Beiträge von Carl Friedrich

    Das Schlimme an der Alkoholsucht ist, dass so viele Menschen das gar nicht begreifen, was das eigentlich bedeutet. Und wie schlimm das eigentlich ist, jemanden zu drängen.

    Hallo Risu!

    Erst ein mal ein gesundes neues Jahr.

    Der Satz ist m.E. nur die eine Seite der Medaille, nämlich die Sichtweise des Alkoholikers. Ich kann Deine These gut nachvollziehen.

    Die Sichtweise Dritter, die kein Problem mit dem Alkohol haben, ist selbstverständlich eine andere. Verständnis setzt m.E. ein gewisses Maß an Sachkenntnis voraus. Es besteht für Außenstehende überhaupt kein Anlass, sich mit der Krankheit und ihren Tücken auseinander zu setzen. Warum sollten sie es tun?

    Als ich aus dem aktiven Teil der Sucht ausstieg, dachte ich, ich mache mal ein Jahr Pause und anschließend ist alles wieder auf null gestellt. Daher kann ich es Dritten nicht verübeln, wenn sie ähnlich ticken und meinen, nach etwas Karenz, könne man wieder ganz normal ein Glas trinken.


    Ich habe daraus für mich die Erkenntnis gewonnen, ganz alleine für meine Abstinenz zu sorgen. Ich kann keinerlei Rücksichtnahme von Dritten erwarten.

    Dass die Mutter schon vormittags trinken will, könnte neben den richtig guten Ausführungen von achelias, vielleicht auch ein Zeichen für ein eigenes Alkoholproblem sein.

    Aus meiner Zeit als Trinker weiß ich, dass ich gerne Gesellschaft zum Trinken hatte und auch andere zum Trinken animiert habe, z.B. meine Frau, die jedoch spätestens nach 2 Gläsern Wein aufhörte, als es für mich erst richtig los ging. Die Gesellschaft habe ich gesucht, um einen Vorwand zu haben, selbst im Übermaß zu zechen.

    Vielleicht weist Du Deine Eltern vor dem nächsten Zusammentreffen ausdrücklich und mehrfach auf Deine Abstienz hin und forderst sie auf, Dir nichts anzubieten und Dich zu bedrängen. Welche Konsequenzen Du damit verbindest, ist Dir überlassen.

    Ich weiß, dass so etwas im Vorfeld belasten kann und gehofft wird, man könne das Problem irgendwie aussitzen. Für mich kann ich nur feststellen, dass gute Vorbereitung im Vorfeld, es könne was mit Alk auf mich zukommen, mir stets geholfen hat.

    Gruß

    Carl Friedrich

    Hallo Max!

    Meine Frau hat mir 2015 gemeinsam mit dem Nachwuchs die Pistole auf die Brust gesetzt, entweder Therapie oder Trennung. Das hat bei mir gefruchtet. Allerdings war ich zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr in der Lage, Saufpausen einzulegen, wie ich es mir früher zur Selbsttäuschung gelungen ist.

    Meine Frau war vor der klaren und unmissverständlichen Ansprache noch bei der Suchtberatung und hat sich dort beraten lassen.

    Vielleicht wäre das auch was für Dich.

    Gruß

    Carl Friedfich

    achelias : Ich habe lediglich Deinen Gedanken der "Umprogrammierung" fortgestrickt und hätte es etwas ausführlicher schreiben können.

    So wie der Hund es wieder erlernte, dass das Glöckchengeräusch keine automatische Fütterung bedeutete, könnten wir es evt. erlernen, dass der Anblick eines bestimmten Glases keinen Suchtdruck oder zumidest ein mulmiges Gefühl auslöst. Das könnte m.E. nur mittels direkter Konfrontation mit den Gläsern geschehen, indem wir sie zu normalen Trinkgefäßen umwidmen.

    Unser Suchtgedächtnis lässt sich durchaus beeinflussen. Leider lässt es sich nicht komplett deaktivieren, sondern nur überschreiben, so dass das alte Programm doch noch mal ab- und an anfängt zu ruckeln. So ist es zumindest bei mir.

    Früher habe ich stets ab Freitag heftig getrunken, die ersten Wochen meiner Abstinenz waren freitags immer komisch. Mein Suchtgedächtnis wusste, es ist Freitag und es verlangte irgendwie seinen Stoff. Nach ein paar Monaten hatte es kapiert, dass Freitag nicht automatisch Alkoholzufuhr bedeutet. Die Verknüpfung war überschrieben durch mein fortwährendes anderes Verhalten.

