Beiträge von Kurswechsel

    Ich werde später noch eine Gassirunde drehen und mir ein Stückchen Kuchen holen. Ansonsten eine schöne Serie oder einen Film schauen und einen Tee dazu trinken.

    Das klingt nach einem guten Plan - mach es dir gemütlich und lass es dir gut gehen. Ich nutze die Zeit gerade, um Sockenpaare zu sortieren, die sich über Wochen angesammelt haben - auch was Feines bei dem nasskalten Wetter hier 🙈

    Ja, das mit Magdeburg und all den anderen aktuellen Themen kann einem echt zusetzen. Mitgefühl ja, aber lass dich von deinen negativen Emotionen nicht runterziehen, dein innerer Frieden hängt nicht von den äußeren Umständen ab, sondern davon, wie du sie akzeptierst und damit umgehst.

    Denk an dich und tu dir was gutes - aber das hast du ja schon geplant 👍

    Liebe Grüße Kurswechsel

    Im Nachhinein ärgerte ich mich über mich selbst über so eine dumme Antwort, aber da war es leider schon zu spät.

    Hallo Stef,

    ich finde, du brauchst dich da nicht zu ärgern. Es hätte auch gar nichts geändert, egal was du gesagt hättest. Vielleicht war er sogar froh, dass die Situation so schnell vorbei war. Früher, wenn ich meinen Vorrat gekauft habe, war mir das immer peinlich. Ich war regelrecht erleichtert, wenn alles im Kofferraum verstaut und ich wieder unsichtbar war.

    Aber ich weiß genau, was du meinst: Solche Momente nimmt man jetzt (nüchtern) ganz anders wahr. Sie gehen einem nahe, machen einen nachdenklich und irgendwie auch traurig. Früher hätte ich so etwas einfach abgetan oder einen vermeintlich lustigen Spruch gebracht, aber heute wirken solche Szenen wie ein Spiegel, der einem zeigt: Da will ich nie wieder hin.
    Es zeigt dir doch nur, dass du genau auf dem richtigen Weg bist. Und das ist doch eine starke Erkenntnis. Hoffentlich kommt dein Bekannter eher früher als später auch zu dieser Einsicht, aber diesen Weg muss er von sich aus einschlagen.

    Dir alles Gute - es grüßt Kurswechsel

    Hallo Leonie, schön, dass du wieder hier bist und dich hier austauschst. Der Austausch hier hilft mir sehr, mich mit meiner Krankheit auseinanderzusetzen und auf meinen abstinenten Kurs zu bleiben.

    Wie du schon sagst: Anfangs läuft alles gut, dann ebbt die Anfangseuphorie ab, man gewöhnt sich an den neuen Alltag, geht vielleicht etwas nachlässiger mit seiner Krankheit um, geht ab und an vielleicht kleine Risiken ein – und schwups - hat sich der Kurs wieder geändert.

    Umso besser, dass du jetzt wieder zurück auf Kurs bist! Ich freue mich, wieder von dir zu lesen.

    Liebe Grüße Kurswechsel

    Ich höre gerade ein tolles Buch zur „Macht der Gewohnheit“ (gibt es natürlich auch als Buch). Es geht darum, wie man alte, schädliche Gewohnheiten ändert und/oder loslässt und neue hilfreiche Gewohnheiten in seinen Alltag integriert. Es wird auch die Entstehung und Systematik von Gewohnheiten thematisiert. Es geht zwar nicht speziell um Suchtkrankheiten, aber (meiner Meinung nach) auf diese übertragbar. Hier heißt es ja auch immer „Nur nicht trinken, reicht nicht.“ Ich finde es in diesem Zusammenhang sehr hilfreich , seinen neuen abstinenten Weg einzuschlagen und sich von alten (Trink-)Gewohnheiten zu lösen und neue hilfreiche Gewohnheiten in seinen Alltag zu integrieren.


