Habe meine Freundin einweisen lassen und was nun???

  • Hi Dobby,

    ich denke, Du hast genauso wenig oder viel falsch gemacht wie ich. Ich hatte das auch alles nicht verdient.

    Aber es gibt dafür einen sehr treffenden Spruch:
    "Es gibt einen, der dem anderen etwas antut und einen anderen, der es sich antun lässt"

    Nach vielen sehr schweren Wochen (auch mit vielen Selbstzweifeln, das volle Programm eben) weiss ich heute, dass ich mir so etwas nie mehr werde antun lassen und bin viel stärker als damals.

    Das wünsche ich Dir auch!

    Jetzt vorerst wirst Du aber leider noch etwas Geduld brauchen, bis Du alles verarbeitet hast. Es wird jeden Tag ein bisschen besser werden - sei zuversichtlich und gräm Dich nicht allzusehr. Es wird Dir - irgendwann - sicher besser gehen ohne sie.

    Grüessli
    Heidi

  • Hallo Gotti,

    Ich wollte ja nicht in alte Zeiten nachlesen, genau das Gegenteil. Ich wollte all ihre Nachrichten "ungelesen" löschen.
    Und denn so was!!

    Bin halt ein wenig in Rage geraten. Und weil bis eben noch so schön entspannt war, ärgere ich mich tierisch. (aber wohl eher über mich)

    Aber Dir wünsche ich natürlich besinliche Weihnachten.
    Und danke für die Antwort.

    Gruss
    Dobby

  • Hallo,

    So ein Mist!!! Habe gerade gedacht ich fang mich ein wenig und komm zur Ruhe.

    Wenn ich daran denke. Ich habe das besagte Wochenende nicht geschlafen, hab mir solche Sorgen gemacht, bin bald durchgedreht vor Angst um sie. Und denn kommt noch, ganz frech, eine SMS - edit, keine SMS zitieren, danke, Linde- und ich krieg die Panik und lass sie einweisen weil ich Angst hatte, sie tut sich was an…..
    Und… dabei war sie „nur“ bei einem Anderen.
    Das ist Hardcore.!!!
    Wie soll ich das nur Verarbeiten??
    Werde gleich mal rum telefonieren und hoffen, dass einer von meinen Freunden Zeit hat, ich will heute Abend nicht allein sein.


    Gruss
    Dobby

  • Hallo noch mal,

    Das ist ja einfach.. da sie ja nicht ans Telefon geht hab ich eben ihre Freunde, die mich ja so unterstützt haben und mir ja gratuliert haben, das ich den Mumm hatte sie einweisen zu lassen, verbal ein wenig abgemistet.
    Ich hör noch: - edit, bitte keine Gespräche wiedergeben, danke, Linde - Ich habe ihnen nahegelegt, das sie mir ja wenigsten einen Tipp hätte geben können, hätte mir eine Menge Kummer erspart und das so was eine ganz linke Nummer ist. Auf jeden Fall hat jetzt jemand anderes ein schlechtes Gewissen. Und siehe da, es funktioniert.
    Ich fühl mich viel besser.

    Ich glaube, das ist genau das was ich brauchte. Wut auf sie. Ich konnte ihr bis jetzt nicht Böse sein, konnte ihr nichts vorwerfen. Wahrscheinlich hätte ich ihr alles verziehen aber Fremdgehen? Da bin ich extrem allergisch gegen. Das ist unverzeihlich, da gibt es auch keine Ausreden.

    Werde aber trotzdem heute Abend einen guten Freund besuchen, man weiß ja nie, ob das nicht doch noch wieder hoch kommt.

    Grüsse
    Dobby

  • Hallo Dobby,

    dein Rosenkrieg gehört nicht ins öffentlich lesbare Internet.

    Schreibe bitte hier über DICH und über deine Co-Abhängigkeit und nicht über Dritte.

    LG, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo zusammen,
    ich glaube ich habe es endlich kapiert worum es hier geht. Ich habe begriffen wie mies es ist, sein eigenes Wohlbefinden abhängig zu machen von der "Gnade" eines Anderen.
    Aber wie gehts nun Weiter?
    Wie komme ich da raus?

    Wie kann ich verhindern, dass es immer wieder passiert?

    Sie hat mir geschrieben, das es ihr leid tut aber sie hat sich eben in einen Anderen veliebt.
    Also ist die unterbewusste Hoffnung, das alles wieder gut wird. wie eine Seifenblase zerplatzt.

