Hallo,
mich interessiert, ob ihr von Alkohol träumt und was das für Träume sind.
Lehnt ihr Alkohol ab? Wird Alkohol getrunken? Wie fühlt man sich? Gibt es Ängste, Reue, Mut?
Grüße
Hallo,
mich interessiert, ob ihr von Alkohol träumt und was das für Träume sind.
Lehnt ihr Alkohol ab? Wird Alkohol getrunken? Wie fühlt man sich? Gibt es Ängste, Reue, Mut?
Grüße
Hallo!
Ja, gelegentlich. Manchmal lehne ich ihn im Traum ab, mal trinke ich ihn mit einem schlechten Gewissen.
Laut meinem ehemaligen Therapeuten sind derartige Träume völlig normal. In den Träumen verarbeite ich mein Leben und zu dem gehört nun einmal jahrelanger und übermäßiger Alkoholkonsum. Das Kapitel bekommt ein Alkoholiker nicht mehr gelöscht.
Die besagten Träume haben bei mir noch keinen Suchtdruck ausgelöst.
Der jeweilige Traum ist doch eine prima Gelegenheit, sich noch mal mit dem eigentlichen Problem auseinanderzusetzen.
Von daher: Keine Aufregung, alles im Griff.
Hi!
Ja - ich träume auch gelegentlich vom Trinken. Im letzten Traum hab eich heimlich getrunken und mich schlecht dabei gefühlt.
Ich nutze das bewusst als Erinnerung, um mich nochmal intensiv mit meiner Krankheit auseinanderzusetzen.
Viele Grüße
Calida
hallo hull
ja auch ich kenne diese träume. erst vor ein paar tagen hatte ich nach langer zeit wieder einen alk-traum. ich habe im traum eine flasche wein getrunken, obwohl ich nie weintrinker war. sonst habe ich immer von bier geträumt.
im traum selbst hatte ich ein schlechtes gewissen und war enttäuscht von mir selber das ich es "wieder" nicht geschafft habe. mir war bewusst das ich die ganze zeit die ich mittlerweile trocken bin kaputt gemacht habe.
manchmal habe ich mir im traum dann überlegt wie ich weitertrinken könnte ohne das es jemand merkt.
aber wenn ich dann aufgewacht bin und gemerkt habe das es nur ein traum war bin ich jedesmal erleichtert, das es eben nur ein traum war und ich nicht wirklich wieder getrunken habe.
wie carl friedrich es schon geschrieben hat, es ist das suchtgedächtnis was geblieben ist. es erinnert mich aber auch immer daran das ich nicht geheilt bin.
übrigens empfinde ich an solchen träumen nichts schlimmes, für mich sind sie keine gefahr für meine trockenheit. im gegenteil ich finde sie sogar förderlich. durch mein schlechtes gewissen das ich in meinen träumen verspüre, kenne ich quasi die gefühle nach einem rückfall und kann damit im realen leben etwas für meine trockenheit tun.
aber das ist nur meine persönliche sicht.
grüße
NNGNeo
Schön, dass es Rückmeldungen gibt.
Ich trinke seit knapp einem halben Jahr nichts mehr. Nach der Euphorie zu Beginn, rücken nun die ganzen negativen Erlebnisse in den Hintergrund und die vermeintlich positiven Erlebnisse im gemütlichen Beisammensein werden hervorgehoben.
Diesen Kampf trage ich fast jede Nacht in meinen Träumen aus, die Bilder sind immer wieder die gleichen, nur die unfertigen Personen und Gegenden in den Träumen ändern sich. Mal sind es Volksfeste, mal Gegenden bei Bekannten, meistens aber bin ich gegen meinen Willen betrunken und befinde mich im Zwiespalt. Also ein klares Abbild der jetzigen Situation, in der ich die Selbstverständlichkeit, keinen Alkohol mehr trinken zu wollen, immer wieder durch irrationale Gedankengänge in Frage stelle.
Ich habe wohl auch deshalb dieses Thema eröffnet, um mich wieder in Selbstreflexion zu üben und um ähnliche Erfahrungen zu lesen.
Grüße
Hallo Hull,
ZitatIch trinke seit knapp einem halben Jahr nichts mehr. Nach der Euphorie zu Beginn, rücken nun die ganzen negativen Erlebnisse in den Hintergrund und die vermeintlich positiven Erlebnisse im gemütlichen Beisammensein werden hervorgehoben.
Hast Du eine Ahnung, woher das kommen könnte?
Ich kann jetzt nur mal so ins Blaue schiessen... weil ich keine weiteren Anhaltspunkte habe.
Hältst Du Dich öfters in Kreisen auf, in denen Alk konsumiert wird?
Falls Ja, könntest Du dort den Eindruck bekommen, das Du was verpasst?
Das Du auf etwas verzichten muss, was andere vermeintlich "unbeschwert genießen können"?
Hast Du starke Verzichtsgedanken?
Zitat
Mal sind es Volksfeste, mal Gegenden bei Bekannten, meistens aber bin ich gegen meinen Willen betrunken und befinde mich im Zwiespalt.
Derart waren meine Alk-Träume auch meist. Denn ich hatte auch welche...
In letzter Zeit nicht mehr.... kann mich nicht erinnern, das ich in den letzten Jahren noch nen Alk-Traum hatte.