    Achso bevor ich es noch vergesse, das Wichtigste natürlich zum Schluss das Buch heißt:

    Die 1% Methode - minimale Veränderung, maximale Wirkung (von James Clear)

    Wenn es jemand kennt oder schon seine Erfahrungen damit gemacht hat, neue Gewohnheiten zu etablieren und negative zu „verbannen“ (oder noch macht), kann sich gerne mit mir in meinem Thread dazu anschauen. Bei mir läuft dazu auch aktuell ein Experiment :)

    Klingt gut. Aber pass auf, dass Du Dich nicht übernimmst. Das mit den Süßigkeiten habe ich auch später erst reduziert.

    Danke für deinen Hinweis, Alex! Ich glaube, ich habe da einen ganz guten Kompromiss gefunden: Ich verzichte ja nicht komplett – zum Kaffee gibt’s (aktuell) schon noch Lebkuchen (natürlich selbstgebacken – unfassbar lecker!) und so. Außerdem ist es ja nicht nur ein Verzicht, sondern auch ein großer Gewinn: Meine Schlafqualität hat sich verbessert und davon profitiere nicht nur ich, sondern auch meine Mitmenschen – schließlich müssen sie dann meine schlechte Laune (bei zu wenig Schlaf) nicht mehr ertragen :)

    Bin auf Deinen Projektbericht gespannt😉

    Hey Nayouk,
    ich schulde dir ja noch einen Projektbericht zum Schlaf-Verbesserungs-Projekt mittels Süßigkeiten-Verzicht.

    Also: Ich habe es tatsächlich durchgezogen, keine Süßigkeiten mehr zu essen… okay, zumindest ab dem späten Nachmittag nicht mehr. Und siehe da, mein Schlaf hat sich signifikant verbessert (ja, da spricht der kleine Empiriker in mir). Zugegeben, ich wache ab und zu immer noch auf, wenn die Blase drückt – ich bin halt keine 20 mehr, wo man noch bis zum Mittag durchgeschlafen hat. Aber alles in allem: eindeutig ein Erfolg!

    Ob mein Versuch objektiv, reliabel und valide ist, sei dahingestellt (wissenschaftliche Genauigkeit und so), aber ich glaube an das Ergebnis. Jetzt stehe ich nur vor einem neuen Problem: Abends keine Süßigkeiten mehr, aber ich LIEBE Süßigkeiten! Naja, es gibt schlimmere Herausforderungen im Leben (eine davon hat mich in dieses Forum geführt).

    Fazit: Projekt geglückt, abendliche Süßigkeiten ade! In diesem Sinne – allen einen angenehmen Abend!

    Es ist ein Symptom, keine Anklage und schon gar nicht eine Unwort.

    Danke für deinen ausführlichen Text Hartmut. Ich finde deinen Vergleich mit dem Arzt sehr treffend.

    Dass mit dem „nassen“ Denken und dem sich dagegen wehren, erinnert mich an eine kleine Zen-Geschichte, die ungefähr so ging: Ein Schüler fragte seinen Meister, wie er mit unangenehmen störenden Gedanken umgehen solle. Der Meister antwortete: „Stell dir vor, du sitzt am Fluss und siehst, wie Blätter vorbeischwimmen. Manche Blätter magst du, andere nicht. Aber der Fluss fließt weiter, egal, was du davon hältst.“

    Ich glaube, so könnte ich auch mit dem „nassen Denken“ umgehen – es kommen zu lassen, es zu beobachten, aber nicht daran festzuhalten oder dagegen anzukämpfen. Diese Perspektive nehme ich auf jeden Fall für mich mit. Danke dir!

    Ich persönlich hatte diese Gedanken am Anfang auch und glaube, dass sie relativ menschlich sind. Wir analysieren, zerdenken und kategorisieren als Spezies nun mal gerne. Und Wissen ist nun mal Macht und sei es nur am Anfang der Abstinenz als Waffe gegen das Suchthirn.

    Mit fortlaufender Abstinenz sind diese Analysen ganz von selbst verschwunden, der Weg wurde alternativlos klar und der Drang zu philosophieren löste sich in Wohlgefallen auf.

    Hobbes für diese Worte bin ich dir sehr dankbar. Das hat mir definitiv noch einmal Klarheit in meine Gedanken gebracht und geholfen alles einzuordnen.

    Nicht jeder hat das Bedürfnis zu analysieren oder auf einer Sache länger herum zu denken. Das ist für mich typabhängig und hat nichts mit richtig oder falsch zu tun.

