Bitte lass mich nicht wieder vergessen...

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später hier dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • - edit: Dieses Thema wurde am 4.12.2019 aus dem Vorstellungsbereich hierher in den offenen Bereich kopiert, Linde -




    wie dreckig es mir wieder mal ging, wie viele Tage wieder verschenkt waren, wie ich zuletzt sogar gar kein Spaß mehr während des Suff hatte.
    Wie könnte ich dies wieder alles vergessen, Phasentrinker halt.
    Aber während ich früher nach wochenlanger Abstinenz die ersten Schlücke merkte, nun nix mehr, alles wie taub, nur noch mehr und mehr... An Wochenende auch früh bis der Tag früh endet.
    Keine Lust mehr auf ein solches Leben, will endlich die Ketten durchbrechen, den Demon in mir immer ruhen lassen, ihm nie mehr Nahrung geben.
    Besiegen kann ich ihn wohl nie, ich darf ihn aber auch nie wieder herausfordern.
    Wieso vergesse ich das immer wieder nach einer Wohlfühlphase, obwohl es doch irgendwann glasklar sein sollte... Hoffentlich ist irgendwann endlich jetzt!!!

  • Lieber 19eleveneleven
    Herzlich willkommen im Forum. Schön, dass du hier bist!
    Ich bin 42 Jahre alt und Alkohlikerin.
    Leider vergisst man die negativen Seiten des Alkohols viel zu schnell. Am Tag danach wenn der Kater so richtig schlimm ist, fällt das enthaltsam sein sehr leicht. Und dann ist die Erinnerung an den Absturz schon bald sehr verschwommen. Aus diesem Grund ist der Titel meines Tagebuchs im geschlossenen Bereich auch "zum x ten mal bei Tag eins". Hätte die Erinnerung an die Scham, Übelkeit, Kopfschmerzen, Streit... angehalten würde es einem kein zweites mal passieren.
    Du bist nicht allein. Wir sitzen alle im gleichen Boot. Versuch so viel wie möglich hier zu lesen. Es hilft und es lohnt sich so sehr. Es gibt nichts schöneres als am Morgen mit klarem Kopf nach einer erholsamen Nacht auf zu wachen.
    Ich wünsche dir viel Kraft, bleib dran!


    Liebe Grüsse
    Cemisi

  • hallo,


    herzlich willkommen bei uns im Forum,


    siehst du dich als Alkoholiker und trinkst du aktuell noch?
    Was hast du denn bisher bei deinen Versuchen aufzuhören verändert, denn einfach aufhören, das funktioniert nicht.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo ihr Lieben,
    ja das muss ich mir wohl nun eingestehen. Vor Jahren habe ich schon mal ähnlich gedacht und entschied mich nie mehr zu trinken, das ging eine Zeit lang gut, dann wurde daraus ein Alkoholproblem, dann nur ein kleines, wenn ich nicht aufpasse usw.
    Das Vorhaben verschwand unterbewusst.
    Es fing wieder an mit paar Gläser Wein und dann etwas Trinkpause. Dann wurden daraus wieder ein, zwei Flaschen am Abend usw. bis dann wieder mehrere Tage in Folge getrunken wurde, auch mal in den Kater rein oder es gab erst gar keinen Kater mehr...
    Dann reis ich mich irgendwann irgendwie zusammen und sagte mir, das wars jetzt aber, bis ich mich paar Wochen später in Sicherheit wiege als wäre nichts gewesen. Das dies jedes Mal Energie kostet muss ich nicht sagen und die Abstände wurden natürlich kurzer und die Mengen größer. Erst jetzt wurde mir hier beim Lesen im Forum klar, daß sich meine Zielrichtung die ganzen letzten Jahre unterbewusst verändert hat. Von ich darf, will und werde nie mehr trinken zu "morgen oder demnächst muss aber wieder mal eine Pause her". Irgendwo hier habe ich von herumeiern gelesen, genau das tue ich im Moment. Hoffentlich künftig nicht mehr...

