Nannie81. Wir stehen auf der Stelle..

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo zusammen..

    Ich bin Nani 40 Jahre alt und Mutter von drei Kids, 14, 10 und 4 und 'Angehörige' Wir vermissen zur Zeit schmerzhaft meinen Mann und Papi..

    Unsere Geschichte beginnt vor 21 Jahren ziemlich glücklich und kitschig denn wir kennen uns seit der Schule.. er hat schon immer viel getrunken aber mit Anfang 20 haben wir leider die ersten Anzeichen nicht gesehen. Als die wilden Ausgehzeiten weniger wurden und der Freundeskreis kleiner, und das erste Baby sich ankündigte wurde auch der Alkoholkonsum meines Mannes weniger. Alles war perfekt... bis vor 5 Jahren. Neben ein paar Bier kamen pure harte Sachen dazu, viel Streit und vorübergehende Trennungen. Er zeigte Einsicht und Reue und war sogar 3 Monate in einer Klinik aus der er nun leider nicht mehr nach Hause kam. Er lebt nach meinem letzten Rauswurf bei seinen Eltern- ebenfalls Alkoholiker seit 25 Jahren trockene., und wir haben nur wenig Kontakt. Ich verstehe gar nichts mehr. Habe leider auch viele Fehler im Umgang mit ihm gemacht, die ihn auch verletzt haben... Aber ich habe ebenfalls viel mit ihm durchgemacht... ich gehe gerne in den Antworten näher darauf ein.. seit er in der Klinik war, redet er gar nicht mehr mit mir obwohl er weiß, das ich ihm immer nur helfen und den weg gemeinsam gegangen bin , bzw gehen wollte... :-|

    Ich bin richtig verzweifelt und er fehlt mir/uns sehr :cry:


    Liebe Grüße erstmal und ich freue mich über jede Antwort..

  • Hallo und guten Abend .

    Das tut mir so sehr leid für dich und die drei Mäuse ich umarme dich aus der ferne und schicke dir kraft.


    Mir drehte sich beim lesen der Magen um. Und ich habe zwei Fragen dazu. Wie lief es zuletzt zwischenmenschlich und was für eine Klinik war das ? Männer und Frauen gemischt?


    Liebste Grüsse

  • Hi !

    Danke dir, mir dreht sich auch fast täglich der Magen um...

    Also in den ersten Wochen in der Klinik hatten wir noch viel Kontakt, herzlich und hoffnungsvoll... Aber dann schloss er mich irgendwie immer mehr aus... da hatte ich den Kontakt abgebrochen da mich das verletzt hatte weil er lieber mit den Leuten dort Zeit verbracht hatte, als mit mir MAL zu telefonieren... Ich weiß... Eifersucht ist leider eine Schwäche von mir..

    Ja gemischte Klinik... leider... 😔

  • ja es tut alles furchtbar weh... habe auch eine Vermutung.... meine größte Sorge..


    Unser großer hat eine Egal Haltung eingenommen, hat am meisten mitbekommen, zieht sich zurück und möchte kaum reden.. Unsere Püppi leidet wie ich und der kleine , naja , er kennt es nicht anders...

    Ab und zu bekommt der große eine SMS..


    Habe schon versucht mit seinen Eltern zu reden aber beim letzten mal ist sein Vater etwas wütend geworden... jetzt traue ich mich nicht mehr hin... X/

  • Hast du vielleicht mal darüber nachgedacht oder hast du es vielleicht mal gemacht ?

    Einen Brief zu schreiben so wie du hier geschrieben hast ganz zu allererst 💗solche Worte gehen ins Herz und vielleicht etwas gemaltes der puppi , sie können ihm doch nicht so egal sein

  • ja, wir haben ihm vor der Klinik eine Tasche gepackt mit vielen persönlichen Dingen, kleine Geschenke und Fotos... er hat sein halbes Zimmer damit dekoriert und auch Briefe habe ich geschrieben. Er ist mit viel Motivation aber auch viel Angst hinein gegangen . Ich habe dann am Ende einen unschönen sehr leidenden Brief von ihm erhalten...

    Bei Interesse kann ich den gern mal senden. Ich lese nur daraus , das er uns vor sich schützen will und es besser für alle ist... daraufhin rief ich ihn direkt unter Tränen an , aber er blieb hart. Eine Stunde lang, dann hielt ich diese Kälte nicht mehr aus. Wer ist er jetzt ???

