Beiträge von Nayouk24

    Guten Abend Chewie,

    das hört sich gut an, was ich bei dir lese.

    Ich kann mich im Moment nur um mich und meine Alkohol Krankheit kümmern,denn eins ist klar schaffe ich es diesmal nicht für immer trocken zu bleiben hat sich das thema Ehe sowieso erledigt.

    So ist es und damit sind die Prioritäten klar.
    Achte auf dich und treibe deinen Entschluss voran, für dich. Deine Frau wird es u.U. merken, glauben wird sie es lange nicht können.

    Um deinen letzten Trinktag mal klar zu machen:

    Ich muss mich auch korrigieren heute ist erst mein 4ter Tag ohne Alkohol da ich statt Montag Dienstag das letzte mal getrunken habe.

    D.h., das letzte Mal am Dienstag getrunken, damit hast du Mi., Do. und Fr. (heute) nichts getrunken.
    D.h. heute ist dein 3. Tag, richtig?
    Wenn du am kommenden Dienstag beim Arzt warst, dann geht es hier für dich weiter.
    Solange hier weiter schreiben und melde dich auch und gerade,wenn es dir schlecht geht.

    Prima, dass die Nacht gut war.
    Ja, der Schluss ist nicht falsch, im Alkoholismus gibt es nur eine Richtung und die zeigt nach unten.
    Was du gerade erlebst sind physische und psychische Entzugserscheinungen.

    Die Alkoholkrankheit ist in erster Linie eine psychische Erkrankung. Es geht darum zu lernen, wie du damit dauerhaft leben kannst. Sie kann nicht geheilt werden, aber sie kann gestoppt werden und damit kannst du dir wieder ein nüchternes und zufriedenes Leben ermöglichen.

    Jetzt ist für dich erstmal oberstes Ziel, dass du nüchtern bleibst.
    Momentan solltest du dich von Alkohol fern halten, auch von einer Tanke!
    Ablenkung ist schon mal eine gute Strategie. Auch solltest du viel Wasser, Saftschorle oder Tee trinken und bei
    Hungergefühl ordentlich was essen. Aber dich auch nicht überlasten, dein Körper versucht gerade mit dem plötzlichen Alkoholentzug klar zu kommen.
    Du bist jetzt den ersten Schritt gegangen und bis zu deinem Arztbesuch am Dienstag ist es nicht mehr lange hin, das schaffst du. Denke an die 112 wenn es Probleme gibt.

    Nach der Entgiftung wirst du in deinem Leben einige Dinge verändern müssen.
    Wenn du dir ein nüchternes Leben aufbauen möchtest, dann wirst du hier viel Hilfe zur Selbsthilfe finden können.
    Wir begleiten dich auf diesemWeg, du bist nicht alleine.

    Hier der Link zu den Grundbausteinen

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40


    Viele Grüße
    . Nayouk

    Kennst du den Artikel „Notfallkoffer“?

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Alex_aufdemweg hat dir schon den Rat „112“ gegeben. Zögere nicht, falls es dir schlechter gehen sollte.

    Auch kannst du dich jederzeit hier melden.

    Habe eine gute Nacht.

    Hallo Schmidtty,

    was ist den daraus geworden?

    Mein Sohn hat, so glaube ich, verstanden, dass ich an seinen Schwierigkeiten nicht alleine die Schuld trage.

    Die jüngsten Unverschämtheiten hören sich für mich so an, als ob dein Sohn immer dann um sich schlägt (verbal) wenn er unter Druck steht und dann dich als Sündenbock und Ablassventil benutzt. Die Rechtfertigung war gegeben, als du noch getrunken hast. Jetzt bist du nüchtern und statt froh darüber zu sein, reagiert er noch heftiger, er kennt wohl nur diesen Weg. Es war ja einfach auf der alkoholkranken Mutter rumzutrampeln, die vor lauter schlechtem Gewissen immer nachgegeben hat.
    Dein Sohn ist 18 und voll geschäftsfähig. Er ist verantwortlich für seine Prüfungen.
    Wenn in der Nachbarswohnung plötzlich die Handwerker mit dem Bohrhammer kommen, sind die dann Schuld, dass er seine Prüfungen vermasselt? Nein, sind sie nicht, genauso wenig wie du. Aber es ist bei dir natürlich besonders einfach, dass er sich aus der Verantwortung stehlen kann.
    Solange du nicht dagegen hälst, wird er es immer weiter ausnutzen. Wenn es ihm bei dir nicht gefällt, dann muss er sich eine Alternative suchen, Bibliothek an Uni oder Schule, es gibt viele Möglichkeiten. Gib ihm die Verantwortung zurück, er hat die Wahl, wenn er für sich die Situation nicht ändert, ist es wieder seine Verantwortung, ob er durchfällt oder nicht.

