Ich wuensche mir, wieder frei zu sein.

  • Zitat von TimeIsAHealer

    volle Hoffnung fuer ihn heissen wuerde.

    ja - aber auch (vielleicht falsche) hoffnung für dich. immerhin könnts sein, dass er, auf seinem weg, ne andere zukunft findet.

    Zitat von TimeIsAHealer

    Vielleicht belass ichs einfach so.

    vielleicht das beste.

    Zitat von TimeIsAHealer

    Ich bin der Meinung, dass das alles in dem Muster liegt, in dem ich noch immer drinstecke.

    sorg dafür, dass es dir gut geht.

    glück auf

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • versuche jetzt doch mal ganz frei und unabhängig von ihm etwas für dich zu tun. er muß garnicht trocken werden. du mußt dich auch nicht von ihm trennen. Ihr müßt beide garnichts. Sei Dir bewußt, dass DU es willst. Und mach Dich frei von dem Gedanken, was er daruas macht und was für ecuh daraus wird. Alles ist drin und nichts ist unmöglich. Sollte aber nicht unbedingt das Ziel sein. Immer höre lese ich unterschwellig den gedanken mit, dass du erwartest, dass er nun auch trockenheitsarbeit beginnt. tut er nicht. warum? sein tiefpunkt war ja noch nciht da. sieht so aus, als ob er es dir vortäuschen möchte. Und Du willst es wieder kontrollieren, machst Deine Lauscherchen auf und hörst ein Glas. Plötzlich gehts dir schlecht. Warum? weil du enttäuscht bist. weil du insgeheim doch die erwartung hattest, dass er nicht mehr trinkt. machs dir doch nicht so schwer. Erlaub ihm doch süchtig zu sein, erlaube ihm krank zu sein.Schau auf dich. Kontakt ohne Kontrolle scheint dir sehr schwer zu fallen. Aber das sollte eines deiner Ziele sei auf dich zu schauen. darum habe ich schonmal geschrieben, dass ich finde, dass es nicht so schlimm ist mit ihm zu telefonieren solange du dich selbst dabei beobachtest. du solltest dir viel klarer darüber werden warum DU keine beziehung mit einem alkoholiker haben kansnt, warum es keinen sinn macht. wenn er weiter trinkt wirst du auch keine angst vor einem rückfall haben müssen. denn er trinkt ja noch.

    Ich bin ja Kind eines Alkoholikers. Mein Vater hat erst als es kurz vor seinem prophezeiten Ende war, aufgehört zu trinken. meine Mutter hat solange bei ihm ausgeharrt. Sie sind bis heute noch zusammen und mein Vater blieb seitdem trocken. Aber dieses Extreme Leben mußt Du Dir nicht antun. Und bitte setz auch keine Kinder mit einem ALkoholiker in die Welt. Wenn DU durch die Hölle gehen willst dann tu dies bitteschön alleine.

    Die Qualen, die kommen, wenn DU bleibst werden auf jeden Fall größer sein als das, was Du gerade durchmachst.

    Eine Trennung ist auch immer mit Schmerzen verbunden.
    Du trennst Dich aber, um Dich vor noch größeren Schmerzen zu schützen. Und das ist auch vernünftig, da Du noch jung bist und sicher noch eine Familie gründen willst. behalte die auch teilweise schöne Zeit mit ihm in deinem Herzen und lass ihn frei, frei das zu tun was er möchte. Nur so kannst du deine eigenen freiheit auch bekommen.

    Der Trennungsschmerz wird dann schon immer weniger.
    Und es werden noch andere Männer kommen, die Dich glücklich machen. Mal Dir mal genau aus, was Du von einer Beziehung erwartest. Es geht hier nicht so sehr um Liebe.
    Eine Beziehung kann auch mal dann nicht funktionieren, wenn die Liebe da ist. Jeder Mensch hat auch bestimmte Ansprüche, Erwartungen usw, um glücklich und zufrieden zu sein. Da darf man sich nicht selbst belügen..

  • Du hast so Recht.

    Ist ernuechternd das zu lesen, aber Er-NUECHTERUNG ist in diesem Falle sehr gut :)

    Getrennt bin ich. Raeumlich und nicht mehr in der Beziehung. Aber mit der mentalen Trennung haperts wohl noch.

