimme mal etwas länger weg. Die ist ja total wahnsinnig...

    In den Kliniken hatte ich mit dieser Stimme auch nie zu tun. Da war einfach klar für mich es gibt nix.

    Ja ich habe leider wieder der Stimme gefolgt. Ich habe nun den Entschluss gefasst, dass ich morgen samt den Kindern ein paar Tage zur Uroma auf den Bauernhof fahre. Dort gibt es keinen Alkohol und sie sind eingeweiht.

    Die Notfallmedikamente nehme ich mit. Ansonsten warte ich noch auf den Rückruf der Ärztin.

  • Ich habe nun den Entschluss gefasst, dass ich morgen samt den Kindern ein paar Tage zur Uroma auf den Bauernhof fahre.

    KleineWolke , das solltest du unbedingt mit deiner Arztin besprechen. Ärztliche Betreuung beim Entzug heisst, dass du unter Kontrolle bist.
    Dazu musst du aber in der Nähe sein. Wenn du abstinent werden möchtest, dann geht das nicht so nebenher, gerade wenn Kinder dabei sind.

    Stationär in einer Klinik, werden u.U. in den ersten Tagen stark sedierende Medikamente angewendet, damit der Körper und der Kopf zur Ruhe kommen und die schlimmsten Nebenwirkungen des Entzugs abgemildert werden.

    Ich rate dir dringend die nächsten Schritte für den Entzug mit deiner Ärztin zu besprechen und nichts auf eigene Faust zu unternehmen.
    Du möchtest doch sicher nicht vor deinen Kindern und der Uroma in eine Situation kommen, in der du dringend Hilfe benötigst, die sie dir nicht geben können.

    Du bist hier im Vorstellungsbereich und der eigentliche Austausch kann erst beginnen, wenn du mit dem Entzug beginnst, nüchtern bleibst und ärztlich betreut wirst.

    Daher melde dich, wenn du das mit deiner Ärztin besprochen hast.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ja verstehe. Das werde ich davor noch besprechen! Das ist definitiv nicht meine Intention mir oder jemanden anderen deswegen zu schaden.

    Ich gebe Bescheid! Danke dir auf jeden Fall!

    Kann ich trotzdem in der Vorstellung schreiben ohne, dass ich 7 Tage schon nüchtern bin etc?

    Das habe ich nicht ganz verstanden!

    Danke für die Infos und Mühe!

  • Kann ich trotzdem in der Vorstellung schreiben ohne, dass ich 7 Tage schon nüchtern bin etc?

    Wenn du einen Entzug unter ärztlicher Betreuung machst und dabei nüchtern bleibst, können wir dich freischalten und in den Austauschbereich
    "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben. Dort kannst du dann alles schreiben was dich beschäftigt und den Regeln des Forums entspricht.

    Ansonsten bitte nur, wenn es dem oben genannten Ziel dienlich ist, du weitere Fragen hast, oder nach 7 Tagen Abstinenz. Dann würden wir dich auch in den oben genannten Bereich verschieben. Dazu müsstest du dich dann nochmal melden.

    Viele Grüsse

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hallo ihr Lieben.


    Ich melde mich zurück. Ich bin heute bei Tag 6 nüchtern. Mit Hilfe ärztlicher Begleitung führe ich den Entzug Zuhause durch.

    Die ersten Tage waren soweit "okay". Heute hatte ich furchtbaren Suchtdruck. Ich habe ihn aber auch überstanden und danach viel geweint.

    Es ist für mich härter als gedacht. Meine 4 Kinder, der Haushalt und die Büroarbeit....

    Das einzig gute daran, ich kann Zuhause aktiv am Suchtdruck arbeiten.

    Ich würde mich gerne hier austauschen, wenn möglich.


    Lieben Dank schon einmal!

  • Hallo KleineWolke,

    die Grundbausteine, Notfallkoffer und die HALT-Regel wurden Dir schon geschickt. Hast Du da schon reingeschaut? Wenn Du Suchtdruck hast, trinke viel Wasser und lenke Dich ab. Hast Du heute schon richtig gegessen? Ein leerer Magen hat bei mir auch für Suchtdruck gesorgt. Sobald ich was gegessen hatte, war es besser oder der Druck war ganz weg.

    LG

    Bibi

    Das Leben wird dir solange denselben Test geben, bis du ihn bestanden hast.

    -Xo Filou-

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