Beiträge von Morgenrot

    Hallo Ziele,

    Zitat

    Mir wird immer wieder versucht einzutrichtern, dass meine Wahrnehmung nicht stimmt, dass meine intuitiven Gefühle nicht stimmen (Vater u. XY)


    das kenne ich sehr gut, und es ist eine bewährte Strategie bei nassan Alkoholikern, sie dient der Ablenkung vom eigentlichen Thema.
    Also wird deine Wahrnehmung in Frage gestellt, und ein "guter" CO springt darauf an, und sucht mal wieder die Schuld bei sich.
    Wir hatten dieses Thema mal bei einer Forttboldung über Sucht am Arbeitsplatz. Der Referent selbst war trockener Alkoholiker und arbeitet bei unsd im Betrieb in der Suchtberatung.
    Er hat uns erzählt, wie wichtig es ist seiner Intuition zu vertrauen und das in fast 99% der gemeldeten Fälle, der Intuition richtig war.
    Ich bin auch immer wieder ins zweifeln gekommen, das meinte ich in meinem ersten Beitrag mit den erlernten Mustern, schon quasi aus deiner Kindheit.
    Da wurden dir vielleicht auch deine Beobachtungen "ausgeredet" , und solche Dinge setzen sich fort.

    Ich sage Karsten Bescheid, damit er dich freischaltet.

    lg Morgenrot

    hallo Ziele,

    herzlich Willkommen in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    Mir ist ein Satz in deinem Beitrag aufgefallen, der in meinen Augen sehr vieles aussagt, aber auch sehr schwer umzusetzen ist.

    Zitat

    Warum lasse ich mir sowas bieten, ich habe doch so ein Paradebeispiel (Vater Alkoholiker).


    Ich habe mich das Jahrzehnte lang gefragt, und hatte die Beispiele im Beruf auch vor mir.
    Es sind erlernte und anerzogene Muster, aus denen ich mich sehr schwer lösen konnte.
    Dazu kommt noch, das ich meinen Wahrnehmungen selbst immer wieder mißtraut habe, und den Beteuerungen des nassen Alkoholkikers geglaubt habe.
    Ich habe da noch dran geglaubt, obwohl ich schon lange etwas anderes vor mir gesehen habe.
    Du hast keine Schuld, du kannst niemanden vom trinken abhalten und dem nassen Alkoholiker ist nichts wichtiger als die Flasche.
    Wichtig ist, das du wieder lernst deinen Wahrnehmungen zu vertrauen. Das ist gar nicht so einfach, wenn einem da immer widersprochen wurde.
    Deswegen sei geduldig mit dir, ich weiß das es sehr schwierig sein kann.
    Möchtest du dich hier regelmäßig austauchen? Dann wird dich Karsten im Laufe des Tages freischalten.

    lg Morgenrot

    Hallo Einhorn,

    herzlich Willkommen bei uns, in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    Zitat

    sondern weil ich keine Ahnung habe wie ich bestimmte Bedürfnisse selbst stillen kann.


    das ist eine Entwicklung, und dafür solltest du dir die Zeit nehmen, die du brauchst, und dich nicht entmutigen lassen, wenn es immer wieder mal schief geht.
    Ich bin seit 10 Jahren hier, und hab da auch immer wieder Probleme.

    Es ist wichtig, sich Wut und durchaus auch Hassgefühle einzugestehen, die hatte ich auch. Noch viel wichtiger ist es aber, da heraus zu kommen, denn diese Gefühle lähmen auch sehr stark, und führen mitten ins Selbstmitleid.
    Wobei wir uns das auch manchmal zugestehen dürfen.
    Es ist aber wichtig, sich auch die eigenen Anteile anzusehen, das heißt aber in keiner Weise, das ich in irgendeiner Form schuld bin am Trinken eines anderen.
    Ich unterstütze es aber unbewußt in vielen Dingen.
    Mit einem nassen Alkoholiker ist kein sinnvolles Gespräch möglich, das hast du bestimmt schon bemerkt.
    Das er dich auf deine Nikotinsucht hinweist ist seine Taktik.
    Er möchte in Ruhe trinken und haut dir Themen um die Ohren, wo du erst einmal knabberst, und dich hinterfragst. Schon ist das Thema Alkohol in den Hintergrund gedrängt, und er kann weitermachen.
    Versuche dir nicht von anderen einreden zu lassen, wie du bist oder sein solltest, sondern fang an, dich um dich zu kümmern, damit es dir besser geht.

