Beiträge von mollyfisch

    Hallo Rosa,

    war schon einmal in der Suchtberatung und habe auch eine Therapeutin gefunden. Von alldem weiß er noch nichts... ich weiß nicht, wie ich ihm das beibringen soll.

    wie meinst du das. Hast du die Suchtberatung aufgesucht um dich zu informieren was du für dich machen kannst oder wolltest du ihn dazu bringen dorthin zu gehen.

    So wie du euer Zusammenleben beschreibst ist es kein Wunder das dir der Antrieb fehlt. Zwischenmenschlich läuft nichts mehr, eine Besserung der Gesamtsituation nicht in Sicht. Woher soll da Kraft, Energie und Freude kommen? Das ganze macht mürbe und irgendwann krank. Wenn er selber nichts daran ändern möchte dann wird sich auch deine Situation nicht ändern, es wird eher immer belastender.

    Wie geht es deinen Töchtern damit?

    LG

    4. Die Erkenntnis, dass er gegen sein alkoholproblem (trotz inzwischen schlechter leberwerte) definitiv nichts unternehmen wird und das wohl auch egal ist - denn unabhängig davon ist bei uns so manches andere auch im Argen.

    Hallo Franzi,

    wenn er nichts unternehmen möchte dann ist die Trennung für dich wohl die beste Entscheidung. Ansonsten wird die Situation für euch immer schlimmer.

    Wie Morgenrot schon schrieb solltest du auch jemanden bei dem Gespräch an deiner Seite haben.

    Ich habe eine zeitlang Tagebuch geführt. Wenn ich dann daran gezweifelt habe ob es wirklich so schlimm war dann habe ich mir die Zeilen noch mal durchgelesen. Das hat mir am Anfang sehr geholfen.

    LG

    Guten Morgen Wildcat,

    Ich komme aus genau solchen Verhältnissen. Mein Vater hat auch getrunken und meine Mutter hat , gemeckert, geweint und als ich dann volljährig war haben Sie sich endlich getrennt. Obwohl ich weiß wie es Kindern geht hab ich es nicht besser gemacht.

    Du hast wie die meisten versucht deinem Partner zu helfen und warst sicher auch der Überzeugung es besser zu machen als deine Mutter.

    Das Problem ist einfach das man denkt man könnte den Partner durch reden überzeugen etwas an dem Trinkverhalten zu ändern bzw. sich in Therapie zu begeben. Es dauert bis man versteht das man machtlos ist. Ich habe erst durch das Forum verstanden das ich nichts machen kann. Das ganze dann aber auch für sich zu akzeptieren ist sehr schwer.

    Wie alt sind denn deine Kinder? Hast du Freunde oder Familie in der Nähe mit denen du reden kannst?

    LG

    Ich hatte mit ihm noch mal ein Gespräch, in dem er sich mal wieder als Opfer dargestellt hat. Ich würde nicht zuhören und ich hätte mich verändert. Obwohl ich weiß, dass es Teil der Sucht ist, bekomme ich jedes Mal wieder Selbstzweifel. Ich will das einfach nicht mehr.Hallo,

    Hallo,

    ja das kennt man. Natürlich hast du dich auch verändert. Das Zusammenleben mit einem alkoholkranken Partner hinterlässt auch Spuren. Aber er merkt natürlich auch das du nicht mehr bereit bist dieses Leben so weiterzuführen.

    Ich wünsche dir viel Kraft bei deinen Entscheidungen. Aber ich bin mir sicher das du genau weißt was zu tun ist.


    LG

    jetzt hat er in 2 Wochen einen offiziellen Termin (diesmal mit Zimmer) und ich bin gespannt ob er da hingeht. Denn Arbeit weis schon Bescheid das er erstmal nicht mehr kommt einige Wochen und jetzt müsste er es nur schaffen da nochmal hinzugehen, Entzug machen 1 Woche und dann von selber zu sagen er möchte da noch bleiben auf der offenen Station, damit er auch die psychologische Hilfe bekommt.

    Hallo Co-Tante24years,

    den Termin zu haben ist ja schon mal der erste Schritt. Im Anhang eine Langzeittherapie zu machen ist sicher auch sinnvoll. Bei meinem Ex hat sich die Sozialarbeiterin während der Entgiftung um einen Platz gekümmert. Aber das ist seine Aufgabe sich darum zu kümmern.

    Aber der nächste Schritt für MICH ist definitiv der Termin beim Psychologe damit ich weiter komme für mich.

    Das ist der richtige Weg für dich. Du musst an dich denken.


    Du hast geschrieben das er 3 Promille hatte als er in der Klinik war und noch normal reden konnte. Ganz ehrlich, auch wenn du glaubst das er hier und da nichts trinkt (z.B. an dem WE wenn seine Tochter da ist) irrst du. Er wird sich da soweit zügeln wie es geht, aber um diesen Wert zu erreichen und dann noch kommunizieren zu können trinkt man regelmäßig über einen langen Zeitraum.