    Liebe Cadda, das bestätigt mich nochmal, dass solche Gedanken auch ihren Platz haben dürfen, solange die Abstinenz fest im Fokus bleibt.

    Dieser heutige Austausch hat mich ein gutes Stück auf meinem Weg weitergebracht. Ich bin jedem Einzelnen hier gleichermaßen dankbar für seinen Beitrag zu meinen heutigen Gedanken - egal ob schonungslos ehrlich oder einfühlsam verständnisvoll. Die einfühlsamen und verständnisvollen Stimmen geben mir Hoffnung und Motivation, während die schonungslos ehrlichen Worte mir den nötigen Anstoß geben, den ich gerade brauche. Beide Seiten sind wichtig, und ich bin froh, dass es hier im Forum diese Mischung gibt.

    Jetzt gehe ich doch noch mit einem ruhigen Kopf in die Nachtruhe und irre geistig nicht weiter umher. Mein Gedankenkarussell hat angehalten, und diesmal bin ich sogar halbwegs elegant ausgestiegen. Sollte es morgen wieder losgehen, weiß ich ja, wo ich Halt finde - hier bei euch. :)

    Gute Nacht zusammen!

    Wenn ich akzeptiert habe, dass ich Alkoholiker bin und auch weiß, dass ich keinen Alkohol mehr trinken will, sind die Gedanken verschwendete Zeit, könnte man sagen.

    Ok, jetzt habe ich verstanden, was ihr meint.

    Dann habe ich nur noch eine Frage:

    Es heißt doch immer, dass man sich ein Leben lang mit seiner Krankheit auseinandersetzen soll. Davon lebt ja auch dieses Forum. Gehören dann meine Gedanken nicht auch dazu? Oder ist das wirklich reine Zeitverschwendung. Oder kann man es so ausdrücken, dass es vielleicht am Anfang des Prozesses dazu gehört?

    Ach ich weiß auch nicht, vielleicht stehe ich in der Hinsicht auch auf dem Schlauch und beschränke mich erstmal nur auf das Lesen hier.

    Habt einen angenehmen Abend, bei mir wird es heute sicher noch eine Weile rattern..

    Solange ich mir Gedanken über solche Optionen mache, entferne ich mich vom trockenen Leben und gleite ins nasse Denken - Richtung Rückfall.

    Glaub es einfach so ohne es zu probieren.

    Was andere denken oder meinen, ist für mich nicht entscheidend! Ich bin für mich abstinent, wieso sollte ich das aufs Spiel setzen?

    Ich habe das jetzt etwas sacken lassen. Ich habe überlegt mit was ich denn so daneben liege. Ich glaube, ich habe mich einfach sehr unglücklich ausgedrückt.

    Für mich gibt es keine der beiden Optionen, weil ich einfach weiß , was dann passieren würde. Ich habe doch geschrieben:

    Für mich machen beide Optionen schlicht keinen Sinn.

    Es hilft mir nur ungemein zu wissen, dass das so ist. Das Alkohol keine Alternative mehr für mich ist. Dass ich einen Schlussstrich gezogen habe. Denn in beiden Optionen würde ich wieder da landen, wo ich nie wieder hin will.

    Ist das wirklich nasses Denken Hartmut ?

    Falls ja, dann habe ich noch immer nicht ganz verinnerlicht, was ihr mir mitgegeben wollt. Oder ich bin einfach zu doof, es auf den Punkt zu bringen, was ich meine ^^

    Ich glaube zumindest, dass Rennschnecke ungefähr weiß, was ich gemeint habe :)

    Hartmut Vielen Dank für deine Ausführungen, darüber muss ich tatsächlich nochmal in Ruhe nachdenken. Vielleicht bin ich tatsächlich noch gar nicht so weit, wie ich dachte bzw. mir vorgemacht habe. Du hast recht: es geht nicht um richtig falsch. Es geht einzig und allein um mich - jedenfalls in diesem Thread. Ich muss das erstmal sacken lassen.


    Schön, dass es dieses Forum mit seinen schonungslos ehrlichen Anworten gibt - vielen Dank dafür.