    Abschließend fallen mir noch 2 weitere Punkte ein:

    1.) Wir sind keine Hunde, so dass Übertragungen auf den Menschen nicht zwingend sind.

    2.) Der Alkohol ist deutlich gefährlicher als die Kombination Glöckchen und Futterschüssel.

    Und dann sind wir wieder beim Risiko. Ist es mir das Risiko wert? Nein.

    Was hat der Anfänger von der Glasnummer? M.E. wäre er gut beraten, sich von seinen alten Gefäßen erst mal fern halten. Wenn er gefestigter ist als Veru, kann er immer noch austesten wie weit er gehen kann. Vorher erscheint mir das Rückfallrisiko als eindeutig zu hoch, aber das ist meine private Einschätzung.


    In diesem Sinne

    ebenfalls

    Frohe Weihnchten

    Hm, ob ich mir das abtrainieren kann, weiss ich nicht. Ich habe ziemlich großen Respekt was so wtwas im Nachgang mit mir macht, darum halte ich von solchen Experimenten lieber fern.

    :thumbup:

    Das Problem liegt im sog. Suchtgedächtnis verortet, das leider in einem Teil des Hirns befindlich ist, in dem die Automatismen gespeichert sind wie z.B. Radfahren, Laufen, schwimmen... . Leider ist es dem freien Willen nur teilweise zugänglich.

    Warum sollte dieses Glasexperiment durchgeführt werden? Was bringt es uns für Vorteile, wenn wir Wasser/Saft aus Sekt-/Wein-oder Biergläsern bzw. Cognacschwenkern trinken? Ich habe für so was andere Gläser :wink:

    Vor ein paar Jahren habe ich mal Apfelschorle aus Weißbiergläsern getrunken, mir wurde mulmig. Seitdem lasse ich die Finger davon. Mir ist das Risiko des Triggers zu groß.

    Was meine Abstinenz anbelangt, gehöre ich zum Team Sicherheit.

    Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass Anfänger nicht für Experimente geeignet sind.

    Gruß

    Carl Friedrich

    Auch glaubt sie zu Silvester würde es extremer....aber sie sei bei mir.

    Hallo!

    Was Du momentan machst, stellt sich für mich als "Ritt auf der Rasierklinge" dar.

    Mir ist es erst gelungen, aus der Sucht auszusteigen, als ich meine Gesundheit und meine Abstinenz an oberste Stelle in meinem Leben gesetzt habe.

    Dazu gehörte, dass ich anfangs in den ersten Monaten allen Risiken, so gut wie möglich, aus dem Weg gegangen bin, nennt sich Risikominimierung.

    An Saufveranstaltungen nehme ich nicht teil, ich wüsste nicht, was ich dort sollte.

    Die ersten 3 Silvester habe ich mit meiner Frau daheim verbracht. Lecker gekocht und gegen Mitternacht einen Spaziergang unternommen.

    Ich habe mehrfach von Rückfälligen gehört, wie sie bei solchen Veranstaltungen wie von Dir geschildert, rückfällig wurden, weil sie mit der ganzen Situation überfordert waren und das Suchtgedächtnis heftig ausschlug. Plötzlich griffen sie doch zu, als ihnen was angeboten wurde.

    Geh noch mal in Dich, was Du Dir wirklich zumuten willst.

    Apropos, Deine Partnerin ist nicht für Dich verantwortlich. Sie kann eine wichtige Stütze sein, sofern sie Dein Problem und die Risiken tatsächlich erfasst. Ob letzeres der Fall ist, kann ich nicht beurteilen.

    Gruß

    Carl Friedrich

    Kleiner Nachtrag:

    Ama.. hat schnell reagiert und die alles gestrichen. Die mail erhielt ich gestern. Respekt für das schnelle Handeln von Amazon; wenn die jetzt noch endlich mal anfingen in Deutschland Steuern zu zahlen :wink:

    Der andere Laden namens Klarna ist dagegen unverschämt: Seit Ende Oktober ruht der See ganz still. Die beanstandeten Forderungen im mittleren 4-stelligen Bereich wurden lediglich ruhend gestellt, sind als solche noch registriert.

