Morgaine - Alkoholikerbekenntnis, Identität und Selbstwert

  • deren Söhne und ihr Mann trinken ganz ordentlich... das wird hart für mich... oder ich gehe nicht hin oder ich informiere vorab meine Schwester und bitte um Zurückhaltung...

    "Ich gehe nicht hin" ist natürlich die beste/einfachste Lösung.

    Zurückhaltung wird nicht so wirklich viel nützen. Wenn Dir jemand mit einem Glas Alkohol vor der Nase sitzt ist es der Sucht nicht so wichtig ob das jetzt das zweite oder vierte Glas ist. Vor Dir trinkt jemand. Verstehst du?

    Was funktioniert wäre Zurückhaltung, in Form von z. B. keiner trinkt was bis nach dem Essen und danach gehst Du.
    Sollte das nicht gehen, ist den Personen wohl der Alkohol wichtiger als Du. Dann kannst Du der Schwester auch kommunizieren, dass Du nicht kommst, da sie sich gegen Dich und für den Alkohol entschieden haben. :)

    Es ist ja so, dass Du ein gutes Leben ohne Alkohol führen möchtest. Deswegen muss das sowieso irgendwann mal geklärt werden.

    Leute die kein Alkoholproblem haben, haben auch kein Problem wenn sie mal keinen trinken. Deswegen ist deine Bitte gar nichts besonders für sie. ;)

    Wenn das erst mal mit allen Menschen geklärt ist, die Dir nahe stehen, wird das Leben gleich viel weniger stressig. Ich weiß auch wovon ich reden. Bei mir sind es demnächst 5 Jahre. Alle die es betrifft wissen Bescheid.

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • Danke Alex_aufdemweg für Deine klare Ansage!

    Es ist eine sehr gute Idee, darum zu bitten, dass erst nach dem Essen getrunken wird und dann gehe ich... das scheint mir eine gute Lösung und ich könnte mir vorstellen, dass alle Beteiligten damit leben können.

    Und Du hast natürlich Recht: es spielt keine Rolle, ob es ein Glas oder mehrere sind...

    Das Verhältnis zu meiner Schwester ist nicht das einfachste und da kam vorhin diese fiese kleine Stimme die sagte: "Aber darum kannst Du doch nicht bitten!" - Doch, kann ich! Und Deine Nachricht hat mir da jetzt den Rücken gestärkt und wenn der Vorschlag nicht angenommen wird, dann gehe ich nicht hin. Ende Gelände.

    Liebe Grüße
    Morgaine

    per aspera ad astra (nach Seneca) - durch das Dunkel zu den Sternen

  • Doch, kann ich!

    Genau 💪

    Weiß Sie, dass du Alkoholiker bist? Das würde es natürlich einfacher machen und du brauchst dich nicht weiter rechtfertigen.

    Darf ich noch fragen, wie Dein Freundeskreis reagiert, wenn Du üblicher Weise nach dem Essen gehst? Ist das ok oder musst Du da jedes Mal diskutieren?

    Ich hab mich da zugegebenermaßen schon ziemlich rar gemacht. Und wenn ich dann doch mal irgendwo bin, kann ich wegen der Kids nicht so lange bleiben 😉

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Hallo Morgaine,

    war ich schon einmal bei dir? Wenn nicht, willkommen von mir. ;) Vorweg. Ich schreibe meist recht direkt. Nicht gegen dich, sondern gegen das Suchtdenken. Deshalb können meine Beiträge manchmal etwas kantiger wirken, als sie gemeint sind.:saint:

    Hier werden jetzt einige Möglichkeiten genannt, wie du dich auf dieser Feier verhalten könntest. Ich würde es wesentlich einfacher machen. Ich würde gar nicht hingehen. Fertig.

    Gerade am Anfang halte ich solche Tipps für schwierig. Nicht weil sie grundsätzlich nicht funktionieren können, sondern weil jeder Alkoholiker anders auf solche Situationen reagiert.

