Eule89 - Bin ich hier überhaupt richtig?

  • Heute ist so ein typischer Montag. Der verflixte Zahn ist raus. Bis auf ein kleines Stückchen, das jetzt noch chirurgisch entfernt werden muss. Wäre ja auch zu einfach gewesen, wenn es einfach direkt alles geklappt hätte. Wenigstens sind die Schmerzen schon mal besser.

    Morgen muss ich nochmal hin zur Kontrolle. Direkt davon habe ich noch einen Termin beim Hausarzt.

    Für meinen Sohn hat heute die Schule wieder begonnen. Er hat sich richtig drauf gefreut. Er sagte gestern Abend, dass die Ferien zwar sehr schön waren, aber dass er sich doch auch auf die Schule freue. Ich bin mal gespannt, wie lange das noch anhält. 😂

    Ansonsten gibt es nichts neues. Das Theater mit dem Zahn reicht ja auch erstmal, finde ich.

  • Gute Besserung, Eule! 🍀

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ich muss hier mal meine Gedanken sortieren. Vielleicht hat der ein oder andere ja auch einen guten Tip für mich, wie ich mit der Situation umgehen kann.

    Vor einigen Wochen kam es beim Umgang zwischen meinem Sohn und seinem Vater zu einem Vorfall. Mein Sohn (6 Jahre) wurde von dem Sohn (7 Jahre) der Freundin seines Vaters (also abgekürzt sein quasi Stiefbruder) in einen dunklen Raum (im Wohnwagen) gesperrt und wurde erst rausgelassen, als er angefangen hat bitterlich zu weinen und zu schreien. Eigentlich sollte er viel zu schwere Matheaufgaben lösen, damit der Stiefbruder ihn rauslässt. Die anwesenden Erwachsenen (Vater, Oma, Uroma meines Sohnes und Mutter, evtl Großeltern des Steifbruders) haben angeblich davon nichts mitbekommen. Als mein Sohn dann "frei" war, hat er sich weinend auf die Couch im Vorzelt gesetzt und der Stiefbruder kam wieder an und hat ihn geärgert. Die Erwachsenen saßen vor dem Vorzelt. Mein Sohn ist dann zu seinem Vater und dessen Freundin und hat geweint und erzählt, was passiert ist. Er hat daraufhin zu hören bekommen, dass das doch nichts schlimmes war und er ruhig aufhören könne zu weinen. Getröstet wurde er nicht. Das alles hat mein Sohn mir erzählt. Ganz von sich aus. Wenn ich nachgehakt habe, waren da sneutrale Fragen wie "und was ist dann passiert" oder "wer war jetzt wo" "hat jemand was dazu gesagt und was wurde gesagt". Das Ergebnis des ganzen war, dass mein Sohn bis heute noch Angst vor Dunkelheit wieder hat, nirgendwo alleine sein möchte, er nachts Panik bekommt, wenn er plötzlich allein ist. Selbst in der Schule ist das aufgefallen. Er wollte nicht mehr in die Pause und nicht alleine auf Toilette, weil er Angst hat, dass ihn jemand einschließen könnte. Zu seinem Vater möchte er auch nicht mehr, wenn der Stiefbruder auch da ist.

    Ich habe daraufhin am selben Abend noch seinem Vater geschrieben. Der hat das total runtergespielt und meinte, unser Sohn solle keine Angst haben. Er könne ja mal mit ihm reden. Ich habe darauf dann geschrieben, dass wir beide bitte darüber mal sprechen. Damit war er erst mal einverstanden.

    Ich habe mehrere Termine vorgeschlagen bzw gesagt, dass ich eigentlich immer ab nachmittags bzw frühen Abend kann. Da konnte er aber angeblich nie. Er arbeitet 24 Stunden Schichten, hat also auch immer wieder frei dazwischen. Aber mag sein, dass da tatsächlich Termine anstanden. Das kann ich nicht beurteilen. Einen weiteren Termin wollte er dann nicht und hat sich nicht mehr gemeldet.

