Ehefrau 91 - Ehemann ist Alkoholiker

  • Hallo an alle.

    Nach Jahren der Gedanken sich zu trennen ist es seit fast einem Jahr geschehen.

    Eigentlich sollte ich überglücklich sein . Aber es gibt immer noch Tage da holt mich alles ein . Was alles war ,wie es war.usw.

    Vorallem waren wir nach der Trennung noch sehr nah mit der Hoffnung wen sich jeder um sich kümmert das es wider werden könnte. Naja ich hab mich nach einiger Zeit wider Hoffnung minimal gemacht. Bis er sagte er macht einen Cut. Entgültigen Schlussstrich . Weil er auf sich schauen muss um trocken zu bleiben . Und dieses hin und her keinem gut tut. Er weiß echt wer er ist und muss sich selbst kennen lernen . Zu diesem Zeitpunkt war er seit wenigen Wochen Tagen trocken .

    Seit dem ist er ein Richter Ego. Nur auf sich bedacht . Kümmert sich kaum mehr um die Kids. Sonst hat er jeden Tag gefragt was sie machen usw. Hat Interesse gezeigt . Sogar gesagt er vermisst sie . Usw. Das beste ist das er eine neue Frau kennenlernte . Er meinte zu mir er möchte mich nicht verletzten und es mir sagen . Er weiß aber noch nicht wo es hinführt mit ihr.

    Das war ein Schlag wo ich dachte was er noch vor 2 Monaten sagte . Passt ja gar nicht überein .


    Meine Gedanken sind oft kommt dieses Verhalten vom Alkoholiker noch oder ist es normal wen sie trocken bleiben wollen . Hat er mich nur verarscht ?

    Ich erkenne ihn null wider . Was mich angeht sagte er ,er hat einen Hass auf mich . Weil ich mit meinen Verhalten was ich manchmal äußere ihn sehr verletzte . Und diesen Hass kann er oft nicht Mal vor den Kids verbergen .

    Mein Sohn hat riesige Problem mit ihm . Er möchte oft nicht zum Papa . Weil er immer noch mal so mal so ist .

    Ich will ihn nicht zurück aber warum kann er nicht wie vorher sein zu den Kindern und zu mir . Ich müsste doch ihm Scheisse behandeln was alles war . Mache ich jcht ich will Frieden einfach .

  • Willkommen zurück, Ehefrau!

    Deine Themen habe ich zusammengefügt, damit es übersichtlich bleibt.

    Bitte schreibe hier einfach weiter.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Ehefrau, willkommen zurück.

    Dass dein Mann Alkoholiker ist, ist eine Sache. Wie er sich gerade verhält eine andere. Das hat mit seiner Persönlichkeit zu tun nicht mit seiner Suchterkrankung.

    Nur mal kurz, das möchte ich dir hierlassen. Ich muss jetzt leider los, hab einen Termin.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Als du geschrieben hast, er braucht einen Cut und muss nach sich schauen, fragte ich mich ‚wie heißt sie‘ und drei Zeilen später ist sie da, die Frau. Klassiker.

    Bleib bei dir- das ist furchtbar schwer, aber es geht darum, dass du dich stabilisierst. Was er macht kann dir Wurscht sein.

  • Hallo

    Habe halt gelesen ,das wen Alkoholiker trocken werden das sie egoistisch sein müssen . Und dieses Verhalten oft vorkommt . Mich belastet es einfach immer noch dieser Wandel . Von ich will das wir wider zusammen kommen und ich liebe euch zu will meine Ruhe . Ein Mensch kann sich doch nicht von heute auf morgen verändern . Ich wünsche mir einfach den Papa für meine Kinder der ab und an mal zum Vorschein kam . Und die Kinder einen sicheren Halt bekommen . Aber sie sagen selbst 6und 8 Jahre ,das Papa mal so mal so ist .

    Ich hab einfach so viele Fragen noch ,wo ich das Gefühl habe ich brauche die Antwort um komplett abzuschließen.

    Wie schon gesagt als wir uns trennten war es noch ein gutes Verhältnis. Bis er trocken war.

    Als wären wir Ballast . Vorallem diese Wut auf mich . Unser Sohn hat mir anvertraut das Papa auch schon sagte ,das wen er schimpfen musste mit ihm und dadurch laut wurde,,du bist wie deine Mama das Verhalten . Deswegen konnte ich mit ihr nicht mehr zusammen sein und haben uns getrennt .

    Das ist doch Wahnsinn . Er sagt immer er will keinen Streit . Kann sich aber nicht zusammen reißen . Vorallem hab ich das Gefühl das er mich für dumm verkauft . Ich weiß einfach nicht mehr was ich glauben soll . Meint er es mit mir überhaupt nicht ehrlich .

