Meilenstein1234 - Hallo ich bin Co Abhängig und habe meinen Mann ein Ultimatum gestellt!!!

  • Hallo bin 16 Jahre mit meinem Mann zusammen und haben 2 gemeinsame Kinder und ein Haus. Er hat schon gerne Bier getrunken und war ein Fußballer. Seit ein Paar Jahren hat sich das Bier zu stark zwischen uns gestellt. Er ist Defensiv wenn es ums Bier geht Schuldumkehr, Abwehr, Verleugnung. Er trinkt mindestens 5 Tage in der Woche Bier und ist emotional nicht anwesend bei uns in der Familie. Er hat auch schon körperliche Symptome und seine Sucht ist an ihn schon bemerkbar. Da sein größter Wunsch ist mit uns umzuziehen ist und er ohne uns niemanden hat wie er es sagt seine größte Angst ist das wir ihn verlassen. Habe ich ihm ein Ultimatum auf das gestellt. Er versucht mich zu Manipulieren ich weiß es und halte mich davon weg aber mich erschöpft es unheimlich. Lg Meilenstein


    Hallo zusammen, ich bin eine stille Mitleserin, bin 40 Jahre. Ich bin mit meinem Mann seit 16 Jahre zusammen haben 2 gemeinsame Kinder. Ich hatte einen Vater der war schwer Alkoholabhängig und er dadurch verstorben ist. Durch des bin ich sehr empfindlich was Alkohol angeht und beobachtete meinen Mann genau dabei was für mich geht was nicht. Und um ehrlich zu sein hat mir vieles nicht gefallen, aber in meiner anwesendheit trank er nicht viel ich konnte damit leben. Mit den Jahren veränderte er sich der Alkohol (Bier) wurde mehr dann fing es an mich zu stören und ich habe es auch immer wieder angesprochen und ihm gesagt wie ich es wahrnehme. Er sagte immer es sei nicht so er könnte zu jeder Zeit aufhören. Er trank dann nur Alkoholfrei 4 Wochen. Dann wieder normales. Irgendwann distanzierte ich mich mehr von ihm. Sein wesen veränderte sich auch die Konflikte fingen an immer mehr. Schuldumkehr Verleugnungen, Verharmlosungen. Eifersucht, Misstrauen weil ich mein eigenes Ding machte. Ich trennte mich von ihm. Er wollte mich nicht loslassen es eskalierte. Aber ich sagte ihn immer ich kann es ihm nicht verbieten aber er kann mich nicht dazu zwingen mit ihm zu leben und es zu akzeptieren. Er trank jeden Tag und war immer besoffen zwischen zeitlich war er nüchtern, da ich ihn nicht kontrolliert habe weiß ich nicht genau ob er auch als ich ihn nicht besoffen wahrgenommen habe ob er ein Bier trank.
    Weil es eskalierte trennte ich mich von ihm. Er bekam starke verlustangst bettelte flehte mich an nicht zu trennen. Alles versprochen Rückeroberung, liebesnachrichten. Er konnte nicht schlafen nicht essen. Ich sagte ihm es ist vorbei aber ich weiß nicht was kommt vielleicht finden wir wieder zusammen. Aber er bedrängte mich so sehr das ich einfach Ruhe wollte. Nach 4 Monaten kamen wir wieder zusammen. War nicht alles besser es wurde schlimmer ich litt unter verlustangst und mir ging es nicht gut. Jetzt geht es mir wieder besser. Ich sehe alles klarer.

    Ich frage mich er hat so sehr Angst mich und die Kinder zu verlieren. Wir ziehen jetzt gemeinsam um in die Nähe meiner Familie. Er weiß das er ein Problem hat, leugnet es weiterhin. Habe ihn dazu gebracht zur Therapie zu gehen was er tut, gehe selber für co Abhängige. Aber ich habe nicht das Gefühl das er es ernst nimmt. Er log mich an das kontrollierte trinken strebte er an aber ich sehe nichts davon, er besauft sich bis fast Koma. Oder trinkt wann er möchte ohne Rücksicht auf mich zu nehmen. Ich rede nicht mit ihm. Weil er wenn ich ihm mit der Lüge konfrontierte es unter den Teppich kehrt für sich abhackt und auf Normalität macht. Meine Gefühle versteht er nicht.
    Zur meiner Frage : wer hat es geschafft ohne getrennte Wohnungen mit den Mann aus der Sucht raus? Was habt ihr an euren Verhalten geändert das es den Mann ermöglicht hat zu Einsicht zu kommen und er seine Sucht in Angriff genommen hat?
    Lg Meilenstein


    Herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker und Angehörige, Meilenstein1234

    Eine für dich zuständige Moderatorin wird sich bei dir melden.

