Grundbaustein Nr. 7 Abgrenzung - mögl. Trennung

  • Ich komme mal sarawen zur Hilfe

    Sie schreibt von Frauen die mit ,,nassen,, Partnern Kinder gezeugt haben und das halte ich auch für verantwortungslos!

    Meistens ist es anders herum,man hat den Partner plant Kinder etc und die Sucht kommt später schleichend dazu,was ja auch ein ,,Erkennen,, so schwierig macht.
    In meiner Ehe war das so und bei der Trennung dachte ich zuerst an die Kinder ,wollte ihnen so ein Leben ersparen.

    LG R..

  • Hallo,
    Meiner Meinung nach ist das Festhalten am suchtkranken Partner krankhaft und auch egoistisch.
    Kinder werden zwar versorgt, aber frei im Handeln und Denken ist ein Co wohl kaum.
    Dies wird wohl verdrängt, oder es wird geglaubt, die Kinder bekommen nichts mit.
    Ich Wünsche keinem Kind ein Aufwachsen in Suchtstrukturen.

    Meine Kinder haben mich Ca 3 Jahre in einer solchen Beziehung erlebt, es war grauenhaft für sie.
    Ich fühle mich heute nicht mehr schuldig und wir haben als Mutter und Kinder zu einer Familienstruktur zurückgefunden, es darf jetzt gut sein.

    Stark habe ich mich damals nicht empfunden, eher als Verräterin meinen Kindern gegenüber.

    Susanne

  • Hallo zusammen ,

    Ist nicht gerade das Verantwortungsgefühl gestört?

    Nun komme ich mal aus der Alkoholiker Ecke zu Euch. Als ich noch gesoffen hatte ich nie das Gefühl verantwortungslos zu sein .

    Ich denke das dieses Verantwortungsgefühl, auch bei den CO, sich verschiebt . Einerseits wird verantwortungsvoll , zum Schutz der Kinder,, eine Trennung angestrebt (das ich auch unterstütze)

    Im Umkehrschluss das verantwortungsvolle Gegenargument, das die Kinder Ihren Vater brauchen und den dazu gehörenden finanziellen Hintergrund.

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Hartmut
    Sicher als Ehefrau und Mutter kann man nur das kleinere Übel wählen.
    Ich trennte mich da waren meine Kinder 5 und 9 Jahre alt,fortan lebten wir immer finanziell bescheiden.
    Der andere Weg wäre gewesen abzuwarten und nun kommts mein Exmann lebte danach noch 23 jahre weiter durchgehend mit Alkohol und starb dieses Jahr qualvoll an den Folgen.Schon erstaunlich was so ein Körper alles wegstecken kann bis er aufgibt.
    Ps als wir uns kennenlernten sah ich noch kein Alkoholproblem habe sowas auch nirgendwo in meiner Herkunftsfamilie.

    Den letzten xy lernte ich erst kennen als beide Kinder schon erwachsen und aus dem Haus waren,somit waren sie damit im Alltag nicht belastet.
    Sicher haben sie sein Tun beobachtet aber mehr eben auch nicht.
    LG R..

  • Hallo renate

    mir geht es nicht um das Übel oder die Entscheidung . Mich würde interessieren ob das Verantwortungsgefühl noch da ist oder nicht.

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo!

    Die Verantwortung hat mich fast erdrückt. Auf der einen Seite für die Kinder, auf der anderen Seite für meinen Mann, dann die Arbeit, der finanzielle Rahmen der gestemmt werden musste.
    Wenn ich schreibe ich war stark, dann nicht mit Stolz, es war keine Sache auf die ich stolz war, es war eine Notwendigkeit.
    Er hat schon immer gerne Alkohol getrunken, er war Pegeltrinker, er lief nicht sturzbesoffen durchs Leben, dadurch dauerte es länger bis ich an dem Punkt war an dem mir klar wurde dass es so nicht mehr geht.

    Ganz sicher hab ich Fehler gemacht, aber es trifft mich schon wenn ich hier egoistisch und feige genannt werde.

    Clärchen

    Das Leben muss nicht immer perfekt sein, um wundervoll zu sein❤️

  • Guten Morgen!

    Das Thema hat mich noch bis in die Nacht beschäftigt.

