Beiträge von Abstinenzler

    Das Glas steht auf dem Tisch. Meine Freundin und ich sehen uns bedröppelt an und ich sitze da und denke: Oh Mann, jetzt probieren, das wäre schon toll!

    Krass, so schnell kanns gehen. Ekliges Gefühl für mich.

    Die legale Droge verfolgt einen leider für immer. Mit den illegalen Drogen war es 100x leichter aufzuhören: Ich sehe sie nicht, rieche nicht, Gar keine Trigger.

    Danke Gesellschaft, das auf Suchtkranke 0 Rücksicht genommen wird. Aber auf euch soll ich Rücksicht nehmen? Ist klar;)

    Ich bin stolz, dass ich beide Situationen so gut gemeistert habe.

    Das kannst du auch sein.

    Ich liebe ihn immer noch und es ist hart, dass er sich gegen uns entschieden hat.

    Warum hat er sich getrennt? Wenn doch alles so gut war?

    Selbst wenn ich mich penibel an die Grundbausteine halte ist es schon schwer genug. Unvorhersehbare Situationen, einkaufen, Alkohol verherrlichendes Gelaber von den` normalen` Leuten, Werbung, u.v.m. Mein Suchthirn springt schnell an bei solchen Situationen. Von daher halte ich mich dran, warum noch schwerer machen.

    ... und meine zu umschiffenden Hürden fingen an. Zum Essen wurde Wein bestellt. Na super, hätte ich eigentlich dran denken können.

    Da rechne ich immer mit. Bei `normalen` Leuten ist es normal beim Essen Drogen zu nehmen. Oder einfach so. Aber wehe ich möchte keine Drogen nehmen, dann bin ich nicht normal.

    Aber beim Joint sagen Oh Gott, der nimmt Drogen. Was für ein Junky. Die Gesellschaft ist schon echt bekloppt.

    Wir haben schon Urlaubstage und Wochenenden an der Ostsee zusammen verbracht und er trinkt schon am Abend so 2, 3 Bierchen, aber es stört mich null!

    Gruselig, wie verharmlosend du Bierchen schreibst für eine harte Droge von der du abhängig bist. Es stört dich null. Dein Saufhirn könnte aber diese harmlos klingenden Bierchen triggern.

    Allerdings gab es jetzt schon 2x die Situation, dass er sich nach den Abschied (wir wohnen in verschiedenen Städten) betrunken hat.

    Vielleicht ist er selber abhängig. Wird sich noch zeigen

    Ich freu mich sehr auf den Urlaub, habe aber auch meine Bedenken ob des vorhersehbaren Ablaufs, da ich diesen Urlaub schon mehrfach in diesem Hotel, mit den selben Leuten gemacht habe. Unterschied : ich war da noch voll mit drin im Thema Alkohol...

    Warum nicht was neues? Ohne Alkohol Altlasten?

    Kaum beendet, gehts dann aber schon los. Man sitzt noch zusammen an der Tauchbasis, wertet den Tag aus und ... wie sollte es auch anders sein, es wird getrunken. Das berühmte "Dekobier", die Frauen auch mal Wein. Später beim gemeinsamen Abendbrot und ggf auch danach in der Bar geht es in der Regel weiter... Ich war da immer voll dabei. Aber jetzt ist jetzt und ich möchte kein Risiko eingehen.

    Kennst du die Grundbausteine? Am besten garnicht erst so weit triggern bis Suchtdruck entsteht

    Wow, ich bin jetzt 1 Jahr im Forum.

    Reale SHG gekündigt- da hier viel besser. Wer hätte das gedacht?

    Lese gerade die alten Einträge. Arno, Hartmut, Suchtdruck, Fachwissen, HALT, Grundbausteine. Die Anfänge^^

    Nach einem Jahr ist die Sucht immer noch da. Schade. Aber es wird besser. Viel besser. Körper heile, Psyche auch. JEDER Bereich 100x besser. Weniger Saufdruck und Saufgedanken, weniger triggern. Es geht weiter- das Leben mit der Sucht.

