Hallo,
ich lese schon seit einigen Monaten als Gast hier mit. In der ersten Zeit habe ich immer wieder gedacht, nein so ist es bei mir noch nicht. Und...es muss doch einen anderen Weg geben als sich zu trennen. Wieso unterstütze ich seine Sucht wenn ich bei ihm bleibe? Ich liebe ihn doch! Nein, ich werde das schaffen bei ihm zu bleiben auch wenn er trinkt. Und er ist doch krank und all die Beschimpfungen gelten ja gar nicht mir, sondern entstehen aus seiner Krankheit. Wen ich dabei vergessen habe bin wohl ich. Denn mir geht es mittlerweile immer schlechter. Ich liebe ihn sehr, wie kann es mir da immmer schlechter gehen und er ist doch krank und nicht ich. Aber es geht mir immer schlechter. Meine Gefühle sind wie eine Achterbahnfahrt. Bin ich mit ihm zusammen ging es mir früher immer gut. Wir hatten Spaß miteinander, es war einfach schön und ich habe es geliebt mit ihm zusammen zu sein. Nun halte ich schon sehr viel von mir zurück, weil ich immer denke: Wenn ich jetzt dies oder jenes sage oder tue, dann wird er wütend. Und er kann sehr wütend werden. Immer bin ich irgentwie schuld. Und etwas in mir identifiziert sich damit. Glaubt daran wenn ich mich nur ändere, dann ändert auch er sich. Ich beginne immer mehr, in lichten Momenten zu merken. Das stimmt nicht. Ich habe gar keine Kontrolle über sein Verhalten. Nun, es ist nicht leicht denn ständig sagt er mir genau das: Wenn ich anders wäre dann, bräuchte er am Wochende nicht feiern gehen. Er würde schon gern mit mir zu Hause bleiben aber.... immer habe ich etwas gemacht, was es ihm unmöglich macht den Abend oder eben das ganze Wochenende mit mir zu verbringen. Ich fühle mich dann total schlecht. Bereue was ich gesagt habe... Ach, es ist gerade echt schwer.
In der vergangenen Woche, hat er mich sehr demütigend beschimpft. Ich bin nicht darauf eingegangen und dann droht er würde sich nach einer Anderen umsehen. Das hat er schon häufiger angedroht. Da drehe ich fast durch. Zermatere mir das Hirn wie ich anders sein kann. Fühle mich so mies, das ich nicht mehr rausgehen kann. Eine Zeit ging ich in eine SHG aber da hat erjedesmal gedroht sich dann eine Andere zu suchen und gesagt nicht er habe ein Problem sondern ich und die in der Gruppe die könnten mir eh nicht helfen. Wißt ihr was.. ich begann es zu glauben.
Er geht noch seiner Arbeit nach, leistet dort viel. Er sieht gut aus und zu Anderen ist er immer zuvorkommend, charmant, sehr hilfsbereit. Seit einigen Wochen gibt es fast immer Freitags Streit, ich bin schuld und er geht trinken. Ißt dann nichts und feiert bis Sonntags weiter. Jeden Tag Bier und Wein. Es wird immer schlimmer, auch seine Abwertungen mir gegenüber. Ich spüre fast nur noch Verachtung von ihm mir gegenüber.
Ich habe begonnen den Kontakt sofort zu unterbrechen wenn er verbal Aggresiv wird. Nun hat er mit mir Schluss gemacht. Trifft sich mit anderen Frauen so das ich es mitbekomme. Es tut so weh, aber diesmal will ich nicht aus dieser Verlustangst heraus wieder den Kontakt aufnehmen. Hierbei brauche ich Hilfe.
Oh, nun ist es aber viel geworden.
Bitte entschuldigt das vieles durcheinander ist. So fühle ich mich. ![]()