    Ich habe mir vorgenommen, die zukünftig nicht mehr für Zahlungen einzuschalten, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Der Betrugs- und Schadensservice von dieser "Bude" ist einfach eine Zumutung. Es wird doch wohl möglich sein, in 2 Monaten nach Beanstandung bei deren Auftraggeber, den sie sich selbst aus freien Stücken ausgesucht haben, den Nachweis anzufordern, dass ich die Buchungen veranlasst habe. Den können sie gar nicht erbringen, weil in dem Hotelportal keine entsprechenden Buchungen von mir registriert sind. Halt ein klassischer Betrugsfall.

    Ich schau mal, ob ich die nicht etwas unter Druck setzen kann.

    Am Coronadauerfrust versuche ich, so gut es eben geht, nicht mehr teilzunehmen. Ich kann es eh nicht ändern und arrangiere mich mit den Gegebenheiten, das ist besser für meine Psyche.

    Gruß

    Carl Friedrich

    Hallo Veru!

    Richtige Entscheidung, Deine Partnerin einzuweihen. Ich konnte bei mir selbst erfahren wie wichtig die Unterstützung durch den Partner und die Familie ist.

    Ganz schwer haben es Kandidaten, die mir Partner liiert sind, die fröhlich weiter dem Alkohol zusprechen und es nicht einsehen, weshalb sie in der Gegenwart des Kranken mal besser ein paar Gänge zurückschalten.

    Auch haben wir darüber gesprochen wie wir dem Freundeskreis das erklären.

    Sie meinte:,, Schatz, du bist doch nicht der einzige der nichts mehr trinkt"! Wenn blöde Fragen kommen, dann sag halt das es dir nicht gut tut!

    Das du keine Lust mehr auf den Schwindel und den Kater am Morgen hast.

    Hab bitte auf dem Schirm, dass die sog. Freunde evt. mit dem bekannten Spruch rüberkommen können: "Ein Glas wirst Du ja noch mittrinken können, wir wollen doch so gemütlich beisammen sein ." Also leg Dir besser im eigenen Interesse schon mal eine passende Antwort zurecht.

    Unser Problem ist, dass es oftmals nicht bei dem einen Glas verbleibt. Das erste Glas war bei mir stets der Startschuss fürs Saufen.

    Es heißt ja nicht ohne Grund: "Das erste Glas stehen zu lassen."


    Gruß

    Carl Friedrich

    Die Gefahr eines Rückfalls besteht natürlich besonders zu solchen Anlässen.

    Bitte seid mir nicht böse, dass ich nicht immer jeden Ratschlag befolge, bzw. auch immer darüber nachdenken muss.

    Hallo Veru!

    Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass Neueinsteiger in der ersten Zeit, bis eine gewisse Festigung eingetreten ist, auf einer Silvesterparty nichts verloren haben. Die Gefahr siehst Du ja selbst. Nach Deiner Ankündigung, Chauffeurdienste zu übernehmen, halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass Du den Abend alkoholfrei überstehst. Du wirst Dir ja im Klaren sein, dass in der Neujahrsnacht etliche polizeiliche Verkehrskontrollen stattfinden, um alkoholisierte und sonst berauschte Personen aus dem Verkehr zu ziehen.

    Falls gegen Mitternacht angestoßen wird, achte darauf, dass Dir niemand mal eben ein Glas in die Hand drücken kann. Meine Anfangstaktik war: Ein Glas Wasser/Saft/Schorle in der einen, und das Handy oder sonst was, z.B. den E-Schornstein, in der anderen Hand.

    Noch ein Hinweis: Eine Feier kann auch nachwirken, so dass der Reiz, was trinken zu müssen, sich erst nach der Rückkehr von der Party, ggf.am nächsten Tag oder übernächsten Tag einstellen kann.

    Auf diese Trigger solltest Du vorbereitet sein, nicht dass sie Dich wie ein Blitz aus heiterem Himmel treffen.

    Niemand erwartet hier, dass Du jeden Rat befolgst, Du bist für Dich alleine verantwortlich. Nachdenken würde ich über Ratschäge schon. Es spricht einiges dafür, dass der Rat von erfahrenen Abstinenzlern durchaus seinen Sinn hat.

    Gruß

    Carl Friedrich

    In der Ama... Betrugssache geht es weiter. Heute trudelte eine Mahnung über den Betrag von 50€ + 3€ Gebühren ein.

    Zum ersten Mal offenbarte Ama.. eine deutsche Kontaktadresse, die ich gleich mal angerufen habe. Eine freundliche Dame notierte meinen Widerspruch. Zugrunde lag ein sog. Guthabenkauf. Irgendein Betrüger hat angeblich ein entspr. Guthaben mit meinen Daten, woher er sie auch immer hat, bei ama.. geordert.

