Beiträge von Erna

    Elly und Hanseat

    Ich bin vollgefressen, habe heute bestimmt schon 3 Liter Wasser intus und jetzt rauszugehen, ist ganz bestimmt keine gute Idee. Draußen fängt so langsam das Nachtleben an und an jeder Ecke steht Bier auf irgendeinem Tisch.....

    Aber wie gesagt.....das wars mit Suchtdruck. Lümmel wieder zufrieden auf dem Sofa.

    Es zeigt, dass er Vertrauen hat u

    Wir haben in der Tat ein recht gutes Verhältnis, wenn ich nicht gerade was gesoffen habe. Das wir gut miteinander reden können, lässt mich hoffen, dass er vielleicht ohne einen riesen Knacks aus der Sache herauskommt. Es gibt auch Gesprächsangebote für Kinder und Jugendliche. Aber darauf hat er erstmal keine Lust. Er zeigt aber eindeutiges Co-Verhalten. Er hatte mich, als er bei den Großeltern war, jeden Abend angerufen um zu sehen, wie ich drauf bin. Hoffe, ihm mit der Zeit, diese Last nehmen zu können und dass er mir wieder wirklich vertraut.

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe endlich den Besuch beim Arzt nachgeholt. Zumindest wurde heute schon Blut abgenommen. Morgen ist der Auswertungstermin plus körperliche Untersuchung. Schiebe ganz schön Panik, vor allem, weil ich das Papier für das Praktikum evtl. nicht bekommen könnte.....Habe jetzt den Anamnesbogen wahrheitsgemäß ausgefüllt. Wenn der Arzt dadurch selbst auf ein Alkoholproblem zu sprechen kommt, dann werde ich offen sein.

    Wenn nicht, werde ich zu einem speziellen Arzt für Suchtmedizin gehen und dort mit offenen Karten spielen. Hätte tatsächlich gern diese Ultraschalluntersuchung der Leber.

    Normalerweise wäre ich jetzt voll wie ein Eimer. Erster richtiger Urlaubstag, Kind ist nicht da.....stattdessen habe ich meinen Nachmittag halbwegs zufrieden auf dem Sofa verbracht. Die letzten Tage waren ziemlich voll gepackt und den Gammeltag brauchte ich heute.

    Leider merke ich jetzt, dass ich langsam unruhig werde. Daher musste ich jetzt hier auch nochmal schreiben, um meinen Suchtteufel zur Ordnung zu rufen. Soooo nicht!!! Der ist wie ein blöder Exfreund, der sich nicht abschütteln lassen will.

    Mein Kind hat mir in den letzten Tagen von ein paar "Schauspielen" erzählt, die er miterleben musste, wenn ich betrunken war. Schrecklich.....von fast den Schrank umgeworfen, am Schreibtisch mit dem Bier in der Hand eingeschlafen bis ganz viel Müll erzählt. Das tut mir soooo leid, dass ich ihm das zugemutet habe. Er fand immer schlimm, dass ich mich nach 2-3 Gläsern Wein total verändert habe. Meine Unberechenbarkeit, er wusste nie, wann es mal wieder so weit ist. Er hat deshalb auch schon lange keine Freunde mehr eingeladen.

    Mit dieser Schuld muss ich jetzt leben.

    So.....das half.....der Suchtdruck ist weg.

    Ich wünsche allen einen entspannten trockenen Abend und viel Kraft.

    LG Erna

    Guten Morgen ihr Lieben,

    ach ihr seid einfach großartig!

    Das ist schräg......ich schaue immer unter "Mitglieder online" nach, ob irgendwer meine Beiträge liest.


    Ist auch irgendwie eine Sucht.....nach Beachtung, Anerkennung, Lob.....Beachtung hebt meinen Selbstwert, Nichtbeachtung lässt mich zweifeln.....beklopp

    ich hatte euch damit nicht auffordern wollen, mir dringend zu schreiben und erwarte auch nicht jedesmal eine Antwort.