    Nur trinken reicht nicht- wurde mir hier bewusst. Wie viele Stunden ich wohl hier war? Ca. 156 Stunden.Vieleicht auch mehr.^^ Versuchen zu verstehen, analysieren, warum? Wieso? Verändern, tun. Auch mal bockig sein, wenn mir jmd was falsches schreibt^^

    2 Rückfälle glaube ich gehabt. Beide beschissen- wie immer. Krankenhaus, Tiefpunkt wieder mal.

    Alle die mir hier geschrieben haben: Ich danke euch!! Sehr!!

    Bin jetzt 7 Monate trocken und ich freue mich über jeden weiteren trockenen Tag!!!

    Aber, der letzte Rückfall liegt erst 42 Tage zurück. Ein Tag.

    Ein Tag Abschalten vom Abschalten.

    Das kenne ich. Habe auch immer wieder von vorne angefangen. Tage zählen auch. Es ist eine Sackgasse, die Probleme werden nicht besser. Es ist KURZ abschalten, aber mit schweren Folgen.Scham, Kater, wieder von vorne, Wut. Du brauchst ein neues Abschalten ohne Folgen. Bei mir ist es Sauna, spazieren in der Natur, PS5 spielen geworden. Hast du etwas neues entdeckt??

    Macht jetzt was ihr wollt mit mir. Ich habe gelogen. Ich kann jetzt sagen ich konnte nicht anders.

    Mich treibt auch so um,dass ich scheinbar die einzige mit Rückfällen bin.

    Verschweigen die anderen ihre um hier nicht rauszufallen oder bin ich tatsächlich die einzige die diese hat?

    Finde klasse das du ehrlich bist. Ich kenne das mit der Scham. Du bist 42 Tage trocken. Ist doch super!! Jeder trockene Tag ist super.

    Hier macht niemand etwas schlimmes mit dir. Es ist deine Abstinenz, deine Gesundheit, dein Leben!! Was wir wohl machen, dir unsere Meinung schreiben, mehr nicht.

    Mehrere hatten hier schon Rückfälle. Ich 2 im letzten Jahr glaube ich. Oder 3. Steht in meinem Faden. Einer im Februar und einer im letzten Herbst?! Hier fällt keiner raus

    Oh ha. Ein paar Zeilen vor 7 Tagen geschrieben und 1 Woche volle Aktion und Diskussionen hier im Faden.^^ War gar nicht der Plan. So kann es auch mal laufen

    Mein komischer Depri ist weg, alles ist wieder normal. Kann echt gefährlich sein so ein Zustand- Einfallstor fürs Saufhirn. Weiter achtsam sein!!

    War gestern 60 Minuten in der Sonne, tat gut und ist wohl sehr wichtig für mein Wohlbefinden.

    Wie viele Sachen ich erledigen kann ist der Hammer. Endlich. :)

    3 Sorten Bio bio!! Obst gepflückt. Renoviere gerade die Wohnung, bestelle und besorge Wohnungsartikel, mache Sport.

    Wollte das schon seit 3 Jahren machen- wegen dem Alkohol nie wirklich geschafft was ich wollte. Immer entweder besoffen, verkatert oder entzügig und zwischendurch paar Tage fit.

    Was für eine reudige Scheiße die letzten Saufjahre waren... Die letzten Rückfälle hatte ich schon fast Suizidgedanken, hatte keinen Bock mehr. Und keine Kraft und Hoffnung. Alles kaputt, Magen, Psyche. Konnte nicht mal essen. Wieder mal Tiefpunkte. Und jetzt war wieder Saufen in meinem Kopf? Bescheuerte Krankheit. Macht keinen Sinn. Scheiß Sucht, gerade hasse ich dich.

    Du wirst bleiben, für immer. Leider.

    Das wird mir durch das Forum immer wieder bewusst, danke Leute!!

    Würdest du wieder Alkohol trinken, wenn es eine Pille geben würde, die die Alkoholsucht „heilt“?

    Da es diese Pille nicht gibt, ist hätte, wäre könnte für mich egal. Bestimmt a, aber wem nützt das? Am besten b.