    Solange ich mir Gedanken über solche Optionen mache, entferne ich mich vom trockenen Leben und gleite in nasses Denken - Richtung Rückfall. Wenn ich akzeptiert habe, Alkoholiker zu sein, mit all seinen Auswirkungen, mache ich mir darüber keine Gedanken mehr.

    Hallo Hartmut, vielen Dank dafür, dass du mir deine Gedanken dazu mitteilst. Vielleicht liegt es daran, dass ich erst seit kurzer Zeit abstinent lebe (heute sind es 42 Tage), aber ich sehe es - aktuell jedenfalls - etwas anders.

    Für mich gehört es zum Prozess des „Trocken-Werdens“ dazu, mir solche Gedanken zu machen. Diese Überlegungen bestärken mich sogar in meiner Abstinenz, weil sie mir helfen, wachsam zu bleiben. Sie sind meine Antwort, wenn sich mein Suchtgedächtnis meldet. Denn ich weiß genau, dass ich keine Option habe, wieder anzufangen – weil ich genau weiß, wie es enden würde. Nämlich im Fahrstuhl gen Süden..

    Wenn ich mich damit auseinandersetze, verschwinden diese „Suchtgedanken“ bei mir oft ganz schnell wieder. Es ist, als ob ich ihnen direkt den Wind aus den Segeln nehme. Für mich funktioniert das – zumindest bisher – sehr gut.

    Aber ich bin hier, um zu lernen, und vielleicht liege ich damit auch falsch. Daher wäre ich dir dankbar, wenn du das genauer ausführen könntest.

    Liebe Grüße!

    Hallo in die Runde, mich hat heute folgender Gedanke umtrieben. Beim Durchstöbern des Forums, besonders im Vorstellungsbereich, habe ich immer wieder gelesen, dass einige glauben, nach einer gewissen Zeit wieder kontrolliert oder „normal“ trinken zu können. Viele jahrelange Trockene – oder sagen wir dann besser Abstinenzler – haben jedoch berichtet wie dieser Versuch im Fahrstuhl nach unten endet. Häufig schildern sie, dass der Konsum danach sogar noch schlimmer wurde.

    Das hat mich ins Grübeln gebracht: Was würde ich mir denn davon versprechen wieder „einzusteigen“? Für mich gibt es im Grunde nur zwei Optionen:

    1. Ich schaffe es wieder „normal“ zu trinken. Die Wahrscheinlichkeit ist verschwindend gering. Das kann man hier im Forum oder auch in vielen Studien nachlesen.

    2. Ich lande wieder in meiner alten Trinkgewohnheit - womöglich mit steigender Tendenz. Was letztlich genau der Grund war, warum man damals aus dem Fahrstuhl ausgestiegen ist.

    Für mich machen beide Optionen schlicht keinen Sinn. Option 2 braucht keine Erklärung – die endet immer an der gleichen Haltestelle, und zwar ganz unten. Aber auch Option 1 verstehe ich nicht:

    Warum sollte ich mich jemals damit zufrieden geben, nur ein Bier oder ein Glas von was auch immer zu trinken – und das dann vielleicht nur zwei- oder dreimal die Woche? Mal ehrlich: Mir hat zum Beispiel Weißbier wirklich geschmeckt. Eine einzige Flasche? Davon würde ich doch nichts merken! Kein „wolliges Gefühl“, kein „Gedankenkarussell-Stop-Knopf“, keine dieser vermeintlichen kleinen „Wunderwaffen“, die man sich früher eingebildet hat. Ich wüsste genau, dass ich damit unweigerlich wieder in alte Muster rutsche. Und warum sollte ich dann das Risiko eingehen?

    Am Ende bleibt für mich nur der Schluss: Diese beiden Optionen können nur durch das sogenannte Suchtgedächtnis entstehen – das innere Flüstern, das einem einredet, dass es irgendwie funktionieren könnte. Aber eigentlich ist das leicht zu enttarnen: Rational betrachtet gibt es dann nämlich überhaupt keinen Grund für den Versuch!