    Jetzt möchte er unseren Sohn holen, an einem Tag, an dem wir aber schon auf einem Kindergeburtstag sind. Das findet mein Ex unfair. Wenn er sich spontan meldet, er wolle seinen Sohn sehen, soll der auch Zeit haben. Er habe ja wohl Vorrang vor dem Geburtstag. Er habe seinen Sohn ja monatelang (5 Wochen) nicht mehr gesehen.

    Ich habe ihm dann sachlich nochmal erklärt, dass wir auf einem Geburtstag sind und wir ja auch noch nichts geklärt hätten bzgl des Vorfalls beim letzten Mal. Da ja unser Sohn nicht auf seinen Stiefbruder treffen möchte.

    Mein Ex ist jetzt sauer darüber, möchte eine klare Umgangsregelung (gegen die ich nie Einwände hatte, er war derjenige, der sich nicht festlegen wollte und nur spontane Treffen alle paar Wochen, manchmal Monate, möchte). Bei diesem Gespräch soll unser Sohn bei sein. Er möchte mit ihm über das letzte Mal sprechen. Er möchte dann auch den Stiefbruder mitbringen, denn der hat ja auch was dazu zu sagen, wie das wirklich war an dem Tag.

    Ich war lange mit meinem Ex zusammen. Ich weiß, dass er manipulativ ist und die Tatsachen gerne verdreht. Er hat natürlich jedes Recht dazu, von seinem Sohn selber zu hören, wie er sich dabei gefühlt hat. Wobei er genau genommen das ja bereits gehört hat und für nicht schlimm befunden hat. Aber einem Kind dann jemanden vor die Nase zu setzen, vor dem es Angst hat und vor dem es dann für sich und seine Meinung einstehen soll, finde ich echt zu viel. Das habe ich ihm auch gesagt. Er behart aber darauf, dass er möchte, dass die Kinder das klären.

    Ich weiß jetzt gerade nicht genau, was ich machen soll. Mein Sohn mag eh schon seinem Vater kaum was erzählen. Wenn er da ist, macht er dort immer alles mit und wird einfach irgendwann still, wenn er geärgert wurde. Sobald ich ihn dann abholen und die Autotür dann zu ist, fängt er an zu weinen und erzählt mir, was alles passiert ist und was er nicht gut fand.

    Ich ermutige ihn immer, es dann seinem Vater (sage ihm gegenüber immer "Papa") zu sagen, wenn er da ist. Sonst wissen dieser ja gar nicht, wenn ihm was nicht gefällt oder ihn was oder jemand geärgert hat.

    Ich habe ihn auch von Anfang an immer ermutigt zu seinem Vater zu gehen, habe noch nie ein schlechtes Wort über meinen Ex vor meinem Sohn verloren. Habe schon immer versucht zu vermitteln. Vorallem wenn mein Sohn wieder enttäuscht von seinem Vater oder dem Umgang im Allgemeinen war.

    Seit mein Ex die jetzige Feeundin hat, klappt das alles gar nicht mehr. Alle Kinder (mein Ex hat ja noch zwei jüngere Töchter, alle Kinder nur ein Jahr auseinander) sind seitdem nach jede Umgang enttäuscht oder traurig oder eines der Kinder wurde verletzt.

    Die Feeundin davor war klasse. Da hat da simmer super geklappt und die Kinder waren dort total glücklich. Da habe ich ihn auxh super gerne dann mitgegeben, weil ich wusste, dass es ihm Spaß macht und es ihm dort gut geht. Auch zu den Zeiten, wenn mein Ex Single ist. Da klappt das auch einigermaßen. Da gibt es dann auch immer mal Kleinigkeiten, aber so lange die Kinder glücklich und heile wieder nach Hause kommen, ist alles tutti. Aber nun?!