    Ich will ja schon lange nicht mehr Saufen. Aber die Sucht ist noch da. Hatte ein paar Depri Tage und habe kein Nikotin mehr was mich wohl Dopamintechnisch etwas bei Laune hielt. Jetzt ist es wieder besser. Habe nochmal überlegt. Ich will das jetzt gewonnene nicht verlieren. Ich will nicht zurück zum Alkohol. Es löst meine Depri Laune nur kurz, danach 100x schlimmer. Muss sich erst mal umstellen. Bin wieder zurück auf meinem Weg.

    Meinem Körper und Geist fehlt die viele Sonne!! Mein Körper muss sich umstellen. Weniger Serotonin, weniger Endorphine. mehr Melatonin. Macht Sinn- Herbstblues.

    Weiter gehts. im Herbst ist es nochmal anders


    Dann hört der Kampf auf und Alkohol als Lösung wird vom Suchthirn nicht mehr angeboten. Zumindest sehr, sehr selten.

    Es ist schon VIEL VIEL besser geworden- verglichen mit den ersten 3 Monaten

    Das waren wohl Krankheitserreger, aber keine Monster die sich Alkohol nennen.

    Ich schrieb es fühlt sich so an. Ich weiß das es keine Monster waren ^^

    Ich habe den Eindruck das immer wenn Du kränklich bist oder der Haussegen schief steht, sich das Suchthirn bei Dir meldet.

    Ja, wenn es mir schlecht geht wohl immer?! Jetzt wieder gesund und alles ruhig. Negative Zustände beseitigen- 25 Jahre mit Alkohol

    Du willst trinken und nass feiern. Machst es aber wegen den anschließenden Konsequenzen nicht.

    Ich will es nicht. Sonst hätte ich es jetzt nach 7 Monaten wieder getan. Um dann wieder Monate aufzuhören. Nein, ich will nicht. Ich hatte nur Saufgedanken, nicht mal Suchtdruck. Feiern ist das nicht, kurz berauschen. Wegballern, da es kein Ende gibt.

    Nein danke. Bleibe auf meinem Weg. Kommt doch eh immer nur Scheiße bei rum: Polizei, Dachen verlieren etc.

    Saufen gibt es nur mit den Konsequenzen- von daher Nein, ich will nicht.

    Saufen ohne Konsequenzen- gibt es bei mir nicht. Von daher ist es auch kein Thema

    Das ist das Einfallstor für die Suchtstimme. Sie/Du weiß, dass du es willst.

    Die Suchtstimme weiß das ich es nicht will. Deswegen habe ich es nicht gemacht. Gegengehalten und Situation verlassen.

    Würden wir es beide wollen wäre ich wieder dabei.

    Deswegen habe ich seit Jahren Ruhe. Bis auf ein paar nervige Trigger abgesehen.

    Ich habe 99,95 Prozent der Zeit auch Ruhe. Mittlerweile. Bis auf ein paar nervige Situationen und Trigger.

    den gefühlten Verzicht und das „Schönreden“ gegenüber diesen verd….. Gift zu thematisieren.

    Also ICH verzichte nicht. Ganz im Gegenteil. Es ist der größte Gewinn und das beste was mir passieren kann- die Abstinenz. Ich bin Saufroh, ICH will nicht saufen. Alkohol ist für MICH das schlimmste was mir passieren kann.

    Es ist die Sucht, die Suchtstimme, das Saufhirn die innerhalb von einer Stunde etc. alles vergessen lässt und ruckzuck immer wieder den Alkohol als tolle Lösung anbietet- ja für 2 Stunden mit SCHWEREN Konsequenzen

    Ich meine das so, dass ich immer noch im Kampfmodus wäre, wenn ich mich dem "Bösen" ständig "stellen" müsste

    Davor habe ich IMMER nachgegeben diesen verdammten Saufdruck zu stillen. Ist der leichteste Weg in dem Moment.

    Aber ich muss nicht mehr dagegen kämpfen. Dann wär das wie eine Gewitterwolke, die mich ständig verfolgt.

