Camille82 - Co-Elternschaft mit einem Alkoholabhängigen

  • Hallo zusammen,

    ich weiß jetzt nicht genau in welcher Form so eine Vorstellung erfolgt aber ich tu es mit meinem besten Wissen:

    Ich bin Mitte 40, und seit 4 Monaten von meinem Alkohol- Liebenden Mann getrennt. Wir waren 14 Jahre zusammen und haben zwei gemeinsame Kinder im Grundschul- und Vorpubertären alter.

    Ich dachte, dass nach der Trennung alles besser wird weil er ja nun hoffentlich tief genug gefallen ist und Einsicht bekommt. Aber das war total blauäugig von mir denn es ist einfach nur schlimmer geworden. Das schlimmste ist, dass da einfach zwei Kinder dazwischen sitzen und ich jedesmal fürchte, dass er sich nicht zusammenreißen kann wenn sie bei ihm sind. Und noch mehr fürchte ich mich davrror wie ich reagieren soll wenn ich es feststelle und die Kinder gerade bei ihm sind..

    Gerne würde ich mich dazu mit euch austauschen.


    Ganz liebe Grüße Camille82

  • Hallo Camille,

    willkommen in unserer Selbsthilfe Gruppe!

    Mit diesen Gedanken bist Du nicht allein. Hier sind viele Angehörige.

    Bald wird sich eine zuständige Moderatorin um Dich kümmern.

    LG Elly

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo und herzlich willkommen Camille,

    wenn Kinder mitbetroffen von der Sucht eines Elternteils sind, ist es oft eine Herausforderung und schwierig. Dass du dich sorgst wenn sie bei ihrem Vater sind kann ich verstehen.

    Es gibt in unserer Co- Gruppe etliche Mütter ( meistens sind es hier im Forum Mütter und die Väter sind abhängig) mit denen du in den Austausch kommen kannst.

    Hier ist der Link dafür: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Klick drauf und schreib kurz was dazu, dann wirst du freigeschaltet und dein Thema wird in den Co-Bereich verschoben. Da findet dann der Austausch statt.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Camille82.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo zusammen,

    ich freue mich nun hier freigeschaltet zu sein. Ich habe schon sehr lange mit dem Gedanken gespielt mir eine Gruppe zum Austausch zu suchen. In meiner Region habe ich, zumindest bisher, nicht die passende Gruppe gefunden.

    Vor 4 Monaten habe ich mich nach 14 Jahren von meinem Mann getrennt. Das Thema Alkohol ist immer schon ein großes Thema bei uns gewesen. Auch zum Anfang unserer Beziehung. Und wenn ich zurückdenke, hatte ich damals schon Alarmglocken läuten hören als er nach der Spätschicht alleine eigentlich so ziemlich alles getrunken hat was im Haushalt vorhanden war bevor er Schlafen gegangen ist.. aber wir waren jung und verliebt, wollten Kinder und da hätte das nicht reingepasst.

    Die Kinder kamen dann auch und wir hatten ein paar gute Jahre als die Kinder noch klein waren. Nun seit 3,5 Jahren wurde das Thema Alkohol aber wieder immer präsenter.. während der Woche mal 6,7,8 Flaschen Bier am Abend, alleine versteht sich.. dann mal 2-3 Tage Abstinenz (oder halt unterhalb meines Radars weil wir da schon getrennte Schlafzimmer hatten) .. irgendwann ging es dann auch mit tagsüber los und auch wenn ich beruflich unterwegs war (ich hatte es dann am Telefon gehört).. und immer wieder das schwanken zwischen: ich bilde es mir nur ein oder ich habe Recht und er macht jetzt mal ne Pause)..

    Nachdem die Pausen aber immer kürzer wurden und er auch anfing angetrunken Auto zu fahren, mit unserem Sohn im Auto sind bei mir nach und nach die Geduldsfäden gerissen..Wenn er sich zu Grunde richten will - okay.. aber mein Baby soll er da bloß raushalten..

    Nun leben wir seit August getrennt.

    Er ist total im Selbstmitleidsmodus.. weil ich ja der Grund für alles schlechte in seinem Leben bin. Er trinkt ja auch nur wegen mir. Früher wars auch wegen mir, oder wegen der Kinder die ich so verziehe, oder wegen meiner Haushaltsführung weil ich die Spülmaschine falsch einräume und ihm damit zeigen würde wie egal er mir doch ist..

    Jetzt ist es ein grundsätzliches Schuld an allem haben.. er hat seit Monaten keine Arbeit mehr und sehr viel Zeit im Selbstmitleid zu zerfließen und mich mit Nachrichten zu überhäufen..

    Er will die Kinder mehr sehen. Ich hätte auch überhaupt kein Problem damit wenn ich mir sicher sein könnte, dass er zumindest da die Füße stillhält. Leider bin ich mir da aber gar nicht sicher.. unser größeres Kind möchte gar nicht wirklich Zeit mit ihm, geschweige denn bei ihm schlafen. Der Kleine wiederum ist gerne bei ihm.

    Heute ist Papa Wochenende und wir treffen uns nachher alle 4 zum Essen gehen (das erste Mal seit der Trennung) und ich habe fürchterliche Angst, dass er vielleicht schon was getrunken hat und wie ich darauf reagieren soll wenn die Kinder dabei sind und der Kleine eigentlich mit zum Papa soll..

    Ich hoffe ich bin nicht zu unstrukturiert hier durchgejagt.

    Habt ihr Erfahrungen und Tipps?

  • Linde66 6. November 2026 um 19:18

    Hat den Titel des Themas von „Camille82 - Camille82 stellt sich vor“ zu „Camille82 - Co-Elternschaft mit einem Alkoholabhängigen“ geändert.
  • Hallo Camille,

    auch von mir herzlich Willkommen.

    Ich habe aus deinen 2 Themen eines gemacht. Schreibe einfach hier weiter.

    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Camille, herzlich Willkommen!
    Ich finde es super, dass du konsequent gewesen bist und dich getrennt hast.

    Aus eigener Erfahrung kann ich vieles nachvollziehen, was du erlebt hast. Auch deine Sorgen.

    Insbesondere das Problem mit dem alkoholisierten Autofahren treibt mich seit Jahren um. Eine Diskussion ohne Ende, weil er es leugnet. Ich hatte immer gehofft, dass er einfach den Führerschein verliert.

    Ich habe mich am Anfang mal bei der Polizei und bei der Jugendhilfe informiert, was ich tun kann. Dort hieß es, dass ich natürlich die Verantwortung habe, das Kind zu schützen.
    Da ich nicht belegen kann, dass er trinkt und fährt, kann ich nur nicht wirklich was machen.

    Wie ist es bei euch? Leugnet er, dass er alkoholisiert fährt? Und wie ist es bei deinen Kindern? Hast du mit ihnen über das Problem sprechen können?

  • Hallo Camille und ein herzliches Willkommen hier.
    Wie ist euer Essen gelaufen? Hat sich deine Befürchtung bestätigt?

    Du bist nicht allein mit deinen Problemen. Es gibt hier auch andere Angehörige, die ähnliches durchgemacht haben oder noch durchmachen. Ich bin eine davon.

    Auch ich habe zwei Kinder in ähnlichem Alter wie deine. Wir sind vor mittlerweile 1,5 Jahren ausgezogen. Die beste Entscheidung ever! Aber auch bei uns sind die Papa Wochenenden immer ein Zitterakt. Das große Kind möchte nur max. 1 Nacht zum Papa, das kleine Kind geht noch sehr gerne und voller Freude.
    Trotzdem ist man immer auf Spannung und schaut, wie der Pegel wohl ist.

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!