    Und nun habe ich das Gefühl: ich muss was tun, also für mich was tun meine ich.
    Ich will am liebsten nach vorne preschen, bevor sich meine Ängste bestätigen und ich mich zurückziehe und niemanden mehr an mich ran lasse um so etwas zu verindern.

    Gruss
    Dobby

  • Hi Dobby,

    Schön, dass Du erkannt hast, dass auch DU ein Problem hast. Ja Dobby, DU BIST COABHÄNGIG. Genau wie ich. Und den ersten richtigen Schritt hast Du schon getan: Dich hier angemeldet!

    Und es gibt noch mehr, was Du für Dich tun kannst, alle speziell für Coabhängige. Es gibt Therapeuten, Selbsthilfegruppen, Freunde, Hobbys, medizinische Hilfe. All dies sind meine Säulen, die verhindert haben und verhindern, dass ich zusammenbreche. Ich wollte und will auf keine dieser Hilfen verzichten.

    Wenn Du jemanden findest, mit dem Du Deine Freizeit zu teilen bereit bist, finde ich Deine Idee mit dem Urlaub sehr gut. Und Du besuchst Deine Schwester, auch prima. Und meiner Meinung nach ist jetzt der richtige Zeitpunkt, weitere Schritte für Deine Genesung zu tun.

    LG
    Feeli

    Liebe Grüße von

    Feeli

  • Guten Morgen,

    Da ich ja nun meine "Verantwortung" abgegeben habe, merke ich wie mir langsam die Last von den Schultern fällt. Ich hoffe, ich komme jetzt endlich etwas zu Ruhe.
    Aber jetzt habe ich das Gefühl, ich muss was unternehmen, möglichst Zeitnah. Denn wenn es mir erst wieder "gut" geht, habe ich ja "kein Grund" mehr was zu ändern. Und denn ist die Gefahr sehr groß, dass alles beim nächten mal wieder so läuft. Und das will ich definitiv nicht.
    Aber Gut.. Ich werde morgen erst mal meine Schwester besuchen, übermorgen bin ich bei Mutti und Sylvester hab ich mich schon bei Freunden eingeladen (ich muss mal wieder unter Mensche kommen)
    Ich werde mich mal informieren, was für Möglichkeiten ich hier vor Ort habe.
    Wie läuft so etwas eigentlich ab? kann ich einfach so zur örtlichen Suchtberatung gehen? so nach den Motto: "moin, mir gehts nicht gut, könnt ihr mir helfen?"
    Oder gehe ich zu meinen Hausarzt?
    Und nimmt mein Hausarzt mich den überhaupt ernst? Ich muss zugeben ich hatte bis jetzt auch nie was von Co-Abhängigkeit gehört.

    Gruss
    Dobby

  • Guten Morgen Dobby,
    gut, dass Du "startest". Dein Hausarzt wird Dich ernst nehmen, die Frage dürfte eher sein ob er Erfahrungen im Suchtbereich hat. Mein Hausarzt hat dieses, was ich aber erst erfahren habe als schon alles "überstanden" und ich in Händen einen Psychotherapeuten war/bin.

    Ich für mich selber kann nur sagen, wie imens wichtig für mich die Nachbearbeitung war (gilt insbesondere für Dich vermute ich auch als Borderline-Partner, was noch erschwerend ist). Ich bin nun seit 2 Jahren solo, was ganz wichtig war weil ich mein Leben für mich glücklich/zufrieden gestalten musste um nicht wieder in die Abhängigkeit zu einem anderen zu geraten.

    Obwohl ich vermutlich kaum mehr Züge meiner Coabhängigkeit lebe, da ständig in Bearbeitung, fühlen sich auch weiterhin Menschen zu mir hingezogen, die Probleme haben. Entweder geht von mir noch etwas aus, oder ich bin eben Magnet - wie auch immer, damit nun richtig umzugehen ist sehr, sehr wichtig. Denn auch jetzt gilt für mich erst das Hirn und dann das Gefühl, ansonsten wäre ich bereits in diesen 2 Jahren in großer "Gefahr" gewesen.

    Für mich ist der Psychotherapeut wichtig weil er mich nur alle drei Monate sieht und dabei Änderungen eher bemerkt als ich selber. Er hinterfragt und bewege ich mich auf Glatteis, so dürfte er das ansprechen. Wenn es nicht jemand im Freundeskreis tut.

    Ich selber brauchte/brauche für mich noch ganz viel Zeit alleine - verarbeiten, mein Leben jetzt betrachten - Bilanz ziehen oder "neue Konten" eröffnen, und mich dabei immer im Auge haben, ist für mich verdammt schwer.

