Hallo, was ich hier lese kenne ich.
Mein Freund ist Alkoholiker. Er trinkt täglich zwischen 6 und 8 Bier. An extremen Tagen manchmal auch 10 Flaschen. ( Wie bei MoniSi auch zuhause) Er hat seit bestimmt über 6 Jahren keinen komplett nüchternen Tag mehr verbracht.
Ich habe auch schon versucht ihm einzureden er solle sich ein Limit setzten , er selbst hat es sich auch schon vorgenommen. Alles erfolglos.
Ich weiß auch, dass ich ihn nicht überreden kann, nicht kontrollieren kann oder irgendwas.
Das Gefühl von Hilflosigkeit bzw. Hoffnungslosigkeit ist schrecklich.
Wenn mein Freund zu laut oder aggressiv wird, und ich es noch rechtzeitig erkenne bevor es eskaliert, versuche ich mich mit der Stimmung nicht mitreißen zu lassen und gelassen ruhig zu bleiben im Gespräch . Manchmal kommt er dann selber etwas runter.
Leider kann ich bis jetzt auch nicht wirklich Tipps geben , sondern bin hier eher auch auf der Suche nach Hilfe…
mimoma - Alkohol und Beziehung
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Hallo monisi,
Es ist für mich zwar erschütternd, aber auch aufschlussreich das zu lesen was du geschrieben hast. Das ist fast als würde ich von meiner eigenen Situation sprechen. Ich erlebe das ja nun schon lange, aber es haut mich jedes mal wieder um, dass ich jemand ganz anderes präsentiert Kriege und mich Frage, wer ist das? Und dann frage ich mich, kann man das alles auf den Alkohol schieben oder kommen da dann die persönlichkeitsanteile ans Tageslicht die sonst nicht gezeigt werden, weil sie eben nicht schön sind.
Vor allen Dingen ist es bei mir immer noch so, dass ich da häufig von überrascht werde. Auf einmal ganz plötzlich wendet sich das Blatt wegen einer Nichtigkeit und dann erlebe ich auch genau das was du hier schreibst. Ich erlebe es auch jedes Mal genauso. Da wird man ganz plötzlich gemein und abwertend behandelt und dann sitze ich hier. Und dann frage ich mich was ist eigentlich los? Weil oftmals habe ich nicht mal ansatzweise irgendetwas gemacht, was dieses Verhalten begründet. Und dann sitze ich hier alleine mit meinen Gefühlen und er will gar nicht verstehen, was er falsch gemacht hat. Manchmal liegt er sogar noch eine schippe oben drauf.
Und das mit der selbstachtung, das merke ich auch schon länger. Meine selbstachtung und mein Selbstvertrauen hat auch schon einen Schaden genommen. Und nun bin ich das erste Mal an der Stelle, dass ich nach einem alkoholisierten schlechten mitnehmen merke. Ich kann das jetzt nicht mehr einfach so weitermachen. Es klingt gut, dass du an dem Punkt bist, dass du gesagt hast. Dich gibt es nur ohne Alkohol. Ich persönlich habe den Eindruck. Wenn ich das sage, dann wird das niemals so kommen. Dann wird es sowieso auf eine Trennung hinauslaufen. Vom Verstand her kann ich diese Lösung akzeptieren, aber vom Gefühl noch nicht.
Hallo Mimoma,
die Frage mit der Persönlichkeit stelle ich mir auch immer wieder. Verstärkt der Alkohol die sonst „nüchtern“ unter Kontrolle liegenden Persönlichkeitsanteile, die eh schon vorhanden sind? Oder führt der Alkohol quasi bei jedem ab einer gewissen Menge zu so einem abscheulichen Verhalten?!
Jeden Falls ist es schockierend was Alkohol alles anrichtet. Ich habe mittlerweile so eine Abscheu vor diesem Zeug, dass ich selbst nichts mehr trinke und es mich nur anwidert wenn ich es schon sehe.
Dass du eine Trennung vom Verstand her bereits in Erwägung ziehst, aber vom Gefühl her noch nicht akzeptieren kannst, verstehe ich zu 100 Prozent. Mir geht es ähnlich.
Ich hab mich jetzt mal weit aus dem Fenster gelehnt, die Trennung (auf Zeit) ausgesprochen und hoffe natürlich inständig, dass er den Warnschuss vernimmt und was ändert.
Aber da haben wir leider keine „Kontrolle“ drüber…
Ich glaube es beginnt alles mit der Erkenntnis, dass es zumindest mal nicht mehr „weiter so“ geht.. -
Ich habe gestern viel über co Abhängigkeit gelesen und da habe ich einiges begriffen, aber noch nicht alles. Ich werde mich auf jeden Fall weiter damit beschäftigen weil das scheint mir die richtige Richtung
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Ich bin mir mittlerweile immer ganz unsicher, was ich eigentlich machen soll. Ich habe mich jetzt entschlossen, ihm zu schreiben, dass ich mich mit ihm treffen möchte. Wie ist denn jetzt so weitergehen? Soll
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Was erwartest Du? Dass er sagt: "Ich hab Angst, dich zu verlieren, ich war auch oft gemein zu dir, ich hör mal besser auf mit dem Alk und geh gleich morgen zum Arzt, um Nägel mit Köpfen zu machen."?
So funktioniert Sucht nicht, wie Du hier vielfach nachlesen kannst.