    Ich weiß ja, dass ihr meinen "Quatsch" , den ich ja auch irgendwie (nur) für mich aufschreibe, lest und das ich bei echten Problemen auch Rückmeldungen erhalte.

    Mir ist dieses Verhalten gestern einmal richtig bewusst geworden und schiebe das auf meinen mangelhaften Selbstwert. Zum Glück ist das etwas, woran man arbeiten kann.

    Ab Sonntag ist der Zwerg leider schon wieder fort. Es hat sich spontan ein Schwimmcamp für ihn ergeben. Da bleibt mir viel Zeit, die ich mit Gruppen, Arztbesuchen, putzen und auch noch mit Schönem zu füllen gedenke. Das wird eine Herausforderung.... Aber das wird schon.

    Hera Ich wünsche dir einen tollen Urlaub!!

    Und dem Rest auch eine gute Zeit

    LG Erna (die unterwegs auf einer Berg und Talfahrt ist, aber gerade meisst oben fährt)

    Das ist schräg......ich schaue immer unter "Mitglieder online" nach, ob irgendwer meine Beiträge liest.

    Ist auch irgendwie eine Sucht.....nach Beachtung, Anerkennung, Lob.....Beachtung hebt meinen Selbstwert, Nichtbeachtung lässt mich zweifeln.....bekloppt

    Sunshine_33

    Gerade glaube ich dir sogar.....es wird so sein :)

    Mir fallen auch zig Dinge ein, die ich gerne unternehmen möchte. Bisher fehlte immer der Elan oder das Geld, weil ichs in einer Nacht versoffen hatte.

    Freundeskreis habe ich nicht.....das ist irgendwie traurig. Die Säufer sind nur Bekannte und die 3-4 Freundinnen, die ich hatte, trinken nicht bis kaum und wollten irgendwann nichts mehr mit mir zu tun haben.

    Ab nächste Woche hab ich Urlaub und ich glaube, ich werde mal vorsichtig versuchen, mich bei diesen zu melden. Am besten ich spreche das Suffthema ganz offensiv an. Evtl. sind sie dann gnädig^^

    Ich bin ganz euphorisch heute. Hab heute meinen letzten Tag in einem Ausbildungspraxiseinsatz. Wieder ein Abschnitt vorrüber und es geht vorran. Da gilt es heute Abend nur noch, mich anders als mit Alk zu belohnen :)

    LG

    Guten Morgen liebes Forum,

    mein Kind ist wieder da!!! Endlich :)

    Er sagte, ich hätte mich sehr verändert. Das selbe sagte sein Vater. Und auch ich spüre das. Ich habe sehr viel Energie, bin selbstbewusst und adäquat.

    Sollte sich "das"(diese Person) tatsächlich unter dem ganzen Konsumnebel versteckt haben? Wenn dem so ist, werde ich wirklich nie wieder etwas anrühren, was mich(bin ich das wirklich?) wieder unter dem Nebel verschwinden lässt.

    Aber ich bin auch noch vorsichtig und traue dem Frieden nicht so richtig. Das kann doch alles nicht so schnell gehen!

    Es ist auch nicht immer leicht. Gestern Abend beim heimkommen durch die Feiermeile, dachte ich mt Wehmut daran, dass ich nie mehr unbeschwert an einem lauen Sommerabend um die Häuser ziehen kann.

    Aber vermutlich erwarten mich andere unbeschwerte Aktivitäten die vielleicht noch schöner sind.

    So, ich wünsche euch allen einen entspannten Tag und viel Kraft

    LG Erna

    Ich hab mir immer Gras geholt, wenn ich keinen Alkohol trinken wollte. Brauchte das, um Schlafen zu können......also ganz klassische Suchtverlagerung. Oder auch eher Mehrfachabhängigkeit (habe ja eine längerzurückliegende Suchtgeschichte mit allerart von harten Drogen). Aber damit ist jetzt Schluß!!!.............und nachdem der Knoten geplatzt und die Angst vor Schlaflosigkeit weg ist, schlafe ich ganz wunderbar. Und ich bin tagsüber endlich klar.....der Schleier ist weg.