    Ich werde das alles auch mit dem Therapeuten von meinem Sohn besprechen.

  • Versuche - auch wenn das sehr schwer ist- die Elternebene von der Paarebene zu trennen. Da vermischt sich einiges.

    Er will nicht mehr mit dir zusammen sein und das tut weh. Ein klärendes Gespräch bringt da gar nix- habe ich schon in vielen Konstellationen gemacht und das war immer echt nicht hilfreich.

    Das ist die eine Ebene- da musst du dir helfen. Sprich mit Freunden, hier oder auch mit Profis, aber versuche nicht, das mit ihm zu klären.

    Andere Ebene: Beim Kind über das andere Elternteil lästern geht nicht- das schadet dem Kind! Da kannst du schriftlich und sachlich eine Ansage machen nach dem Motto ‚egal wie wir gerade zueinander stehen- lass uns bitte nicht vor den Kindern schlecht übereinander sprechen‘ Ende der Ansage, keine Beziehungsebene.

    Was wünschst du dir? Geht es dir nur um den Papa? Oder hast du auch Liebeskummer? Kläre und trenne das für dich. Ich wünsche dir gute Heilung!

  • Habe halt gelesen ,das wen Alkoholiker trocken werden das sie egoistisch sein müssen .

    Ich weiß nicht, wo Du das gelesen hast…

    Ich bin die Alkoholikerin und durch mein nüchternes Leben lernte ich, mir selbst wieder wichtig zu sein, Grenzen zu setzen, nicht nur dem Partner, Familie, Freunden, Kollegen gegenüber alles Recht zu machen, auch wenn ich dabei ein schlechtes Gefühl hatte. Im ersten Jahr der Abstinenz brauchte ich viel Zeit für mich, Risikominimierung von Stresssituationen usw.
    Für mich nennt sich das Selbstfürsorge statt Egoismus.

    Schuldzuweisungen bringen Euch nicht weiter, eher klare Absprachen, was die Kinder betrifft.

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Hallo Ehefrau,

    Habe halt gelesen ,das wen Alkoholiker trocken werden das sie egoistisch sein müssen

    Wenn Alkoholiker trocken werden wollen, wenn sie es wirklich ernst meinen, ist es für sie wichtig, ihre Abstinenz zu schützen. Grenzen zu setzen. Wieder am ( Familien)leben teilzunehmen, Entscheidungen zu treffen usw. Also einen geordneten Alltag zu leben. Das ist dann gesunder Egoismus, wie es so schön heißt.

    Das ist für viele Angehörige schwer weil sie es oft über Jahre gewohnt waren den Alltag alleine zu meistern, alleine Entscheidungen zu treffen usw. Weil der abhängige Partner irgendwann nicht mehr immer dazu in der Lage war.

    Was du beschreibst liest sich für mich anders. Eher so, dass er sein altes Leben hinter sich lassen möchte, eine andere Frau kennengelernt hat und seine Abstinenz ein Vorwand für die Trennung ist. Das ist aber nur das, was ich bei der kurzen Beschreibung denke, ich kenne weder dich noch deinen Mann und eure Gesamtsituation und - geschichte.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Versuche - auch wenn das sehr schwer ist- die Elternebene von der Paarebene zu trennen. Da vermischt sich einiges.

    Er will nicht mehr mit dir zusammen sein und das tut weh. Ein klärendes Gespräch bringt da gar nix- habe ich schon in vielen Konstellationen gemacht und das war immer echt nicht hilfreich.

    Das ist die eine Ebene- da musst du dir helfen. Sprich mit Freunden, hier oder auch mit Profis, aber versuche nicht, das mit ihm zu klären.

    Andere Ebene: Beim Kind über das andere Elternteil lästern geht nicht- das schadet dem Kind! Da kannst du schriftlich und sachlich eine Ansage machen nach dem Motto ‚egal wie wir gerade zueinander stehen- lass uns bitte nicht vor den Kindern schlecht übereinander sprechen‘ Ende der Ansage, keine Beziehungsebene.

    Was wünschst du dir? Geht es dir nur um den Papa? Oder hast du auch Liebeskummer? Kläre und trenne das für dich. Ich wünsche dir gute Heilung!

    Ich wünsche mir Frieden in mir . Diese Verletzungen all die Jahre was jetzt erst richtig zum Vorschein kommen weg zu haben . Deswegen dachte ich ein Gespräch würde da helfen .

    Ich komme mit verarscht vor. Weil er eben erst von ich lieb euch zu eiskalt umgeschwengt hat .

    Und seine Aussage er will Zeit für sich um sich besser kennenzulernen und trocken zu bleiben aber Dan eine neue haben ist für mich schwer zu verarbeiten. Ich glaub wenn er trotz allem immer noch so gewesen ware und nicht so kalt würde mich das alles nicht so schwer für mich sein . .