Wahrscheinlicher ist, dass er dich "belabert" , weil er gern beides hätte - Beziehung und Alk - aber der Alk steht für uns Süchtige an erster Stelle, solange wir die Sucht nicht aus voller Überzeugung stoppen.
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Was erwartest Du? Dass er sagt: "Ich hab Angst, dich zu verlieren, ich war auch oft gemein zu dir, ich hör mal besser auf mit dem Alk und geh gleich morgen zum Arzt, um Nägel mit Köpfen zu machen."?
So funktioniert Sucht nicht, wie Du hier vielfach nachlesen kannst.
Wahrscheinlicher ist, dass er dich "belabert" , weil er gern beides hätte - Beziehung und Alk - aber der Alk steht für uns Süchtige an erster Stelle, solange wir die Sucht nicht aus voller Überzeugung stoppen.
Ja, das stimmt ja im Grunde genommen. Vielleicht bin ich da schon wieder auf dem holzweg aber wenn man nicht mehr reden kann, wenn man sich nicht mehr wohlfühlt mit jemand, dann kann man ja eigentlich nur noch gehen.
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Nachdem am Wochenende ja schon genug Tumult für mich war, hatte er vorgestern angerufen Er hat mir dann vorgehalten, dass ich höchstwahrscheinlich diese Beziehung ja gar nicht mehr will und da habe ich gesagt, ja wohl aber nicht unter diesem Voraussetzungen. Er hat mir dann gesagt, dass es ihm egal ist. Aber da war er auch offensichtlich schon wieder betrunken.
Gestern wollte er sich mit mir treffen, aber ich habe gemerkt. Ich habe einfach keine Lust und dann habe ich es nicht gemacht
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Heute war es dann so, dass mir doch danach war ihm zu schreiben, dass ich das geklärt haben möchte, warum das letzte Woche so fürchterlich war und dass ich ein Gespräch möchte oder sich so nicht weitermachen kann. Sonst dann hat er gesagt, dass er im Moment so ein Stress hat und dass ich ihm jetzt nicht auch noch mit Gesprächen kommen soll und dass wir das nächste Woche besprechen können Und dann habe ich gesagt das ist in Ordnung, dann werde ich das Wochenende alleine verbringen und wir sprechen nächste Woche drüber
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Ich habe meinen Ex auch sehr oft versucht Limits zu setzen.
Es ist immer die gleiche Konsequenz: Sie KÖNNEN sich nicht daran halten, sie werden heimlich trinken, Frau kommt irgendwann drauf, ist enttäuscht und fühlt sich belogen, es gibt Streit, Mann verspricht Verbesserung, der Kreislauf beginnt von vorne.
Bei mir wurden leere Bierflaschen mit Wasser gefüllt, ich habe über Jahre hinweg immer wieder Verstecke gefunden. Er hat mit Sicherheit auch nach der Arbeit etc. getrunken. Auch ich habe versucht seinen Konsum zu kontrollieren in dem ich mitgetrunken habe, das ist nicht nur Quatsch sondern kann einem mitunter selbst in die Sucht führen. Die wahre Menge die er konsumiert hat, das ist mir heute bewusst, wird mir sowieso immer ein Geheimnis bleiben. Solche Menschen lügen wie gedruckt.
Als Partnerin KANN man das nicht kontrollieren. Will man wenn man ehrlich ist auch gar nicht, oder? Wir wünschen uns doch alle einen Partner dem wir vertrauen können, auf den wir nicht aufpassen müssen.
Mir hat sehr geholfen, dass es völlig egal ist ob er 4 oder 10 Bier trinkt. Es stört mich sowieso das Alkohol ständig Thema ist unabhängig von der Menge. -
Heute war es dann so, dass mir doch danach war ihm zu schreiben, dass ich das geklärt haben möchte, warum das letzte Woche so fürchterlich war und dass ich ein Gespräch möchte oder sich so nicht weitermachen kann. Sonst dann hat er gesagt, dass er im Moment so ein Stress hat und dass ich ihm jetzt nicht auch noch mit Gesprächen kommen soll und dass wir das nächste Woche besprechen können Und dann habe ich gesagt das ist in Ordnung, dann werde ich das Wochenende alleine verbringen und wir sprechen nächste Woche drüber
ich verstehe dich, deinen guten Willen und wie du dich fühlst, doch du kannst nichts klären wenn es um Sucht geht.Er hat keinen Stress, wem seine Partnerin wichtig ist, der hat Zeit für ein Gespräch, will die Dinge auch klären, er will in Ruhe saufen und dir gleichzeitig ein schlechtes Gewissen machen damit du wieder auf Spur kommst.
Ich weiß das willst du nicht hören aber du kannst seine Sucht nicht gesund Reden und leider auch nicht gesund lieben. Das haben ich und wahrscheinlich Tausend andere Frauen schon versucht. Du wirst auch nicht die Ausnahme sein, wir alle wollten das. Es ist hoffnungslos.
Ich bin mittlerweile der Überzeugung, dass man in einer Partnerschaft alles klären kann, aber nicht Sucht.Nasse Alkoholiker sind beziehungsunfähig. Da wirst man nicht glücklich damit.
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Naja, beziehungsunfähig - sie führen ja quasi eine Beziehung, nur leider mit dem Alkohol.
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