    Kontakt verbiete ich mir, obwohl ich gerne ab und an mit ihm reden wuerde (wie gesagt, gestern hab ich den Kontakt ja gesucht).
    Ich denke halt im Allgemeinen ist es total kontraproduktiv fuer mich (und fuer ihn auch) wenn wir reden. Und ich weiss, wenn ich mich melde, dann meldet er sich auch wieder oefters und dann fallen wir wieder in dieses alte Ding zurueck in das ich nicht mehr moechte. Allein dass er mich dann nach gestern heute Morgen anrief um mir guten Morgen zu sagen (und, dass er mich vermisst), war mir schon zu viel.
    Obwohl ich ja gestern den Kontakt gesucht hatte.

    Bei unserem Telefonat gestern hat er nichts getrunken, ich wuerde das sofort merken, wenn er was trinkt, es ist einfach nur so, dass ich eben wie traumatisiert bin was solche Geraeusche etc. angeht. Das kennt ihr sicher?!?

    Und auch dem will ich mich ja garnicht mehr aussetzen.

    Und dann erwisch ich mich trotz "Wissen" darueber, was ich nicht mehr will, doch immer wieder mit dem Gedanken, dass es ja vl noch eine Chance gaebe, wenn er jetzt, wie du sagst Trockenarbeit leisten wuerde.

    Ob er das tut, darueber kann ich keine Aussage machen, da wir nicht darueber gesprochen haben. Ich weiss nur, dass er es vor 2 Wochen fest vorhatte und bei einer Aerztin war.


    Aber du hast schon Recht. In mir immernoch die kontrollierenden Augen, Ohren, Sinne eben. Und davon muss ich abkommen.
    Gerne wuerde ich sagen, wir telefonieren ab und zu mal, hab aber zu viel Angst davor, dass das IHN und auch MICH selbst dann vom Gehen des Eigenen Weges abhalten koenne, bzw. stoeren koennte.

    Zugegeben ich hab mehr Angst um ihn. Vermutlich bin ich am Ende noch gefaehrdeter.

    Ich kann mir momentan absolut nicht vorstellen auch irgendwie wieder zusammenzukommen mit ihm.
    Wirklich nicht. Und der Gedanke an Kinder, den heg ich nichtmal.
    Ich bin mir da schon sehr bewusst, dass ein Zusammenkommen mit einem nassen Alkoholiker absolut nicht geht.
    Ob es mit einem trockenen Alkoholiker gehen wuerde, weiss ich nicht. Und ob es mit XY gehen wuerde, wenn er trocken waere, das weiss ich noch weniger.

    Ich glaub Silberkralle hat doch Recht, wenn er sagt, 1-2 Jahre trocken und dann Weiterreden.....

    Gute Nacht wuenscht euch allen eine irgendwie leere Miriel

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Guten Abend ihr Lieben.

    Heute war ich mit mir alleine im Kino :)

    Das erste Mal, dass ich das gemacht hab und ich muss sagen, es war ueberraschend angenehm.

    Habe heute viel ueber XY nachgedacht und darueber, ob ich mich melden soll/will/darf usw....

    Uber die Abmachung, die Silberkralle angesprochen hab, hab ich auch wieder herumueberlegt, uebers "Gemeinsame Genesen" usw usw...

    Viele Gedanken und Fragen und doch keine Antwort.

    Immer die Angst, grad das Falsche zu tun und das was Anderes vielleicht besser waere oder richtiger.

    Die Zweifel kommen immer wieder.

    Naechste Woche gehts los nach Mallorca. Seit ich die Reise zugesagt hab, begleitet mich ein Gedanke.
    Was wenn er mich in der Zeit anruft ?
    Muss ich ihm bescheid geben, dass ich 4 Tage im Ausland bin?
    Er weiss, dass ich einen Urlaub mache, aber er wollte nicht wissen wohin und auch nicht mit wem und er weiss auch nicht wann.

    Ich muss mir eingestehen, dass ich mir so einen tollen Strandurlaub nicht richtig goennen kann, weil ich weiss, dass er das grade nicht haben koennte. Ist das krank meinerseits?
    Dieses sich selbst nichts Gutes goennen zu koennen, da der Andere nichts Gutes hat. Oder so irgendwie. Also diese Gefuehle hatte ich auch ganz oft waehrend der Beziehung, sodass ich mich immer schlecht fuehlte, wenn ich mal "Spass" hatte, weil er ja so "litt"...... Sau schlimm.

