• Hallo Ihr - Guten Morgen!

    @ Jürgen: Ist schon erstaunlich wie unterschiedlich man das von Dir zitierte auffassen kann. Für mich sagt diesen Satz nur jemand der länger, zufrieden abstinent ist - mit allen Höhen und Tiefen die das Leben mit sich bringt trocken zu bleiben. Ich bereue auch keinen Tag meiner Abstinenz obwohl ich nicht nur durch rosige Zeiten durch bin in den letzten Monaten.

    @ Bruce: ich hatte auch Verständnisprobleme, lasse es jetzt aber mal so stehen.

    @ Matthias: Danke für die Wünsche, Dir das Gleiche :) Die Hobbys entwickeln sich wirklich erst langsam wieder. Ist auch in Ordnung so - von einem Exzess (saufen) in den nächsten z. B. hektische Betriebssamkeit wollte ich ich nicht stürzen. Ich versuche bei vielen Dingen geduldiger zu sein.

    @ Pink-Lady: Ich danke Dir fürs Daumendrücken - hat was gebracht :D Alles in Ordnung. Jetzt kann ich wieder mein moderates Sportprogramm aufnehmen.

    Nachdem nun gestern der vorerst letzte Termin war der mir nicht aus dem Kopf gehen wollte und mich "blockiert" hat, versuche ich nun wirklich wieder etwas entspannter zu werden.

    Wenn meine Eltern im Sommer da sind, kommt meine Tagesstruktur immer sehr durcheinander. Das ist erstmal die letzte große Baustelle die ich noch angehen möchte. Mich von den Erwartungen meiner Eltern noch mehr zu lösen und nicht nur Dinge die mir wichtig sind durchzuziehen, sondern auch locker dabei zu bleiben, grübeln und schlechtes Gewissen auf ein gesundes Maß zurückfahren - nicht einfach die Übung, aber auf dieses Auf und Ab jedes Jahr in meiner Gefühlswelt habe ich keine Lust mehr.

    Habt einen schönen, trockenen Tag - tut Euch was Gutes!
    LG
    rote Bete

  • Hallo Ihr!

    @ schnuffig: Oooooohhhhmmmm :lol: Stimmt Du hast recht. Ich kenne eine Frau die ist selber so was von unausgeglichen, trinkt zu viel, ist unruhig, gestresst usw. will aber ständig anderen helfen. Meine Mutter... Das kann nur schief gehen. Ich kümmer mich vor allem erstmal um meine innere Ruhe, dann kann ich auch anderen helfen.

    Wir waren fast 2 Wochen krank mit einer Erkältung und haben die Zeit genutzt, immer mit Pausen, um bei uns wiedermal etwas zu renovieren und umzugestalten. Unser Hobby... mein Freund ist selbstständig und das Geld durch die Krankheit wird uns sehr fehlen, ich bin aber sehr froh das er so vernünftig war und zu Hause geblieben ist.

    Die letzten Tage konnte ich wieder etwas entspannen. Ohne Alkohol geht das mit dem wieder zu sich finden und ruhiger werden so schnell - ich bin immer wieder erstaunt und dieses Gefühl stabiler und belastbarer zu werden gibt mir eine ungeheure innere Freude - kaum zu glauben. Ich freue mich einfach nur.

    Habt ein schönes, trockenes (apropo Schietwetter) Wochenende!
    Lieben Gruß
    rote Bete

  • Guten Morgen!

    Ich hoffe es geht Euch gut? In den letzten Tagen sind ja eine Menge neuer Leute hier ins Forum gekommen. Das freut mich.

    Heute schreibe ich mal über meinen Saufdruck in den letzten Wochen/Monaten. Es ändert sich, ist zwar oft noch da dieses Gefühl: JETZT was trinken, aber der Gedanke an den Tag danach lässt mich schnell wieder klar denken.

    Ich wusste Anfang des Sommers nicht, oder konnte es mir nicht vorstellen wie ich diese Zeit trocken "überstehen" kann. Es ging - gut sogar. Vor ca. 2 Monaten haben wir im Wohnzimmer renoviert. Der Saufdruck beim streichen war enorm, Alkohol war immer eng damit verknüpft. Bei unserer aktuellen Renoviererei war der Saufdruck kaum noch vorhanden. Gestern abend ja, bei dem Gedanken: "Projekt abgeschlossen, Tassen hoch" war ich doch gestresst.