    Rein vorsorglich habe ich noch mal eine email an den Lastschriftservice von ama.. hinterher geschickt.

    Was ich sagen möchte: Falls irgendwelche Mahnungen kommen, sofort aktiv werden und der Forderung widersprechen. Anbieter zedieren ihre angeblichen Forderungen gerne und zeitnah an Inkasso-Unternehmen. Mit denen ist der Umgang deutlich unangenehmer. Die fallen recht schnell mit der Drohnummer ins Haus und kündigen negative Schufa-Einträge an, falls nicht gezahlt werde. Letzteres ist jedoch nur nach Zahlungsausfall bei tatsächlich bestehenden Forderungen möglich, nicht jedoch bei bestrittenen. Also nicht ins Boxhorn jagen lassen, aber auch nicht den Kopf in den Sand stecken und hoffen, dass sich die Sache von alleine regelt.

    Ich werde weiter berichten.

    Gruß

    Carl Friedrich

    Trotzdem möchte ich leben und lieben, so das ich nicht am Ende meiner Tage feststellen muss, dass ich gar nicht gelebt habe.

    Nur eben ohne Alkohol.

    Mit dieser Maxime sind leider schon einige Herrschaften auf die Nase gefallen, weiter leben wie bisher, nur ohne Alk, das funktioniert nicht immer. Besonders schwierig wird es, wenn man sich im alten und saufenden Umfeld tummelt.

    Gesetzlicher Verknörzter Besserwisser

    Was ist das? Du meinst wohl, dass jeder, der es wagt, Deinen Weg zu kritisieren, ein was auch für immer Besserwisser ist? Mit so einer Einstellung wird es schwer für Dich. Schau doch lieber mal, was die langjährig Abstinenten denn gemacht haben, damit sie so lange abstinent geblieben sind. Da wirst Du hier im Forumn reichlich fündig.

    Mit Lobhudelei und Bauchpinselei ist noch niemand abstinent geworden. Sinn eines Austauschs in SHGs ist es, auf Schwachstellen aufmerksam zu machen. Und im Gegensatz zu Dir haben wir reichlich Erfahrung. Auch ich habe anfangs so meine kleinen Fehler gemacht und mir wurde auch das eine oder andere Mal der Kopf gewaschen. Nachdem sich der erste Ärger gelegt hatte, merkte ich, wie recht die Kritiker doch hatten.

    Jedem das seine.

    Ist üble und höhnische Nazi-Sprache. Steht am Eingangstor des KZs Buchenwald. Das dürfte Dir bei Deinem Beitrag wohl nicht bewusst gewesen sein.

    Ich verwende diese Floskel nicht.

    Gruß

    Carl Friedrich

    Alkohol trinken ist ja erstmal kein Fehler und dass wir uns in die lebensgefährliche Alkoholsucht gesoffen haben, mag zwar irgendwo selbstverschuldet sein, aber ein Fehler

    Ja, was denn sonst? :wink:


    Jeder, der irgendetwas schafft, was ihn einst unmöglich erschien, ist in meinen Augen ein Held.

    Das liest sich doch schon wesentlich besser, als der selbstgekürte Heldenstatus. Es kommt für Stern primär auf das eigene subjektive Empfinden an, ich habe mehr objektive und allgemeine Kriterien im Blick. :)

    Wohl gemerkt: Wem das Heldendasein nützt, mag es für sich in Anspruch nehmen. Ich bin, im Hinblick auf meine Selbsteinschätzung und -wahrnehmung jedoch nicht so vermessen :lol:

    Gruß

    Carl Friedrich

    Hallo Edgar!

    Ich lese und höre bei Neuankömmlingen immer wieder:

    denn wir alle sind Helden

    Nein, sind wir nicht. Wir haben lediglich einen lebensgefährlichen Fehler korrigiert, nicht mehr und nicht weniger. Das ist keine Heldentat, sondern ein Akt der reinen Vernunft, auch wenn der Anfang recht holperig war. Das hat mit Heldentum überhaupt nichts zu tun.

    sich vom Teufel Alkohol los zu sagen.

    Die Dämonisierung des Alkohols ist ebenfalls unzutreffend. Der Alkohol ist völlig passiv. Der Trinker muss selbst aktiv werden und sich auf ihn zubewegen. Nicht der böse Alkohol hat uns verführt, wir haben uns trotz besseren Wissens bereitwillig auf ihn eingelassen.