    Wir reden hier von (anfangs) ganz normalen Familien. Der Alkohol ist da, aber nicht so dass jeder Co die Gefahr klar erkennt. Man bekommt Kinder, der Alkobol wird mehr. Ein Haus wird gebaut, der Stress wird mehr, der Alk auch. Aber es wird heimlich getrunken wenn der Co seinen Verdacht ausspricht wird geleugnet, beschwichtigt oder sogar für einige Zeit wenig bis gar nicht getrunken. Der Co denkt "Naja, so schlimm ist es doch nicht " man liebt den Partner, will die Familie zusammenhalten, noch ist der Alk auch nicht die "versoffene Bestie ". Mein Mann war ein hochbegabter Wortverdreher. Am Ende der Diskussion war ich plötzlich die Böse und er der arme Kerl. Die guten Phasen zwischendurch geben Hoffnuung, alles wird wieder gut. Umso tjefer der Fall wenn es wieder losgeht.
    Ich steckte in eimem Kreislauf, und es ging bergab. Eines Tages sah ich glasklar was los war, es gibt diese Schlüsselmomente, Tiefpunkte.
    Es ist doch nicht so das wir Cos wissend mit Alkoholikern Kinder zeugen, und blauäugig in diese Misere stolpern.
    Es entwickelt sich über Jahre. Und auch das Ende braucht Zeit.

    Ist nicht der Alkoholiker "schuld "(mit dem Wort tu ich mir schwer) , durch sein Handeln,seine Lügen geht die Familie kaputt. Kein Co macht einen Partner zum Alkoholiker, aber jeder Alkoholiker seinen Partner zum Co.
    Ich will hier keine Schuldsprüche " hin und her schieben. Es gibt Fehler auf beiden Seiten, aber der Vorwurf egoistisch gehandelt zuhaben, der trifft einen wunden Punkt bei mir.Besonders in Verbindung mit unseren Kindern.
    Aus Kindersicht stimme ich zu dass es schlimm ist ausharren zumüssen, verstehe auch die Denkweise etwas, aber es ist anders wenn man die Mutter ist. Hätte ich mir als Jugendliche so auch nicht vorgestellt, da war ich auf beide sauer, den pöbelden Vater, die schlichtende Mutter.

    CLÄRCHEN

    Das Leben muss nicht immer perfekt sein, um wundervoll zu sein❤️

  • Hallo Clärchen,

    ich habe nicht dich persönlich gemeint, sondern meine Meinung geschrieben...im allgemeinen.
    Ich war auch nicht in der Lage , Konsequenzen zu ziehen, erst einmal, doch ich spürte immer, dass das, worin ich mich befand, falsch war.
    Falsch für mich und falsch für meine Kinder.
    Es ist etwas anderes, ob ich mir selber schade oder durch mein Verhalten Kinder mit in etwas reinziehe.
    Auch, wenn es eigentlich nicht so gewollt ist.

    Es geht mir lediglich um die Reflektion auf diese Zeit:
    ich halte es für falsch, die Schuld zu verteilen.
    Ich finde es wichtig, zu dem zu stehen, was ich durch mein Verhalten angerichtet habe.
    Mir kommt es ein wenig so vor, als würde ein Alkoholiker im Nachhinein sagen:
    " Ich habe doch nur Rotwein getrunken, ich konnte noch arbeiten...".
    Das ist für mich die gleiche Verniedlichung der ganzen Misere.

    Ich bin mir sicher, dass Kinder den saufenden Part und den Co - Part als gleich schrecklich erleben.

    Und nein, nicht jeder wird zwangsläufig zum Co, wenn der Partner suchtkrank wird.

    Solltest du dich beleidigt fühlen, das war nicht meine Absicht.

    LG
    Susanne

  • [/quote]

    Liebe Sternenhimmel,

    kann man so verzweifelt sein und ein Kind mit einen versoffenen Mann zeugen? Hast du das getan?
    Ich arbeite gerade meine Kindheit auf und nein es hat nichts mit tickenden Uhren zu tun. :)
    Meine Mutter wusste angeblich nicht wohin und blieb deswegen. Fadenscheinige Gründe gepaart mit verantwortungslosen Handeln. Sie hat alles ausgeblendet und ja ich habe mit ihr darüber gesprochen denn dieses Thema ist Bestandteil meiner Therapie!

    Meine Mutter lief wie Mrs. Sorglos durch die Gegend - Hauptsache sie konnte im Häusschen wohnen bleiben.
    Das wünsche ich keinen Kind ... !! Es liegen 30 Jahre Alkoholismus meines Vaters hinter mir ... und nein das Zeugen von Kindern soll hier kein Thema sein ... da hoffe ich auf Verstand denn die Erbschäden möchte ich hier nicht zum Thema machen.