    Wenn ich mir Wochen vorher schon Gedanken machen muss, wer wann trinken darf, wie lange ich bleibe und wann ich besser verschwinde, wäre das für mich bereits die Antwort. Weihnachten ist keine Pflichtveranstaltung. Das nächste kommt ziemlich zuverlässig wieder. ;)

    Natürlich könnte ich vorher darum bitten, dass nicht oder erst später getrunken wird. Nur was löse ich damit möglicherweise aus? Gespräche, Diskussionen, Rücksichtnahme, vielleicht Getuschel. Und hinterher frage ich mich noch, was geredet wird, wenn ich wieder weg bin. Brauchte ich alles nicht.

    Ich habe das früher ganz einfach gehalten. „Kommst du?“ „Ist da Alkohol im Spiel?“„Ja.“ „Danke, ein anderes Mal.“ Fertig.

    Ich musste niemandem vorschreiben, was er auf seiner Feier trinken darf. Und ich musste auch nicht begründen, warum ich nicht komme. Ich bin Alkoholiker. Dafür habe ich kein schlechtes Gewissen. Ich musste mir am Anfang auch nicht beweisen, dass ich auf einer Familienfeier trocken bleiben kann. Das Einzige, was ich musste, war trocken bleiben.

    Ja, das kann auch mal wehtun. Ja, da kann ein Verzichtsgefühl hochkommen und man kann es richtig beschissen finden, dass man gerade nicht dabei ist. Aber ich war es mir wert, trocken zu bleiben. Die nächste Feier kommt. Weihnachten auch.

    Meine Trockenheit wollte ich dafür nicht aufs Spiel setzen.

    Dir alles Gute

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Hartmut ,

    danke für das willkommen heißen und Deine resoluten Worte!
    Jetzt bin ich im Zwiespalt - aber das ist ok so.
    Klingt es wie der Leichtsinn eines Frischlings, wenn ich sage, dass ich mir sicher bin, dass ich dort nichts trinken werde, wenn alle anderen auch nichts trinken, so lange ich da bin? Wahrscheinlich...
    Und da ist natürlich was dran, dass es irgendwie eine Schwurbelei ist, wenn ich darum bitten muss, und dass es dann Diskussionen geben könnte etc... auf der anderen Seite nähern meine Schwester und ich uns nach Jahren wieder an und ich sehe die Kinder nur an Weihnachten...

    Du hast mir einen wichtigen Denkanstoß gegeben und ich bin gerade sehr froh, dass ich das nicht heute entscheiden muss und auch nicht nächste Woche. Das Wichtigste, was Deine Nachricht mir in Erinnerung gerufen hat, ist, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es mir nach dem Besuch bei meiner Schwester schlecht geht, ziemlich hoch ist. Und DAS ist wirklich eine Gefahr.

    Nachdenkliche und herzliche Grüße
    Morgaine

    per aspera ad astra (nach Seneca) - durch das Dunkel zu den Sternen

  • Weiß Sie, dass du Alkoholiker bist? Das würde es natürlich einfacher machen und du brauchst dich nicht weiter rechtfertigen.

    Nein, sie weiß es nicht, wir haben sehr wenig Kontakt. Wir versuchen, den Kontakt wieder zu verbessern, aber das klappt so mittelmäßig... ich muss das gut überdenken, denn meine Schwester zu sehen ist eigentlich ein tiefes Bedürfnis von mir, kann aber voll nach hinten losgehen...

    per aspera ad astra (nach Seneca) - durch das Dunkel zu den Sternen

  • Hallo Morgaine,

    kannst du dich nicht mit deiner Schwester unabhängig von einer Feier zu einem Kaffee irgendwo verabreden?

    Dann könntest du sie sehen, ohne dass Alkohol ein Problem ist.

    LG Kyra

    Was vergangen ist, ist vergangen, und du weißt nicht, was die Zukunft dir bringen mag. Aber das Hier und Jetzt, das gehört dir.
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Hallo Morgaine,

    kannst du dich nicht mit deiner Schwester unabhängig von einer Feier zu einem Kaffee irgendwo verabreden?

    Dann könntest du sie sehen, ohne dass Alkohol ein Problem ist.