Aber ich bin nun auch schon 15 Jahre trocken.
Wäre das Thema da noch so im Vordergrund, würde ich wohl ernsthaft nachdenklich werden.
Das wird also mit der Zeit wohl automatisch weniger.
Vorausgesetzt, man ist zufrieden trocken, denke ich.
ZitatIch habe wohl auch deshalb dieses Thema eröffnet, um mich wieder in Selbstreflexion zu üben und um ähnliche Erfahrungen zu lesen.
Deshalb sind wir anderen, auch die LZT, ja auch hier ![]()
Ich möchte Dir auch nochmal den Erweiterten Bereich ans Herz legen, wenn Du intensiveren Austausch brauchst und suchst.
Hier im Offenen tut sich ja nicht mehr allzuviel, habe ich das Gefühl. ![]()
LG Sunshine
Hallo Hull,
ich hatte den Thementitel gelesen und lasse dir auch was da.
Ich hatte die Tage ebenfalls einen Alk-Traum.
Irgendwoher kam in einem von den 100.000 Rucksäcken die ich habe eine Dose Lemon-Vodka (erstaunlicherweise in der neuen Lackierung nicht in der "bekannten") zum Vorschein.
Ich war dann mit mir selbst im Traum im Zwiespalt ob ich trinken soll oder "ist ja eh niemand da dann kann ich auch" weiter habe ich mir ausgemalt wie ich dann nach der ersten Dose (so wie ich mich halt kenne) losrenne und mehr besorge.
Ich bin aufgewacht bevor ich im Traum die Entscheidung getroffen hatte was ich denn nun tun will, und hatte echt ganz kurz den Impuls: ich muss jetzt den Rucksack (war ein ganz spezieller) ausm Schrank holen und reinschaun, obwohl ich genau weiss dass da nix drinne sein kann weil ich den letztens erst auf einer Tour dabei hatte.
Das habe ich mit meinem Therapeuten besprochen, der meinte auch das ist normal ist, und nichts besorgniserregendes solange ich es als Traum abspeichere und es sich nicht häuft...
Hallo Hull,
Ich bin seit Ende 2013 trocken. Im (wachen) Alltag habe ich nie den Gedanken, Alkohol zu trinken. Aber in unregelmäßigen Abständen spielt das bei mir im Traum eine Rolle. Entweder bin ich im Traum wieder "nass" und versuche es zu verbergen, oder ich finde leere Flaschen und weiß, ich muss getrunken haben, ohne mich daran erinnern zu können. Manchmal ist es im Traum ein ganz schreckliches Gefühl, manchmal ist es auch ganz "normal".
Ich glaub, mein psychischer "Schaden" sitzt so tief, dass das noch eine Weile - auch in Träumen - verarbeitet werden will. Ich nehm es auch manchmal zum Anlass zu gucken, ob ich gerade im wachen Alltag irgendwo stark über meine Grenzen gehe. Insofern ist es auch ein Hilfsmittel für mich.
Wie ist es denn bei dir?
Gruß
Thalia
P.S. Du hattest ja auch schon ein bisschen zu dir geschrieben.
Stellst du deinen Entschluss, trocken zu bleiben, nur in deinen Träumen in Frage?
Zitat von Thalia1913P.S. Du hattest ja auch schon ein bisschen zu dir geschrieben.
Stellst du deinen Entschluss, trocken zu bleiben, nur in deinen Träumen in Frage?
Rational betrachtet, stelle ich ihn nicht in Frage. Ungeduld, unersättlicher Erlebnishunger und flache Gefühlswelt sind mein Motor und - im Falle des Alkohols - gleichzeitig das Problem. Ein Rückfall würde nicht aus Leid, sondern aus Langeweile und Größenwahn entstehen. Dies allerdings wäre insgesamt eine Niederlage und ist deshalb nicht gestattet.
Im Grunde trank ich Alkohol, da ich alle irdischen Regeln außer Kraft setzen wollte, und um mich von den hiesigen Verpflichtungen des Lebens zu trennen. Dass dies im Rausch immer nur Trugbilder waren, war mir auch damals bewusst, nur habe ich ihre Gültigkeit vorsätzlich ignoriert.
Es fehlt mir wahrscheinlich ganz einfach an erfrischenden Bekanntschaften und neuen Aufgaben. Immer wieder bekomme ich Anregungen, wie z. B., sich ein neues Hobby zu suchen, irgendetwas zu Sammeln oder Ausflüge zu machen, allerdings erscheint mir das alles nur als unbefriedigende Formsache, die mich nur von der Suche nach einem übergeordneten Sinn ablenkt.
Zitat von Sunshine_33Hast Du eine Ahnung, woher das kommen könnte?
Ich kann jetzt nur mal so ins Blaue schiessen... weil ich keine weiteren Anhaltspunkte habe.
Hältst Du Dich öfters in Kreisen auf, in denen Alk konsumiert wird?
Falls Ja, könntest Du dort den Eindruck bekommen, das Du was verpasst?
Das Du auf etwas verzichten muss, was andere vermeintlich "unbeschwert genießen können"?
Hast Du starke Verzichtsgedanken?
Den Alkohol vermisse ich nicht, im Gegenteil. Es waren ausschließlich bestimmte Situationen, die ich nüchtern nicht mehr kenne und erst wieder erlernen müsste.
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