    Die Sache ist jetzt, dass mein Ex das immer kleinredet oder wegredet. Oder die Kinder lügen. Oder wir Mütter lügen oder haben sie manipuliert. Deswegen befürchte ich, wenn jetzt das Jugendamt, Anwalt, Beratungsstelle eingeschaltet wird, dass es am Ende so ausgeht, dass die Kinder trotzdem immer dort hin müssen und nur noch mehr auf ihrem Rücken seitens meines Ex ausgetragen wird.

    Was ist also jetzt die beste Lösung für meinen Sohn? Ich bin mir so unsicher.

  • Nur um das nochmal klar zu stellen.

    Mir geht es nicht darum, den Umgang zu verhindern oder ein Gespräch zu verhindern. Es geht mir einzig und allein darum, dass es meinem Sohn gut geht.

    Ich weiß auch, dass dieser Vorfall allein betrachtet auch keine eindeutige Kindeswohlgefährdung darstellt. Mein Sohn ist da angewiesen auf das Wohlwollen seines Vaters.

    Mein sehnlichster Wunsch bzgl des Umgangs ist tatsächlich, dass es wieder so wird, wie vor einem Jahr noch. Also dass die Kinder bzw mein Sohn gerne zu seinem Vater geht. Dass wir in gutem Kontakt stehen. Dass die Kinder glücklich und aufgeregt nach Hause kommen nach dem Umgang. Dass sie gerne auch mal da schlafen. Dass sie Spaß haben.

    Das ist alles nicht mehr. Und das macht mir echt große Sorgen und auch Bauchschmerzen.

  • Hallo Eule!

    Meiner Meinung nach ist da ein Gespräch zwischen Euch und den Kindern, sowie zuerst ein ernstes Gespräch unter 4 oder 6 Augen.

    Ein Kleiner kann den anderen nicht mobben, das geht gar nicht. Da braucht der Junge ein paar ernste Worte, was er mit seiner Tat und seinem Tun bei den anderen Kindern anrichtet.

    Es gibt sie, diese kleinen Stänkerer, aber da muss man Einhalt gebieten.

    Ich kann Deine Reaktionen gut verstehen, mir würde so ein Verhalten auch nicht gefallen, vor allem weil die Erwachsenen wegschauen. Und die Grenze ist schon erreicht, wenn Dein Sohn nicht mehr zu seinem Vater will.

    Das würde ich sehr deutlich ansprechen!

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Elly,

    danke für deine schnelle Antwort.

    Ich finde halt auch, dass wir als Eltern erst einmal reden sollten. Und danach dann erst mit unserem Sohn gemeinsam und dann mit beiden Kindern gemeinsam. Dagegen weigert mein Ex sich aber strikt.

    Wir haben uns jetzt geeinigt, dass wir beide mit unserem Sohn gemeinsam reden. Mein Vater kommt mit und geht dann mit meinem Sohn, wenn mein Ex dann noch über Eltern-Dinge reden möchte. Da sollte ein Kind nun wirklich nicht dabei sein.

    Ich finde auch, dass dem Stiefbruder da eine Grenze gesetzt werden muss. So etwas darf einfach nicht passieren. Zumal er das nicht nur mit meinem Sohn, sondern auch der kleinsten Halbschwester meines Sohnes gemacht hat. Nacheinander, nicht gleichzeitig. Die kleine Maus ist 4. Der anderen Halbschwester (5) hat er Deo ins Gesixht gesprüht.

    Selbst wenn man das Geschehene mal ganz wohlwollend betrachtet: also dass das keine böse Absicht war, es ihm leid tut, wie auch immer. Wie danach mit der Sache umgegangen wurde, ist halt wirklich unter aller Kanone. Dem einen Kind die eigenen Gefühle absprechen, das runter reden und nicht mal ein tröstendes Wort. Und dem anderen Kind einfach gar nichts dazu sagen.