    LG

    S.

  • Hallo!

    Nein, ich bin nicht beleidigt, es gab mir nur Denkstoff.
    Glaubst du wirklich es gibt Partner die nicht Co werden? Die ganz bei sich bleiben und sofort gehen können? Klingt für mich nach "Aliens". Ich kann mir nicht vorstellen so rational zuhandeln, so bin ich nicht....deswegen bin ich eben co....

    Ich schiebe hier zuhause auch keine Schuld hin und her. Ich bin ja noch mit meinem Mann zusammen, deswegen müssen wir anders damit umgehen, wenn ich bei jedem Streit die " du hast aber jahrelang gesoffen "-Keule auspacke, dann macht unsere Beziehung keinen Sinn.
    Definitiv war ich schon Co als ich ihn traf. Habe doch schon bei meinem Vater die Pegelstände in Schnapsflaschen kontroliert. So war es für mich persönlich wohl auch "leicht " in die Corolle bei ihm zuschlüpfen, hatte ich es doch als Kind so vorgelebt bekommen.

    Da spielen soviele Dinge mir, erlerntes Verhalten, finanzkelle Sorgen und nicht zuletzt die Gefühle für den Partner. Warum ich mir als Kind eines Alkis, einen Alki als Mann suchte?????? Ich hätte das nie bewußt getan, aber es ist passiert, und ich bin bei weitem kein Einzelfall.
    Und wir haben genug Frauen hier die wiederholt mit Alkoholikern Beziehungen eingehen, auch gruselig, oder?
    Meine Thedapie war für mich so wichtig, genau diese Dinge gjlt es zuhinterfragen, für sich selbst zuklären. Und sich selbst zuverzeihen. Wenn mich Threads wie dieser noch so aufwühlen, dann bin ich wohl noch nicht fertig mit meiner Cogeschichte.
    Clärchen

    Das Leben muss nicht immer perfekt sein, um wundervoll zu sein❤️

  • Hallo Hartmut!

    Wenn ich jetzt von mir spreche kann ich sagen dass das Verantwortungsgefühl in hohem Maße vorhanden war, ich fühlte mich für alles und jedes verantwortlich. Ich fühlte mich für im familiären Bereich für alles zuständig obwohl anfangs der Alkohol noch eine sehr geringe Rolle spielte, Haushalt, Kindererziehung, Harmonie in der Familie war mein Bereich.

    Viel Co's denken so und fühlen sich von der Verantwortung förmlich erdrückt.


    Hallo an alle!

    Clärchen spricht mir aus der Seele so in etwa war es bei uns auch, bloss als die ganz harte Phase anfing waren die Kinder bereits aus dem Haus.

    Es hat bei uns auch schön angefangen, Hochzeit, Kinder, Hausbau, woher hätte ich denn wissen sollen wie sich alles mal entwickeln würde?

    Das kam ganz schleichend, der Alkohol spielte eine immer grössere Rolle. Ich war damals so naiv und dachte es pendelt sich wieder ein und wäre nur eine vorübergehende Phase.

    Ich sage mal ganz hart dass die Familie zerbrochen ist lag wohl nicht an mir, ich hätte es nicht verhindern können, ich habe nicht getrunken. Meine Kinder haben den Kontakt zu ihm abgebrochen bis er ernsthaft etwas an seinem Alkoholproblem ändert. Manchmal rufen sie mich an weil sie so sauer auf ihn sind und ich gerate dann öfters in Versuchung zu vermitteln, unterlasse es aber denn es sind zwei erwachsene Menschen und ich muss akzeptieren dass sie so handeln wie es ihnen guttut.

    Was anderes ist es wenn jemand mit offenen Augen ins Unglück rennt und eine Partnerschaft mit einem nassen Alkoholiker eingeht oder sogar Kinder mit ihm bekommt und dann viele Jahre die Kinder so einer Misere aussetzt.

    Gleichwohl finde ich es unfair nur dem Co. die "Schuld" in die Schuhe zu schieben nur weil dieser nicht vom Alkohol vernebelt ist.

    Ich komme aus keiner Alkoholikerfamilie und trotzdem hatte ich keine schöne Kindheit. Aber ich kann ja nicht alle Verhaltensweisen durch meine Kindheit entschuldigen denn wenn ich erwachsen bin steht es mir ja frei so zu leben wie ich es für richtig halte.