    Alex_aufdemweg Essen könnte ich im Moment auch ständig. Habe schon 2 Kilo zugenommen. Aber da mache ich mir erstmal keinen Stress.

    Habe gerade überlegt, ob ich meine Abstinenzzeit jetzt hier neu anfangen muss zu zählen. Für mich zähle ich ich die Zeit des Nüchternseins und die Zeit des Abstinentseins. Vermutlich ist es ok, wenn ich hier meine nüchterne Zeit weiterzähle.

    LG Erna

    Guten Morgen liebes Forum,

    bin gerade aus einem sehr intensiven Traum erwacht. War im Traum irgendwo auf dem Land und habe mir eine Therapieeinrichtung angesehen. Der Einrichtungsleiter sagte zu mir: Wenn sie hier herkommen, werden sie nach kurzer Zeit wieder so toll sein, wie früher.....Da brach ich in Tränen aus und erwachte dann auch Tränenüberströmt und einigermaßen verwirrt.

    Tja....heute ist Tag 18 und ich fange also wieder an zu träumen.

    Bei der Arbeit läufts auch gerade super. Habe dort soviel Energie und fühle mich so selbstbewusst und adäquat, wie schon lange nicht mehr.

    Nur mit dem Suchtthema komme ich nicht wirklich vorran. Bin so mit dem Alltag beschäftigt......aber vermutlich ist das auch nicht so schlimm, es werden noch Zeiten kommen, in denen ich in mich gehen kann.

    Wollte der Ehrlichkeit halber noch etwas mitteilen. Habe in den ersten Tagen der Trockenheit noch etwas Grass geraucht. Aber das mache ich jetzt auch seit 7 Tagen nicht mehr und das soll auch so bleiben. Entschuldigt, dass ich das nicht gleich geschrieben habe. Wollte wohl besser vor euch dastehen, als ich bin. Aber das hat mich auch irgendwie die ganze Zeit bedrückt.....wenn schon diesen Schritt dann richtig und mit vollkommener Ehrlichkeit.

    Ich wünsche allen einen schönen Tag und viel Kraft

    LG Erna

    Guten Morgen ihr Lieben,

    bin heute seit 2 Wochen nüchtern. Ich weiß, das ist noch nicht sehr lang, aber ich bin doch ein klitzekleines bisschen stolz :)

    Ich strotze gerade irgendwie vor Energie, mal sehen, wie ich diese in die richtigen Bahnen lenken kann. Gerade lasse ich sie im Job und bin dann am Abend so platt, das ich mit gutem Gewissen rumlümmel. War daher auch am Freitag nicht in der Gruppe wie geplant, aber ich konnte mich nicht mehr aufraffen.

    Morgen habe ich frei und ich habe für Vormittag ne Gruppe eingeplant und für Nachmittags irgendwas schönes, was ich lange nicht gemacht habe. Weiß nur noch nicht was.....^^

    Im Moment schaffe ich es kaum, meine Gedanken zu ordnen. Sie kreisen, springen von einem Thema zum anderen.....ich bekomme nichts richtig zu fassen. Ich wollte ja mal analog Tagebuch schreiben, hab ich aber noch nicht gemacht. Vielleicht kaufe ich mir morgen erstmal ein passendes Buch.

    Suchtdruck ist auch ok. Nur immer mal kurze Einschläge davon, die sich rasch auch wieder verflüchtigen.

    Eins erscheint mir gerade sicher.....ich bleibe dran!!!

    Wünsche allen einen enstannten Sonntag

    LG Erna

    Hallo liebes Forum,

    heute ging es tatsächlich besser.

    Habe heute die offene Gruppe bei der Suchtberatung besucht. War ganz gut. Es hat mich ziemlich viel Überwindung gekostet, dort was zu sagen, denn vor mehreren Menschen zu sprechen, fällt mir schwer. Aber ich habe neues Input mit nach Hause genommen und war beschäftigt. Konnte danach sogar ohne Suchtdruck einkaufen gehen.

    Morgen besuche ich noch eine andere SHG.