    Ich muss gegenhalten ansonsten habe ich verloren. Leicht war es nicht. Ob es jetzt Kampf oder Kapitulation benannt wird spielt bei mir keine Rolle. Der Ablauf ist nämlich der gleiche:

    Die Sucht bietet Alkohol an, oder verlangt oder schreit danach. Ich sage NEIN, NEIN, NEIN, mit den 1000 Argumenten. Oder sage direkt Ruhe. Je nachdem wie stark es ist.

    Entweder ich schaffe es und es geht super weiter die nächsten Wochen.

    Oder ich schaffe es nicht und ALLES ist komplett kaputt.

    Seit Donnerstag z.b. ist alles wieder normal, entspannt, schön, ruhig.

    Fühlt sich an als wäre es wie so eine Art Angriff von Eindringlingen, Bakterien, Viren, Krankheitserregern, Monstern die sich Alkohol nennen.

    Und mein Immunsystem hat es abgewehrt.

    Du hast die Situation wieder gut gemeistert, auch wenn Deine Gedanken noch oft vom Suchthirn überlagert werden.

    Nein, es ist nur noch sehr selten, was Hammer ist:)

    Der Herbst wird auf jeden Fall nicht schuld sein wenn Du Dich vom Saufhirn überlisten lässt. Der Herbst ist doch schön und auch schön bunt.

    Der Herbst ist nicht Schuld. Mir fehlt die Sonne für die gute Stimmung. Ich mag den Herbst ansonsten.

    aaaaber: Die Abstände werden immer größer, oder?

    Ja, auf jeden Fall. Das ist auch fantastisch

    Jetzt kommt der Herbst, der Winter, das erste volle trockene Jahr.

    Danach. Ja, das wäre doch mega:)

    Deshalb meine Devise: überhaupt nicht darauf eingehen, eine Diskussion mit der Suchtstimme kann nur nach hinten losgehen, wenn ich sie labern lasse, hat sie mich irgendwann

    Irgendwie checke ich das wenn es mir schlecht geht garnicht. Ich gehe drauf ein, bestimmt weil es mir so schlecht geht und jeder Strohhalm wird gegriffen. Ich hasse es wie die Pest wenn es mir schlecht geht.

    Das ist so personifizierend, als wär das was, das mir was Böses will und ich muss mich dem stellen.

    Da es IMMER Scheiße ist zu Saufen ist es etwas Böses für mich- Das schlimmste was mir passieren kann. Ich muss mich dem stellen. Sonst gibt es nur noch Ja o.k. ich fahre saufen

    Echt jetzt? Ist "Schönsaufen immer noch Bestandteil deiner Denke?

    Leider ja. Sonst würde ich es nicht schreiben. Das was mir an diesem Abend in dem Kopf rumschwirrte

    Für mich ist war das genau dieses "nasse Geschwätz" das die Suchtstimme bei Laune hält. Es verkauft nur den Anfang und verschweigt den Rest ;)

    Exakt auf den Punkt gebracht. Den Rest muss ich verkaufen. Leider bin ich drauf eingegangen in meiner schlechten Situation.

    Gute Laune, Dopamin, Abenteuer, gemütlich. Klingt hübsch. Die Realität kommt aber spätestens, wenn die Promille wieder fallen.

    Dann ist die Erkältung noch da, der Magen auch, die Probleme sowieso. Und wie du selbst aus deiner Biografie weißt, kommen meistens noch ein paar neue dazu. ;)

    Schönsaufen gibt es einfach nicht. Es knockt die Realität kurz aus – und wenn du wieder aufstehst, sind die Wunder immer noch nicht da.

    Mein Tipp: Hau dir solche nassen Gedanken aus dem Kopf. Je weniger davon drin sind, desto weniger Angriffsfläche hat die Sucht.

    Genau. Es ist immer das selbe schönreden. Ich weiß das es absolute Katastrophe ist

    statt einem: „Ich will jetzt saufen!“ wird dann „Ahh da ist die Suchtstimme, die mich jetzt wieder einlullen will.“ Diese Distanz war und ist sehr hilfreich für mich, dadurch fiel es mir auch leichter, bestimmte Muster bei mir zu erkennen..

    Mir auch