    ABER: ich bin wieder so froh heute morgen, klar und nüchtern schaue ich aus dem Fenster und sehe in eine graue Suppe :lol: Mistwetter!!! Aber genauso wie ich mir nicht vorstellen konnte den Sommer trocken zu erleben, dachte ich über die bevorstehende trübe, graue Zeit. Es wird gehen, es ist möglich und das auch gut. ;) Bei anderen hier die lange Jahre trocken sind ist mir das natürlich klar das sie das auch erlebt haben und bin froh sie zu lesen, aber ich selber denke halt noch in relativ kleinen Schritten, in Jahreszeiten :lol:

    Habt einen schönen trockenen Tag, tut Euch was gutes
    Lieben Gruß
    Sabine

  • Hi rote Bete!

    Das mit dem "Gedanken an den Tag danach" hilft mir auch immer sehr gut!

    Ich stehe auch grad mitten in einem Umzug mit allem, was dazu gehört. Da wird mir momentan auch mulmig. Es wird der erste Umzug seit langem sein, bei dem ich nicht trinke bzw. total betrunken bin. Vermutlich werde ich nach DEM Umzug mal recht frisch und glücklich in der neuen Wohnung erwachen.

    Arbeite um zu leben - lebe nicht um zu arbeiten!

  • Hallo Ihr Beiden,

    schön, dass ihr die Tage trotz Saufdruck gut überstanden habt. Der wird mit der Zeit immer weniger. Ich denke auch noch oft über die vielen Nachteile des Alkoholkonsums nach, aber noch mehr über die vielen positiven Seiten des Nichtrinkens!! Sehe ich trinkende Menschen, bin ich froh und dankbar, dass ich nicht mehr trinken muss. Dass ich diesem Zwang entkommen bin. Manchmal frage ich mich, warum ich es nicht schon viel eher geschafft habe. Ich glaube, mir war vorher die Ernsthaftigkeit meiner Lage nicht bewußt. Erst als ich mich wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt habe, konnte ich aufhören.

    Schönen Abend wünsche ich noch

    Pink-Lady

  • Hallo Ihr!

    @ Hallo Mark: Auch wenn Du durch den Umzug viel um die Ohren hast, vergiss nicht Pausen zu machen, viel Wasser griffbereit zu haben und was zu Essen. Wenn man die Grundbedürfnisse ignoriert, kann das ganz schnell zu Saufdruck führen. Trocken zu werden und dann in einer neuen Umgebung zu starten kann glaube ich auch richtig gut sein. Guten Start im neuen Heim wünsche ich Dir.

    @ Hallo Pink-Lady: Danke für Deine Worte, vor allem das der Saufdruck weniger wird, will sich bei mir noch nicht so richtig bemerkbar machen. Ich glaube Dir aber.

    Ich denke schon noch täglich an Alkohol jetzt nach fast 5 trockenen Monaten. Sei es durch Werbung, trinkende Menschen die ich sehe, oder so eine Situation wie heute. Wir haben noch am Nachmittag was im Garten gemacht und ich dachte: "normalerweise" würde ich jetzt einen Glühwein trinken um mich aufzuwärmen. Diese Gedanken kommen halt für meinen Geschmack einfach noch zu oft.

    Da kommt dann schon schon so etwas wie Selbstmitleid in mir hoch. Ich hasse das :evil: Dieses: ich arme Sau-Syndrom, gedanklich haue ich mir dann selber auf die "Finger" und mach mir halt einen heißen Tee und esse ein paar Keckse.

    Dieses Selbstmitleid kommt, denke ich, hauptsächlich von dem Gedanken nicht "normal" mit Alkohol umgehen zu können. Schon vor einigen Jahren habe ich mir aber mal die Frage gestellt, ob es den Genusstrinker überhaupt gibt. Ich glaube Nein. Jeder der Alkohol konsumiert tut es in meinen Augen wegen der Wirkung, sei die Menge auch noch so klein.

    Ansonsten habe ich eine gewisse Milde in der letzten Zeit an mir festgestellt. Die anfängliche Wut nach dem Trockenwerden ist einer wesentlich größeren Toleranzgrenze gewichen. Ich werde nie ein kleiner Buddha sein, aber ich spiele innerlich lange nicht mehr so doll Rumpelstielzchen. :lol:

    Ach ja, letzte Woche habe ich NEIN gesagt. Nicht in meinem engen Umfeld, da ist das nicht so das Problem, und bei etwas wobei andere keinen Gedanken drüber verschwenden, aber für mich ein richtig gutes Gefühl! JEAHHHH!