  • Hallo Nanni,


    herzlich willkommen in unserem Forum.


    Wenn Alkoholiker trocken werden, verändert sich sehr viel.

    Keiner kommt aus einer Langzeittherapie zurück, wie er dorthin gegangen ist.

    Da muß nicht zwingend eine andere Frau im Spiel sein.

    Ein klärendes Gespräch wäre sicher sehr gut. Er braucht aber auch Zeit um sich in seinem neuen Leben zurechtzufinden.

    Ich bin auch eine Angehörige und mein Mann war auch ganz anders als er zurückkam.

    Klar, als frisch trockener Alkoholiker dreht sich erst einmal vieles um ihn, da können wir Angehörige schon auf den Gedanken kommen, das wir mal wieder zurückstehen müssen, und haben oft das Gefühl es hätte sich nichts geändert.

    Deine angeblichen Fehler, wie sahen die denn aus? Warst du eine COabhängige, die ihm vieles abgenommen hat, oder das Leben übernommen hat, weil alles an dir hängenblieb?

    Auch auf die Angehörigen warten Veränderungen, die angegangen werden sollten.

    Ich bin mir ziemlich sicher, das du dein bestes gegeben hast, so wie du es in diesem Moment konntest.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • hi Morgenrot, du sprichst mir aus der Seele, habe schon viel gelesen in den letzten Monaten, mehr als mir lieb ist..

    Sein Verhalten nehme ich so hin, weil es ja für ihn auch schwer ist. Aber mit dieser Kälte komme ich nicht zurecht. Ich war so lange alleine und das ist so schmerzhaft.. er möchte nichts mehr erklären oder beweisen müssen, komme gerade nicht mehr an ihn ran ohne Angst , ihn komplett zu verlieren. Er möchte die Kinder gern sehen , aber ich weiß nicht ob er tatsächlich trocken ist... ich würde erst klären wollen was mit uns ist... ?!

    Ich denke ich musste keine Co abhängige

    Sein, denn er war/ist immer arbeiten, nie krank, Und es funktionierte alles. Zuletzt viel es aber doch dem einen oder anderen auf, und ich bin immer ehrlich gewesen wenn mich einer Ansprach. Unter anderem auch sein Chef... Das fand er immer Sch.... zog sich immer öfter zurück und kam ab und zu auch nicht nach Hause...

    Meine Fehler bestanden darin ihn zu beschimpfen wenn er betrunken "unfug" machte . Ich war In vielen Situationen sehr wütend. Vorhaltungen und tagelanges ignorieren weil ich so verletzt war. Freunde, Arbeit -auch nach der Arbeit waren wichtiger als die Kinder und ich.. Aber nach Streit und Gerede ging es immer bis zu 2 Wochen gut. Trockene Phasen.. bis die Schule eine Familienhilfe gefordert hat. .. dann wurde es schlimmer..

    Ps: er war nie aggressiv, so wie ich es beurteilen würde, wollte er immer nur seinen Pegel halten und schlafen... irgendwelche Schmerzen hatte er auch ständig , aber Ärzte sind ja doof...


    Ich melde mich morgen wieder... gute Nacht erstmal...

  • Hallo zusammen, ich hatte mich neulich schon kurz vorgestellt und auch schon Liebe Antworten bekommen, aber nun bin ich noch verzweifelter als noch vor einer Woche...

    Mein Mann hat es nach langer Zeit, Ärger Streit und Stress endlich in eine Klinik geschafft. Vorher war er ein lieber guter Ehemann und Papa, (3kids) hat alles für uns getan aber der Alk hat ihn in vielem gehemmt und alles war nichts halbes und nichts ganzes.. und natürlich sehr anstrengend für alle..

    Nun nach 3 Monaten und +2 Monaten Trennung meint er nicht mehr nach Hause kommen zu müssen, ist bei seinen Eltern eingezogen , sagt er liebt mich nicht mehr und das alles schon viel zu lange schief lief !? Ich bin völlig fertig, und wir vermissen ihn sehr, vor allem die ganzen Hoffnungen und Versprechen sollen alle dahin sein ?!