    lg Morgenrot

    Hallo Stefan,

    ihr seit weder schuld an den Rückfällen, noch daran, das sie getrunken hat.
    Das erst einmal Punkt 1, es ist sehr wichtig, das du dir dessen bewußt bist, und es auch an das Kind weitergeben kannst.

    Punkt 2 ist, das sich der Alkoholiker verändert, wenn er trocken wird. Ich erlebe es gerade selbst, und es ist nicht einfach.
    Vieles muß da neu gelernt werden, sowohl vom Alkoholiker als auch vom CO.

    Zitat

    Das Vetrauen ist so ne Sache, da sie mich ständig angelogen hatte, wenn sie gesoffen hatte.


    das tun nasse Alkoholiker, und ja das Vertrauen ist dahin, und es dauert lange, bis es wieder aufgebaut wird.
    Darüber sollten aber beide ins Gespräch kommen.

    Zitat

    ist meine verzweifelte Suche nach Liebe! Sie ist sehr kalt.


    sorry, aber das klingt für mich schon einengend und klammernd nur beim Lesen.
    Ich weiß von meinem xy, der ein knappes Jahr trocken ist, das da erst einmal nicht viel Raum für anderes da du sein scheint.
    Es geht erst einmal nur um die Trockenheit, daraus kann alles erfolgen, eben auch eine Trennung.
    Ich glaube nicht, das aus den Jahren, die wir an der Seite des nassen Alkoholikers ausgeharrt und ausgehalten haben, einen Anspruch darauf entwickeln können, das der andere bei uns bleibt.
    Die Karten werden völlig neu gemischt, denn wir haben jetzt einen Menschen vor uns, der sein Leben wieder in die Hand nehmen will.
    Es ist sicherlich für den CO auch eine große Umstellung und auch er muß in solche Veränderungen hineinwachsen.


    lg Morgenrot

    Hallo Thexx,

    herzlich willkommen hier bei uns.

    Der Vater deines Kindes ist nasser Alkoholiker, und somit nicht in der Lage ein Kind adäquat zu betreuen.
    Ich wollte das auch nicht wahrhaben, aber die Kinder bekommen alles mit und sind auch in einem solchen Umfeld nicht sicher.
    ich habe es erlebt, ich war arbeiten, er hat auf die Tochter aufgepasst, und nicht bemerkt wie sich eine schwere Erkrankung entwickelte.
    Ich finde du solltest dir Hilfe holen, warum nicht gemeinsam mit einem Anwalt die Situation sortieren, damit jemand von außen drauf schaut, der Distanz hat.
    Es ist nur natürlich, das du mit der Situation überfordert bist.


    lg Morgenrot

    hallo Hope,

    liebe Yvonne, ich will auch noch mal auf deine Worte eingehen.

    Zitat

    all die Demütigungen und Verletzungen sitzen bei dir tief und werden dich nicht mehr loslassen...und er wird sich nie ehrlich dafür entschuldigen...können...die meisten Alki´s haben kein Schuldbewusstsein.


    das kann ich bestätigen und das wird auch nicht unter den Teppich gekehrt. Kam schon beim Angehörigenseminar auf den Tisch.
    Mir hat neulich ein trockener Alkoholiker, das ich dem trocken werdenden Menschen Zeit lassen muß. Gerade im ersten Jahr ist er voll und ganz mit sich beschäftigt.
    Die Auseinandersetzung mit dem Verhalten anderen gegenüber in Sauftagen, das kommt erst später.
    Ich rede nicht gerne von Schuld, aber ich bin davon überzeugt, das die meisten wissen, das sie in der nassen Phase teilwise Riesenmist gebaut haben.


    lg Morgenrot

    hallo la vie,

    da hast du aber tief gegraben. :wink:
    Das freut mich, wenn ich Zuversicht vermittele, danke.