    LG Kyra

    Hallo Kyra ,

    ja, daran habe ich auch schon gedacht...und darauf wird es wohl hinaus laufen.
    Auch wenn ich meine Neffen und Nichte sehr gerne sehen würde - nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen habe, halte ich es für keine gute Idee, Weihnachten bei meiner Schwester zu verbringen. Auch wenn das bedeutet, dass ich Heilig Abend allein zu Hause sein werde... was ich bereits kenne und deshalb weiß, dass das auch ganz schön hart sein kann...Aber da ist dann wenigstens die Gefahr des Suchtdrucks deutlich geringer...

    Danke Dir für die Idee und liebe Grüße
    Morgaine

    per aspera ad astra (nach Seneca) - durch das Dunkel zu den Sternen

  • Ich hab mich da zugegebenermaßen schon ziemlich rar gemacht. Und wenn ich dann doch mal irgendwo bin, kann ich wegen der Kids nicht so lange bleiben 😉

    Das ist praktisch ;) ... hmmmm... ob ich da wohl mal bei Bedarf meine alte und kranke Katze als Grund angeben kann?^^ Entschuldigung, ich hoffe, der Scherz kommt nicht falsch an, musste aber sein ...

    per aspera ad astra (nach Seneca) - durch das Dunkel zu den Sternen

  • Heute früh beim Lernen wanderten meine Gedanken Richtung Prüfungstag, was der nächste Samstag ist...
    Normaler Weise gehe ich samstags nachmittags immer mit einer Freundin zum Kaffee trinken, schon seit vielen Jahren...
    Doch ausgerechnet am kommenden Samstag ist sie im Urlaub und ich werde nach der Prüfung mit meinem Adrenalin alleine sein und ich weiß ziemlich genau, dass mein Suchthirn mir sagen wird, dass doch jetzt Prosecco zur Feier des Tages angesagt ist.
    Und mein Suchthirn sagt mir auch seit gestern, dass ich doch eigentlich gar nicht so viel getrunken habe und dass ich doch noch funktioniert habe etc pp usw
    Kurz: ich habe großen Respekt vor nächstem Samstag und muss mir eine gute Ausweichstrategie überlegen. Vielleicht kann ich eine neue Bekannte aus der "realen" SHG fragen, ob sie Zeit hat, mit mir Kaffee zu trinken zu gehen, sonst muss ich das irgendwie alleine hinbekommen bzw werde mir hier nen Wolf schreiben und lesen... ;)

    per aspera ad astra (nach Seneca) - durch das Dunkel zu den Sternen

  • Entschuldigung, ich hoffe, der Scherz kommt nicht falsch an

    Alles gut, ich muss zum Lachen nicht erst in den Keller gehen 🙃

    und ich werde nach der Prüfung mit meinem Adrenalin alleine sein und ich weiß ziemlich genau

    Du schriebst es ja selber:

    muss mir eine gute Ausweichstrategie überlegen

    Was fällt dir denn spontan ein, was du dir an diesem Tag ganz alleine (oder mit einer anderen Bekannten) gönnen könntest?

    Sauna, shoppen, Wellness, Maniküre (keine Ahnung ich bin ein Mann 🤷🏼‍♂️)…

    und ich weiß ziemlich genau, dass mein Suchthirn mir sagen wird,

    Schon mal was von „selbsterfüllender Prophezeiung“ gehört? 😉 Vielleicht solltest du dem nächsten Samstag einfach mal eine Chance geben, eine Glaskugel hast du meines Wissens jedenfalls nicht, oder?! 😉

    Liebe Grüße KW

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Sauna, shoppen, Wellness, Maniküre (keine Ahnung ich bin ein Mann 🤷🏼‍♂️)…

    Schon mal was von „selbsterfüllender Prophezeiung“ gehört? 😉 Vielleicht solltest du dem nächsten Samstag einfach mal eine Chance geben, eine Glaskugel hast du meines Wissens jedenfalls nicht, oder?! 😉

    Liebe Grüße KW

    Guten Morgen KW,
    nein, eine Glaskugel hab ich leider nicht und klar kenne ich die selbsterfüllende Prophezeiung - aber ich kenne auch mich und weiß, wie ich in den letzten 3 Jahrzehnten mit solchen Situationen umgegangen bin.... ;)

