Keine Chance, volle Flasche gibt´s keine mehr, auch nicht unabsichtlich irgendwo vergessen. Ich hab nie etwas überlassen können. War nicht in der Lage, einen Vorrat zu haben. Daher auch die täglichen Einkäufe und Tankstellen am Sonntag.
Dulcinella - jahrzehntelang Alkoholikerin, nun will ich frei sein
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Guten Morgen. Ich schreib mal wieder. Nach einem geselligen Wochenende war ich nun ein paar Tage allein, aber nicht einsam. Es gab immer etwas zu tun. Ich bin so froh dass ich kein Sodbrennen mehr habe! Wenn ich dran denke, dass ich täglich 2 Flaschen Wein getrunken habe wundert mich nicht, dass mein Magen das nicht ausgehalten hat. Mein Lieblingsgetränk ist jetzt Hibiskus Eistee. Ich habe keinen Saufdruck, und falls der sich melden sollte, dann hier meine Diagnose mit Rezept: Ich vertrage keinen Wein mehr. ICH BEKOMME DAVON SODBRENNEN. Verstanden, Suchthirn? Merk dir das jetzt endlich ein für alle mal. Gegen Sodbrennen hilft nur Abstinenz.
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Hallo Dulcinella.
Für den Anfang ist die Strategie schon mal gut. Noch besser: Gar nicht erst mit dem Suchthirn diskutieren, nur "Halt die Klappe" sagen. Sonst kommt es auf die Idee, Du würdest du wieder trinken, wenn das blöde Sidbrennen nicht wäre.
Ich hab die Avancen des Suchthirns mal mit einem Staubsaugervertreter verglichen, der dauernd mit seiner Standardware vor der Tür steht. Am Anfang sagt man vielleicht noch höflich: "Danke, wir brauchen nichts." Nach dem xten "Besuch" knallt man nur noch die Tür zu.
Heutzutage wohl eher mit nervigen Werbeanrufen zu vergleichen. Da erkläre ich ja auch nichts mehr.
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Hallo Rennschnecke,
dein Vergleich gefällt mir. Den werde ich mir merken.
Dulcinella, auch ich verjage Suchtgedanken sofort, würge sie mit einem „Verschwinde“ ab. Das hilft mir, den Suchtgedanken mit ihren vermeintlichen Argumenten erst gar keinen Raum zu geben.Liebe Grüße Kyra
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Ja stimmt. Wären da nicht das Sodbrennen, die Schweißausbrüche, die Kater, hangxiety, die sich steigernde Toleranz, das aufgedunsene Gesicht, die Fettleber, der Hirnschwund, die Fahruntauglichkeit usw... Aber das sind eben die Nebenwirkungen und ohne lebt es sich wesentlich besser. Das mit dem Staubsaugervertreter ist witzig
Den lass ich erst gar nicht bei der Tür rein. Bei mir war noch nie ein Staubsaugervertreter, aber eine extrem penetrante Tiefkühlfutter Firma, die mich mit cold calls gestalkt hat. Nein Danke. Genauso wie ich bei unbekannten Nummern nicht mehr abhebe, werd ich auch nicht mehr abheben wenn das Suchthirn es wagt anzurufen! -
Hallo Dulcinella
Also, wie Rennschnecke weiter oben geschrieben hat: darfst du deine Abstinenz nicht von deinem Sodbrennen abhängig machen.
Ich habe zum Beispiel früher oft genug meinen Magensäureblocker mit Bier runtergespült 💊
Findet ihr das eklig? Mag sein 😥
Aber aus meiner damaligen Sicht war es hin und wieder notwendig.🥵
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Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich zwar glaubte, die Einsamkeit die oft da war, durch Alkohol zu lindern. Aber das Gegenteil war der Fall. Alkohol macht die Einsamkeit und auch das Gefühl von Überforderung, das du mit deinem Garten beschreibst, schlimmer.
Mir hat auch ein fester Tagesablauf und/oder Wochenplan geholfen. Ein Kaffee im Bett am Morgen. Montags Yoga, dienstags laufen, mittwochs Einkaufen usw.
Irgendwann ging diese Einsamkeit ganz weg und Zeit alleine finde ich inzwischen wichtig und kann sie genießen.
Ich drücke weiter die Daumen!
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Ich habe zum Beispiel früher oft genug meinen Magensäureblocker mit Bier runtergespült 💊
Sowas wollte ich unbedingt vermeiden. Pillen nehmen aber die Ursache nicht beenden ist Blödsinn.
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Alkohol macht die Einsamkeit und auch das Gefühl von Überforderung, das du mit deinem Garten beschreibst, schlimmer.
So ist es. Verkatert fühl ich mich mit allem überfordert!
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Bezüglich Aktivitäten und neue Leute kennenlernen: Ich hab einen screenshot gefunden, den ich März gemacht hatte. Nämlich dass ab April jede Woche nordic walken mit den Naturfreunden in meiner Gegend stattfindet. Das hatte ich fix vor. Aber ich war immer zu besoffen dafür... Ab September mach ich da fix mit.
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Ja, nur von den Nebenwirkungen wie Sodbrennen darf ich meine Abstinenz nicht abhängig machen, aber sie sind ein guter reminder, was ich nicht will und nicht mehr ertrage. Und ein klarer Aufschrei des Körpers. Das Erschreckendste ist die langsam aber sicher steigernde Toleranz und die Unmöglichkeit, nach dem ersten Glas aufzuhören. Wie sollte das denn weitergehen? Irgenwann dann 4 Flaschen Wein am Tag, damit endlich die erwünschte Wirkung eintritt? Und kein Leben mehr, außer am Weinflascherl hängen? Das geht gar nicht. Es gibt keinen anderen Weg als den Totalstop für immer. Mir wurden auch Magensäurehemmer verschrieben, die ich aber nie probiert habe, und eine Liste was ich alles nicht essen darf. Natürlich meine Lieblingsspeisen, wie scharf mit Chili und Tomaten, Zitronen usw. Das ist es aber nicht. Ich kann jetzt Chilis essen so viele ich will, scharf, alles. Es war nur der Alkohol, der das Sodbrennen ausgelöst hat.