  • Hallo 19eleveneleven,


    wenn du nicht mehr trinken willst, sollte dich dein Weg erst einmal zu einem Arzt führen. Mit diesem solltest du unbedingt ehrlich sein und gemeinsam abklären, ob du eine stationäre Entgiftung brauchst.
    Solltest du einfach aufhören, wäre das ein kalter Entzug, der lebensgefährlich werden kann.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Danke für den Hinweis Morgenrot, ich trinke nun seid Ende vorletzter Woche nicht mehr. Jetzt will ich demnächst noch aufhören zu rauchen, da kommen dann noch ein paar schwitzige Nächte auf mich zu...


    Ich will nun durchhalten, damit:


    Ich allein 50 bis 100 schöne Tage für Familie und mich im Jahr mehr habe.
    Ich langfristig weniger kämpfen muss.
    Ich gesünder lebe und nicht elendig daran sterbe.
    Ich auch ohne Sport viel fitter und schlanker wäre.
    Ich dann auch wahrscheinlich auch nicht mehr rauche.
    Ich dann viel besser schlafen werde.
    Ich mehr Geld haben werde.
    Ich dann nicht mehr Unmengen weitertrinken muss...


    Weil ich Alkoholiker bin und nicht kontrolliert trinken kann, wie zuletzt gesehen 2 Fläschen Wein, 5 Liter Bier und eine Flasche Whisky in 48 Std.


    Ich darf dies künftig unter Saufdruck nicht mehr ausblenden!

  • Ich hätte folgende Fragen:


    1. Was ist mit Filmen und Serien, da wird halt unerwartet mal ein Whiskey oder Wein vorgetrunken. Ich fand es in der Vergangenheit nicht so schlimm. Glaub, ich bin nie nachdem ich entspannt ein Film geschaut habe, wieder aufgestanden und wollte dann deswegen trinken. Sondern eher direkt nach oder während eines gestressten Arbeitstag kam wieder nasses Denken auf. Aber keine Ahnung was es unterbewusst macht...


    2. Sammlung alter schöner leerer Whiskeyflaschen Zuhause. Diese habe ich nun schweren Herzens entsorgt! Ich fand sie aber dekorativ schön und sie hätten doch ebenso ein Mahnmal darstellen können. Ich soll meine Krankheit ja nicht vergessen und mich deshalb auch regelmäßig mit ihr auseinandersetzen, wie auch hier. Das heißt doch implizit, dass es gar nicht verkehrt ist regelmäßig an Alkohol erinnert zu werden. Zumindest besser bewusst als unterbewusst. Oder wie seht ihr das?

  • In Filmen wird die Realität gespiegelt, was den Alkoholkonsum anbelangt. Es wird gesoffen, was das Zeug hält. Ja, solche Szenen können triggern.


    Benzingeruch als Trigger, das höre ich zum ersten mal. Mich triggert die Tanke nicht, allenfalls zu Beginn meiner Abstinenz, der dort gut gefüllte Kühlschrank mit meinen bevorzugten Biermarken, die ich mir dort auch schon mal geholt hatte.


    Wichtig ist, sich eine Art Notfallprogramm zurecht zu legen, was zu tun ist, wenn man getriggert wird.


    Bei mir:


    1.) Flasche Wasser mit viel Kohlensäure, damit der Magen gut gefüllt ist. Ohne Durst verschwindet zumindest bei mir die Lust auf's Bier.


    2.) Sofortiges Befassen mit Dingen, die einem Freude bereiten, um sich abzulenken, z.B. raus in die Natur, ob zu Fuß oder per Rad. Mir tut der sofortige
    Ortswechsel raus aus der Gefahrenszene gut.


    3.) Mit dem Partner über den Druck reden und/oder ab ins Forum. Das Schildern des Problems kann die Situation entspannen.


    Gruß
    Carl Friedrich

  • Hallo Leute,
    ich weiß z. Z. nicht so recht mit mir und meiner Freizeit was anzufangen... Wenn ich arbeite sehne ich mich nach dem Wochenende und dann bin ich irgendwie doch leer, schlapp und niedergeschlagen. Ich habe eigentlich schon Hobbys aber irgendwie fehlt die Lust.

  • Hallo!