    Die Dämonisierung erscheint mir inzwischen als eine Art Ausrede, die Verantwortung für das eigene Versagen, jemand anderem in die Schuhe schieben zu wollen. Nur ich bin für mein Abgleiten in die Sucht verantwortlich und trage dafür die Schuld. Das habe ich akzeptiert und bin mit mir im Reinen.

    Aber auch das ist eine Erkenntnis, die sich mir in den ersten Monaten meiner Abstinenz noch nicht erschloss. Das dauerte eine ganze Weile.

    Gruß

    Carl Friedrich

    Hallo und willkommen!

    Glückwunsch zum ersten halben Jahr in Freiheit.

    Vor 1 Monat war ich zu einer Präventionswoche wieder in der Betty. Mir wurde noch mal dringend ans Herz gelegt, mich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen. Und ich spürte, dass sie Recht haben. Bisher war ich der Meinung, dass das nicht notwendig sei. Aber meine Angst ist doch, dass der "Alkohol" mit der Zeit zu weit in den Hintergrund rückt und die Gefahr eines Rückfalles größer wird.

    Ich bin einen etwas anderen Weg gegangen über eine ambulante Therapie, Literatur und diesem Forum. Dieser 3-Klang war für mich rückblickend genau richtig. Am Ende meiner Therapie gab mir der dort ehrenamtlich tätige Suchtmedinzinerm it jahrzenhntelanger Erfahrung, mit auf den Weg: "Den ersten Schritt in Richtung Rückfall macht man, wenn man sich nicht mehr regelmäßig mit seinem Problem befasst."

    Recht hat er. Wie dieses Befassen aussieht, bleibt jedem selbst überlassen. Nach meiner Therapie war ich auch mal in einer "analogen" SHG. Die brachte mich jedoch nicht weiter, fing an, mich zu nerven, da es eher eine Art Kaffeekränzchen war und dazu überging, mich privat zu vereinnahmen.

    Dieses Forum ist auch eine SHG, jedoch 24/365. Hier wirst Du gelesen und erhälst meistens auch Antworten, wenn auch nicht immer unmittelbar.

    Mir bringt dieses Forum hier deutlich mehr, als 'ne analoge Truppe, ich kann hier aufschlagen, wann und wie ich will. Ich bin jetzt mehr als 6 1/2 Jahre unfallfrei abstinent.

    Guten Ausstausch wünscht

    Carl Friedrich

    Danke Sunshine

    * habe den Realnamen auf Sunshines Wunsch editiert. *

    Auf Beinen bin ich, nur die Birne ist etwas matschig. :lol: Habe mich in meinem Büro verrammelt, es wird gut gelüftet, ich halte großzügig Abstand, falls mir auf dem Flur jemand begegnet. Was soll ich bei dem Wetter und der Jahreszeit auch daheim? Da fällt mir dann nur die Decke auf den Kopf, bin doch ein Kind des Sommers.

    In meinen Fällen wurden seriöse Anbieter gekapert. Manchmal scheiden auch Mitarbeiter aus und nehmen Daten mit, um sie dann zu verticken. Das hat dann nichts mit Ama... oder Klar... zu tun.

    Irgendwann wirst auch Du aufrüsten dürfen. Die nicht digitalen Kunden werden mehr und mehr mit extra Gebühren "erzogen". :wink:

    Barzahlung? Warte mal ab. In 5 Jahren wirst Du kaum noch größere Beträge bar zahlen können. Da ist in der EU was im Busch. Wir sollen gläsern werden.

    Was hilft?

    Goldbarren und Goldmünzen von großen Produzenten wie Maple Leaf, Double Eagle, Krugerrand sowie richtiges Geld wie Schweizer Franken und Norweg. Krone. Nur die Teile müssen sicher aufbewahrt werden. Bankschließfach? Auch die werden mal geknackt von Einbrechern und falls der Teuro mal dank Schuldenwahn und Target 2 Salden in die Knie geht, werden womöglich zuerst die Banken gesperrt, damit der Bürger ja nicht an sein richtiges Geld kommt :lol:

    Es ist besser, hierüber nicht zu viel zu grübeln, sonst verdirbt man sich den Tag.

    Alles kein Grund, um zu saufen.

    Apropos: Mache ich gerade den TV an und was seh ich da, es grüßt das Weißbier aus E. In meinen saufenden Zeiten gabs den Spot in ähnlicher Form auch schon und ich fühlte mich angesprochen. und dachte: "Ja, das ist aber nett, da freue ich mich wirklich. Ich geh mir gleich noch eins holen." Mein Gott war diese Form von Denke abartig und blöd.