    Der Vater meines Sohnes ist seit heute wieder hier. Ich weiß, er hat draußen garantiert sein Bierchen getrunken und sicher auch gekifft. Man merkt es ihm jedoch nicht an und gerade stört es mich nicht. Aber da muß ich wohl sehr achtsam sein.

    Mein Sohn ist bei seinen Großeltern. Meine Mutter hat ihm leider erzählt, dass ich dem Alkohol den Kampf angesagt habe und er hat mich vorhin amTelefon mit Fragen gelöchert. Hätte das ja lieber in Ruhe mit ihm besprochen aber irgendwie bin ich auch froh, dass er so locker, offen und entspannt damit umgeht (zumindest scheint es so) Es wird garantiert noch genug Redebedarf geben und wer weiß, was da unter der Oberfläche noch brodelt und mal zur Sprache kommt.

    LG Erna

    Bolle und Hera,

    auch euch danke ich sehr für eure Worte.

    Für heute bin ich, glaube ich , über den Berg. Gutes Gefühl!!!

    Noch was essen und dann kann ich mit gutem Gewissen schon ans zu Bett gehen denken. Muß ja morgen um 3.00 aus den Federn.

    Zum Glück kann ich morgen endlich wieder zur Arbeit.....das ich sowas mal sage 8) Und danach hab ich auch etwas zu tun. Kann also morgen nur leichter werden.

    .Sprich mit ihm und sage:Heute kriegst du mich nicht und jetzt schleich dich.

    Das mit dem Suchtteufel sprechen finde ich gut. Stelle ihn mir eh immer schon bildlich vor. Dann kann ich auch mit ihm in den Desput gehen. ^^

    Hallo ihr beiden,

    Schau Dir nochmal den Notfallkoffer an, da stehen auch viele Tipps drin!

    Wichtig zu wissen, es ist nur zeitliche begrenzt und geht vorbei. Dagegen halten, sich beschäftigen, hilft.

    ich weiß das, aber es gerade nochmal zu lesen, tut gut. Danke dafür!!!!

    Allein das drüber schreiben entspannte mich schon etwas und ich konnte mich tatsächlich eine halbe Stunde auf etwas für die Schule konzentrieren. Ich hale es aus, dauert ja nicht mehr so lange, bis ich ans Bett denken kann^^

    Hallo ihr Lieben,

    heute ist es schlimm! Denke gefühlt ständig daran, Alkohol zu trinken. Würde eigentlich gerne raus, aber ich habe Angst, dass ich dann einknicke. Sonst kann ich mich zu nichts aufraffen. Hänge rum oder laufe auf und ab, fange an, irgendetwas zu tun und höre 10 Minuten später entnervt auf. Morgen gehts zum Glück wieder zur Arbeit und Nachmittags zu einer offenen Gesprächsgruppe, die bei der Suchtberatung stattfindet.

    Dort war ich tatsächlich gestern. Leider kam mir die Dame gleich am Anfang mit Schweigepflichtentbindung hinsichtlich möglicher Kindeswohlgefährdung. Das setzt mich gefühlt sehr unter Druck. Ich versuche das beiseite zu schieben und weiterhin offen zu sein, aber gerade sperrt sich alles in mir, mich einer ständigen Kontrolle auszusetzen. Obwohl es vielleicht auch ganz gut wäre.

    Wir haben uns dann unterhalten. Habe im groben meine Geschichte erzählt, warum ich aufhören will usw.. Wir verblieben so, dass ich bis zum nächsten Termin am kommenden Mittwoch, 1 oder 2 Selbsthilfegruppen besuche und ein Infogespräch in einer Einrichtung für eine ambulante Therapie führe, Ich werde das Gespräch führen, auch wenn sich gerade alles in mir gegen die ambulante Therapie sträubt. Kostet die Steuerzahlergemeinschaft einen Haufen Geld und ich habe Angst, dass es mich wieder zu nah an andere Drogen heranbringt. Vor allem sind ja dann alle frisch trocken oder clean und Rückfälle sind vorprogrammiert. Dann lieber Selbsthilfegruppen, wo auch langjährig Abstinente dabei sind.