    Viele Grüsse, Nayouk


    Hallo Meilenstein1234,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Leider ist es so, dass sich viele Geschichten der Angehörigen bei uns im Forum ähneln.

    Und es ist so, dass nur der Alkoholkranke die Sucht stoppen kann. Du kannst im Grunde nichts tun, nur dafür sorgen, dass es Dir besser geht. Wenn er nicht aufhören will zu trinken bist du machtlos was ihn betrifft. Er wird dir zwar alles Mögliche versprechen aber sich nicht daran halten denn seine Sucht ist stärker.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke den folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    Einmal editiert, zuletzt von Marie04 (18. August 2026 um 18:04) aus folgendem Grund: 3 Beiträge von Marie04, Meilenstein1234, Nayouk24 mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Marie04 18. August 2026 um 18:52

    Hat den Titel des Themas von „Hallo ich bin Co Abhängig und habe meinen Mann ein Ultimatum gestellt!!!“ zu „Meilenstein1234 - Hallo ich bin Co Abhängig und habe meinen Mann ein Ultimatum gestellt!!!“ geändert.
  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Meilenstein1234.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Meilenstein, herzlich willkommen.

    Glaubst Du denn, dass es an Dir liegt, dass er trotz (unfreiwilliger) Therapie keine Krankheitseinsicht entwickelt? Oder wie sind Deine Fragen zu verstehen?

    Und was außer anscheinend beiderseitigen Verlustängsten verbindet euch noch?

    Wie geht es Euren Kindern in der Situation?

    Das sind so Fragen, die mir (trockene Alkoholikerin mit eigener Co-Erfahrung) dazu in den Sinn kommen.

    Alles Gute!

  • Ja momentan denke ich noch, das es ein Teil an mir liegt weil ich noch zu sehr bei ihm bin und nicht konsequent genug bin mit meinen Entscheidung bezüglich mich und er es spürt. Keine Dringlichkeit zur Veränderung oder eben denkt so schlimm ist es garnicht. Aber durch das lesen hier habe ich erst angefangen zu verstehen was das für eine Krankheit überhaupt ist und warum alles so ist wie es ist. Ich stelle diese Fragen hier weil ich weiß das er große verlustangst hat und ich denke wenn seine verlustangst größer ist das er eine Einsicht bekommt und durch eine Therapie einen Anstoß bekommt zur eigener Einsicht für sich. Nicht für uns. Wir habe eine Geschichte gemeinsam und sehr viele schöne Zeiten gehabt wo es nicht so schlimm war mit dem Alkohol. Wir reisen sehr gerne zusammen. Gehen gerne spazieren und gehen gemeinsam aus. Aber seitdem es so schlimm geworden ist, ist das alles untergegangen außer das Reisen machen wir noch aber eben der alkohol ist dazwischen. Als es mir nicht so gut ging wollten meine Kinder das ich ihn verlasse, seitdem es mir gut geht. Sehen die es wieder anderst aber sehen das er ein Alkoholproblem hat und nicht aufhören wird. Jeder hat sein Tiefpunkt den er erreichen muss zur Veränderung. Ich schütze mich gerade selber und habe mich räumlich getrennt von ihm. Wir ziehen jetzt um werde weiterhin räumlich getrennt bleiben.

  • Hallo Meilenstein,

    nur durch meine eigene Einsicht, zu erkennen, dass ich Alkoholikerin bin und den Weg aus der Sucht nicht allein schaffe, konnte ich abstinent werden.

    Als Alkoholikerin funktioniert für mich kein kontrolliertes Trinken, weil Kontrollverlust ein Symptom der Krankheit ist.