    Ein Restgefuehl davon ist wohl immernoch uebrig geblieben.
    Kennt ihr das?

    Er hat eigentlich ganz normal reagiert wg des Urlaubs, mehr positiv, hat aber auch zugegeben, dass er neidisch ist (also nicht bloed gesagt oder so). Einen Tag spaeter sagte er dann "Ach, ich will auch irgendwas machen, ich beneide dich drum, ich hab noch 4 Tage Urlaub, ich werd auch ma schauen, was ich machen koennte"
    Also ich hab das nicht so empfunden, als wollte er mir da irgendwie eins reinwuergen. Ne, eher so, als wuerde er halt wirklich denken, mann, ich will doch auch mal raus. Und da er sieht, wie einfach das bei mir geht, will er das auch. Irgendwie so. Oder lieg ich da falsch????

    Mmh..
    Ein anderer Gedanke, den ich habe ist, dass sich das Gefuehl festzusetzen versucht, dass ich ja vielleicht einmal die Woche mit ihm reden koennte. Denn bisher hatten wir nie laenger als eine Woche Kontaktstille.
    Das waere sowas wie kontrollierter Kontakt (vergl. kontrolliertes Trinken???)

    Jetzt waren es wieder 2 Tage still und es ist auch gut so aber ich hab schon fast das Gefuehl dass ich mich inzwischen nun schon damit beruhigen kann zu denken "ach, am Sonntag koennen wir ja wieder telefonieren"
    Ich weiss nicht, warum das so ist.
    Vielleicht sollte ich die 1-Woche Grenze mal ueberschreiten..


    Was sind eure Meinungen dazu??

    Gute Nacht von einer heute ganz zufriedenen Miriel

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Zitat

    Ich muss mir eingestehen, dass ich mir so einen tollen Strandurlaub nicht richtig goennen kann, weil ich weiss, dass er das grade nicht haben koennte. Ist das krank meinerseits?
    Dieses sich selbst nichts Gutes goennen zu koennen, da der Andere nichts Gutes hat. Oder so irgendwie. Also diese Gefuehle hatte ich auch ganz oft waehrend der Beziehung, sodass ich mich immer schlecht fuehlte, wenn ich mal "Spass" hatte, weil er ja so "litt"...... Sau schlimm.

    Ein Restgefuehl davon ist wohl immernoch uebrig geblieben.
    Kennt ihr das?

    Jap, letztes Jahr war ich auch auf Malle. Und in der Woche zuvor war ich mehrfach total traurig, dass ich hinfliege und eine wunderbare Zeit in einem sauteuren 4-Sterne Hotel haben werde und meine Eltern in ihrem Elend zu Hause sitzen und noch NIE in Urlaub geflogen sind- immer mit dem Auto. Und nur kurz in einem schlechteren Hotel, sonst immer in Ferienwohnungen.
    Tja, mich hat getröstet, dass sie das alles auch haben könnten, wenn sie denn wollten. Mal richtig sparen und dann mal nach Malle und nicht in Nachbarländer. Wollen sie aber nicht. Also ist es nicht meine Schuld- sie könnten es besser haben.

  • Ja. Stimmt. Und er koennte das auch.

    Waere er trocken, koennte er alles moegliche. Nicht nur Urlaub auf Malle.

    Ich hoffe einfach fuer ihn, dass es klick macht.

    Ja, das schlechte Gewissen gegenueber dem Vater (bei mir is es nur der Papa) hab ich auch. Der weiss noch garnichts vom Urlaub, aber auch da werde ich mich schlecht fuehlen. Hat er mich nicht jahrelang unterstuetzt, muesste ich ihm nicht eigentlich das Geld geben, das ich jetzt auf Malle ausgebe, weil er mir ja auch mal hier und da eine finanzielle Spritze hat zukommen lassen, wenn es ganz eng wurde.

    Voelliger Irrsinn.

    Die Gedanken gilt es wohl einfach abzustellen.

    Das ist MEIN MEIN MEIN MEIN MEIN Leben.

    So :)

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Liebe Miriel,

    Du sagst es selber: völliger Irrsinn.
    Du bist nicht verantwortlich für das, was Dein Vater/Dein Ex aus ihrem Leben machen. Aber für Deins!!! Das mit dem Urlaub war die richtige Entscheidung....nutz die Zeit in der Ferne, um wieder zu Dir zu finden.