    Wäre ich an Stelle der Freundin, also Mutter des Stiefbruders gewesen, hätte ich meinen Sohn direkt dazu geholt und das geklärt.

  • Es ist gar nicht einzusehen,

    dass der von dir beschriebene Rabatzling seine Halbgeschwister piesackt & die Mütter dann die Folgen mit auszubaden haben.

    Nö, ich würde das mit dem Ex unter 4 Augen klären. So lange er nicht bereit ist, den gemeinsamen Sohn zu schützen,

    muss der Besuch eben entsprechend eingeschränkt werden.

    Aus deiner Schilderung entnehme ich eh, dass dein Sohn nur ungern zum Vater geht & du ihn den Besuch nahezu schön redest.

    Die Mühen der Gebirge liegen hinter uns.
    Vor uns liegen die Mühen der Ebenen. (Bert Brecht) 8)

  • Hallo Dante, danke. Es tut gut zu hören, dass andere da genau wie ich denken. Mein Ex und seine ganze Familie versuchen ja nicht nur meinem Sohn, sondern auch mir die Gefühle und die eigene Wahrnehmung abzusprechen. Ex und seine Mutter haben starke narzisstische Züge. (Und trinken beide. Was nicht zusammenhängt. Wollte es nur erwähnen. Die "Neue" trinkt auch)

    Rabatzling.. Was für ein klasse Ausdruck! Den muss ich mir merken.

    Er ist sogar nur der Stiefbruder. Mein Ex ist nicht sein Vater, nur der Freund seiner Mutter. Und stellt sich aber hinter ihn statt hinter seine eigenen drei Kinder. Richtig traurig ist das.

    Krümel geht mal lieber, mal weniger gern hin. In der Zeit der letzten Freundin ist er super gerne gegangen. Seit die "Neue" da ist, geht er nicht mehr gerne und ich muss es ihm immer "schmackhaft" machen.

    Ich habe ihn so beiläufig beim Spielen auch nochmal gefragt, ob er denn zu seinem Papa möchte. Die Antwort war ganz eindeutig: ich möchte da nicht hin, wenn der Stiefbruder da ist. Das hast du dem Papa ja auch geschrieben. Der hat ein doofes Gruselspiel gespielt. Und das geht gar nicht.

    Mir blutet das Herz, wenn ich das höre.

    Am Montag Nachmittag wird das Gespräch stattfinden. Ich bin gespannt, ob wir uns einig werden. Sonst muss ich dann doch weitere Schritte einleiten, wenn er unseren Sohn zum Umgang mit dem Stiefbruder zwingen wird.

  • Das mit dem Stress seitens der neuen Freundin mag eine Erklärung sein, eine Entschuldigung ist es nicht.

    & warum Rabatzling sich so verhält, wird auch seine Ursachen haben.

    Vor nicht allzu langer Zeit hatten wir bei uns ja einen ähnlich gelagerten Fall.

    Die Mühen der Gebirge liegen hinter uns.
    Vor uns liegen die Mühen der Ebenen. (Bert Brecht) 8)

  • Nein, eine Entschuldigung ist es keinesfalls. Immerhin geht es hier ja um seine eigenen Kinder. Die sollten immer vorgehen.

    Seine "neue" Freundin (seit knapp nem Jahr jetzt) macht auf mich auch nicht so den Eindruck als wäre sie eine ausgesprochen fürsorgliche Mutter. Eher überfordert und genervt. Aber das ist nur ein Eindruck, ich bin ja nicht dabei. Würde allerdings erklären, warum Rabatzling sich so verhält. Eigentlich kann er einem echt leid tun. Wenn nicht andere Kinder -und ja auch mein eigenes- betroffen wären.