    Der Gedankengang: "Ich hatte so eine schlechte Kindheit dass ich traumatisiert bin und jetzt läuft dadurch in meinem Leben alles schief" führt zu nichts, es ist viel besser mit der Kindheit abzuschliessen denn ändern kann man es nicht mehr.

    Uff, war jetzt ein Roman den ich geschrieben habe.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Hartmut
    Sicher ist(war) da ein Verantwortungsgefühl.
    Normalerweise tragen ja beide Elternteile die Verantwortung,die Teilung ist wohl je nach Paar /Zeit und Ort unterschiedlich.
    Wir wohnten in einem kleinen Dorf,die klassische Rollenverteilung war angesagt,bis zum ersten Kind arbeiteten wir beide vollzeit,dann machte ich eine Babypause,später arbeitete ich weiter in Teilzeit.
    Also war der Vater materieller Hauptversorger und ich hatte den Haushalt Kinder und eher die emotionale Versorgung (zusammenhalt der Großsippe) ich hoffe ich hab mich verständlich ausgedrückt?
    Ja und dann spielte irgendwann der Alkohol eine immer größer werdende Rolle.
    Irgend wer mußte dann die Verantwortung übernehmen und eine Entscheidung für die Zukunft fällen und das war ich ,denn mein Exmann hatte keinerlei Probleme,höchstens das ich ab und an mal rumgenervt habe ,reden wollte ,was klären wollte etc.............
    Er hatte und sah keinen Handlungsbedarf.
    Und nochmal ja ich spürte meine Verantwortung als Mutter und ging damals ohne Plan B und ohne einen Pfennig in der Tasche!
    Das war rückblickend die richtige Entscheidung,besonders um weiteren Schaden von den Kindern abzuwenden.
    LG R...

  • Zitat von Clärchen

    Warum ich mir als Kind eines Alkis, einen Alki als Mann suchte?????? Ich hätte das nie bewußt getan, aber es ist passiert, und ich bin bei weitem kein Einzelfall.
    Und wir haben genug Frauen hier die wiederholt mit Alkoholikern Beziehungen eingehen, auch gruselig, oder?

    Kein Einzelfall und nicht gruselig. Küchenpsychologisch lässt sich diese Art von "Wiederholungszwang" damit erklären, dass in der Wiederholung der Versuch unternommen wird, "diesmal" die negativen Aspekte, Gefühle, Verläufe aus der vorherigen Beziehung (Elter-Kind) ins Positive zu wenden.
    Deshalb auch so viele EKAs, die in Beziehungen zu Alkoholikern landen.

    "Hiob" hat es in einem Thread noch einmal aus einer anderen Perspektive, aber ähnlich verständnisvoll erklärt, warum negative Beziehungsstrukturen (aus der Kindheit) immer wieder neu inszeniert werden müssen.

    If you know where you stand
    then you know where to land ...

  • Zitat von Speranza

    Ich komme aus keiner Alkoholikerfamilie und trotzdem hatte ich keine schöne Kindheit. Aber ich kann ja nicht alle Verhaltensweisen durch meine Kindheit entschuldigen denn wenn ich erwachsen bin steht es mir ja frei so zu leben wie ich es für richtig halte.

    Der Gedankengang: "Ich hatte so eine schlechte Kindheit dass ich traumatisiert bin und jetzt läuft dadurch in meinem Leben alles schief" führt zu nichts, es ist viel besser mit der Kindheit abzuschliessen denn ändern kann man es nicht mehr.

    Hallo Speranza,

    diese Aussagen von Dir halte ich für besonders wichtig.

    Ohne hier jemanden zunahekommen zu wollen...man liest hier immer wieder diese ewigen Schuldzuweisungen an die Eltern, teilweise von Alkoholikern, hauptsächlich aber auch von den Co's.

    Bei mir drängt sich da wirklich die Frage auf, ob manche nicht in der Lage sind, selbst Verantwortung für ihr jetziges Tun und Handeln zu übernehmen.

    Klar, es ist immer bequemer, die Schuld bei anderen zu suchen. Und wenn man lange genug in der eigenen Vergangenheit gräbt, werden sich immer wieder Ereignisse finden lassen, die einen negativ beeinflußt haben.

    Ich finde es durchaus nicht verkehrt, sich mit der eigenen, möglicherweise besonders negativ verlaufenen Kindheit auseinanderzusetzen. Aber all diese Rückblicke werden das eigene Leben nicht ändern...genausowenig wie ständige Schuldzuweisungen an andere, nur um nicht selber Verantwortung übernehmen zu müssen.