    Zitat

    Konnte der Vater deiner Klnder auch seinen Weg in sein Leben gehen?


    Wir haben ja immer unter einem Dach gelebt, es ist mir trotzdem gelungen mir mein eigenes Leben zurückzuholen.
    Es stand zeitweise sehr schlimm um meinen xy.
    Zeitweise hielt ich es nur noch für eine Frage der Zeit, wann er sich zu Tode getrunken hätte.
    Jetzt ist er fast ein Jahr trocken, und natürlich ist nicht schlagartig alles gut.
    Wir nähern uns langsam an, es geht entspannter zu.
    Mal sehen, wie es sich entwickelt.


    lg Morgenrot

    hallo Heidi,

    ich will dich ja nicht desillusionieren aber wenn ich sowas lese, wofür dann auch noch gezahlt werden muß

    Zitat

    Sie hat mir vor 1 1/2 Jahren schon gesagt, dass einer kommen wird, bevor DER Richtige kommt. Und von dem werde ich mich trennen, weil es einfach nicht passt.


    das hätte ich dir auch sagen können, in meinen Augen eine Aussage die auf mind. 95% der Bevölkerung zutrifft. Bei geschätzt dieser % zahl kommt erstmal der falsche.

    In meinen Augen redest du ihn dir immer noch schön, was wäre, wenn er zu dir kommen würde, und sich entschuldigen würde, für alles was er dir angetan hat. Was würdest du tun?
    Denn angeblich weißt du ja, das er nicht der Mr. Right ist laut Aussage der Astrologin.
    Was ist mit dir und deiner Meinung? Hör doch mal darauf, was sie dir sagen will.

    lg Morgenrot

    Hallo heidi,

    .

    Zitat

    Er ist Alkoholiker/Süchtiger Nr. 3 in meinem Leben


    hier solltest du für dich ansetzen, warum ist das so?
    Was treibt dich an, immer nur für andere da sein zu wollen, machst du deinen Wert davon ab hängig?
    ich habe das über Jahrzehnte gemacht, immer mit dem Gedanken, ich bin nur gut, wenn ich ihn zur Trockenheit "bekehre".
    Wer am Ende nicht mehr konnte war ich, er soff weiter.
    Wir waren unter einem Dach, aber quasi getrennt. Ich habe mir langsam mein Leben wieder aufgebaut. Meine Kontakte wieder aktiviert, neue Freunde kamen hinzu.

    Habe wiederangefangen zu reisen, jetzt ist er 10 Monate trocken, und es findet eine Art Annäherung statt, aber auch mit dem trocken werden ist nicht alles gut, du mußt für dich etwas tun.

    Natürlich weiß er nicht warum seine EX ihn verlassen hat, die hat ihn erkannt und ihre Schlüsse gezogern, und seine Familie wird den Teufel tun und dazu stehen, sie könnten dich ja auch noch verlieren, wenn sie die Wahrheit sagen. Solange du dich kümmerst brauchen sie es nicht.
    All das sollte aber nicht relevant für deine nächsten Schritte sein. Du willst Kinder, aber nicht von einem nassen Alkoholiker, denn dadurch raubst du ihnen die Kindheit.
    Ich war erschüttert, als mir meine Kinder erzählten, wie früh sie gesüprt haben, das etwas nicht stimmt.

    Du kannst ihn nicht vom trinken abhalten und es ist auch völlig piepe ob du weißt was er trinkt, ist nicht deine Baustelle, nur ein Symptom deiner Sucht, der Sucht gebraucht zu werden.