    Mir gefällt trotzdem Dein Ansatz, dem nächsten Samstag eine Chance zu geben und auch wenn Shopping, Wellness und Maniküre gar nichts meins sind, hast Du mich damit doch an Selbstfürsorge bzw mich selber pampern erinnert ... danke dafür!
    Liebe Grüße
    Morgaine

    per aspera ad astra (nach Seneca) - durch das Dunkel zu den Sternen

  • Shopping, Wellness und Maniküre gar nichts meins sind,

    Meins ja auch nicht 🙃 Ich würde eine Fahrrad- oder Wandertour planen oder ein ausgiebiges Waldbad, vielleicht auch ne Runde zum Sport mit anschließendem Saunabesuch…irgendwas in der Richtung.

    hast Du mich damit doch an Selbstfürsorge bzw mich selber pampern erinnert

    Hast du jetzt schon eine konkrete „Alternativ-Strategie“ , die dich besonders „pampert“ im Auge? 😉

    Und schreib dir hier die Finger wund, du wirst gelesen.

    LG KW

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Der erste Geburtstag meiner Schwester nach 6 Monaten Nüchternheit war auch ein großes Thema für mich. Es gab eine abendliche Feier und es war klar, dass da alle viel trinken werden.

    Im Endeffekt habe ich mich entschieden, nicht zur abendlichen Feier zu gehen, sondern nachmittags kurz auf einen Kaffee und Geschenkübergabe zu kommen. Das war eine gute Lösung.

    Was das Tanzen angeht, war ich genauso ungeduldig wie du- gleich nach zwei Monaten auf einem Festival. Keine gute Idee. Ich ‚hielt durch‘ aber es war alles andere als entspannt. Ich liebe Konzerte, aber bis heute ist es für mich wichtig, Menschen dabei zu haben, die auch nix trinken und auch nicht auf typische ‚vollsauf‘ Veranstaltungen zu gehen.
    Aber tanzen kann ich wieder- gerade im Sommer war ich auf ein paar kleinen alternativen Festivals, auf denen eben nicht alle völlig besoffen rumfallen und hab wunderbar getanzt.

    Musik live zu erleben und dabei völlig nüchtern zu sein, war eine der beeindruckendsten Erfahrungen meiner nüchternen Zeit. Aber eben erst nach längerer und stabiler Abstinenz.

    Ja Mist- die blöde Geduld muss her. Auch nicht meine Stärke.

    Alles Gute!

  • Hast du jetzt schon eine konkrete „Alternativ-Strategie“ , die dich besonders „pampert“ im Auge? 😉

    Guten Morgen KW,

    da das Wetter am Samstag eher schlecht werden soll, dachte ich an Kino (so richtig mit Eis essen und Süßigkeiten :-)) oder Hallenbad, also Schwimmen gehen - je nachdem, wie groß mein Bedürfnis nach Bewegung sein wird.
    Das sind die Optionen, falls die nette Kollegin aus der SHG keine Zeit haben sollte...
    Wenn die nächsten Nächte aber so kurz werden wie die letzte, werde ich wahrscheinlich direkt nach der Prüfung auf dem Sofa einschlafen :D

    Liebe Grüße
    Morgaine

    per aspera ad astra (nach Seneca) - durch das Dunkel zu den Sternen

  • Für mich gehörte zum Trockenwerden irgendwann auch etwas ganz Einfaches" Ich bin Alkoholiker und ich trinke nicht mehr" Und zwar nicht nur für mich selbst, sondern auch gegenüber den Menschen, bei denen es für meine Trockenheit wichtig war.;)

    Früher habe ich mein Saufen versteckt. Trocken wollte ich nicht anfangen, meinen Alkoholismus zu verstecken. Denn solange niemand wissen darf, warum ich nicht trinke, brauche ich wieder Strategien. Ausreden. Erklärungen. Fluchtpläne. Irgendwelche Geschichten, warum ich heute früher gehe oder plötzlich mit Wasser dasitze.

    Dann hat sich zwar der Inhalt meines Glases verändert, aber ich verstecke mich immer noch hinter dem Alkohol.

    Und mal ehrlich. Wenn einer jahrelang mitsäuft und plötzlich nichts mehr trinkt, fällt das ohnehin auf. ;)

    Outen da wo notwenidig und ich musste nicht mehr um meine eigene Trockenheit herumtanzen.