    Alles in allem bin ich mit dem heutigen Tag zufrieden und das aufschreiben und etwas die Gedanken hier sortieren tut gut.

    Habt einen entspannten, trockenen Abend
    Lieben Gruß
    rote Bete

  • Hallo Rote Bete,

    Gedanken sortieren finde ich gut.
    Also ich denke schon lange nicht mehr an Alkohol. Natürlich setze ich mich damit auseinander, so schon. Manchmal stehe ich plötzlich beim Einkaufen vor einer Flasche Wein. Die Angebote werden doch manchmal mitten in den Gang gestellt. Dann überlege ich mir, was die nun bei mir auslöst. Ich war ja nur Weintrinkerin. Aber da kommt nicht viel. Für mich ist das Thema abgehakt. Es nützt auch irgendwie so gar nichts, wenn man immer wieder darüber nachdenkt, ob man nun verzichten muss oder ob es einem schwerfällt und ob man denn nun eine ganz arme Sau ist.... Das ist so mein Weg. Wenn ich der Flasche Wein gegenüber stehe, bin ich gedanklich schon wieder weg, zur Tagesordnung übergegangen sozusagen.
    Ich hoffe, es bleibt so.
    Bei mir hat sich der Gedanke breitgemacht, dass ich erleichtert bin, nicht mehr trinken zu müssen und auch zu wollen.
    Vielleicht braucht es bei Dir nur etwas länger... Die zufriedene Trockenheit.
    Dass ich bei besonderen Situationen denke: Da hättest Du normalerweise die Flasche aufgemacht, habe ich allerdings auch immer noch. Das finde ich normal und dient sicher auch der Abgrenzung.
    Wir bekommen das schon gebacken.....

    LG Pink-Lady

  • Guten Morgen.

    Dieses Gefühl nicht normal zu sein, weil man nicht "normal" mit Alkohol umgehen kann kenne ich sehr gut. Nach fast vier Monaten denke ich auch noch vereinzelt: Ist das wirklich so? Hab ich alles ausprobiert? Alle Möglichkeiten durch? Werd ich mich jemals wieder gehenlassen können auf diese so verführerische Weise, die nur der Alkohol es schafft in mir auszulösen. Bin ich stark genug für das nüchterne Leben?

    Ich habe mich entschlossen die Antworten auf diese Fragen nüchtern herauszufinden. So wie Du. Zweifel und Ängste gehören dazu. Dieser Kampf geht über die vollen zwölf Runden und wie Pink Lady schon meinte diese zufriedene Trockenheit: das dauert ne Weile.

    Aber irgendwann werden auch wir entspannt mit nem Glas Brause und ner Bratwurst am Grill im Garten stehen und denken: What a wonderfull life ;)

    lg Maik

  • Hallo Ihr!

    @ Pink Lady: Danke für Deine Worte. Ich bin ja schon sehr oft zufrieden und bin dankbar für jeden trockenen Tag, aber es gbit noch viele Situationen in denen sich bei mir erstmal eine trockene Routine einsteillen muss. Aber: "Wir kriegen das gebacken" erwiedere ich gerne :)

    @ Maik:

    Zitat von ehbolle


    Aber irgendwann werden auch wir entspannt mit nem Glas Brause und ner Bratwurst am Grill im Garten stehen und denken: What a wonderfull life ;)

    :) Bei uns eher Tofuwürstchen :wink: Ist schon bescheuert irgendwie. Wir achten seit einigen Jahren sehr auf unsere Gesundheit was das Essen betrifft, haben aber kräftig gebechert. Aber a wonderfull life ist es doch jetzt schon. Danke für Deine Zeilen, gut zu lesen das es anderen ähnlich geht.

    Die letzten beiden Tage geht mir meine Therapie durch den Kopf. Ich habe ja nun schon einiges an psychologischer Begleitung als Hilfe gehabt, im Moment komme ich aber mit meiner Therapeutin nicht wirklich weiter.

    Ich habe beim letzten Gespräch meinen Saufdruck angesprochen und auch nochmal das doch sehr schwierige Verhältniss zu meiner Mutter, aber da kam kein "Schubs" zur Selbsthilfe. Ich werde das wohl ansprechen müssen, weil wenn das so weitergeht kann ich auch mit meiner Schrankwand reden :roll:

    Ach ja, Schrankwand... wir sind immernoch beim umgestalten. Alles hat mit einem Spiegel angefangen der nicht mehr richtig gepasst hat und nun ist das komplette Wohnzimmer umgestaltet :lol: Ein bischen irre und nun reichts auch wirklich. Heute will ich noch ein paar Sachen zur Müllabfuhr bringen, dann wird richtig sauber gemacht und dann muss ich mal meinen Popo wieder mehr außer Haus bewegen.