    Ich hatte bei euch schon ein wenig quergelesen. Das war auch echt schlimm. :(


    Mich nervt mein -nicht mehr vorhandener- Zahn momentan sehr. Das tut immer noch immer wieder mal ganz schön weh. Ist ja nu auch noch nicht verheilt. Macht mich aber langsam kirre. Zumal ich auch noch allergisch auf das Antibiotikum reagiert habe. Alles juckt. Die Ärztin sagte, es kann auch noch ein wenig dauern bis die Symptome komplett weg sind. Es gibt Antiallergikum und Creme. Es juckt trotzdem. Mal mehr mal weniger.

    Das frustriert mich grad einfach irgendwie. Mein Sohn und ich hatten heute gemeinsam Brummel-Laune. Haben erst lange und ausgiebig gefrühstückt, dann ganz viel gespielt, ein Mittagsschläfchen gemacht, wieder gespielt und uns dann glatt mal eine Pizza und Cola/Limo bestellt. Haben wir schon ewig nicht mehr gemacht. Anfang des Jahres mal, glaub ich. Das war auch super lecker. Aufgrund des Zahns hab ich dann tatsächlich sogar mehr übrig gelassen, als mein Sohn :D Die Reste gibt es morgen. Da sind wir ab frühen Nachmittag ja auf einem Geburtstag. So richtig Lust habe ich zwar nicht, aber gut.

    Wünsche jetzt allen eine gute Nacht. Bei mir ist zwar nixh nicht an Schlaf zu denken, aber bei euch anderen hoffentlich :)

    LG

  • Ein weiterer Tag geht zu Ende...

    Der Geburtstag war sehr schön. Die Kinder haben so süß gespielt. Es waren 4 Kinder. Die zwei meiner besten Freundin: ein Mädchen, nennen wir sie M, 6 Jahre und ein Junge, J, 4 Jahre, Geburtstagskind. Dann mein Sohn, S, 6 Jahre und zwei Mädels von anderen Freunden, beides Mädchen, 6 und 8 Jahre. Die Mädels sind irgendwann in das Zimmer von M gegangen und haben dort gespielt. Man hat ab und an mal lautes Gegacker gehört. Die beiden Jungs haben ganz toll miteinander gespielt, trotz des Altersunterschiedes. Die haben sich auch echt sehr gern. Mein Sohn hat sich riesig auf J gefreut.

    Es gab dann aber so eine Situation. S und J sind in Js Zimmer gegangen, um dort zu spielen. S wollte das Zimmer auch total gerne sehen, S hatte einen neuen Schrank bekommen und eingerichtet. Jetzt war es so, dass J zum Spielen die Tür geschlossen hat. Also wirklich ganz harmlos, es ist sonst absolut nichts passiert. Und S hat direkt Panik bekommen und geweint. J kam direkt die Treppe runter gewetzt zu seiner Mama, um Hilfe zu holen. Er wusste gar nicht was los ist, warum S angefangen hat zu weinen. Ich bin direkt losgeschossen, da kam S auch schon runter und hat furchtbar geschluchzt. Er sagte immer wieder sowas wie "Die Tür war zu, ich hatte so Angst, dass ich nicht mehr rauskomme" ich habe ihn ganz doll getröstet und ihm erklärt, dass J das gar nicht böse meinte. Er macht halt immer die Tür zu, um "Ruhe" vor seiner Schwester zu haben. S sagte selber, dass er das wissen, aber er trotzdem einfach ganz plötzlich schreckliche Angst bekommen hat und weinen musste.

    Der arme Kerl. Mir tat das so leid.

    Meine Freundin hat J kindgerecht erklärt, warum S plötzlich so reagiert hat. J kam dann auch direkt S trösten und sie sind wieder, im Wohnzimmer diesmal, spielen gegangen. Zuckersüß einfach.

    Mir taten beide Kinder so unfassbar leid. S sowieso, ganz klar. Aber auch J, weil er nicht wusste, was los war und ein ganz schlechtes Gewissen hatte deswegen.