    Alles aber hat sich gelohnt!!! All die Trauer und Schwere, die bei mir lange, lange angehalten hat. Auch Alpträume hatte ich sehr, sehr lange, zuweilen auch jetzt noch (wo ich dann hinterfragen muss was gerade aktuell gefährlich für mich sein könnte). Ich werde mein Leben lang lernen dürfen.

    Ich weiß nicht ob ich wieder eine passende Partnerschaft erlangen werde, spüre aber nun nach diesen beiden Jahren, dass ich langsam in der Lage bin gesund mit den WErbungen/Anforderungen eines evtl. zukünftigen Partners umzugehen. Jetzt erst bin ich in der Lage mich zu fragen "kann ich diesen Menschen so nehmen wie er ist ohne verändern zu wollen".

    Bisher musste ich mich immer dagegen entscheiden, weil Gefahren für mich damit verbunden waren (deshalb ist mir das Thema Borderline alles andere als unbekannt, leider). Ich bin nicht in der Lage einem anderen Menschen das zu geben, was er nicht in sich selber spürt. Das würde nur ganz kurz funktionieren und ihn dann langweilen, weil es ja nicht in ihm ist.

    Nun, Du bist (vielleicht) ersetzt worden (wurde ich damals auch) und das ist das Beste was mir passieren konnte! Ich konnte nämlich gehen - freiwillig wäre ich wohl in der Partnerschaft untergegangen aber nie gegangen. Ich sagte ihm damals noch dass ich dankbar bin wie er sich verhalten hat! Das denke ich heute mehr denn je!!!

    Es war schwer - es ist noch schwer (weil ich mit Holz heizen und in der Ausbildung als alte Dame) abends todmüde umfalle (oft noch bevor alles erledigt ist) aber zum ersten Mal in meinem langen Leben kommt alles aus mir und ich bin in der Lage meine Bedürfnisse selber zu erfüllen, mir selber eine Freude zu machen und meine Zufriedenheit zu leben ohne von einem anderen bestätigt zu werden.

    Der Weg lohnt sich Dobby, aber er wird nicht einfach sein.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Hallo Dagmar,

    Vielen Dank für Deine Antwort.

    Ich hatte mir das alles zwar viel einfacher vorgestellt aber Du hast recht. Mir ist jetzt auch bewusst geworden, dass alleine die Borderline Sache schon ausreichen würde um professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
    Und denn noch in Verbindung mit Alkoholismus… da werde ich wohl um diese Hilfe nicht drum rum kommen.

    Ich werde mich die nächsten Tage versuchen etwas zu erholen und werde parallel dazu mich schon mal informieren.

    Ganz liebe Grüße
    Dobby

  • Guten Morgen,

    Ich bin erstaunlich entspannt, ruhig und sehr müde. Mir ist aufgefallen, dass ich im Moment überhaupt nichts fühle. kein Schmerz, kein Hass, keine Liebe, keine Trauer, keine Freude einfach nichts ausser das Gefühl der leere. Ich bin mir sichher, das ich sie auf keinen Fall wieder haben will aber ich habe das Gefühl, sie hat die hälfte von MIR noch bei sich und das will ich wieder haben.
    Ich war gestern Abend bei Freunden (musste mal unter Menschen). war eigentlich ein schöner Abend bis eine gute Freundin es nicht lassen konnte mich auf sie anzusprechen. Klar, sie macht sich Sorgen und wollte mir nur helfen aber ich will nicht, überall wo ich hin komme, über dieses Thema sprechen. Und denn noch diese "klugen" Ratschläge, Wie: "komm wir ziehen los und suchen dir eine Neue, du hasst was besseres verdient" Sie konnte nicht verstehen, das eine "Neue" z.Z. das Falsche ist. Eine "Neue" wäre jetzt ja nur eine "Ersatzdroge" um das Vakuum in mir zu füllen. Ich bin den recht früh frustriert nach Hause gegangen.

    Bin mal gespannt wann ich meine Gefühle wieder bekomme.

    Gruss
    Dobby

  • Guten Morgen, lieber Dobby,
    "such Dir eine Neue" ist ein gut gemeinter Spruch, der aber so wohl - zumindest für mich - nicht umsetzbar ist. Ganz sicher stirbt eine alte Liebe wenn eine neue im Leben erschienen ist.

    Aber "Liebe" ist etwas anderes, als es oft gelebt wird. "Liebe" ist für mich uneigennützig, frei von Eifersucht, dem Wunsch Menschen zu verändern - sie zu nehmen wie sie sind - und ihnen alles Glück zu wünschen, auch wenn das mein persönliches Unglück bedeuten würde (denn muss es dann als Glück empfunden werden wenn der andere sich wohl in sich fühlt). Ich lerne das Schritt für Schritt, bin auch auf einem für mich sehr guten Level.