    In den letzten Tagen konnte ich wieder viel aus den Beiträgen hier im Forum ziehen. Wie jeder auf seine Lebensumstände reagiert und dann agiert kann wirklich sehr helfen.

    Es geht mir gut und heute bin ich besonders dankbar dafür wie gut es mir geht ohne Alkohol.

    Habt einen schönen Abend, tut Euch was gutes.

    Lieben Gruß
    rote Bete

  • Hallo RB,

    Zitat

    Ich habe ja nun schon einiges an psychologischer Begleitung als Hilfe gehabt, im Moment komme ich aber mit meiner Therapeutin nicht wirklich weiter.

    Oder kommst Du einfach nicht weiter? Vielleicht ist es ja auch nur ein Anstoß von Deiner Therapeutin, sich mal ohne sie um Deine Probleme zu kümmern...


    Grüßle

    BC

  • Hallo rote Bete, deine Gedanken um den Saufdruck im Zusammenhang mit verschiedenen Situationen hat mich die letzten Tage auch beschäftigt. Bei mir sind es ja meistens diese Einkaufsfreitage- wie heute wieder einer ansteht. Im Moment habe ich ein gutes Gefühl, aber die Tatsache, dass die meisten Alk.regale an der Kasse stehen -und da muss man ja leider Gottes dran vorbei-löst gerade ein bischen Kopfkino aus. Ich habe noch ein paar Stunden Zeit und versuche mich dahingehend etwas ablenken.
    Dir einen schönen trocken Tag wünscht Angie

  • Hallo rote Bete!

    Ich glaube schon, dass es da sehr vereinfacht Parallelen gibt zwischen (meiner) Mama und dem Saufen, zumindest was das Ende der Gedanken betrifft.
    Von ersterer lasse ich mich nicht mehr misshandeln und manipulieren und durch zweiteres misshandle ich mich nicht mehr selbst und manipuliere mich nicht mehr selbst.

    Je klarer die Erkenntnis ist, dass ich genau das getan und zugelassen habe, desto weniger wahrscheinlich ist, es, dass mir das nochmal passiert.
    Und ich meine mit Erkenntnis nicht nur die im Kopf!

    LG!

  • Hallo RB,

    gestern Abend aß ich einen typisch russischen Eintopf (Borschtsch), dessen Hauptbestandteil ein leckeres, rotes, Vitamin-B-bombiges Wintergemüse ist. Da dachte ich, ich schau mal hier vorbei - aber seit längerer Zeit herrscht hier Funkstille :(

    Hab ich etwas verpasst? Geht es Dir gut? Gib mal wieder ein Lebenszeichen.

    Schöne Grüße von Georg

    Suche nach Erfolg, nicht nach Perfektion. Vergiss nie dein Recht, dich zu irren, weil du dann die Fähigkeit verlieren wirst, Neues zu lernen und in deinem Leben vorwärts zu gehen. Erinnere dich daran, dass sich hinter Perfektionismus immer Angst verbirgt.

  • Hallo Ihr!

    Seit Tagen lese ich hier wieder mit - gerade in diesem Forum gibt es für mich Hilfe zur Selbsthilfe von Menschen die es länger geschafft haben trocken zu sein.

    Ich bin einige Wochen nachdem ich hier nicht mehr geschrieben habe rückfällig geworden.

    Das unten zitierte hat an meinen Grundfesten gerüttelt:

    Zitat von schnuffig


    Ich glaube schon, dass es da sehr vereinfacht Parallelen gibt zwischen (meiner) Mama und dem Saufen, zumindest was das Ende der Gedanken betrifft.
    Von ersterer lasse ich mich nicht mehr misshandeln und manipulieren und durch zweiteres misshandle ich mich nicht mehr selbst und manipuliere mich nicht mehr selbst.

    Je klarer die Erkenntnis ist, dass ich genau das getan und zugelassen habe, desto weniger wahrscheinlich ist, es, dass mir das nochmal passiert.
    Und ich meine mit Erkenntnis nicht nur die im Kopf!

    Nachdem meine Mutter mit Mann letzten Sommer wieder weg waren, kann ich meinen Rückfall nur mit Erleuchterungstrinken "begründen".