    Ich kann es nicht deuten so richtig . Ich weiß ich würde ihn nie zurück wollen ,dennoch denk ich ständig an die Zeit was alles war . Finde meinen eigenen Weg sehr schwer . Ist es wegen der co Abhängigkeit was ich all die Jahre hatte ? Das es so schwer ist alles ?

  • Hallo Ehefrau,

    Wenn Alkoholiker trocken werden wollen, wenn sie es wirklich ernst meinen, ist es für sie wichtig, ihre Abstinenz zu schützen. Grenzen zu setzen. Wieder am ( Familien)leben teilzunehmen, Entscheidungen zu treffen usw. Also einen geordneten Alltag zu leben. Das ist dann gesunder Egoismus, wie es so schön heißt.

    Das ist für viele Angehörige schwer weil sie es oft über Jahre gewohnt waren den Alltag alleine zu meistern, alleine Entscheidungen zu treffen usw. Weil der abhängige Partner irgendwann nicht mehr immer dazu in der Lage war.

    Was du beschreibst liest sich für mich anders. Eher so, dass er sein altes Leben hinter sich lassen möchte, eine andere Frau kennengelernt hat und seine Abstinenz ein Vorwand für die Trennung ist. Das ist aber nur das, was ich bei der kurzen Beschreibung denke, ich kenne weder dich noch deinen Mann und eure Gesamtsituation und - geschichte.

    Liebe Grüße Auro

    Ja und das ist das was ich nicht einordnen kann .

    Vorallem dieses Verhalten triggert mich sehr wegen den Kindern auch . Alles andere ist jetzt wichtiger . Ich sehe aber es so das die Kinder auch wichtig sein sollten ? Oder sollte ich einfach mal Ruhe einkehren lassen und schauen wie sich alles entwickelt.

    Einmal editiert, zuletzt von Elly (6. Oktober 2026 um 21:14) aus folgendem Grund: Text unter das Zitat gesetzt.

  • Oder sollte ich einfach mal Ruhe einkehren lassen und schauen wie sich alles entwickelt

    Ruhe wäre für euch alle sicher gut!

    Ich kann das Gefühl der Ungerechtigkeit so verstehen. Du hast jahrelang gelitten und dafür gekämpft, dass er endlich nüchtern ist und dann genießt er die ‚Früchte deiner Arbeit‘ mit einer anderen.

    Man kann es aber auch anders sehen. Er will einen Neuanfang ohne dich und dir gibt das die wunderbare Gelegenheit auch selbst frei zu entscheiden, wie es jetzt für dich weiter geht. Es war eine harte Zeit und die ist jetzt vorbei. Klar ist da jetzt ein Loch und Trauer. Weine, schimpfe, werfe von mir aus mit Gegenständen, erzähle diese gemeine Geschichte allen Freundinnen 20x (dafür sind sie da- echt!), aber erwarte nicht dass ausgerechnet er dir helfen kann.

    Es wird eine ‚Zeit danach’ geben ohne Co Abhängigkeit und hoffentlich mit klaren Regeln für die Kinderbetreuung. Vielleicht kannst du irgendwann sagen ‚es war besser so‘. Lass dir bis da hin aber ruhig deine Zeit.

  • Ruhe wäre für euch alle sicher gut!

    Ich kann das Gefühl der Ungerechtigkeit so verstehen. Du hast jahrelang gelitten und dafür gekämpft, dass er endlich nüchtern ist und dann genießt er die ‚Früchte deiner Arbeit‘ mit einer anderen.

    Man kann es aber auch anders sehen. Er will einen Neuanfang ohne dich und dir gibt das die wunderbare Gelegenheit auch selbst frei zu entscheiden, wie es jetzt für dich weiter geht. Es war eine harte Zeit und die ist jetzt vorbei. Klar ist da jetzt ein Loch und Trauer. Weine, schimpfe, werfe von mir aus mit Gegenständen, erzähle diese gemeine Geschichte allen Freundinnen 20x (dafür sind sie da- echt!), aber erwarte nicht dass ausgerechnet er dir helfen kann.

    Es wird eine ‚Zeit danach’ geben ohne Co Abhängigkeit und hoffentlich mit klaren Regeln für die Kinderbetreuung. Vielleicht kannst du irgendwann sagen ‚es war besser so‘. Lass dir bis da hin aber ruhig deine Zeit.

  • Ja genau die Ungerechtigkeit ist sehr schlimm .

    Gefühlt kann er sein Leben leben und hat seine "Probleme" los .

    Und ich kämpfe mit allem .

    Meine Gedanken schwenken sehr von ich bin gelassen ,schaue auf mich zu alles macht mich fertig .

    Ich bin froh das ich hier wider schriebe. Es tut gut .

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