Hallo Blaubärchen,
ich kenne diese Phase, wenn man beginnt die Blickrichtung zu verändern. Den Fokus nicht mehr auf den Partner, sondern auf sich selber richtet. Das kann ganz schön heftig sein. Rumschrauben, das ist ein Wort, Manipulation ist auch ein Wort, Beeinflussen, Bewirken, Antippen, Denkanstoß geben, Anleiern.... es läuft einfach darauf hinaus, daß wir meinen, beim anderen etwas TUN zu müssen.
Müssen wir aber nicht, das ist Seine Aufgabe. Wenn er nicht will, dann ist das so.
Verändern können wir uns nur selber. Ich wollte damals einfach nicht auf mich schauen! Ist ja einfacher, die Baustelle nach "draußen" zu verlagern, als bei sich selbst zu bleiben und da zu ackern!
Aber es ist zu schaffen. Und es macht mir inzwischen Riesenfreude, mein Leben zu gestalten. Jeder ist frei, das zu tun, was er tut. Wenn du sagst, du läßt ihm alle Freiheiten, hm, die hat er ja eh! Du hast das nicht in der Hand. Das Entscheidende ist: DU hast auch alle Freiheit, das zu tun, was DIR gut tut.
Manchmal hat mir Freiheit Angst gemacht. Ich konnte mir nicht vorstellen, mein Leben in die Hand zu nehmen, meine Zeit zu gestalten und Verantwortung für mich zu übernehmen. Ein Partner sollte schön alle meine unerledigten Dinge tun... Nö. Inzwischen genieße ich das eigene Tun.
Viele Grüße, schön, daß du eine gute Gruppenstunde hattest!
Linde