• Hallo, ich bin seit fast 20 Jahren verheiratet mit einem Mann. Er trank in meinem Beisein nur ein Bier. Nach ein paar Ehejahren kam ich darauf, dass er täglich weit mehr als ein Bier trinkt. Immer schon anonym. Er ist der wahre Meister, seine ganze Umgebung zu täuschen. Vor 6 Jahren machte er einen Entzug, daraufhin hat er mir versprochen, er würde mit mir reden, sollte er einen Rückfall haben. Er hatte mehrere Rückfälle, das einzige was sich geändert hat, er vertuscht noch mehr. Ehe führen wir schon lange keine mehr. Wir leben wie Geschwister . Schlafen in getrennten Zimmern. Wir haben keine gemeinsame Kinder , die Kinder sind erwachsen und aus dem Haus. Finanziell habe ich mich durch die Ehe mit ihm total abhängig gemacht. Stehe kurz vor der Rente und erwarte eine sehr kleine Rente die nicht zum Leben reicht. Er bezieht dagegen eine sehr gute Rente. Bin aber sehr unglücklich, und hoffte immer, das Leben hätte noch was Schönes für mich bereit. Ich kann ihm nicht verzeihen, dass er mir bei Eheschließung die Alkoholsucht verschwiegen hat , obwohl er gewusst hat wie ich zu dem Thema stehe. Auch gab es unschöne Dinge in Zusammenhang meiner jüngsten Tochter und seinem Verhalten. Was kann ich tun? LG

  • Hallo Delicious,

    herzlich Willkommen hier bei uns.

    Ich drücke dir die Daumen, daß du durch den Erfahrungsaustausch mit den anderen Betroffenen einen Weg für dich findest.

    Bitte klicke auf diesen Link und schreibe einen Satz, das genügt. Danach wirst du fürs Forum freigeschaltet.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • So, du bist jetzt freigeschaltet für die Teilnahme im Forum und kannst überall schreiben, nur bitte in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den Teilnehmern mit den orangeroten Namen.

    Falls du den Titel deines Themas geändert haben möchtest, ist das jederzeit möglich. Sag einfach Bescheid.

    Ich wünsche dir einen hilfreichen Austausch.

    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Was kann ich tun?

    Für Dich einstehen und handeln. Aus meiner Sicht ist die vermeintliche finanzielle Sicherheit es nicht wert, in einer Beziehung zu verharren, in der du unglücklich bist und in der viel vorgefallen zu sein scheint.

    Ich kann ihm nicht verzeihen, dass er mir bei Eheschließung die Alkoholsucht verschwiegen hat , obwohl er gewusst hat wie ich zu dem Thema stehe. Auch gab es unschöne Dinge in Zusammenhang meiner jüngsten Tochter und seinem Verhalten.

    Ich denke, du weißt selbst, dass du vermutlich gehen musst, wenn du wieder „Schönes“ erleben willst.

  • Hallo Delicious,

    Coabhängigkeit geht ja mit vielen Einschränkungen einher. Die dich betreffen und dir dein eigenes Leben stark einschränken. Und da ist eben die Sache, wieweit bzw wie lange du das weiterhin so leben möchtest.

    Bei mir war es so, dass ich durch die vielen Jahre schon psychisch und physisch sehr angeschlagen war. Ich hab mich schuldig und unfähig gefühlt, hatte Ängste aber auch sehr große Wut auf meinen 1. Mann. Und da ich etliche Jahre wegen der Kinder nicht berufstätig gewesen war und dann in Teilzeit gearbeitet hatte, war ich auch finanziell stark eingeschränkt.

    Hab mich da von ihm abhängig gefühlt. Zumal er mir, wenn ich mal wieder von Trennung gesprochen hatte, da auch immer große Angst gemacht hatte. Dass ich gewissermaßen untergehen würde.

    Ich hab mir dann irgendwann als der Trennungsgedanke immer konkreter wurde, einen Termin bei einem Anwalt für Familienrecht gemacht. Einfach um mal zu sehen, was mir im Falle einer Trennung zustehen würde und welche Verpflichtungen auf mich zukommen würden.

    Das hat mir sehr geholfen um zu erkennen, dass es machbar war mich zu trennen. Auch wenn ich dadurch finanziell nicht in Saus und Braus leben konnte aber ich konnte leben. Und das wollte ich ja.

    Vielleicht kann es dir auch helfen, dich einfach zu informieren. Wenn du eine Trennung in Erwägung ziehst.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Wegen dem Geld, nur mal eine Frage.
    Ich bin nicht geschieden, aber ich kenne es von meinen Eltern. Meine Mutter bekam von den Ansprüchen meines Vaters ziemlich viel zugeteilt. Sie ging dann aber lieber selbst arbeiten, weil sie Angst hatte, dass ich mein Vater dann in was reinsteigert.

    Werden die Rentenanspüche im Fall einer Scheidung nicht im Zuge des Versorgungsausgleichs zu gleichen Teilen aufgeteilt?
    Hast Du Dich schon mal erkundigt?

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

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