    Gruß

    Carl Friedrich

    Fortsetzung:

    Mir geht es so weit ganz gut, habe mir nur 'ne blöde Erkältung, kein Corona, eingefangen.

    Auch wenn es nicht ganz zum Thema passt, ein Hinweis auf betrügerische Aktivitäten im Internet, als kriminelle Subjekte meinten, mich aus dem Ausland schädigen zu wollen.

    Vorgestern fand ich eine Lastschrift in meinen Kontoauszügen eines großen Versandhauses Ama... über 50€. Habe dort aber seit Monaten nichts bestellt und mein account weist auch keine offenen Forderungen auf. Ich habe das Ding gleich mal storniert und rückbuchen lassen.


    Ein Zahlungsabwickler namens Klarna, den ich schon mal bei kleineren Bestellungen bis max. 150€ benutzt habe, teilte mir mit, dass ein Buchungsportal booking bei mir 2 Reisen über 4.200€ abbuchen möchte. Habe mich bei booking, bei denen ich schon mal ein paar Male ein Hotel für wenige Nächte gebucht hatte, schlau gemacht. Dort ist nichts von entsprechenden Buchungen bekannt. Habe mich an Klarna gewandt und die Zahlungen ruhend gestellt. Sie prüfen jetzt.

    Auch einem Kollegen ist so was bei seiner Kreditkarte passiert.

    Was ich Euch mitteilen möchte: Passt im Weihnachtstrubel gut auf, kontrolliert Eure Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen sowie emails von Zahlungsabwicklern wie Klarna. Es ist jede Menge kriminelles Gesocks unterwegs, um uns zu betrügen. Gerade Buchungen über kleinere Beträge, die noch über bekannte Großunternehmen getarnt werden, können da mal durchschlüpfen.

    Die Täter sitzen meist im Ausland und schalten dort sog. Finanzagenten als weitere Zahlungsabwickler zwischen und verschleiern dadurch die wahren Hintermänner. Die Finanzagenten nehmen online Aufträge entgegen, ziehen sie ein und leiten die Beträge abzüglich einer Provision weiter. Die Hintermänner kennen sie nicht persönlich. Wäre auch zu gefährlich, sonst könnten sie ja mal plaudern.


    Gruß

    Carl Friedrich

    Hallo Stern!

    Natürlich ist das Kraut im Endzustand nicht alkoholfrei. Solange kein Wein oder Essig zugefügt wird, ist der Alkoholgehalt so gering, dass das Hirn es nicht merkt. Zumindest mein Oberstübchen reagiert darauf nicht.

    Ich verweise immer auf meinen Therapeuten, der feststellte: Alles was aussieht wie Alkohol, riecht wie Alkohol und schmeckt wie Alkohol ist tabu. Sauerkraut fällt da für mich in keine der 3 Kategorien.

    Gutes Gelingen.

    Berichte mal in ein paar Wochen, ob es schmackhaft war. Es wird wohl eine Weile dauern, bis Du die richtige Rezeptur und Dosierung herausgefunden hast. Daher dämpfe die Erwartungshaltung im Vorfeld und lass Dich lieber positiv überraschen.

    Gruß

    Carl Friedrich

    Hallo!

    Sunshine hat es zutreffend auf den Punkt gebracht.

    Die "blöde" Kiste, so lustig sich das auf den ersten Blick auch lesen mag, verschaffft Dir allenfalls eine temporäre Genugtuung, schüttet jedoch unnötig Öl ins Feuer. Du wirst mit dem Herrn allein schon wegen des gemeinsamen, kleinen Kindes lange Zeit klar kommen müssen. Daher lass es besser sein.

    Gruß

    Carl Friedrich

    Supplementierende Vitamine sind keine Medikamente, sondern Nahrungsergänzungsmittel. Warum soll man sich über sie nicht austauschen? Ich war beim Doc und weiß genau, was ich vor mir und meiner Familie verantworten kann. Vitamin D + K2 hält mich deutlich fitter. Gerade in der dunklen Jahreszeit herrscht da gerne mal eine Unterversorgung.

    Beim Arzt sollte man das Thema durchaus anschneiden, um sich auch medzinisch abzusichern. Am besten im Zusammenhang mit einem großen Blutbild im Herbst/Winter.

    Carl Friedrich