    Aber genau das war notwendig um zu der Erkenntnis für mich zu gelangen ich bin liebes- und beziehungsfähig. Aber eben nur dann, wenn ich dem anderen sein Glück gönnen kann und im Notfall auch zurücktreten kann und dennoch mit mir selber glücklich bin.

    Dobby, die Zeit der Trauer und Schwere kann noch lange anhalten, bei mir war es sehr, sehr lange. Dennoch hat sich Tag für Tag etwas zum positiven geändert. Immer mehr wurde ich in mir "heimisch", meine Optik veränderte sich, meine Kleidungsfarben und Art. Wer mich jetzt sieht und vor 2 Jahren der erkennt zumeist nicht einmal die selbige Person.

    Du bekommst Deine Gefühle wieder - hast sie sogar jetzt ;) weil es nämlich zu viel ist fühlt es sich vielleicht an wie nichts. Vielleicht sagt Deine Psyche einfach: stop, ist gerade alles zu viel ... abschalten.

    War bei mir so. Flashbacks kamen auch noch nach zwei Jahren. Der Psychotherapeut sagte zu mir dass dies imens wichtig sei denn genau der Schmerz der zuvor empfunden wurde, der muss als solcher nochmals erlebt und bewältigt werden, körperlich. Denn über den Kopf war das schon lange geschen, aber Herz und Gefühl hinkten mit loslassen und bearbeiten hinterher.

    Dieser Frust, den Du hattest, der bleibt nicht so, kann aber anfänglich oft dabei sein. Er ist Deine Bewältigung und ist auch notwendig! Ich denke nur nach einem Trauerprozeß kann man/frau wieder nach vorne sehen.

    Gegenüber einem Borderline-Bekannten, der in der Schwärze, Tiefe und Depression schwebt und immer in die Vergangenheit abdriftet, dem kann ich immer nur sagen: "ich sehe für mich auf heute und morgen, gestern ist vorbei - ich kann nicht ändern was geschah, kann die Schmerzen nur heilen lassen, heute die Narben gut pflegen, damit morgen erneuerte Haut die Narbe schützt.

    Viel Kraft wünscht Dir Dagmar

  • hallo dobby,

    schön das es hier für dich so regen austausch gibt!darüber freu ich mich!

    ich wünsche dir trotz allem, ein friedliches und besinnliches weihnachtsfest!

    alles liebe melanie

  • Guten Morgen Dobby,

    Irgendwann wird von Dir aus der Wunsch entstehen, Dich über Deine XY auszutauschen. Sei nicht zu streng mit den Leuten, die es gut mit Dir meinen. Und eine Neue wäre auch meiner Meinung nach jetzt absolut falsch. Ist das nicht heftig, wie schnell Du Dich entwickelst (in Deinem Alter ;-))? Da kannst Du jetzt schon stolz auf Dich sein.

    Ich möchte Dir nur empfehlen, Dich gleich um Hilfe von außen zu bemühen. Sonst schläft dieses Bestreben möglicherweise ein. Und es besteht die Gefahr, dass Du die gleichen Fehler wieder begehst. Es dauert eh, bis Du einen Termin bei einem Therapeuten bekommst.

    Ein schönes Weihnachtsfest heute bei Deiner Schwester und ihren Kindern!

    LG
    Feeli

    Liebe Grüße von

    Feeli

  • Hallo Dagmar, Melanie und Feeli,

    Vielen Dank für eure Worte. Es tut echt gut das Gefühl zu haben verstanden zu werden.

    Ich habe zwar das groß Glück, viele Menschen um mich zu haben, die ich guten Gewissens als Freunde bezeichnen kann aber in diesen Moment sind sie eigentlich nur Statisten (nicht abwertend gemeint), denn keiner meiner Freunde kann sich in mich rein Versetzen. Ich bin dennoch so froh diese Freunde zu haben!!, denn sie sind immer da, wenn ich sie brauche und passen ein wenig auf mich auf. Ich finde es enorm wichtig, das Gefühl zu haben, da ist immer ein vertrauter Mensch in der Nähe, der für dich da ist und sei es nur um das Gefühl der Einsamkeit zu verdrängen oder sich nur ablenken zu lassen.

