Leonore - Grenzenlose Beziehung

  • Hallo,

    Ich lebe in einer Ehe die von hoch und Tiefs geprägt ist. Lange Zeit habe ich die Augen verschlossen, wollte nicht wahrhaben das mein Mann ein Alkohol Problem hat. Dazu kommen psychische Probleme.

    Nun ist mein Leidensdruck so hoch, und ich möchte mich gerne mit Menschen austauschen die mich verstehen.

    Ich fühle mich hilflos und alleine in dieser Beziehung, überfordert mit meinen Gefühlen. Ich weis nicht mehr wo meine Grenze ist, ob ich überhaupt eine habe. Alles dreht sich um ihn.

    LG Leonore

  • Guten Morgen Leonore,

    schön, dass Du hier ins Forum gefunden hast. Es wird sich demnächst ein Moderator hier bei Dir melden und Dich „empfangen“.
    Danach kannst Du Dich mit anderen Usern austauschen.

    _______________________________________

    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Hallo Leonore,

    Herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.
    Es ist gut, dass du dich hier austauschen möchtest. Viele Angehörige fühlen sich hilflos und können zuerst ihre Grenzen nicht setzen.
    Bei mir war es auch so, weil sich alles um den nassen Alkoholiker drehte, immer mit dem Gedanken, was kann ich tun.
    Ich habe hier gelernt, dass ich gar nichts tun kann, außer sich um mich selbst zu kümmern.

    Du kannst ihn nicht vom trinken abhalten und du bist auch nicht schuld an seinem Konsum.

    Für den weiteren Austausch, klicke bitte auf den Link https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
    Wir verschiieben dich dann in den offenen Bereich.

    LG Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Aurora 3. Oktober 2026 um 15:18

    Hat den Titel des Themas von „Grenzenlose Beziehung“ zu „Leonore - Grenzenlose Beziehung“ geändert.
  • Hallo Leonore,

    herzlich willkommen. Ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Mit einer Ausnahme, bitte schreibe die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, erkennbar an den roten Nicknamen.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Guten Morgen,

    vieles das ich hier lese, kenne ich.

    Mir ist bewusst geworden, warum ich schwer ,Nein‘ sagen kann. Habe mich auch in einigen Merkmalen der EKA wieder erkannt.

    Mein Vater hatte ein Alkohol Problem. Es gibt so einiges das mich in meiner Ehe nun an meine Kindheit erinnert.

    Mein Mann ist in psychologischer Behandlung. Er geht arbeiten, trinkt ein paar Tage, Wochen keinen Alkohol. Zumindest erkenne ich in dieser Zeit keine Anzeichen, das er getrunken hätte. Dann gibt es irgendwelche Situationen die ihn aus der Bahn werfen. Es folgen Tage in denen er nur trinkt und trotzdem arbeiten geht. Er ist nicht gewalttätig oder aggressiv.

    Wenn ich von der Arbeit komme und ihn in dem Zustand sehe, fühle ich eine Mischung zwischen Wut, Traurigkeit und Hilflosigkeit.

    Ich fühle mich schlecht, wenn ich hier so von ihm schreibe, doch ich ich kann einfach nicht mehr alleine mit diesem Druck klar kommen.

    Ich mache mir Sorgen um Ihn, wenn er so mit dem Auto fährt. Sich und andere im Straßenverkehr gefährdet.

    Wenn er nicht getrunken hat, ist er der liebste Mensch. Wir sind über 20 Jahre zusammen. Die letzten Jahre sind ein ewiges hin und her, obwohl er immer wieder versucht sein Leben zu ändern.
    Ich würde mir so sehr wünschen mit ihm gemeinsam als trockener Alkoholiker glücklich alt zu werden. Gibt es hier Paare denen das gelungen ist?

    LG Leonore

  • Hallo Leonore

    Ich empfinde viel nach, was du schreibst .
    Die Sorgen gleichzeitig Wut und Hilflosigkeit.
    Dadurch dass du dich damit auseinandersetzt, zumindest ist es bei mir so, lerne ich immer mehr mich selbst wahrzunehmen und Grenzen herauszufinden.
    Hier ist auf jeden Fall der richtige und ein ganz toller Ort zum austauschen von Erlebnissen und Erfahrungen!

    Ich fühle mich schlecht, wenn ich hier so von ihm schreibe, doch ich ich kann einfach nicht mehr alleine mit diesem Druck klar kommen.

    Ich habe auch am Anfang ein schlechtes Gewissen gehabt, weil ich hier schreibe und das auch über meinen Partner.
    Manchmal fühle ich mich auch noch schlecht deswegen.
    Aber ich weiß dass ich das nicht muss. Und du auch nicht!
    Wenn es dir gut tut dich hier auszutauschen, dann ist es richtig und wichtig!