    Nasse Alkoholiker sind Lügner und Betrüger, da kommt erst einmal der Alkohol, und dann lange nichts.
    Lass ihn machen, es ist seine Verantwortung, tue etwas für dich, das ist deine Verantwortung, denn rin anderer tut es nicht für dich. Du hast nur ein Leben.
    Ich weriß, wie schwer der erste Schritt fällt, aber es ist deine einzige Chance.

    lg Morgenrot

    Halloo Heidi,

    herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    All das was du beschreibst kenne ich, diese massiven Stimmungsschwankungen, die angeblich guten Zeiten am Tag.
    Ein aktiver nasser Alkoholiker hat keine nüchternen Zeiten am Tag.
    Mein XY hat Abends getrunken, wieviel weiß ich nicht, ist morgens zur Arbeit, da hatte etr mit Sicherheit noch Restalkohol, und wenn er nach Hause kam das gleiche Spiel.

    Zitat

    weil ich ihn zu oft verlassen habe, aber ich glaube auch, dass ich lästig wurde, einfach, weil ich seinen Alkoholkonsum in Frage gestellt habe.


    natürlich bist du lästig geworden, du hast ihn nicht in Ruhe trinken lassen, mit allen anderen Argumente versucht er nur, dir Schuldgefühle einzureden. Du bist aber nicht schuld.
    Es kann aber auch sein, das er dich nach 3 Trennungen nicht mehr ernst nimmt, und sich sicher ist, das du zurückkommst, war ja schließlich immer so.
    Wichtig ist für dich, nur das anzukündigen, was du auch durchhalten kannst.
    Du bist wichtig, und du hast Probleme mit dem Trinkverhalten eines anderen Menschen, das alleine sollte dein Gradmesser sein, nicht was seine Familie denkt.
    Ich bin mir sehr sicher, das sie alle Bescheid wissen, aber in dir hat er ja jemanden, der ihnen die Sorge abnimmt.
    Als ich dieses heile Weltspiel beendet habe, wußten es plötzlich alle. Sie wollten mich ja nur nicht verletzen.
    Deine Wahrnehmungen sind dier richtigen, und darauf kannst du vertrauen. Ich weiß wie schwer das sein kann, denn der nasse Alkoholiker versucht immer wieder unsere Wahrnehmungen zu zerstreuen.

    Zitat

    immerhin hat seine Ex-Frau das 15 Jahre ausgehalten.


    das sollte für dich kein Maßstab sein, spricht in meinen Augen für eine "gute" COabhängige.
    Alkohol ist ein Nervengift, und verändert den Menschen und seine Persönlichkeit massiv, deshalb kann er aber trotzdem auch Narzist sein.


    lg Morgenrot

    Hallo Klecks,

    herzlich willkommen bei uns im Forum.

    Du kannst niemanden vom Trinken abhalten, der sein Problem nicht sieht.
    Wichtig ist es, etwas für dich und dein Kind zu tun. Kinder bekommen viel mehr mit als du denkst, auch in diesem Alter.
    Ich wollte meinen Kindern auch etwas erhalten, was schon lange nicht mehr vorhanden war.

    Zitat

    verhält sich in Suff aber absolut nicht kindgerecht,


    das ist in meinen Augen eine Kindeswohlgefährdung, was er da mit seinem Kind macht.
    Du sprichst tagsüber von einem niedrigen Level, woher weißt du das?

    Ein nasser Alkoholiker hat Prioritäten, da kommt als allererstes die Flasche und dann nochmal die Flasche, da ändern keine Kinder etwas.
    Nur mal ein Bsp. von vielen, meine Tochter war mal krank, und ich hatte ihn gebeten nichts zu trinken, weil ich nachmittags arbeiten mußte, und er auf sie achten sollte, wie sich die Symptome entwickeln.
    Hat er natürlich nicht getan, und ich mußte mir abends jemanden suchen, der mich mit ihr in Krankenhaus fuhr.