    Wann jemand diese Einsicht erkennt ( viele schaffen es nie ) ist unterschiedlich, je nach Leidensdruck oder Tiefpunkt.

    Ich habe Dir diese Frage bewusst in Deinem Faden hier beantwortet.
    Eine Selbsthilfegruppe funktioniert, wenn wir unsere Fragen gemeinsam teilen. So können auch andere ggf. davon profitieren.

    Warum siehst Du Dich verantwortlich zu sein, für seine Ängste vor dem Alleinsein?

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Danke ich bin neu hier und wollte persönlich dich fragen wusste nicht anderst wie ich dich erreiche. Wie du zu deiner Erkenntnis kamst „ich habe ein Problem und ich komme da alleine nicht raus“? Muss etwas passieren das die Einsicht aufeinmal kam oder wie war den das bei dir genau? Dein Persönlicher Tiefpunkt.

    Mir ist auch sehr bewusst gewesen das kontrollierte trinken nicht funktioniert in seinem Zustand, aber ich lasse ihn gerne selber sich davon zu überzeugen. ich dachte mir ein Anstoß für ihn der erste Schritt von einer andern Person zuhören ist wieder eine andere mit dem Gedanken auch vielleicht bekommt er dort die Erkenntnis.

  • Ich frage mich immer wieder welcher Weg es noch gibt eine Person zum Tiefpunkt zu bringen muss es immer die Trennung sein um das überhaupt möglich ist? Oder nur wenn man sich selber schützt „ grauer Stein“

    Wenn man benebelt ist denkt man anderst als ein gesunder Mensch.

  • Es hilft Dir nichts, wenn Dir 100 Alkoholiker von ihrem Tiefpunkt berichten, weil jeder seinen eigenen hat. Viele sind dem Tod nochmal von der Schippe gesprungen und wiederum andere schaffen es nicht. Also kann Dir auch niemand sagen, wann dein Mann diesen jemals erreicht.
    Die entscheidende Sache ist, dass er selbst als Erwachsener verantwortlich ist für sein Leben. Er darf trinken.

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Da hast du voll kommen recht zu der Einsicht bin ich aus der Distanz auch mittlerweile gekommen. Er darf trinken und muss selber verantwortung dafür tragen. Wie auch für alles andere.

    Was mich momentan lähmt ist das Bild von Familie sein. Obwohl ich sehe das unsere letzen Urlaube die er zu viel Bier trank nicht schön waren. Und mich innerlich zerreißt zwischen den Familiebild was ich mir wünsche und was nicht ist… ob es noch werden könnte….Da sind noch die Kinder die sagen wir möchten das Papa dabei ist egal ob er Bier trinkt Hauptsache er ist dabei.
    Was ich aber nicht gut finde und zu gleich die Kinder mir leid tuen und ich Angst habe das die darunter leiden wenn ich egoistisch Handel.
    Da tue ich mir gerade noch schwer und bin noch teils handlungsunfähig. Aber ich arbeite mich jeden Tag Stück für Stück auf die sichere Handlungsfähigkeit hin.

    Ich setzte mich mit dem Thema seit längerem auseinander und es verfolgt mich seit meiner Kindheit durch mein stark Alkoholkranken Vater der verstorben ist.
    Mich heute noch geprägt hat meine zerrissenheit die ich habe.

    Weil ich auch selbst merke so mehr ich es verstehe kann ich es akzeptieren und klarer handeln für mich und die Kinder. Weil das Sucht Prinzip immer gleich läuft nur nicht der Tiefpunkt. Ob mein Mann seinen Tiefpunkt erreicht kann ich nicht vorhersehen.

    Ich hatte schon mein Tiefpunkt erreicht das war der ungesunde Weg habe alles verdrängt . Diesmal möchte ich mein Tiefpunkt erreichen auf eine gesunde Weise in dem ich alles verstehe und akzeptieren kann.

  • Ich frage mich immer wieder welcher Weg es noch gibt eine Person zum Tiefpunkt zu bringen muss es immer die Trennung sein um das überhaupt möglich ist?

    Es gibt keinen Weg. Auch nicht mit Trennung. Er muss das selber für sich entscheiden. Die wirst ihn nicht dazu bringen mit dem Trinken aufzuhören. Also auch wenn du dich trennst, kann es sein, dass er weiter säuft.