    Muss jetzt los zur Arbeit, deswegen nur so kurz.
    Einen guten Tag wünsch ich
    Alles Gute
    Herze

    Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass es einen Sinn hat - egal wie es ausgeht.

  • TimeIsAHealer schrieb

    Zitat

    Naechste Woche gehts los nach Mallorca. Seit ich die Reise zugesagt hab, begleitet mich ein Gedanke.
    Was wenn er mich in der Zeit anruft ?
    Muss ich ihm bescheid geben, dass ich 4 Tage im Ausland bin?

    Zitat

    Er hat eigentlich ganz normal reagiert wg des Urlaubs, mehr positiv, hat aber auch zugegeben, dass er neidisch ist (also nicht bloed gesagt oder so). Einen Tag spaeter sagte er dann "Ach, ich will auch irgendwas machen, ich beneide dich drum, ich hab noch 4 Tage Urlaub, ich werd auch ma schauen, was ich machen koennte"
    Also ich hab das nicht so empfunden, als wollte er mir da irgendwie eins reinwuergen. Ne, eher so, als wuerde er halt wirklich denken, mann, ich will doch auch mal raus. Und da er sieht, wie einfach das bei mir geht, will er das auch. Irgendwie so. Oder lieg ich da falsch????

    Zitat

    Ein anderer Gedanke, den ich habe ist, dass sich das Gefuehl festzusetzen versucht, dass ich ja vielleicht einmal die Woche mit ihm reden koennte. Denn bisher hatten wir nie laenger als eine Woche Kontaktstille.
    Das waere sowas wie kontrollierter Kontakt (vergl. kontrolliertes Trinken???)

    Wuerde mich freuen, noch Meinungen dazu zu hoeren. :)

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Liebe Miriel,

    drehe das Szenario doch einmal um.
    Was wäre, wenn du ihn anrufen und vier Tage lang nicht erreichen würdest? Du würdest dir große Sorgen machen – an Rückfall, Krankenhaus, ... oder noch Schlimmeres denken.
    Ja, und dann? Deine Gedanken würden um ihn kreisen. Aber: was könntest du tun, selbst wenn er besoffen unter der Brücke oder im Koma im Krankenhaus liegt? Nichts.
    Du möchtest die Kontrolle nicht verlieren – du möchtest informiert sein. Und dieses Gefühl – so denke ich – machst du gerade zu seinem, indem du dich fragst, ob du ihn informieren solltest.
    Aus meiner Sicht: nein, du musst ihn nicht informieren. Er wird es überleben, wenn er dich nicht erreicht. Ganz sicher. Ich würde dir sogar raten, lass dein Handy zuhause.

    „kontrollierter Kontakt“:
    Auch da habe ich den Eindruck, du weißt die Antwort eigentlich selbst. Ich hatte schon vor Eurem letzten Kontakt am WE das Gefühl, dass du dich mit dem Anruf bei ihm belohnt hast. Zum einen für deine Standfestigkeit unter der Woche, zum anderen dafür, dass du dich um dich selbst gekümmert und gearbeitet hast.
    Ich hatte selbst ähnliche Gefühle nach dem letzten Wochenende. – Ich habe mir bewiesen, dass ich durchhalte, also kann ich es ja mal wieder versuchen. Ich hab’s gelassen, aber die Versuchung war da.
    Von daher: ja, Abstände ausdehnen. Kein Belohnungssystem einführen.

    „normale Reaktion“:
    er gönnt dir deinen Urlaub, das ist doch schön. Er überlegt sich, selbst in Urlaub zu fahren.
    Frage: löst es bei dir Ängste aus, wenn er selbst seine Fühler nach neuen Dingen ausstreckt?
    Frage: möchtest du als Indiz für seine beginnende Genesung sehen? Wenn ja, warum?
    Frage: willst du ihm insgeheim vorleben, wie „es“ geht, unabhängig vom anderen Dinge zu unternehmen?

    Das sind meine Gedanken dazu.

    Ganz lieber Gruß von
    Lea

    If you know where you stand
    then you know where to land ...