    Ich zerfleische mich jetzt natürlich, dass ich das nicht habe kommen sehen. Jetzt im Nachhinein erscheint mir das vollkommen logisch, dass S so reagiert hat. Aber als die beiden losgezogen sind, um sich den neuen Schrank anzuschauen, habe ich da überhaupt nicht drüber nachgedacht. Zumal es noch hell war und das Zimmer "groß" ist. Also im Vergleich zum Wohnwagen-Schlafraum.

    Ich kann gar nicht schlafen, wegen dem Gespräch morgen mit meinem Ex. Ich hoffe, dass es so ausgeht, wie mein Sohn es sich wünscht.

    Apropos Ex... der hat jetzt einen Hund. Ein Mischling aus zwei sehr "arbeitsintensiven" Rassen mit starkem "Beschützerinstinkt". Das macht mir sehr große Sorge. Aber in die Zukunft kann ich nicht blicken, vielleicht ist meine Sorge unbegründet. Aber das "Gesamtpaket" spricht eher für meine Sorge. Nun weiß ich aber auch, warum der Geburtstagsbesuch unsererseits für so einen Aufregung bei meinem Ex gesorgt hat. Er wollte natürlich alle seine Kinder mit dem Hund überraschen.

    Ich glaube, ich kann mich gar nicht mehr richtig ausdrücken. Bin total ko. Der Geburtstag war zwar sehr schön, außer diesem "Vorfall", aber eben auch anstrengend, weil ja doch ein paar Leutchen da waren. Mein Sohn sagte auf der Heimfahrt, ganz von sich aus, dass er den Geburtstag total toll fand und den J und die M ganz doll lieb hat. (Mit den anderen beiden hatte er bisher nicht allzu viel Berührungspunkte, meistens war er beim Vater, wenn wir uns in der Konstellation schon mal getroffen haben).

    Ich wünsche allen einen ruhigen Abend und eine gute Nacht. Ich werde gleich auch wieder versuchen zu schlafen. Morgen geht es wieder früh raus, Sohnemann muss ja zur Schule.

  • Ich musste nach dem Gespräch am Montag erstmal alles sacken lassen.

    Das Gespräch war im Großen und Ganzen solala. Viele schöne Worte, viele Versprechungen, also alles wie immer. Meinem Sohn hatte ich vorab von dem Hund erzählt, damit er nicht überrumpelt wird.

    Ergebnis des Gesprächs war, dass mein Ex seinen Stiefsohn als "Scheißkerl" bezeichnet hat und ihn sich angeblich zur Brust genommen hat, weil ja immer wieder Beschwerden gekommen sind und es an dem Tag vollkommen eskaliert ist. Mein Sohn war zufrieden mit dem Gespräch und möchte gerne zu seinem Vater, auch wenn der Rabatzling da ist und er dann mit ihm im selben Zimmer schlafen wird, ohne Licht, ohne Kuscheln, ohne Gute-Nacht-Geschichte. Das ist ihm aber egal, sagt er. Ich hoffe, dass es klappt und er damit glücklich bleibt.

    Es macht mir weiterhin schlaflose Nächte. Mir geht so viel durch den Kopf.

    Meine beste Freundin sagte, erfahrungsgemäß regelt sich das ja nach einer Weile selber, weil die Partnerinnen meines Ex sich alle relativ schnell wieder trennen. Sie hat ja recht. So war es bisher immer.

    Ich versuche jetzt weiter zu schlafen. Gute Nacht

  • Meine beste Freundin sagte, erfahrungsgemäß regelt sich das ja nach einer Weile selber, weil die Partnerinnen meines Ex sich alle relativ schnell wieder trennen. Sie hat ja recht. So war es bisher immer.

    Das mag für deinen Exmann gelten aber nicht für deinen Sohn ich find da ist eine nacht schon zuviel für seine Psyche.