    LG

    Hallo Erdbeere,

    ich finde es sehr gut wie du versuchst an dir zu arbeiten. Irgendwie denke ich das alle Co`s dieses Helfersyndrom haben. Das hat aber glaube ich auch viel mit der Erziehung zu tun. Ich wurde so erzogen - immer freundlich sein, immer angepasst sein, Erwachsenen nicht widersprechen, anderen helfen, nicht auffallen usw.. Hinzu kam das ich als Kind viel krank war. Ich hatte zwar auch Freunde in der Schule aber z.B. beim Sport wurde ich immer als letzte in die Mannschaft gewählt. Aber ich war gut in der Schule und wer etwas nicht konnte dem habe ich geholfen und so bekam ich meine Anerkennung (meine Einschätzung heute). Ergo - hilf anderen, fall nicht auf und dann mögen Sie dich auch. Mir sind viele Defizite bei mir bewusst aber diese abzulegen bzw. leicht zu verändern fällt mir sehr schwer. Wenn z. B. mein Sohn irgend eine Arbeit zu Hause erledigt welche ich sonst mache habe ich sofort ein schlechtes Gewissen, weil er es nun gemacht hat. Ich erledige manchmal Dinge auf Arbeit und rege mich anschließend auf weil es kein anderer macht (Geschirrspüler ausräumen, Weihnachtsdeko machen, Küche aufräumen usw.), aber ich könnte es auch einfach liegen lassen, zwingt mich ja keiner dazu.

    Meine Mutter wurde genau so erzogen und ich merke auch bei ihr ähnliches Verhalten.

    LG

    Vielen Dank an euch für eure aufmunternden Worte. Letzte Woche und das Wochenende war ich nicht so gut drauf. Mittlerweile geht es wieder. Es zieht mich immer ein paar Tage runter wenn wir z.B. telefoniert haben. Jetzt hatte ich ihn auch lange nicht gesehen, daher war es schon schwer.

    LG

    Hallo an alle,

    der Termin am 07.11.2023 war ausgefallen wegen Krankheit. Heute war es nun soweit. Ich habe es hinter mich gebracht. Schön war es nicht, da wir die Scheidungsfolgevereinbarung hatten ging es aber sehr schnell. Ich habe es tatsächlich geschafft bis ich wieder in meinem Auto saß nicht zu heulen.

    Ja jetzt bin ich geschieden. Es ist sehr traurig und schlimm, aber trotz allem die richtige Entscheidung.

    LG

    In der anderen Gruppe, mit einer Leitung mit jahrzehntelangen Erfahrungen und Teilnehmern, war es genau anders herum. Ein Paar soll unbedingt in eine gemeinsame Gruppe gehen, auch wenn es aus Betroffene und CO besteht. So würde weniger gelogen und der/die Alkoholiker/in hört mit anderen Teilnehmern/innen auch wie der/die CO leidet und was schon alles gemacht wurde bzw. was noch versucht werden könnte.

    Hallo Berni,

    was mir hier nicht so gefallen würde ist die Tatsache das dann der Alkoholiker, ich nenne es jetzt mal an den Pranger gestellt wird. Aber vielleicht sehe ich das auch falsch und in manchen Fällen mag es ja vielleicht auch den Anstoß beim Alkoholiker geben sich in Therapie zu begeben oder der Co andererseits bemerkt das auch bei den anderen die ganzen Versuche nichts bringen.

    LG

    Aber ich glaube ich liebe mich mehr. Und vor allem meine Kinder.

    Hallo Strandkind,

    du weißt im Grunde sehr gut was zu tun ist und hast auch deine Rolle in dem Ganzen verstanden.

    Die Angst eine Entscheidung später zu bereuen kann ich nachvollziehen. Die Reaktion deines Sohnes auf deinen Mann wenn er getrunken hat sagt schon einiges. Soll er weiter so aufwachsen?

    Mein Sohn hat mir nach der Trennung Dinge erzählt von meinem Ex an die ich mich gar nicht mehr erinnern konnte bzw. nicht mitbekommen habe. Mein Sohn war 2014 unter anderem wegen Angstzuständen in Behandlung. Auch wenn ich es nicht wahrhaben möchte glaube ich schon das das Zusammenleben mit meinem Ex meinem Sohn sehr geschadet hat. Und mein Ex war auch nie aggressiv oder ähnliches.

    LG

    Wenn ich mit den Kindern gehe, dann klappt er zusammen. Ich habe wirklich Angst davor, was dann passiert. Ich weiß, dass das nicht in meiner Verantwortung steht, dass es seine Entscheidungen sind.

    Hallo,

    mein Ex ist wenn man es so nennen möchte nach der Trennung zusammengeklappt. Es ging dann in einem Tempo abwärts was ich nie vermutet hätte. Das tat sehr weh es mit anzusehen, daran zurückzudenken ist auch immer noch sehr schlimm. Zu sehen was Sucht aus einem Menschen machen kann. Ich mache mir bei manchen Dingen heute noch Vorwürfe ob ich es nicht hätte verhindern können.