    Das werde ich nächste Woche nochmal mit der Dame von der Suchtberatung besprechen.

    So, jetzt gehts mir etwas besser.

    LG Erna

    Guten Morgen liebes Forum,

    Tag 10. Gleich starte ich einen erneuten Versuch mich freizutesten. Ich hoffe, ich kann morgen endlich wieder arbeiten und heute zur Suchtberatung.

    Gestern hab ich mich hier nicht blicken lassen. Ich kam mir plötzlich so albern vor, aufgrund meiner Posts hier und dachte, alle urteilen über mich. Diese Gedanken entspringen wahrscheinlich meinem extrem schlechten Gewissen hinsichtlich meines Jobs. Bin dazu auch gedanklich noch nicht weiter. Hoffentlich kann ich mir heute nachmittag etwas input dazu holen.

    LG und allen einen entspannten Tag

    Na super, ich bin immer noch positiv!

    Aber der Spaziergang war toll, Sonntag morgen ist es sogar hier ruhig.

    aber ich habe Angst, dass es mich am Ende meine Ausbildung kostet

    Vielleicht wäre das sogar sinnvoll? Zumindest für die Patienten, für die ich irgendwann mal verantwortlich sein werde. Habe nicht ohne Grund ständig Angst irgendetwas falsch zu machen oder etwas zu übersehen. Ich traue mir nicht und das zurecht.

    ich finde es interessant, dass bei manchen Menschen offensichtlich drin steckt, dass sie nicht mit Alkohol umgehen können und saufen bis zum Umfallen.

    Aber woran liegt das? scheint ja diverse Meinungen zu geben von genetischer Veranlagung bis zu sozialer Störung. Vermutlich ist es eine Mischung aus Vielem. Werde ich mich demnächst einmal näher mit beschäftigen.

    Zum Arzt gehts auf jeden Fall, das ist auch schon länger geplant. Bin mir aber nicht ganz sicher inwieweit ich nun vollkommen ehrlich sein werde. Benötige von eben diesem Arzt eine Bescheinigung, dass ich frei von Süchten bin für ein Praktikum in einem sensiblen Bereich. Ich glaube, das werde ich auf mich zukommen lassen und spontan entscheiden. Vielleicht spricht der Arzt mich ja auch selbst darauf an, wenn irgendwelche Werte auf erhöhten Alkoholkonsum hinweisen.

    Vielleicht sollte ich auch ehrlich sein, aber ich habe Angst, dass es mich am Ende meine Ausbildung kostet und damit Alles ins wanken gerät.

    Werde am Dienstag bei der Suchtberatung das Thema ansprechen. Mal schauen, was die mir raten.

    LG

    Guten Morgen liebes Forum,

    heute ist Tag 8. Eine Woche habe ich also geschafft. So lange war ich schon Ewigkeiten nicht mehr nüchtern. Ich glaube, vor 4 Jahren zum letzten Mal. Da hatte ich mir ne Auszeit genommen und uns 4 Wochen auf nem Bauernhof zum mitarbeiten einquartiert. Klappte dort 2 Wochen sehr gut, dann stellte ein Besucher Wein auf den Tisch....

    Der Vollständigkeit halber wollte ich noch etwas zu meiner Suchtgeschichte schreiben. Den ersten Alkohol trank ich mit 14. Und dieses erste Besäufnis endete schon im Vollsuff und meine Freunde mussten mich nach Hause schaffen. Ich hatte also noch nie die Kontrolle über das Zeug. Im Laufe der Jahre kamen auch andere Substanzen dazu. THC und Partydrogen waren meine Begleiter und mit 22 wurde ich Heroinabhängig. Später folgten JVA und 2 Therapien. Die erste brach ich wegen Rückfall ab, in der zweiten entstand mein Sohn und das hat mir vermutlich das Leben gerettet. Das Verantwortungsgefühl meinem Sohn gegenüber lies es Klick machen. Seitdem habe ich auch nie wieder Heroin angefasst.