    Ich versteh gar nichts mehr und keiner von seiner Familie redet mit mir ... :cry:;(

  • Hartmut

    Hat den Titel des Themas von „Wir stehen auf der Stelle..“ zu „Nannie81. Wir stehen auf der Stelle..“ geändert.
  • Hallo Nannie,


    wie geht es Dir aktuell? Das ist ja mal richtig anders gelaufen, als Du Dir das vorgestellt hast. Du bist da aber keine Ausnahme. Es ist halt so, dass sich die Menschen verändern, wenn sie trocken werde, wie auch wir als Partner uns ändern, wenn wir anfangen, unser Leben in unsere Hände zu nehmen.


    sonnige Grüße

    Lütte

    Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen.

    (Henry Ford)

  • Hi,

    Lieben Dank...

    Mir geht es allgemein leider nicht so gut. Ich bin sehr geschockt über alles was gerade passiert.. vor der Klinik liebte er mich und danach nicht mehr ?!

    Ja , Veränderung ist ja gut und wichtig, und er scheint nun alles allein in die Hand zu nehmen.. Kann er auch, aber er besteht auf diese Trennung und allem was dazu gehört,... selbst finanziell soll ich mich nun an das Amt wenden um für mich und unsere Kinder abgesichert zu sein.. was wir als Familie alles zusammen hatten, ein gem. Konto, ein Handyvertrag... alles löst er gerade auf.. und es bricht mir das Herz, wir sind doch eine Familie ?! Diese Dinge funktionierten doch alle ..

  • Ach Nannie,


    das ist echt ne schwierige Situation. Wichtig erscheint mir, dass Du Dir für Dich und Deine Kinder Hilfe organisierst. So wenig wie Du ihn vom Saufen abhalten konntest, so wenig kannst Du seine Aktionen jetzt stoppen. Es gibt in den meisten Suchtberatungsstellen auch Kontaktpersonen für die Angehörigen. Das wäre ne Möglichkeit für Dich um ganz pragmatisch Hilfe zu bekommen. Dass es ist Dir das Herz bricht, kann ich nachvollziehen. Ich habe mir damals auch gewünscht, er hört auf zu trinken, macht ne Therapie und mein Leben ist wieder in Ordnung. Nur so funktioniert es meistens nicht. Ich musste auch lernen, dass ich allein dafür sorgen muss, dass es mir gut geht. Heute finde ich das auch gut so, aber vor 9 Jahren war ich am Boden zerstört wie Du jetzt. Meine Erfahrung sagt mir, dass Du jetzt deine Kraft daran setzen solltest dein Leben mit den Kindern ohne ihn zu organisieren mit allem was dazu gehört (Wohnung, Unterhalt etc.).


    Ich wünsche Dir ganz viel Mut, Kraft und Geduld

    sonnige Grüße

    Lütte

  • Liebe Lütte.. Danke dir für die Antwort... Ich gebe mein bestes. Es ist sehr schwer , dabei zuschauen zu müssen, wie er nach und nach alles trennt was uns als Familie ausgemacht hat. Wir haben der Kinder wegen einigermaßen Kontakt.. auch das tut so weh , ich würde ihn am liebsten alle meine Gefühle erklären und ihn mal berühren, aber er ist sehr kalt. 😥😢


    Darf ich fragen ob du mit deinem Mann noch zusammen bist ?


    Ich würde so gerne wissen ob noch Hoffnung für uns besteht... :(

  • Hallo liebe Nannie,


    ich kann Dir aus eigener Erfahrung nur raten, dich um dich und deine Kinder zu kümmern und dein Leben zu organisieren - auch ohne ihn. So hab ich es damals gemacht - meine Ehe war mir am Ende piep egal. Wir sind wieder/noch zusammen. Aber nach allem, was ich hier so lese, ist das eher die Ausnahme, also klammere dich nicht so sehr daran. Viel öfter ist von endgültigen Trennungen die Rede. Eine Trennung kann doch auch ein Anfang für einen neuen Lebensabschnitt sein. Warum solltest Du allein mit den Kindern nicht auch zufrieden leben können, warum sollte dir nicht die nächste Liebe über den Weg laufen? Schau auf Dich, sorge dafür, dass es Dir gut geht und mach dein Leben nicht von einem Mann abhängig, der an einem Leben mit Dir offenbar nicht mehr interessiert ist.


    Hoff nicht zu sehr - gestalte.


    sonnige Grüße

    Lütte

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