Marcolito - Meine Vorstellung im Forum

  • Hallo zusammen,

    ich habe mich hier angemeldet um eventuell Tipps zu finden oder zu bekommen wie ich meine alkoholkranke Frau endlich in die Entzugsklinik bekommen kann.

  • hallo Marcolito,

    herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Ich muss dir leider schreiben, das du da gar nichts machen kannst, um irgendetwas zu beschleunigen. Das liegt nicht in deiner Macht.
    Deine Frau braucht Krankheitseinsicht, ohne diese passiert nichts.
    Du kannst nur etwas für dich tun, damit es dir besser geht.

    Wenn du dich hier austauschen willst, klicke unten auf den Link, und schreib noch einen kurzen Satz dazu. Wir schalten dich dann für den Austausch frei.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo Marcolito,

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Marcolito

    Jetzt kannst du überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Morgenrot 1. Mai 2026 um 21:46

    Hat den Titel des Themas von „Meine Vorstellung im Forum“ zu „Marcolito - Meine Vorstellung im Forum“ geändert.
  • Hallo zusammen,

    ich habe mich hier angemeldet um eventuell Tipps zu finden oder zu bekommen wie ich meine alkoholkranke Frau endlich in die Entzugsklinik bekommen kann.

    Gar nicht, da hast du keine Handhabe.

    Das kann nur mit Hilfe einer ärztlichen Anordnung passieren, oder über einen Betreuer. Hab ich auch alles durch, ist leider so.

  • Abgesehen von der ethischen Komponente würde das sowieso nicht funktionieren.

    Abstinenz lässt sich nicht anordnen oder erzwingen. Der Alkoholiker muss selbst zur Einsicht kommen und selbst alles Nötige dafür tun, sein restliches Leben lang.

    Diese Einsicht wird jedoch lange durch das mächtige Suchtversprechen blockiert: "Was bleibt Dir denn noch, wenn du nicht mal mehr trinken darfst? Wie willst Du die Schwierigkeiten des Lebens ohne deinen " besten Freund" aushalten?"

    (Konnte ich mir auch lange Jahre nicht vorstellen, dass mit klarem Kopf alles besser ist. Erst Lebensgeschichten von mittlerweile trockenen Promis haben mich langsam zum Umdenken gebracht, da gibt es auch einige Frauen.)

  • Hallo Marcolito,

    herzlich willkommen.

    Ich habe in meinem Umfeld Menschen erlebt, die zum Beispiel auf Druck des Arbeitgebers in den Entzug gegangen sind. Die Abstinenz hat bei denen nie lange gehalten. Denn sie haben das nicht aus eigener, innerer Überzeugung getan. Und ohne diesen eigenen Willen funktioniert das nicht.

    Du hast keinen Einfluss darauf was sie macht, wenn sie es selbst nicht will. Du hast aber Einfluss darauf, was DU willst und zwar für dich selbst. Und darum geht es hier in der SELBSThilfe. Deswegen heißen Gruppen so.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo zusammen,

    ich habe selber über 25 Jahre getrunken und bin seit 2021 trocken. Bei meiner Frau ist der Wille mit dem trinken aufzuhören vorhanden. Ich habe sie in den letzten 4 Jahren in etwa 19 mal in einer Entzugsklinik angemeldet. Auf ihren eigenen Wunsch wohlgemerkt! Eine Einweisung für eine psychiatrische Entzugsstaion habe ich permanent neben mir auf dem Sofa liegen. Leider leidet meine Frau auch unter einer mittelschweren Depression. Verbunden mit dieser Krankheit sind unter anderem Angstzustände und starke innere Unruhe. Jedes mal wenn wir von zuhause aus los wollen zwecks Aufnahmetermin in der Klini bekommt meine Frau Angst und Panik. Es ist unmöglich sie dann aus dem Haus zu bekommen. Ich habe Benzodiazepine zuhause gegen diese Zustände. Diese kann ich meiner Frau aber nicht geben, weil sie vor diesen Terminen immer Alkohol trinkt, bzw. getrunken hat. Eine Zwangseinweisung wäre laut Psychiater und Neurologe die beste Lösung. Da meine Frau aber einsichtsfähig sowie vollumfänglich entscheidungsfähig ist, ist die Zwangseinweisung aus ärztlicher Sicht somit nicht ausreichend zu begründen. Ich selber bin beim Psychotherapeuten zwecks Selbstachtsamkeit. Die Weisheiten die mir dort vermittelt werden bringen mich aber kein Stück weiter! Mir nützt es nichts mich mit Freunden auszutauschen,ins Kino zu gehen oder Sport zu treiben. Ich habe ständig den Gedanken im Hinterkopf:..WIE bekomme ich meine Frau in die Klinik? Ich habe im laufe der Jahre Vorschläge bekommen ohne Ende. Die sind realistisch alle nicht umsetzbar.

  • Erst einmal meinen herzlichen Glückwunsch, Marcolito, dass Du es unter diesen Umständen geschafft hast, trocken zu werden und zu bleiben. Pass gut darauf auf, das ist auch nach fünf Jahren kein Selbstläufer, wie Du hier bei vielen nachlesen kannst.

    Zu Deiner Frau: SIE sollte, wenn ihr Abstinenzwunsch tief und echt ist, sich diese Gedanken machen, wie sie zu unter diesen Umständen in die Klinik kommt.

    Muss es denn unbedingt ein stationärer Entzug sein, ginge es nicht auch ambulant, mit ärztlicher Begleitung? Was genau löst die Panik und Angst bei ihr aus? Vielleicht insgeheim doch Angst vor einem Leben ohne den vermeintlich unverzichtbaren Alk?

    Ich (betroffener medizinischer Laie) fürchte eher, dass ihr Abstinenzwunsch nicht tief genug ist, eher der Vernunft und Deiner Erwartung geschuldet, als aus eigener echter Einsicht und Kapitulation. Was macht sie, beschäftigt sie sich mit dem Thema Sucht, geht sie z. B. Zur Suchtberatung oder zu einer SHG?

    (Bitte nicht dieses Forum empfehlen, das ist jetzt deine SHG, damit du frei schreiben kannst.)

    Wie bist Du denn unter diesen Umständen trocken geworden? Was hat Dich angetrieben, Dir geholfen?

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