    Die ersten eineinhalb Jahre nach der Geburt meines Sohnens ging alles gut, dann schlich sich der Alkohol wieder in mein Leben und ist seither mein ständiger Begleiter. Erst mal zum weggehen, später auch wieder zu Hause und allein. Zwischendurch gab es auch kleinere Rückfälle mit Speed oder Kokain. aber das war immer einmalig. Ich habe auch nicht das Gefühl, das Drogen wieder zum Problem werden könnten. Aber wer weiß, vermutlich muss ich gerade jetzt besonders darauf aufpassen, von wegen Suchtverlagerung und so.....

    Zum Schluss konnte ich große Mengen in mich rein schütten. 3 Flaschen Wein waren Zeitweise kein Problem. Zeitweise soff ich auch kontrollierter.....Seit ich meine Ausbildung begann, konnte ich die Anzahl der Tage runterfahren, es blieb auch mal vor nem Frühdienst nur bei einer Flasche Wein. Aber es artete trotzdem noch oft genug aus. Ich bekomme dann einfach nicht genug, und schütte alles rein was geht.

    Eigentlich wirklich ekelhaft.....

    Gestern habe ich noch lange mit meiner Mutter telefoniert. Ich hatte ihr schonmal volltrunken von meiner Alkoholsucht berichtet. Sie war also nicht sonderlich überrascht und findet es gut, dass ich es jetzt sein lassen will. Aber sie wartet auch erstmal ab.

    Gleich werde ich meine sichere Burg zum ersten mal seit einer Woche verlassen und zum Testzentrum pilgern. Wenn der Test negativ ist, kann ich morgen wieder arbeiten. Wird Zeit, denn mir fällt die Decke auf den Kopf. Und mit meiner Liste im Gepäck werden die Heimwege sicher klappen.

    so, ich wünsche euch allen einen entspannten und nüchternen Tag

    LG Erna

    Warum sollte ich dann den Gedanken zu Ende denken, wenn die Sucht aus mir spricht?

    Gemeint ist glaube ich nur, dass man ans böse Ende denkt wenn das Suchthirn mal wieder um dich herumscharwenzelt und mit einem lächeln mitteilt, dass doch alles gar nicht so wild ist und man doch ruhig etwas trinken könne. Man vergisst das böse Ende so schnell und leicht. Also ich zumindest.....bzw die Erinnerung daran tritt in den Hintergrund.

    Ich hab das bewusst getan. Ich hab diese Vorgehensweise gehört und ab dann „einfach“ so gehandhabt.

    Vielleicht gelingt es Dir ab jetzt ja auch.

    Das habe ich mir so mit meiner Absturzliste vorgestellt. Ich weiß auch, das man seinen Verstand trainieren kann um Gedanken bewusst zu lenken. Vielleicht versuche ich das in meine Achtsamkeitsübungen einzubinden.

    Ich finde, du liest dich sehr entschlossen und sortiert.

    Entschlossen oft, sortiert fühle ich mich überhaupt nicht, aber das schreiben hilft beim sortieren in Teilbereichen.

    als du gerade den Arzt erwähntest, fiel mir ein, dass dies doch schwieriger ist, als gedacht. Ich mache im Herbst ein Praktikum und benötige dafür einen Nachweis eines Arztes, dass ich frei von Süchten bin. Mal sehen, wie ich mit dem Dilemma umgehe. Auf jeden Fall hole ich mir Montag den Termin zum Checkup.

    Zum einkaufen mitnehmen kann ich leider niemanden. Aber mit meiner Liste in der Hand sollte das doch klappen. Und selbst wenn doch was im Wagen landet, der Weg nach Hause dauert ja noch an und so bliebe genug Zeit um mich wieder zurechtzurücken.

    Meine Wohnung ist bereits Alkfrei, habe am Dienstag oder Mittwoch die Reste entsorgt. Leergut ist noch da, aber das kann ich wegen meiner Coronaerkrankung erst nächste Woche wegschaffen.