    Denn je mehr Konstruktionen ich brauche, um meine Alkoholkrankheit vor anderen zu verstecken, desto mehr mache ich mir selbst wieder etwas vor. Und solche Kartenhäuser hatte ich in meiner nassen Zeit genug gebaut. Irgendwann fällt so ein Ding zusammen.

    Und darunter wollte ich nicht wieder mit einem Glas in der Hand sitzen.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo AnnaBlume

    (das Gedicht "Anna Blume" hängt übrigens auf einem großen Plakat in meiner Küche :-))

    ja, ich werde das ähnlich wie Du beim Geburtstag Deiner Schwester lösen (müssen)... meine Abstinenz ist noch nicht lang und stabil genug und ich möchte nicht gleich ihre ganze Familie mit meinem Alkoholismus konfrontieren... dazu kommt, dass mein Schwager Barkeeper in einer Hotelbar ist und an Weihnachten immer stolz seine Cocktails präsentiert...uaaahhhh
    Es macht mich sehr traurig, an Heilig Abend nicht dort sein zu können, aus verschiedenen Gründen... ich habe sonst keine Familie mehr... aber was sein muss, muss sein... es wird schwierig genug, meiner Schwester unter vier Augen zu sagen, dass ich Alkoholikerin bin...

    Tanzen und Geduld!? Wie geht das? ;) Ich weiß, dass Du Recht hast. Es macht mir Mut, dass Du schreibst, dass für Dich die nüchterne Erfahrung von live-Musik beeindruckend war... das gibt mir Hoffnung für mich! Aber ich weiß auch, dass ich da noch eine ganze Weile warten darf mit Konzerten und Tanzen gehen... der Alkohol ist noch zu präsent in meinem Kopf... das Gefühl des Verzichts zu stark... ja, also Geduld. Aber flott! :saint:

    Liebe Grüße
    Morgaine

    per aspera ad astra (nach Seneca) - durch das Dunkel zu den Sternen

  • Moin Hartmut,

    ich weiß jetzt nicht genau, was Dich bewegt hat, genau das Thema an dieser Stelle in meinem thread zu posten - kannst Du Gedanken lesen oder war das mit meiner Schwester so offensichtlich?
    Ich mags ihr nicht sagen. So, jetzt ist es raus. Aber ich weiß auch, dass es Quatsch ist, es nicht zu tun, vor allem wenn ich mein Wegbleiben an Weihnachten erklären will.
    Kartenhäuser musste ich wegen meines Trinkens nie bauen, hat auch so keiner mitbekommen... also fang ich jetzt auch nicht mit Kartenhäusern an.

    Liebe Grüße
    Morgaine

    per aspera ad astra (nach Seneca) - durch das Dunkel zu den Sternen

  • Moin Morgaine,

    Gedanken lesen kann ich leider nicht. Wäre hier manchmal ganz praktisch. ;)

    Aber so wahnsinnig gut versteckt war der Gedanke nun auch wieder nicht. Du hast geschrieben, dass deine Schwester nichts von deinem Alkoholismus weiß und gleichzeitig überlegt, wie du Weihnachten irgendwie geregelt bekommst.

    Dein „Ich mags ihr nicht sagen“ finde ich deshalb wesentlich interessanter als Kino, Hallenbad oder irgendwelche Weihnachtsstrategien.

    Und genau dafür ist für mich ein Suchtforum da. Wenn jemand um ein Risiko herumeiert und ich sehe da eines, dann schreibe ich es. Wäre ja ziemlich sinnfrei, wenn wir uns hier nur gegenseitig erzählen, dass alles schon irgendwie passen wird. ;)

    Was du daraus machst, ist deine Sache. Es lesen aber auch andere mit, die vielleicht gerade vor demselben Blödsinn stehen. Und wenn du nass keine Kartenhäuser gebraucht hast, umso besser. Dann fang trocken nicht damit an. Oder?

    Für mich war Offenheit auch Selbstschutz. Ich bin Alkoholiker. Fertig. Da gab es nichts mehr zu verstecken und wesentlich weniger herumzueiern.

    Dir alles Gute

    Gruß Hartmut

    ------------------

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    Trocken seit 2007

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