  • hi liebe miriel,
    schreib dir mal ganz kurz und spontan - da ich selbst Mutter und auch immer noch, gemeinsam mit meinem Mann Unterstützer unserer kids sind - ich seh es so, dass Eltern für IHRE KINDER DA SIND - und nicht umgekehrt - also, das was ich gebe - gern gebe - und wenn es in mir knirscht - weil ich mich vielleicht als Gebende ausgenutzt fühle, dann liegt es an mir - mein Verhalten mein Geben zu überdenken - und notfalls zu ändern -
    mir hat mal jemand gesagt, Kinder können das nie gut machen, was Eltern ihnen gegeben haben - sie machen es in der Weise gut - indem sie, die Kinder ein eigenverantwortliches Leben leben - und das an andere weitergeben - was sie von den Eltern erhalten haben.

    Also, mach dich locker, genies deinen Urlaub - und hör auf, irgendwelche Schulden bei deinem Pa abzahlen zu wollen, die dieser nicht wirklich aktiv von dir einfordert ... :!: LG die SommmerSonnne

  • liebe miriel,

    dein leben, dein urlaub, deins.es darf dir gut gehen auch wenn dem anderen nicht gut geht. dafon darfst du dich nämlich lösen. denn es ist nicht an dir dir ein schlechtes gewissen u machen darüber, das ein anderer mensch es nicht schafft urlaub zu machen, du aber schon.

    geniesse DU DEINS unabhängig vom leid das anderen!

    denn es hat mit dir nichts zu tun ob andere leiden, es sich nicht leisten können ob sie spass am urlaub haben oder nicht. alles dinge die den anderen betreffen und nicht dich ;) hab DU SPASS am leben, ist dein recht es zu tun!

    gruß
    melanie

  • nun das gild auch all den anderen hier im tread die sich darüber gedanken machen und ihr leben nicht leben wollen /können weil sie in gedanken an andere sind und sich selbst dabei vergessen auch mal was gutes sich zu tun ;)

  • Hallo,

    Lea

    Danke fuer deine Antwort. Hilft mir sehr, das zu lesen, weil nochmal hilft, die Dinge zu sortieren, die ich nicht so wirklich klar sehen kann momentan.

    Mit dem "Belohnungssystem" da hast du es glaub ich wirklich getroffen.. So ungefaehr fuehlt es sich an. Wie bei einer Diaet. Und nur Sonntags gibts Schokolade. Auch das falsch, denn um die Einstellung gehts ja, um das Verhaeltnis zum "Suchtobjekt".. oder so aehnlich. Und die muss ja veraendert werden... also Auf ein Neues. Sonntag streich ich aus meinem Kopf. Ich versuche wieder in 24 h zu denken, dann wird mir hoffentlich der Sonntag garnicht so auffallen.

    Deine 3 Fragen.

    Es loest keine Aengste aus, wenn ich merke, er will auch was tun. Ich wuerde mich sehr fuer ihn freuen, wenn er was fuer sich tut. Das Einzige, was ich gedacht habe, als er ueber die 4 Tage Urlaub sprach, die er noch haette war, dass er hoffentlich nicht plant, die bei mir oder mit mir zu verbringen. Nicht, weil ich es nicht schoen faend ihn wiederzusehen. Aber wir wissen ja alle, dass das eben nichts bringen wuerde, wenn ich es noch so gern wuerde, die Zeit mit ihm zu verbringen :(

    2. Frage:

    Mhh, weiss nicht, ich hab ja grad keine Ahnung, was er bezueglich des Alkoholproblems tut und nicht tut, heisst also, was das angeht, haeng ich in der Luft und kann mir auch kein Urteil erlauben, hoffe aber halt, dass er es nicht nur halbherzig macht...
    Ich merke aber schon, dass ich gerne wissen wuerde, was er macht diesbezueglich. Vielleicht hat das was mit Kontrollverlust zu tun meinerseits, den ich ja aber eigentlich angenehm finde, da ich weiss, ich muss garnichts mehr machen. Aber dennoch nach all der Zeit etc. ist es mir natuerlich wichtig, wie es ihm geht und ob er seinen Plan wirklich verwiklicht. Ist das Falsch? Darf ich ihn denn danach fragen??

    3. Frage:

    Es kann schon sein, dass ich mir insgeheim denke, wenn er bei mir sieht, was ich alles mache, dann gibt ihm das vielleicht Motivation eben auch was zu tun. Weil er ja merkt, dass ich mich bewege.

    Aber ich kann jetzt nicht sagen, dass ich mit der Motivation damals zur Beratungsstelle und Selbsthilfegruppe ging. Also die Entscheidungen habe ich immer fuer mich getroffen. Aber dennoch ist der Gedanke da, dass ich mir wuensche, dass er eben sieht, wie "einfach" es eigentlich ist, was zu tun, da ich, die kleine Miriel, das ja auch kann.