    Ich wünsche euch und natürlich auch allen anderen die hier mitlesen ein fröhliches und besinnliches Weihnachtsfest

    Ganz liebe Grüße

    Dobby

  • Hallo,

    Nun kommt zu meinen Unglück auch noch Pech dazu. Meine schönen Weihnachtspläne sind geplatzt, jetzt liege ich mit Grippe im Bett. Und das kann ich z.Z. überhaupt nicht gebrauchen. Den ganzen Tag alleine..... Musste heute auch wieder schmerzhaft feststellen, das ich von „Verarbeitung“ noch sehr weit entfernt bin. Ich praktiziere eine Art „Verdrängungspolitik“ .
    Ich liege hier im Bett, schaue Fern und denke an nichts. Ich fühle nichts und dennoch fange ich in regelmäßigen Abständen, scheinbar Grundlos, an zu weinen.
    Ich will das nicht mehr.
    Mir ist beim lesen im Forum aufgefallen, dass es anscheinend kaum Männer mit diesen Problem gibt.
    Bin ich so ein Exot?
    Stimmt etwas generell nicht mit mir? (mal abgesehen von der Co.-Abh.)
    Bin ich nicht normal?

    Ich will schlafen, ich denke schon wieder zu viel. Kann aber nicht schlafen mir brennen schon die Augen. Sch.... Grippe.

    Ach ja einen Lichtblick hatte das Weihnachtsfest doch noch. Ich habe gestern mit einem sehr guten Freund gesprochen, Der ist Fernfahrer und nimmt mich anfang Februar für eine Woche mit nach Spanien. Komme ich wenigstens mal raus.

    Ganz liebe Grüße und ich wünsche euch noch ein besinnliches (Rest) Weihnachtsfest.

    Dobby

  • Hallo Dobby,

    gute Besserung erstmal.

    Ich habe auch oft versucht alles zu verdrängen, bei mir hat es immer nur eine bestimmte zeit funktioniert und ich denke jetzt das Verdrängen nicht gut ist. Wenn Du trotzdem Du Dich leer fühlst immer noch weinen kannst ist das glaub ich ganz gut, weil Du so nicht alles in Dich reinfrisst. Weinen ist immer gut ob Mann oder Frau, irgendwie muß man doch den Stress und Kummer abbauen.

    Nach meiner Erfahrung vermeiden viele Männer es über ihre Gefühle zu reden, ich finde gut das Du das kannst, es ist bestimmt auch gesünder wenn man das tut.

    Die Fahrt Richtung Spanien ist jetzt bestimmt ein guter Plan für Dich, mal ablenken und rauß kommen.

    Liebe Grüße empty

  • Hallo empty,

    Danke für die Antwort.
    Ich halte das Verdrängen z.Z. für mich für unerlässlich. Ich muss mein Leben irgendwie weiterleben, sprich, ich muss meine Arbeit machen und ich habe das Gefühl, das ich mich jetzt nicht hängen lassen darf.
    Ich vestehe halt nicht, wie die anderen Männer das hin bekommen, wenn ich schon so leide, trotz vieler Gespräche, wie muss es denn erst sein wenn man alles in sich reinfrisst?
    Vielleicht bin ich auch nur zu sensiebel oder zu "unmännlich".
    Jedenfalls verstehe ich immer noch nicht, wie es passieren konnte, dass ich mich, innerhalb von Monaten, von einem lebenslustigen, optimitischen fröhlichen Menschen zu so einem Nervenbündel verwandeln kann.

    Ganz liebe Grüße
    Dobby

  • Hallo,

    Bin schon wieder am Grübeln. Was ist wenn das Ganze nur eine Angst vor der Einsamkeit ist.
    Ich versuche gerade mein Leben zu hinterfragen, Was ist wenn meine ganzen Hobby’s , meine Reisen und Beschäftigungen während meiner Singlejahre nur eine Flucht vor mir selber waren? Wenn ich meine Einsamkeit nur damit verdrängen wollte?
    Und nun hat man den süßen Geschmack einer Partnerschaft wieder genossen und …..
    Das könnte im normal Fall eine Erklärung sein, würde aber nicht erklären, warum es dieses Mal so intensiv ist?
    Denn hätte ich bei meinen anderen Beziehungen ja auch so leiden müssen. Gut.. Tränen gab es auch und Schmerz und Kummer waren auch vorhanden aber eben nicht so intensiv.
    Warum also will ein großer Teil von mir sie wieder haben?
    Die letzten Monate waren ja voller seelischer Qualen und dennoch vermiss ich sie. Warum ist das so?
    Also bin ich wieder am Anfang, mit den Grundfragen:
    Was macht mich von ihr abhängig?
    Und warum kann ich nicht los lassen?

    Liebe grüße
    Dobby

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