    Lass es nicht weiter zu, dass er dich so behandelt. Kein Mensch auch dein Sohn hat ein Recht dazu.

    Das ist eine enorme Belastung und ich wünsche dir die Kraft, dass du deine Abstinenz schützen kannst.

    Liebe Grüsse
    Nayouk

    Ich wollte mich hier halt auch informieren was hier alle für Erfahrungen und Tipps haben.

    Das wirst du hier auch tun können, vor allen Dingen zu lernen, wie du deine Abstinenz langfristig absichern kannst.

    Alkohol ist Gift für Körper und die Psyche.
    Zuerst steht die körperliche Entgiftung an.

    Wenn du einfach nur den Alkohol absetzt, gerät dein Körper und die Psyche unter enormen Stress.
    Die Auswirkungen eines kalten Entzugs können für dich lebensbedrohlich werden und da ist das Trinkverhalten
    nicht alleine ausschlaggebend.
    Deshalb raten wir hier dringend von einem "kalten Entzug" ab.
    Kontaktiere deinen Hausarzt, das geht sogar noch heute.

    Ich lasse dir 2 Artikel hier, die dir Hintergrund Informationen zu beiden Themen geben.

    Das Forenteam
    4. Dezember 2021 um 21:37


    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Zum Arztbesuch: Viele Alkoholiker haben durch Scham und Angst nicht den Mut, sich bei einem Arzt die erste Hilfe zu holen. Gehe davon aus, dass ein Arzt dir helfen will und kann und dass du nicht der erste Alkoholiker bist,der sich an ihn wendet. Für ihn bist du ein Patient, der Hilfe braucht.

    Melde dich, wenn du Fragen hast und teile uns mit, wie du weiter vorgehen möchtest?

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Ich will es dieses mal echt für immer schaffen aufzuhören desswegen habe ich mich auch um Hilfe sofort gesucht und bin auf dieses forum hier gestoßen

    Du kannst es schaffen. Ich habe es auch mit Hilfe dieses Forums geschafft und viele andere hier auch.

    Dass letzte mal getrunken habe ich am Montag also vor 3 Tagen.

    D.h. du bist mitten im Entzug. Wirst du dabei von einem Arzt begleitet?

    Alles ok, das Zitieren lernst du ganz schnell.

    ich sehe mich als Alkoholiker und ich will für immer ein abstinentes Leben führen.

    Das ist eine ganz wichtige Erkenntnis von dir für dich.
    Die Familie leidet unter dem Alkoholiker, aber du hast für dich entschieden, dem Alkohol endgültig abzusagen.
    Du willst für dich abstinent werden, darum geht es. Alles andere wird sich daraus ergeben.
    Wann hast du das letzte Mal getrunken?

    Und der Punkt, um wirklich wieder aufzuhören, muss wieder gefunden werden, da braucht es aber wieder so was wie einen Tiefpunkt.

    Das finde ich eine wichtige Aussage, denn begebe ich mich einmal in den Sumpf des doch mal „Ausprobieren-Wollens“, mit dem Hintergedanken, wenn’s nicht klappt höre ich halt wieder auf, dann habe ich ausgeblendet, was es bedeutet hat, meinen Tiefpunkt zu finden.