    Danke fuer deine Worte Lea :)

    @Sommersooonnnee :)

    Das ist eine schoene Ansichtsweise, finde ich und die sollte ich mir wohl zu Eigen machen.
    Ein eigenverantwortliches Leben fuehren.
    Auf dem Weg bin ich jetzt. Habe meinem Vater aber schon seit fast 1 Jahr jegliche Verantwortung oder sonstiges nicht mehr uebertragen und sie fuer mich selbst uebernommen. Das hat unserem Verhaeltnis sehr gut getan.

    Ich mach mich dann ma locker :) Und flieg nach Malle :D

    Danke.

    Liebe Gruesse

    Miriel

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Melinak :)

    Grad erst deine Beitraege gesehen.

    Ja. Ich DARF es!!
    Ich darf MEINS mit Frohmut leben. Das tut gut, das zu hoeren und zu sagen.

    Ich darf! Ich habe das Recht!

    Ich glaube, dieses Gefuehl, dass man ja egoistisch sei, wenn man auf sich schaut, das ankert bei mir doch eben auch in der Kindheit. Und vor allem in der Jugendzeit. Mein Vater hatte immer groessere Sorgen als wir alle. Er half zwar immer, wenn Not am Mann war, aber dadurch hatte er so eine Rolle des "leidenden Retters", der sein letztes Hemd gibt und den man deshalb auch nie im Stich lassen darf, vor allem nicht emotional. (sehr hoher Druck)....

    Mann.. es tun sich wirklich so manche Abgruende auf.

    Meinst du etwas, die Menschen, die sich hier auch um andere kuemmern machen zu wenig fuer sich?? Sozusagen Co-Abhaengigkeit innerhalb des Forums??

    :)

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Ich weiss nicht, was los ist, mein "Suchtdruck" wird von Tag zu Tag schlimmer.

    Da ich frei habe, versuche ich alles moegliche, um mich abzulenken. Hier schreiben/lesen, rausgehen, saubermachen, putzen, einkaufen, shoppen, usw usw.

    Es scheint nicht zu helfen, weil staendig alles darum kreist, ihn anzurufen und zu fragen, wie es ihm geht und wie es jetzt mit seinem Plan, aufzuhoeren aussieht.

    Wie kann ich das nur abstellen? :(

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Hallo Miriel,
    ich kann Dir nur wieder das gleiche schreiben wie beim letzen Mal.
    vergiß doch einfach mal seine Pläne aufhören zu wollen. Stell Dir vor, dass Du Dich da einfach verhört hast und gut. LASS IHN WEITER TRINKEN. Kümmere dich einfach nicht mehr drum.

    Auch als Alkoholiker kann man in den Urlaub fahren und ich wette, dass Mallorca da sogar ein beliebtes Ziel ist. Wenn er es also will wird er es auch schaffen.

    Glaubst Du dass er sich jemals so viel Gedanken um dich gemacht hast wie du um ihn? Denkst Du dass er jemals gedacht hat, dass er dich doch mal zum Urlaub hätte einladen können statt zu trinken, oder auch nur ein kleines Geschenk zu machen?

    Glaube mir, jede Flasche xyz ist ein kleiner Urlaub für sich. Sogar viel weiter weg, als Du fährst, sozusagen in eine völlig andere Welt.
    Was mein Vater so gesehen hatte, wenn er betrunken war das gibts hier auf diesem Planeten garnicht.

    Die Idee die Abstände immer größer werden zu lassen finde ich auch nicht schlecht. Und wenn Du ihn schon anrufen mußt dann erzähle nur von dir.
    Du brauchst ihn nicht fragen wie es ihm geht und schon garnicht , ob er seine Entzug wirklich macht. Wenn es so sein sollte, dann würde er es sicher von alleine erzählen wollen. Also, lass dich lieber überraschen oder lass seins so wie es ist.

    Die tatsache, dass nasse Alkoholiker ihr Trinken verstecken, verheimlichen, vorgeben nichts mehr zu trinken, vorgeben auf Entzug zu sein. Das gehört alles mit zur Krankheit. So wie Du denkst drehst Du Dich wie im Hamsterrad.