    Mariexy

  • Die Aussage meiner Freundin war allein darauf gerichtet, wie es zwischen uns Erwachsenen läuft und wie gut wir miteinander reden können. Inwieweit er meine Sorgen und Ängste ernst nimmt und entsprechend handelt. Nicht darauf, dass schon eine einzige Begebenheit bei meinem Sohn für ein schweres Trauma sorgen kann. Das ist uns allen klar. Mir sind nur die Hände gebunden, so lange mein Sohn dort hin möchte und keine wirklich schlimme Kindeswohlgefährdung vorliegt. In meinen Augen reicht das, was vorgefallen ist, schon längst aus. Aber den Behörden reicht es nicht. Dort steht Aussage gegen Aussage. Bzw mein Ex sagt ja, dass er jetzt darauf achten wird, dass da nichts mehr passiert. Was soll ich dagegen sagen?! Ich kenne ihn, aber Beweise habe ich nicht. Und mein Sohn sagt, dass er keine Angst mehr hat und das bestimmt nicht mehr vorkommt.

    Wenn jemand da andere behördliche Erfahrungen gemacht hat, gerne her damit. Mir sind alle Tipps und Anregungen willkommen.

    Ich werde jedenfalls morgen einen Kinderpsychologen anrufen. Der hat nur donnerstags das Telefon besetzt. Da würde ich aber am liebsten hin, weil er mir empfohlen wurde. Habe aber natürlich mehr Anlaufstellen auf der Liste, wenn es dort nicht klappt. Eine ADHS- und eine Autismus-Diagnostik "muss" ja eh gemacht werden. Ich bin mittlerweile diagnostiziert, daher ist es sehr wahrscheinlich, dass mein Sohn es auch hat. So einige Symptome entdecken wir jedenfalls bei ihm.

    In dem Zuge haben wir dann auch einen Fuß in der Tür und können seine Ängste auch therapieren lassen. Zumindest ein Erstgespräch schadet ja auf keinen Fall.

  • Hallon Eule,

    Ja Ämter sind immer so ne Sache... ich hab hier auch mal im Familienservicebüro angerufen weil mein XY die Kinder nur jedes 2. Wochenende für einen Tag nimmt... ob man da was machen kann. Ne, kann man nicht. Hab ich quasi Pech gehabt, und wenn ich 5x auf dem Zahnfleisch krieche.

    Aber was ich dir da lassen möchte: gib deinem Sohn immer das Gefühl, dass er dir alles sagen kann. Ohne dass du das andere Kind verurteilst. Ich bin mir sicher das machst du schon (so lese ich es zumindest, also nicht das verurteilen, sondern das offene Ohr), nur wenn er dir sagt er hat keine Angst mehr dass er beim nächsten Mal nicht das Gefühl hat er könne damit nicht zu dir kommen. Weil er dir ja gesagt hat er hat keine Angst mehr. Ich hoffe du verstehst wie ich das meine :)


    Und ich würde mir auch jede Situation, die grenzwertig war, aufschreiben. Falls es doch mal hart auf hart kommt, dann hast du was in der Hand. Für deinen Sohn und dich.

    ich kenne auf jeden Fall das Gefühl, die Kinder nicht gerne weg zu geben, in bestimmte Situationen wo man keine Wahl hat. Damit bist du nicht alleine ❤️

    Liebe Grüße,

    Haferflocke

  • Hallo Haferflocke,

    danke für deine aufbauenden Worte.

    Ich hoffe sehr, dass ich meinem Sohn, das Gefühl vermittelt, dass er immer mit allem zu mir kommen kann. Ich sage es ihm jedenfalls immer. Ihm gegenüber habe ich auch nie ein schlechtes Wort über irgendwen aus seinem Umkreis verloren. Ich werde ihn da nicht beeinflussen.

    "Tagebuch" über jegliche Grenzüberschreitungen führe ich schon lange. Um auch selber einen Überblick zu behalten und mich selber nicht von "schönen Worten" einlullen oder ablenken zu lassen.

    Danke für die lieben Worte ❤️

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