    Nur mal so als Hinweis: Viele Mitmenschen leiden in der dunklen Jahreszeit unter einem Vitamin-D Mangel. Ich nehme dagegen seit letzter Woche wieder ein Präparat ein und fühle mich gleich fitter. Das halte ich bei, bis der Frühling kommt.


    Das habe ich mit meinem Doc abgestimmt.


    Gruß
    Carl Friedrich

  • Hallo 191111,



    Gegen den Lustmangel: du schreibst ja du hast schon Hobbys-Ideen, da würde ich ansetzen, einfach Mal anfangen mit der Option nach 5-10 Minuten es wieder sein zu lassen.
    Bei mir kommt der Spass mit dem "Machen" ... Quasi nachdem der erste Schritt gemacht ist.
    Manchmal habe ich auch Tage da mache ich es wirklich nur 10 Minuten und lass' es dann...


    Grüße
    Barthell

  • Hallo zusammen,
    Danke für eure Ideen und Ratschläge, das werde ich beides mal ausprobieren.
    Trinke jetzt glaube das dritte Wochenende nix mehr, alles soweit in Ordnung. Das Rauchen habe ich ebenfalls wiedermal eingestellt. Ich hoffe beides wird nicht wieder nur eine der längeren Pausen der Vergangenheit.
    Schreibe hier zur Zeit wenig, lese aber sehr viel von den Einflüsterern anderer (z. B. immer mal wieder in Correns Thread). Das ist sehr aufschlussreich, denn genauso habe ich es mir in der Vergangenheit irgendwann irgendwie wieder schön geredet, die Alkoholkrankheit erst zum Trinkproblem runter relativiert, um mir dann selbst vorzumachen hier und da wieder einen Wein trinken zu können... Zwei Trinkgelegenheiten später, trank ich auch mal wieder alleine, dann mehrere Tage am Stück, aus paar Gläsern wurden schnell paar Flaschen... Nein, es geht eben definitiv nie mehr für einen Alkoholiker wie mich! Ich will es nie mehr vergessen und zukünftig nie mehr in die Falle tappen!
    Jetzt freue ich mich erstmal aufs Wochenende und will mal etwas abspannen. LG und euch allen erholsame Tage!

  • Lieber 19eleveneleven
    Dies ist eine sehr wichtige Erkenntnis!

    Zitat

    Nein, es geht eben definitiv nie mehr für einen Alkoholiker wie mich! Ich will es nie mehr vergessen und zukünftig nie mehr in die Falle tappen!


    Wenn ich mirüberlege wieviel Zeit ich verschenkt habe, in dem ich immer wieder von vorne zu trinken begann. Jedesmal hatte ich das Gefühl, dass ich es diesmal schaffe kontrolliert zu trinken. Denkste :cry: ! Innert kürzester Zeit war ich da wo ich nie mehr sein wollte.
    Nun spüre ich die positiven Veränderungen. Ich schlafe tief und fest. Meine Joggingrunde schaffe ich in Bestzeit und ich bin klar im Kopf.
    Oft war ich niedergeschlagen, hatte Angstzustände und sah manchmal den Sinn im Leben nicht mehr. Unvorstellbar heute! Es geht mir gut!


    Mach weiter! Es lohnt sich so sehr!
    Alles Gute
    Cemisi

  • Hallo,
    danke für eure Antworten, finde das Forum super!
    Cemisi: Ja, werde weitermachen und von den Verbesserungen berichten...
    @Karsten: Danke dir, wenn ich es richtig verstanden habe, kann ich dann auch direkt hier in meinem Vorstellungs-Thread weiterschreiben und in einem Monat dann potentiell im geschlossenen Bereich. Oder wo ist der Unterschied zwischen hier und im offenen Bereich? Denke bei mehreren persönlichen Threads verliere ich leichter die Übersicht? LG

  • Gestern war bei mir abends sobald ich zuhause war von jetzt auf gleich die Stimmung im Keller.
    Da wollte ich mir ne zuvor im Markt gekaufte Premiumpizza machen, was drin: Weißwein im Kleingedruckten!
    Was soll das, während auf Zigarettenschachteln Eckelbilder sind, wird man hier überall angefixt...

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