    Wenn du dich trennst, und dein Mann so mit dem Kind umgeht, wie du geschildert hast, bekommt er vielleicht nur betreuten Umgang.
    Bitte erkundige und informiere dich, dadurch stärkst du deine Position und wirst sicherer.


    lg Morgenrot


    lg Morgenrot

    hallo Hope,

    Es ist wirklich wichtig, dass du dich nicht einschüchtern lässt.
    Alkohol ist ein Nervengift, und die Wahrnehmung nasser Alkoholiker ist mehr als verzerrt. Da sind alle anderen schuld, und sie trinken ja angeblich gar nicht.
    Such du dir alle Hilfe, die du bekommen kannst, auch du kannst polizeiliche Hilfe anfordern, auch die Polizei hat Beratungsbeamte mit denen kannst du sicher Kontakt aufnehmen.

    Mein xy und ich leben unter einem Dach, quasi wie eine WG.
    Ich habe mir mein eigenes Leben aufgebaut, und mein Ding gemacht. Ich habe nichts mehr für ihn getan.
    Dann ist Ende letzten Jahres so einiges passiert, Arbeitsplatzverlust und ein schwerer Sturz im betrunkenen Zustand.
    Dies alles scheint etwas "verrückt" zu haben, jedenfalls hat er noch im Krankenhaus um Hilfe gebeten.
    Hat dann entgiftet und ist im Februar zur Langzeit.
    Damit ist es jetzt zuhause wesentlich entspannter, aber noch lange nicht gut. Vielleicht nähern wir uns an, aber momentan ist es eher ein vorsichtiges "abtasten".
    Meine Kinder sind erwachsen, Tochter über 30 und Sohn gerade 30 geworden, sie leben beide nicht in meiner Nähe, so das ich auch meine Enkelkinder viel zu selten sehe.
    Auch da ist etwas von Annäherung zu spüren, aber ich denke wir haben alle noch Bedenken, nach Jahrzehnten der Trinkerei, ob denn wirklich eine dauerhafte Trockenheit daraus entsteht. Wir wissen aber alle drei, das Alkoholismus eine Rückfallerkrankung ist, das Rückfälle passieren können, für die wir aber nicht verantwortlich sind.

    Ich kann dir nur empfehlen, dir Menschen mit ins Boot zu holen, die für dich da sind.
    Als ich das erste Mal darüber gesprochen habe, wie meine "heile Welt " aussieht, da wußten es alle. Jeder wußte, das er tagsüber schon nach Alkohol roch usw. Es wollte mich niemand verletzen.
    Als ich hier ins Forum kam, sollte dies der letzte Versuch sein, ihn vom trinken abzuhalten.
    Für mich ging es damals um Leben und Tod, ich wollte so einfach nicht weitermachen. Dann habe ich hier gelesen und gespürt, das ich verstanden wurde. Das hat mir wieder Mut gemacht und langsam kam auch meine Lebensfreude wieder zurück.
    Die möchte ich behalten, für mich.


    lg Morgenrot

    Hallo hope,

    herzlich willkommen bei uns im Forum. Du hast einen schönen Nick, und ich würde dir wünschen das du beides für dich wieder wahrnehmen könntest, die Hoffnung und die Sonne.

    In einer Ehe oder Partnerschaft mit einem nassen Alkoholiker gibt es wenig bis gar nichts davon.
    Es ist so typisch was du beschreibst, immer wieder die Versuche einen nassen Alkoholiker zum umdenken und zur Abstinenz zu motivieren.
    Das schafft niemand von uns, das muß vom Alkoholiker selbst kommen.
    Wir, die Angehörigen gehen daran kaputt und werden selbst krank.

    Einem nassen Alkoholiker ist nichts wichtiger als der Alkohol, weder Ehefrau noch Tochter zählen da. Ich wurde benutzt, als die Schuldige, und versuchte immer weiter mich zu verbiegen, und was tat er, er trank in Ruhe weiter.
    Wichtig ist für dich, das du erst einmal nur das ankündigst, was du auch wirklich durchziehen kannst, also konsquentes Handeln, denn ansonsten nimmt er dich nicht ernst.
    Du kannst ihm nicht helfen, aber tue etwas für dich. Lass du dich beraten, wie es im Falle einer Trennung aussehen würde, du wirst nicht mittellos dastehen.
    Dazu brauchst du aber Sicherheit, die dir dann auch wieder den Rücken stärken kann, dich in eine andere Position ihm gegenüber bringt.