    Aufarbeitung sollte zunächst immer erstmal bei einem selber anfangen...

    LG Andreas

  • Zitat von Carpenter


    Klar, es ist immer bequemer, die Schuld bei anderen zu suchen. Und wenn man lange genug in der eigenen Vergangenheit gräbt, werden sich immer wieder Ereignisse finden lassen, die einen negativ beeinflußt haben.

    Da stimme ich dir zu, das hat mit Verantwortung für sich selbst übernehmen nichts zu tun. Aber ich denke auch, es kann hilfreich sein, das eigene Verhalten zu ändern, wenn man ein Muster erkennt und evtl. die Ursache dazu weiß.

    If you know where you stand
    then you know where to land ...

  • Zitat von inbetween

    Da stimme ich dir zu, das hat mit Verantwortung für sich selbst übernehmen nichts zu tun. Aber ich denke auch, es kann hilfreich sein, das eigene Verhalten zu ändern, wenn man ein Muster erkennt und evtl. die Ursache dazu weiß.

    Unbedingt. Die Frage ist nur, wie man dann mit diesen Erkenntnissen umgeht. Diese nachtragende Haltung den Eltern oder dem Lebenspartner gegenüber kann ich einfach nicht nachvollziehen.

    Meine Eltern haben genauso Fehler gemacht wie ich als Vater Fehler gemacht habe...und meine Jungs werden genauso wieder Dinge machen, die von der nachfolgenden Generation als Fehler gesehen werden.

    Ein vernünftiger Dialog wird mit gegenseitigen Schuldzuweisungen auf Dauer eh nicht möglich sein.

    LG Andreas

  • Ja, Bitterkeit vergiftet das ganz Leben. Und wer hadert, lebt in der Vergangenheit. Das ist schlimm, denn dadurch werden die Ereigniss erst richtig mächtig.

    Mir hat allerdings auch ein bisschen Wut dabei geholfen mich zu lösen.
    Aber als Dauerzustand ganz schön anstrengend und blockierend.

    Liebe Grüße
    Lea

    If you know where you stand
    then you know where to land ...

  • Hallo Andreas!

    Zitat

    Hallo Speranza,

    diese Aussagen von Dir halte ich für besonders wichtig.

    Dankeschön :) aber das ist meine Lebenseinstellung im Allgemeinen. Mich macht es nervös wenn jemand über alles jammert und damit die eigene Unfähigkeit zu handeln entschuldigt.

    Zitat

    Ich finde es durchaus nicht verkehrt, sich mit der eigenen, möglicherweise besonders negativ verlaufenen Kindheit auseinanderzusetzen. Aber all diese Rückblicke werden das eigene Leben nicht ändern...genausowenig wie ständige Schuldzuweisungen an andere, nur um nicht selber Verantwortung übernehmen zu müssen.

    Zu schauen woher es kommt dass ich so handle finde ich sogar sehr wichtig. Teils denke ich von mir dass es aber auch Eigenschaften sind die ich immer schon in mir trage.

    Der nächste Schritt ist solange mein Verhalten umzupolen bis ich mit mir zufrieden bin, Rückschläge abzuhaken und es immer wieder versuchen.

    Ich habe Frieden mit mir geschlossen und das ist ein gutes angenehmes Gefühl. Wenn ich das nicht mache werde ich nie glücklich sein.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo zusammen,

    Alle Schuldzuweisungen haben mit der Vergangenheit zu tun und bringen für die Gegenwart nichts.
    Muster zu ändern, die man erkannt hat, das ist doch heute die wesentliche Aufgabe.
    Solange ein Co sich daran festhält, doch soo viel getan , geopfert, gekümmert zu haben, stimmt etwas nicht.
    Weil es eben nicht gesund ist.

    Die Cos haben ihren Kindern ein genauso krankes Verhalten vorgelebt wie die Alkoholiker.
    Deshalb kommt es ja so oft zu den Wiederholungen in den Familienbiographien.
    Ich habe meinen Töchtern in dieser Zeit jedenfalls nicht das vorgelebt, was ich mir für sie Wünsche.
    Ein selbstbestimmtes, selbstfürsorgliches Verhältnis zu mir selber.

    Ich habe gelernt, Frieden mit mir zu schließen, zu es immer noch.
    Und ich arbeite an meinen Mustern, die mir lange geschadet haben.

    LG
    Susanne

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