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Bei mir hat sich die ‚erwünschte Wirkung‘ gar nicht mehr gezeigt. Erst hab ich ‚nix gemerkt‘ dann war ich wie ausgeknipst- schön war das auch nicht. Es ging nur noch um Trinken um des Trinkens Willen. Schrecklich war das.
Das mit dem Nordic Walking ist eine super Idee!
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Gell, krass war, dass früher ein Glas genügt hatte, um einen wohligen Schwips zu haben. Bei mir wurde es über die Jahre immer mehr Alkohol. Irgendwann spürte ich mich nicht mehr und soff bis zum Filmriss.
Das mit dem Sodbrennen kenne ich. Was ist das für ein Leben? Man richtet sich wissentlich mit einem Gift zugrunde.
Ich bin ganz am Anfang von meinem Weg, weiss aber, dass ich nie mehr ein Glas trinken werde.
Dir weiterhin viel Kraft

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Bei mir hat ein Glas, oder gar ein Schluck immer noch gereicht, um sofort eine Wirkung zu spüren. Kann nur ein Placebo Effekt gewesen sein. Aber dann konnte ich trotzdem nicht aufhören. Früher hab ich nach 1 Flasche Wein doppelt gesehen. Jetzt konnte ich 3 Flaschen trinken, ohne doppelt zu sehen. Ich wurde höchstens irgendwann sehr tollpatschig und Geschirr ist mir aus den Händen gefallen.
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Geschirr, Gläser, es ging viel zu Bruch. Manchmal kam noch ein Sturz dazu. Aber immer so, dass es nicht allzu schlimm war. Da ich auswärts selten getrunken hatte, fiel es nicht auf.
Zwischendurch hatte ich auch Trinkpausen, manchmal tagelang, wochenlang. Sobald ich aber ein Glas in die Finger bekam, war der Zapfen ab und ich konnte nicht mehr aufhören.
Den Vogel schoss ich aber vor zwei Wochen an einem Fest auswärts ab. Daher: nie mehr, echt.
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Ja ich auch, wie beschrieben meistens allein getrunken. Aber wenn mal ein Grillfest bei mir war, war ich schon am Vormittag angeheitert. Das Vorbereiten ist ja soooo stressig, das hält man nüchtern nicht aus, nicht wahr?.... Bis die Gäste da waren, war ich schon sehr angeheitert. Angeblich hat man mir nichts angemerkt, wie mein bester Freund, der mich gut kennt, gemeint hat. Trotzdem ist mir das bis heute peinlich. Betrunken zu versuchen, ja nicht zu lallen und ja nicht lauter Blödsinn zu reden ist anstrengend. Mein bester Freund hat nichts von meinem Zustand gemerkt, aber die anderen Gäste? Nicht dass diese nüchtern geblieben wären, aber bei der Begrüßung? Ich hab immer den Mund beim Begrüßungs-Bussi-Bussi fest zusammengepresst, damit hoffentlich keine Drachenfahne rauskommt. So PEINLICH! Die Fotos von diesen Festen sind fürchterlich. Mein Gesicht...man merkt es mir an. Aufgedunsen. Jetzt schau ich wieder normal aus und gefall mir im Spiegel so viel besser.
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Also beim Kochen musste schon immer ein Glas Wein dabei sein, ist doch eine Art Belohnung, oder? Auf nüchternem Magen ist die Wirkung toll.
Überhaupt die Belohnungen. Nach einem strengen Arbeitstag, aber hallo! Da zischt man ein Bierchen auf dem Balkon, man hat das verdient. Womöglich auf nüchternem Magen, dann hat man keinen Hunger mehr und lässt das Nachtessen aus. Bier ist auch eine Mahlzeit. Oder zwei, drei. Vier.
Am nächsten Morgen geht man beduselt zur Arbeit. Und wundert sich über Sodbrennen.
Bei dem Fest vor zwei Wochen musste ich mich peinlich benommen haben - und ich weiss es nicht mehr. Am Tag danach habe ich mich beim Gastgeber entschuldigt und bei den Gästen, die mich so erlebt haben. Das bin ich doch nicht, echt. Sooooo peinlich.
Nie mehr!
Wir müssen vorwärts gucken, aber niemals vergessen, dass solch peinliche Momente mit Alk passieren. Ich bin so sauer auf mein Alksuchtproblem.
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Ja wir müsse vorwärts schauen! In meiner Jugend wurde ich, aus heutiger Sicht, sogar im Vollrausch vergewaltigt. Ein Arbeitskollege hat mich ordentlich mit Alk abgefüllt und dann meinen Zustand ausgenützt. Damals hatte ich auch noch Vollräusche mit Filmriss, da ich noch nicht solche Mengen wie jetzt vertragen hab. In den 90ern galt Sex mit einer volltrunkenen Person noch nicht als Vergewaltigung, denn selber schuld. Heutzutage darf sich keiner mehr an einer volltrunkenen Person vergreifen. Ich seh es irgendwo in der Mitte. Wer sich so ansauft ist schon auch selber Schuld.
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Wie bitte?!
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Wie bitte?!
Ja krass, ich war zu der Zeit bei einer Therapeutin, hab ihr das erzählt und sie sagte das sei eine Vergewaltigung gewesen. Aber natürlich sucht man immer die Schuld bei sich selber.
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