    Dein Kind, so klein es auch sein mag, spürt genau, das etwas nicht stimmt. Als mir meine Kinder später erzählten, wann sie es zum ersten Mal gespürt haben, war ich entsetzt, weil ich auch immer der Meinung war, ich hätte von ihnen alles fernhalten können.

    Für mich konnte sich erst etwas ändern, als ich etwas geändert habe, ich habe nicht mehr geschwiegen. Ich habe die Dinge beim Namen genannt, und habe nicht mehr still vor mich hin gelitten und alles vertuscht.

    Gut, das du dir mal vieles von der Seele geschrieben hast. Ich kann jedes Wort nachvollziehen und wünsche dir hier einen guten Austausch, und das du möglichst bald etwas für dich tun kannst.
    Denn du bist der Mensch dem du helfen kannst.

    lg Morgenrot

    Hallo Sandstrand,

    ich bin auch nicht gegangen, wollte den Kindern etwas erhalten, was den Anschein der "heilen Welt" erwecken sollte.
    Ich wollte eine unbeschwerte Kindheit für sie.
    Heute weiß ich, das Kinder sehr früh alles mitbekommen, und ganz feine Antennen haben, wenn etwas nicht stimmt.
    Meine Tochter, mittlerweile natürlich erwachsen, hat mich mal gefragt: "Mama warum bist du nicht gegangen"?
    Wenn sie Fragen hatten, warum der Papa so ist, wie er ist, habe ich es verharmlost. Nicht bewußt, sondern aus angeblichem Schutz für sie.
    Dabei habe ich etwas gemacht, was ich nie wollte, ich habe ihnen ihre Wahrnehmumgen abgesprochen. Das hatte ich selbst erlebt und den Fehler wollte ich nieeeeeeeee machen.
    Ich habe es immer nur gut gemeint, aber das ist weit davon entfernt, es gut gemacht zu haben.
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft.
    Den Vorschlag von Gotti finde ich gut, hör und sieh hin, die bekommen soviel mehr mit, als wir Erwachsenen denken.

    lg Morgenrot

    lieber Zerfreila,

    ich gratuliere dir ganz herzlich zu 10 Jahren Trockenheit. So lange kennen wir uns schon. :)
    Ich denke immer mal an unsere schöne Radtour zurück.

    alles Gute und lg
    Morgenrot

    hallo Coco,

    du bist nicht Schuld, weder an Depressionen noch an der Sauferei.
    Genauso wenig kannst du jemanden überzeugen damit aufzuhören. Da Alkohol oft bei Depressionen mit dabei ist, gäbe es für ihn nur einen Weg.
    Erst Alkoholbehandlung, dann Depressionsbehandlung, aber das muß er wollen und so sieht es für mich nicht aus. Er hat sich wahrscheinlich schon die nächste CO "zugelegt", denn solange das funktioniert, braucht er nichts tun.
    Nasse Alkoholiker sind die besten Schauspieler, deshalb ist es wichtig, das du deinen Wahrnehmungen vertraust und sie ernst nimmst.
    In jeder Beschimpfung und Ablehnung von ihm steckt der Versuch, vom eigentlichen Thema abzulenken und dir wieder den "schwarzen Peter" zuzuschieben.
    So lange dieses Spiel funktioniert, ist das Thema Alkohol ganz schnell wieder Nebensache. Das habe ich so erlebt, wenn ich dieses Thema angesprochen habe. Es wurde weg gebügelt und irgendein angeblicher Schuldaspekt von mir wurde ausgekramt, und das Thema Alkohol wurde geschickt von ihm zur Seite gedrängt.
    Fang an etwas für dich zu tun, und versuche mal ein klein wenig stolz auf dich zu sein. Du hast den Kreislauf des Leugnens und vertuschens durchbrochen. Das kostet Mut, und den hast du bewiesen.


    lg Morgenrot