    Vielleicht liegt es auch daran, dass ich ein chronischer Alles-oder-nichts-Mensch bin. Bei mir gibt es kein „bisschen“, weder bei Weißbier noch bei Schokolade. Entweder die Packung ist leer oder ich weiß, sie wartet auf mich – und ich habe keine Chance. Warum sollte das bei Alkohol anders sein? Das wäre ja fast so, als würde ich mir ein Fitnessstudio-Abo holen, um dort nur einmal die Woche den Shake zu trinken.

    Bin gespannt auf eure Gedanken!

    Jedenfalls sehe ich, dass es so lange ging, bei mir nicht (mehr) als Glück an. Natürlich wäre es besser gewesen, ich hätte vor 20 Jahren aufgehört.

    Damit bringst du mich echt zum Nachdenken Alex. Das mit dem ‚Glück‘ war vielleicht nicht der beste Ausdruck. Ich hätte sicher früher aufhören sollen, aber irgendwie hat es dann doch seinen Verlauf genommen. Hätte ich vielleicht mehr gesoffen und wäre damit „schneller“ körperlich am Ende gewesen, wäre ich wahrscheinlich eher abgesprungen. So hat es nun 10 Jahre gedauert.. So hab ich das noch gar nicht betrachtet.

    Sei es wie es sei. Es hätte besser und früher laufen können. Aber letztlich bin ich zufrieden mit dem, was jetzt ist, und dass ich es geschafft habe, endlich aufzuwachen und den richtigen Schritt zu machen.

    Was den Männerschnupfen angeht: Das ist natürlich hart! Gute Besserung! Ich hoffe, du wirst schnell wieder fit. Zum Glück hast du das mit dem Alkohol ja schon geschafft – da wird der Schnupfen auch keine Chance haben! ;)

    Den Hinweis von lilamond `s Hinweis, Zucker und Schlaf,werde ich mir auch nochmal zu Herzen nehmen

    Den Hinweis habe ich mir heute direkt zu Herzen genommen und so gut es ging auf Zucker verzichtet. Das wird mein neues Schlaf-Verbesserungs-Projekt. Wenn ich demnächst wie ein Baby schlafe, werde ich lilamond sehr dankbar sein… aber vermutlich auch ziemlich mies gelaunt, weil ich keine Schokolade mehr essen darf! ^^ Hoffentlich sagt demnächst keiner was gegen Kaffee…das wäre mein Untergang. :S

    Dann hast du mal gern beim Kochen ein paar Bier getrunken? Ich meine, du verbindest auch schöne Erinnerungen mit Alkohol?

    Beim Kochen habe ich eigentlich immer Alkohol getrunken, meist Weißbier, und oft nebenbei noch etwas geschaut. Das war über Jahre hinweg meine feste Routine. Tatsächlich oder leider hat mir das Bier auch geschmeckt. Erst neulich hatte ich einen Trigger, als ich Brötchen mit frischer Hefe gebacken habe – der Geruch hat mich stark an Weißbier erinnert… böse Gedanken sind aufgezogen…

    Ich glaube, wenn ich noch länger weitergesoffen hätte, hätte ich dem Alkohol irgendwann auch nichts Positives mehr abgewinnen können. Ich war körperlich und geistig schon ziemlich angeschlagen. Der Fahrstuhl kannte nur eine Richtung und wurde dabei immer schneller. Ich bin wirklich froh, dass ich den Notknopf noch erwischt habe – auch wenn’s nicht die Dachterrasse war, so bin ich zumindest nicht im Keller gestrandet. Ehrlich gesagt fasse ich mir echt an den Kopf, wenn ich zurückblicke: Fast 10 Jahre habe ich nahezu täglich getrunken. Es war mein Glück, dass die konsumierte Menge in diesen 10 Jahren zumindest konstant geblieben ist und ich nicht völlig eskaliert bin. Trotzdem, es war eindeutig mehr als genug.

    Ich bin jedenfalls froh, dass ich heute beim Kochen höchstens noch an der Soße nippe – und das auch nur, um zu testen, ob sie genug Würze hat. Und tatsächlich macht Kochen ohne Bier in der Hand tatsächlich viel mehr Spaß, weil ich mich hinterher noch an den Geschmack erinnern kann. :P