    Ich rate Dir weiterhin, Dich nicht so sehr drauf zu fixieren von IHM Abstand nehmen zu wollen, sondern von Deinen kontrollierenden Gedanken. Du mußt richtig lernen umzudenken und nicht mehr auf diese Co-Knöpfe anzuspringen. Vor allem kein Mitleid und kein Schuldgefühl zulassen.
    Stell Dich einmal selber in den Mittelpunkt Deines Lebens. Jetzt ist die Zeit gekommen, wo sich alle mal für DICH interessieren sollen. Auch er. Und das geht nicht, wenn Du damit beginnst: Hallo, wie geht es Dir. Sag lieber: Na, alles klar bei Dir? Das ist doch doppeldeutig, oder? odernoch besser: Na, Du hörst Dich ja heute gut an. Was hast Du schönes gemacht?
    Leite diese negativen Sachen einfach nicht mehr ein. Wenn er dann anfängt über irgendwas zu jammern, dann frag ihn gleich, was ER denkt dagegen zu unternehmen. Damit überläßt Du ihm klar die Verantwortung für sich selbst. Die besten Vorbilder dafür sind die nassen Alkoholiker selbst. Die scheren sich nicht mehr um andere.
    Dass Du Dir einen Urlaub gönnst ist ja schonmal ein erster Schritt. Dann fang an Dich vorzubereiten. Kauf Dir noch ein paar schöne Sachen zum mitnehmen. Gib Dein Geld für etwas schönes aus, nur für Dich.
    Lass die Raucher rauchen, die Trinker trinken, die Spieler spielen und die Eßsüchtigen essen.
    Wer weiß, vielleicht läuft Dir auch ein andere netter Typ dort über den Weg, der Dir gefallen könnte.
    Du willst doch frei sein, nimm Dir diese Freiheit. Lass alles einfachaml hinter Dir und genieße auch die Vorfreude satt Dich mit Schuldgefühlen rumzuplagen.

    So richitg ist Dir noch garnicht klar, wie sehr Dich ein Alkoholiker mit in den Sumpf reißen würde und nicht die Wimper dabei zucken würde. Zum Glück ists bei Euch noch nicht so weit gekommen. Aber so verläuft der Weg. Das kannst Du ja hier nachlesen. Und dann - nach dem Entzug kannst Du noch damit rechnen , dass er seine eigenen Weg gehen will und Du, die sich so aufgeopfert hat einfach so abserviert wirst. Da wird sich keiner Gedanken machen wie es denn Dir damit geht. Was ich hier mal gelesen habe und ich mir sehr zu Herzen genommen habe ist: Du mußt nichts dafür tun, um geliebt zu werden. Du mußt Dir Deine Liebe nicht erkämpfen. So wie Du bist bist Du liebenswert. Versuche auch Du das mal zu verinnerlichen. Vielleicht schreibst Du DIr mal ein paar Lebensweisheiten auf Papier und hängst sie in Deinem Zimmer auf.
    So, nun wünsche ich mir noch ein paar Tage Reisevorbereitung von Dir zu hören. Also, was packst Du in den Koffer????

  • glück auf miriel

    Zitat von Frozen Tears

    Vielleicht schreibst Du DIr mal ein paar Lebensweisheiten auf Papier und hängst sie in Deinem Zimmer auf.

    sehr gute idee! mit bildern? könnt spass machen und dich auf positive gedanken bringen (und zu dir). :wink:

    also, was packst du ein?


    schöne zeit - n geduldsfadenverstärker

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Schoen von euch zu lesen! :)

    Ja. Ich muss schlicht und ergreifend zu mir kommen. Das ist einfach so und ich merke, wie sehr ich das lernen muss.

    Gestern hat sich XY gemeldet und dann hab ich ihn doch gefragt!
    Heute bereue ich, dass ich nicht einfach bei mir geblieben bin.

    Also wieder auf ein Neues.
    Zu mir finden. Bei mir bleiben. Zu mir finden. Bei mir bleiben.

    Das mit den Lebensweisheiten klingt gut :)

    In meinen Koffer? Ich hab mir sogar schon ein Kleid gekauft fuer den Urlaub ;) Immerhin.

    Ich hoffe wirklich, dass mir der Urlaub mal eine bessere Distanz verschafft zu dem Ganzen. Aber letztendlich muss ich ja auch trotz Urlaubs an mir arbeiten.

    Ich glaube es ist auch mal gut, wenn ich mal mit meinen Gedanken zusammen alleine Urlaub mache (oder so aehnlich ?! ) .. Dieses Taegliche Zermatern muss ein Ende haben.