    Aber andererseits ist er dadurch an den Punkt gekommen wo er für sich die Therapie wollte und bis heute auch trocken ist.

    LG

    Es gibt eben auch Rückfälle oder eben das Bedürfnis nach Alkohol . Dann ist wieder Sendepause zwischen uns und ich organisiere mir meine Freizeit

    Hallo Miga8,

    der Entscheidung sich zu trennen ist sehr schwer. Die Frage ist halt wie lange hält man diese wechselnden Stimmungen durch. Macht das was auch du beschreibst eine glückliche und zufriedene Beziehung aus? Kann man so dauerhaft zufrieden sein? Wenn er ansprechbar ist dann ist man lieb zueinander und am anderen Tag macht wieder jeder sein Ding?

    Du schreibst immer wieder was du tust, wie du versuchst dich abzugrenzen. Aber dein Tun und Handeln ist abhängig von seiner Verfassung. Er trinkt immer weiter. Wo ist sein zutun? So wie ich das lese ist dein Partner momentan nicht bereit aktiv an sich zu arbeiten.

    LG

    Hallo Jenny,

    die aktuelle Situation ist sicher für euch beide nicht leicht. Dein Partner muss ja jetzt auch erstmal mit der neuen Situation klar kommen.

    Nur ist das schwer mit einem muffigen Menschen, der meine Nähe ablehnt und zunehmend in sich gekehrt ist.

    Das macht es auch nicht einfacher.

    Wege wie er mit dem Saufdruck umgeht muss er für sich selber finden, auch die neue Gestaltung seines Tagesablaufs muss er selber machen. Da hat er sicher auch in der LZT Tipps und Ratschläge bekommen.

    In erster Linie musst du für dich schauen das es dir gut geht.

    LG

    Hallo lausaufderleber,

    das ganze ist ein auf und ab. Die abs werden mit der Zeit weniger. 3 Monate ist noch nicht lange.

    Die Zweifel kenne ich und auch heute kommen die manchmal noch hoch. Mein Ex ist momentan trocken und da denke ich schon manchmal ob die Trennung falsch war usw. Aber ich weiß nicht ob er es mit mir zusammen geschafft hätte.

    Kein Kontakt ist wirklich das Beste. Nach jedem Telefonat ging es mir nicht so gut. Die Stimme des anderen zu hören tat immer weh. Auch heute ist das noch so.

    Hab Geduld mit dir.

    LG

    Hallo Loka,

    anfangs wollte ich auch nicht wahrhaben das ich Co-Abhängig bin. Ich fand mein Verhalten total normal und habe nach Entschuldigungen und Gründen gesucht warum mein Ex trinkt. Viele Kommentare haben mich auch getroffen und ich habe sie anfangs auch nicht verstanden. Heute sehe ich vieles anders und kann klar sagen ich war Co-Abhängig in unserer Ehe. Für mich war Co-Abhängigkeit was anderes. (Nachschub besorgen, Flaschen zählen, Alkohol entsorgen ... ), solche Dinge halt. Und die habe ich ja nicht gemacht.

    LG

    Sorry, wenn ich diesen Standardsatz von Alkoholikern/innen höre, stellen sich meine letzten verbliebenen Kopfhaare.

    Für jede Krankheit gibt es Ärzte, Kliniken, Therapien. Anders könnte sie schon, wenn sie wollte. Aber sie will halt nicht. Und die Angehörigen müssen sich dieses Leid sehr lange anschauen, machen sich Sorgen, wollen gerne helfen und unterstützen. Der Alkohol steht aber weitaus darüber. Lieber weitersaufen, Führerschein weg, Job weg, Familie kaputt, Haus verkaufen, Sauftod, etc.

    Guten Morgen Berni,

    ich habe diese Antwort von dir mal hier in deinem Tread eingefügt.

    Zum ersten bin ich Angehörige und weiß sehr gut wovon ich schreibe. Und zum zweiten müssen sich die Angehörigen dieses Leid nicht anschauen. Du tust es momentan noch und du kannst das solange tun wie du möchtest. Es ist deine Entscheidung.

    Aber ich bleibe dabei diese Menschen sind krank und bleiben trotz allem Menschen und sie sind krank. Denkst du wirklich wenn es so einfach wäre gäbe es so viele Abhängige die immer wieder rückfällig werden?


    LG

    Ich weiss sie ist bei einem anderen Mann, das ist im Grundsatz auch o.k., wir haben uns getrennt. Beim letzten Telefonat hat sie vergessen aufzulegen und ich konnte ihn im Hintergrund sprechen hören. Man, kann Gewissheit schmerzen. Ihr reicht Gesellschaft und Alkohol.

    Das kann ich mir gut vorstellen. Du bist weg und schon ist der nächste da. Andererseits zeigt dir das an welchem Punkt deine Frau angekommen ist.

    LG