    Versuche nicht, ihn damit zu manipulieren. Das wird nicht funktionieren.

    Es geht hierbei aber eben nicht um ihn, sondern um dich. Du musst dir das nämlich nicht mit angucken. Sonst gehst du früher oder später selber zugrunde.

  • mich innerlich zerreißt zwischen den Familiebild was ich mir wünsche und was nicht ist… ob es noch werden könnte…

    es verfolgt mich seit meiner Kindheit durch mein stark Alkoholkranken Vater

    Wie war es denn für Dich als Kind mit einem alkoholkranken Vater? Meinst Du nicht, dass Deine Kinder jetzt in der gleichen Situation sind wie Du damals?

    wenn ich egoistisch Handel.

    Ich finde es ist Selbstschutz und Fürsorge für die Kinder und hat nichts mit Egoismus zu tun.

    Diesmal möchte ich mein Tiefpunkt erreichen auf eine gesunde Weise

    Ich denke nicht, dass man einen Tiefpunkt auf gesunde Weise erreichen kann, er hat immer Aus- u. Nebenwirkungen.
    Tiefpunkt hat für mich was mit Leidensdruck zu tun.
    Die meisten kommen erst ins Handeln, wenn der eigene Leidensdruck groß genug ist. Bei jedem liegt die Schmerzgrenze woanders. Ich hatte keine Trennung, noch keine gesundheitlichen Schäden, kein Job- oder Führerscheinverlust, keinen Unfall mit Alkohol und trotzdem wollte ich nicht mehr Sklave meiner Sucht sein.

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • mich innerlich zerreißt zwischen den Familiebild was ich mir wünsche

    Liebe Meilenstein,

    ich kann diesen Wunsch absolut nachempfinden. Aber ist dieses Familienbild mit deinem Mann und dem Bier tatsächlich möglich? Im Moment führt ihr ja eine Beziehung zu dritt und bei diesen Konstellationen ist eigentlich immer einer zuviel.

    Ich denke, solange er nicht von sich aus was ändern möchte, bist du leider machtlos, so weh das tut. Und deine Überlegungen haben nichts mit Egoismus zu tun, schon garnicht deinen Kindern gegenüber. Ich weiß nicht wie alt diese sind, ob sie um Papas Zustand wissen oder nicht, aber langfristig wäre eine Trennung für deine Mäuse das Beste. So haben sie die Chance, egal was Papa draus macht, einen gesunden Abstand zu der Situation zu bekommen. Und sollte dein Mann die Einsicht bekommen, dass er Hilfe benötigt und trocken wird, gibt es für eure Kinder immer noch die Möglichkeit einen gute und gesunde Beziehung zum Papa zu haben. Je länger die Situation hinausgezögert wird desto schwieriger wird es. Für alle Beteiligten. Du schreibst, dass du Angst hast, dass die Kinder leiden, weil du ihnen im Falle der Trennung den Vater nimmst (so lese ich das zumindest). Der Vater hat aber ebenfalls seinen Kindern die Verantwortung gegenüber und ist im Moment nicht Willens diese auch zu übernehmen. Es ist doch im Falle der Trennung auch seine Verantwortung weiter für die Kinder der Papa zu sein die sie brauchen. Seine Entscheidung.

    Du machst das schon gut, hast den objektiven Blick auf die Situation und selbstverständlich machen einen die Überlegungen den kranken Partner zu verlassen kirre. Eigentlich genau zu wissen, dass du nichts tun kannst und auf der anderen Seite doch alles was in deiner Macht steht versuchst und hoffst. Warte nicht auf seinen Tiefpunkt, vielleicht kommt der nie, aber warte auch nicht auf deinen. Meistens fehlt dann die Kraft die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen.

  • Hi, ich seh das wie Twizzler, eine Trennung muss gar nicht den Tiefpunkt bedeuten, es kann danach noch ewig genauso weitergehen. Für manche bedeutet einen Trennung nur, endlich ungestört trinken zu können, ohne, dass jemand nervt. Ich hab am Ende meiner Saufkarriere oft gedacht, wenn ich gehe, wäre es für sie sogar besser. Und ich hab das wirklich so gefühlt.

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

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