    Blendi, ich erinnere mich noch an meine fünf Monate Abstinenz. Das war schon ne Hausnummer😉

    Da gabs mal zwischendurch Irritationen, aber du hast nicht gekniffen und bist dran geblieben👍

    Herzlichen Glückwunsch zu deinen
    5️⃣ Monaten Abstinenz💐

    Hallo Robyn,

    Aber meistens werde ich wohl einfach lesen. Denke, das ist auch ok.

    Für das Forum ist es ok, natürlich. Wenn du bei anderen liest, wirst du sicher auch feststellen, wie sich aus dem Austausch über die Zeit eine Veränderung bei manchen Usern ergibt.
    Ich habe mir am Anfang auch erstmal ein paar Hörner abstoßen müssen, bis ich es zugelassen habe, dass andere etwas über mich wissen, was mir vorher unangenehm war. Aber genau dann entwickelt sich die Kraft eines Austausches, welche die Hilfe zur Selbsthilfe für dich sein kann. Der umsetzende Part bist immer du.
    Du musst ja nicht gleich in die Vollen gehen😉
    Probier es einfach aus, nutze das wertvolle Potential dieses Forums für dich, denn nur darum geht es.

    Viele Grüsse
    Nayouk

    Ja und du bist nüchtern in der Lage die Steine des Berges zu erkennen.
    Ich habe mir manchmal die Steine sortiert, in dem Bewusstsein, dass ich nicht alles gleichzeitig schaffe.

    Steine
    - unbedingt sofort
    - ja, aber nicht morgen
    - hat ein bisschen Zeit
    - muss das sein/brauch ich das
    - wäre schön

    Wenn die "Unbedingts" weg geräumt waren, ist oft aus dem hohen Berg noch ein flacher Hügel geworden;)

    Kannte ich vorher so nicht.

    In meiner nassen Zeit mit Bier waren ja immer vermeintlich genügend Nährstoffe vorhanden inlusive dem Alkohol, den die Zellen in der Sucht fordern.

    Fällt das Bier weg muss die Flüssigkeitsmenge ersetzt werden und die Energiegewinnung umgestellt werden und das braucht mal wieder Zeit.

    Über den Tag kommt da einiges zusammen. Hinzukommt dass mit der Zeit wieder mehr Aktivität möglich ist.

    Bei mir hat sich das mittlerweile wieder eingependelt. Allerdings muss ich wirklich darauf achten, dass ich genügend trinke, vorher war das automatisch.

    Klingt doch logisch, oder?

    Liebe Grüsse

    Nayouk

    Mein Sohn hat, so glaube ich, verstanden, dass ich an seinen Schwierigkeiten nicht alleine die Schuld trage.

    Hallo Schmitty,

    das freut mich für dich.
    Dein Sohn wird mehr und mehr erkennen, dass einige seiner Schwierigkeiten nicht dadurch kleiner werden, weil du jetzt abstinent bist.
    Und der Rechtfertigung, dich immer wieder als die Schuldige auszumachen, gelingt auch nicht mehr, weil du abstinent bist.
    Für dich ist es ein andauernder Prozess, für deinen Sohn auch.

    Das Thema „Alkoholikerin“ kann ich wohl niemals mehr ablegen

    Definitiv nicht aber mit der Abstinenz ist der Weg in den Abgrund gestoppt.
    Ein Alkoholiker:in der seine Sucht kontrolliert hat, hat sich auf einen anstrengenden Weg begeben und dafür gebührt ihm/ihr grosser Respekt.
    Auch dein Sohn könnte das irgendwann erkennen. Ich wünsche es dir.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    aber auch viel Positives dazwischen

    Hallo Leonie,
    ich musste erst wieder lernen, die positiven Dinge des Lebens zu erkennen.
    Und meistens sind es die kleinen Dinge.
    Wenn ich ihnen Achtsamkeit schenke, sind die nicht so schönen Dinge des Alltags nicht mehr so groß.

    Beispiel: Ich saß heute Mittag mit einer Tasse Kaffe draußen. Da zwitscherte eine Amsel in den höchsten Tönen und sehr laut.
    Immer in einer Gesangspause antwortete eine weiter entfernte Amsel, nur leise zu hören.
    Ich fand es wohltuend, dass ich diese Amselunterhaltung wahrgenommen habe.

    LG
    Nayouk