    Liebe Grüße! Steevie

  • Liebe Leonore,

    das, was du beschreibst kenne ich nur zu gut.

    Leider ist es hier dann umgeschlagen, nachdem mein Mann dann wegen Trunkenheit am Steuer zwei Mal den Führerschein verloren hat. Beim ersten Mal hatte er ihn relativ schnell leider wieder bekommen.

    Irgendwann wurde er dann sehr aggressiv, wenn er getrunken hat.

    Mittlerweile hab ich mich nach immerhin 10 gemeinsamen Jahren getrennt. Und muss jetzt sehen, wie es weitergeht für mich. Aber es war nicht mehr tragbar für mich. Ich wäre daran fast selbst kaputt gegangen.

  • Sternie Liebe Sternie,


    Mittlerweile hab ich mich nach immerhin 10 gemeinsamen Jahren getrennt. Und muss jetzt sehen, wie es weitergeht für mich. Aber es war nicht mehr tragbar für mich. Ich wäre daran fast selbst kaputt gegangen.


    Auch wenn es jetzt gerade nicht so einfach ist, hast du einen großen Schritt gemacht um für Dich einzustehen. <3

    ich wünsche dir alles Gute für deinen neuen Lebensabschnitt!

    LG Leonore

  • Hi Leonore,

    Ja das mit dem verdrängen kenne ich auch, bzw. Denke ich, dass ich die schlechten Tage trotzdem in Kauf nehme, weil es ja auch so schön und harmonisch sein kann!(…)
    Aber das ist eben das gefährliche…

    Du schreibst, Dir ist bewusst geworden , warum du schwer ‚Nein‘ Sagen kannst. Ich denke , es ist schonmal gut zu wissen. Dann kann man selbst damit besser umgehen und kann eine Lösung finden.
    Bei mir sehe ich auf jeden Fall emotionale Abhängigkeit als sehr großen Faktor. Deshalb muss ich mehr Selbstliebe und Wertschätzung mir selbst gegenüber lernen.
    Es wird sich dann zeigen, ob mich nur die Abhängigkeit in der Beziehung hält oder ob es eine echte emotionale Bindung noch gibt.

    Ich schreibe dir aber selbst als Alkoholikerin und da spielen sich noch viele andere Dinge ab . Ich weiß natürlich auch nicht, ob sich meine mit deiner Situation so abgleicht, dass es nützlich ist
    Aber du kannst ja mal in meinem Faden nachlesen.
    Ich habe dort schon viele nützliche Hinweise von Usern erhalten!

    Aber vorallem geht es darum, bei dir selbst zu bleiben und wie Sternie schreibt: nicht selbst daran kaputt gehen!

  • Hi Steevie


    Bei mir sehe ich auf jeden Fall emotionale Abhängigkeit als sehr großen Faktor. Deshalb muss ich mehr Selbstliebe und Wertschätzung mir selbst gegenüber lernen.

    Ich habe viel über dein Zitat nachgedacht. Ich sehe es so, dass auch ich emotional von meinem Partner abhängig bin/ war. Momentan fühle ich mich stark um zu schreiben, dass er meinen Geduldsfaden überspannt hat und er mir emotional gerade egal ist.

    Ich denke der Weg zur Selbstliebe hat schon mit der Anmeldung hier im Forum begonnen. Es ist ein Schritt mehr, sich Selbst einzugestehen was gerade falsch läuft.

    Erst seit dem ich hier bin, sehe ich vieles was mir passiert klarer, habe mehr Mut zur Veränderung meiner jetzigen Lebenssituation.

  • Die letzten Tage kommt er stark betrunken von der Arbeit. Mein Arbeitstag, dauert länger als seiner. Wenn ich dann heim komme, ihn so vorfinde bin ich natürlich nicht glücklich darüber. Neuerdings ignoriere ich ihn und verschwinde in unserem Schlafzimmer. Er schläft dann im Wohnzimmer ein. Heute Morgen ist er aufgestanden und wieder zur Arbeit gefahren. Ich wundere mich das er in dem Zustand überhaupt arbeiten kann.


    So geht das ein paar Tage, bis er beschließt wieder nichts zu trinken. Dann sind ein paar Tage ohne Alkohol bis es wieder von vorne beginnt.

    Ich habe mir mein Tagebuch durchgelesen, jetzt stelle ich fest die Abstände bis zum nächsten Alkoholabsturz sind viel kürzer geworden. Meine anfänglichen Hoffnungen es könnte besser werden haben sich in Luft aufgelöst.

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