    Das zitierte konnte ich für mich bis jetzt nicht so in Worte fassen, bzw. habe mich als "Kind" nicht getraut. Besonders das diese Erkenntnis nur nur im Kopf ankommen muss, sondern auch im Herzen, hat mich fertig gemacht.

    Ich danke Schnuffig dafür, das sie das so geschrieben hat, bei mir hat es eine Lawine ausgelöst. Ich habe den Kontakt zu meinem leiblichen Vater seit ein paar Jahren abgebrochen, aber ich werde es nicht schaffen mit komplett von meiner Mutter zu lösen. Mir bleibt nur die Möglichkeit anders mit ihr umzugehen, was mir ein Vorfall vor ca. 1 Monat wieder bestätigt hat. Das wird harte Arbeit...

    Seit dem 21.Mai habe ich nun die Flasche weggestellt. Was kann ich anders machen? Ich wünsche mir, das ich meine soziale Phobie überwinden kann und zu einer SH gehe, Termine habe ich rausgesucht.

    Genug fürs erste, ich bin noch sehr verunsichert - ich werde weiter bei Euch lesen und lernen.

    Ich wünsche Euch gute, trockene 24h.

    LG
    rote Bete

  • Hallo rote Beete!

    Alles was deinen Rückfall betrifft, lasse ich jetzt einfach mal so stehen.

    Du schreibst, dir bleibt nur die Möglichkeit anders mit deiner Mutter umzugehen.
    Sagen wir mal deine Mutter wäre ein Krokodil. Es hat dich schon einige Male gebissen, lebt aber trotzdem im selben Zoo wie du.
    Jetzt gehst du anders mit dem Krokodil um, denn das tut ja sehr weh, wenn es beißt.
    Vielleicht bringst du ihm was zu essen, oder vielleicht verwendest du Worte von denen du glaubst, dass sie das Krokodil nicht aufregen, vielleicht singst du ihm was vor.
    Ich sag dir eins, dem Krokodil ist das egal! Es ist und bleibt ein Kaltblut und es wird dich unter Wasser ziehen wenn es dich zu fassen bekommt.
    Das einzige was du also tun kannst, ist anders mit DIR umzugehen.
    Du musst dich beschützen!
    Das wird auch harte Arbeit!
    Aber das Krokodil namens Mutter lass mal schön in seinem Sumpf.

    Auf ein Neues!

    :)

  • Hallo Schnuffig!

    Über Deine Beschreibung musste ich (das Kind in mir) herzlich lachen. :lol:

    Ich habe mich vielleicht nicht gut ausgedrückt - schriftlich finde ich das auch recht schwierig manchmal - sicher kann nur ICH mich ändern. Das beißende Krokodil ist festgefahren...

    Was ich mit meinem Post ausdrücken wollte: in vielen Jahren der Therapie habe ich so einiges aufgearbeitet und kann mit bestimmten Situationen besser umgehen. Aber das ich INNERLICHEN Abstand zu meiner Mutter brauche, hatte mein Herz noch nicht begriffen. Ich habe immer versucht das rational zu verarbeiten - kühl, distanziert habe ich versucht sie zu verstehen. Das aber ihre Reaktionen sich nicht ändern werden, sie nicht anders kann, verletzt meine Seele immernoch, immerwieder. Das Kind in mir versteht das nicht - da meinte ich, setzt meine Arbeit an.

    Mein Lösungsweg wird wohl sein, ihr so wenig Raum in meinem Leben zu geben wie möglich. Wir kommunizieren sowieso seit Jahren auf einer sehr oberflächlichen Ebene und ich habe den Kontakt seit Monaten reduziert. Nun steht aber wieder der jährliche Sommerurlaub der beiden hier an (Ferienwohnung), ich werde mich rar machen...

    LG
    Sabine

  • Hi!

    Weißt du was ein "normales" (inneres) Kind macht, wenn man sagt, da ist ein fieses Krokodil und es wird dich unter Wasser ziehen?
    Es brüllt so laut es nur kann: Kasperl! Kasperl! Kasperl! Oder auch nach wem anderen. Aber es lacht nicht.
    Also ruf mal nach dem Kasperl. :)

    Ja falls du aus deinem Rückfall Schlüsse gezogen hast, musst du dich rar machen.
    Und, nachdem du in keiner SHG bist, hier schreiben.

    LG

  • Hallo Sabine,

    machst du jetzt aktuell einen Kalten Entzug oder warst du erneut beim Arzt? Bitte geh kein Risiko ein.

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

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