    Dass ich mit einem nassen Alkoholiker untergehe, da hast du vollkommen Recht. Und das weiss ich auch und das will ich auch garnicht.

    Weiterhin sollte ich mir Lindis Worte zu Herzen nehmen, dass ich mit meiner Co-Persoenlichkeit die Suchtbeziehung perfekt am laufen hielt/halte und dass das auch nicht funktionieren kann. Hin oder Her.

    Ich hab mich getrennt und sollte zu dieser Entscheidung mit allen Konsequenzen stehen, und nicht herumeiern, so wie ich es gerade mache.

    Und ja ich gebe zu, dass sein vermeintlicher Versuch aufzuhoeren, mich gewaltig ins Schwanken brachte und bringt und mich das auch selbst aergert, dass ich da so am Broeckeln bin. Das sollte nicht sein!

    Ich lasse SEINS bei ihm und kuemmere mich um MEINS.

    @Mathias

    Schoen von dir zu lesen :)
    Ich bin gerade mit deinem Thread beschaeftigt, 200 Seiten sind aber natuerlich keine Sache von einem Tag ;) Aber ich arbeite dran :) Sehr interessant zu lesen deine Geschichte. Danke fuers Teilen.

    Ok... Sachen fuer den Urlaub... mmmh... Ok Lebensweisheiten.... Ok ich starte mal in den Tag, Wohnung urlaubsbereit (also blitzblank) machen, Waesche fertig, Liste, Koffer bereit, fehlende Sachen einkaufen, und und und. Ich hab genug Beschaeftigung, um mich nicht mit dem Anderen zu beschaeftigen.

    Ich freu mich auf den Strand! Und vor allem darauf, seit Ewigkeiten mal wieder ins Meer zu gehen!! :)

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Glück auf Miriel, ;)

    und auf´s Meer....auch wenn ich nicht hingehen werde so schnell.....

    FREUE ICH MICH MIT DIR !!!!!

    Es gibt doch fast nichts schöneres auf der Welt.

    Still da sitzen und lauschen,
    plantschen,
    daneben spazieren gehen,
    Sandburgen bauen,
    sich fast die Füße im Sand verbrennen,
    nachts nackig baden, ;)
    schnorcheln,
    vielleicht sogar tauchen........

    Das wird bestimmt richtig, richtig super !

    Wann geht es los ?

    :D Marion

  • guten morgen miriel

    du fragst ob das helfen anderer und das schreiben bei anderen co abhängig sein kann? ich weiss das ich anfangs viel bei ANDEREN gelesen und geschrieben habe und das ich viel tips gegeben habe wie man sich hier und da bei alkoholikern verhällt. ehrlich gesagt war ich da noch voll und ganz im co drin. mir selbst mal gedanken über MEINS zu machen gelang mir nur selten, weil ich mir ja gedanken um andere machte. andere die sich trennen, ich hatte das ja schon durch. die hatten es doch schlimmer und vor sich, ich bin ja schon fertig gewesen. doch das meine coabhängigkeit nicht sofort mit der trennung weg ist merkte ich doch erst viele jahre später. es gibt so viel möglichkeiten das co aus zu leben. meisst unter dem "deckmäntelchen" des helfen wollen, denn da steckt ein eher sich selbst verstecken und nicht an sich ran lassen dahinter ;). ist ja einfacher sich gedanken um andere zu machen wie um sich selbst ;)

    das ich als EK von den eltern geprägt wurde ja nie egoistisch zu sein, das das böse ist an sich zu denken. das man an andere zu denken hat und dann erst an sich diese überzäugung sitzt ziemlich tief.

    es bedeutet ja nie, das wenn ich an mich denke gleichzeitig die anderen dabei aussen vor lasse und vergesse. sondern das ich manches tu, (so wie du ja auch jetzt urlaub machen), was ICH brauche unabhängig vom leid des anderen.das ist gesund.:)

    denn wenn du bedenkst, was hilft einem alkoholiker am besten? das er für sich ganz allein feststellt das er krank ist. da helf ich ihm am besten ihn allein damit zu lassen. meins zu machen. nur so kommt er dazu zu erkennen (oder auch nicht) das er was für SICH tun muss.mich geht das alles nichts mehr an ;)

    schönen urlaub :)

    gruß
    melanie

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