Danke ihr 2 für die schnelle Rückmeldung:
"Zwischen Freiheit und Gewohnheit" ![]()
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Erledigt🙂
Danke schön!
Hallo Foaly,
Glückwunsch dazu, dass du wieder ins trockene Leben gestartet bist und dich hier austauschen und nicht mehr trinken willst.
Wie ich zum „ich muss nicht“ komme ist mir auch ganz ehrlich gesagt noch nicht klar.
Bei mir kam das irgendwann von alleine. Aber es hat gedauert.
Hattest du das denn damals schon mal, während deines trockenen Jahres 2024?
Ich hab es irgendwann gemerkt, dass die Dankbarkeit dafür und die Erleichterung darüber, dass ich mit Trinken aufhören konnte, mehr und mehr Raum bekam.
Das ist bei mir zumindest nichts, was ich durch puren „Willen zur Trockenheit“ herbeizwingen konnte.
Bewusst trocken leben, und dann verändert sich mit die Zeit immer mehr.
Ich wünsch dir, dass du das Forum und den Austausch hier gut für dich nutzen kannst.
Viele Grüße
Thalia
Danke Thalia, das ist nett.
In meinem nüchternen Jahr habe ich nicht so viel drüber nachgedacht. Rückblickend war das irgendwie ein ganz besonderes Jahr. Ich war vollauf mit meiner Fitness, Abnehmen, Routinen einführen für mich und meine Familie etc.etc. beschäftigt. Keinen Alkohol zu trinken war halt ein Punkt auf der Liste. Das war wahrscheinlich auch das Problem, ich hab die Thematik zu schnell fallen gelassen.
Im Moment geht es mir wieder ziemlich schlecht. Wochenende und Wochenstart waren gut, aber die letzten Tage waren so schwer. Ich bin einfach so erschöpft, alles ist mir zu viel und ich bin sehr sehr unruhig und ängstlich. Ich denke dann öfter mal „Jetzt ein Glas Cremant“, aber nichts zu trinken fällt mir tatsächlich nicht schwer. Gut geht es mir trotzdem nicht. Ich hatte in meinem Leben auch schon ein paar mal mit sehr schweren Depressionen zu kämpfen. Ich habe Angst, dass ich wieder an der Schwelle zur nächsten Runde stehe. Umso wichtiger, dass ich jetzt seit einigen Wochen nichts mehr trinke und auch nicht mehr anfange.
Lebe wie gesagt Tag für Tag.
aber nichts zu trinken fällt mir tatsächlich nicht schwer.
Ab dem Zeitpunkt, als ich nicht mehr trinken musste, ging es aufwärts. Es ist doch gut, dass es dir nicht schwer fällt.
Ich denke dann öfter mal „Jetzt ein Glas Cremant“,
Dein Suchthirn suggeriert dir, dass du das denkst. Du willst nicht mehr trinken, wieso solltest du soetwas denken?
Ich habe eine Zeit lang gebraucht, bis ich zwischen Suchtstimme und meinem eigenen Denken sicher und schnell unterscheiden konnte.
Meine Startegie, abwürgen, "Du schon wieder, geh in deine Ecke und trockne weiter vor dich hin", oder noch kürzer, auch mit Kraftausdrücken.
Keine Diskussion, keinem Gedanken nachgehen, ablenken, in Aktion gehen, weg von dem was durch den Gedanken begleitet wurde.
Das funktioniert, der Gedanke ist schnell wieder weg.
Gute Besserung und dass dun schnell wieder zu Kräften kommst.
Liebe Foaly,
Ich bin einfach so erschöpft, alles ist mir zu viel und ich bin sehr sehr unruhig und ängstlich.
Das kenn ich von mir auch. Bei jedem/r natürlich anders. Aber so ähnlich.
Das Gute ist ja, dass es Dinge gibt, die helfen. Also wirklich, nicht nur vermeintlich, wie der Alkohol.
Drüber schreiben ist bei mir auf jeden Fall so ein Ding. Oder jemandem davon erzählen. Was ich auch getan habe, als ich schon länger trocken war und die depressiv/ängstliche Stimmung mich weiterhin belastete, war, mit meiner Ärztin darüber zu sprechen. Ich habe dann eine Psychotherapie begonnen (nicht die erste, aber die erste komplett trockene) und auch ein Antidepressivum genommen.
Bei dir bessert es sich vielleicht ja auch einfach noch weiter durch die Dauer der Trockenheit. Ich will damit nur sagen, du musst nichts einfach aushalten, sondern kannst handeln. Statt zu trinken.
Viele Grüße
Thalia
Bei mir lief alles ganz rund bis ich in 2025 rückfällig geworden bin und die Spirale dann wieder zügig abwärts ging.
Soviel also zu mir – Hochmut kommt vor dem Fall kann ich da nur sagen.
dass ich meine Situation völlig falsch eingeschätzt habe. Und viel zu leichtsinnig war.
Hallo Foaly88
Ich habe gerade deinen Thread gelesen. Du warst ja schon ne längere Zeit abstinent bevor es zum Rückfall kam.
Ich danke dir für deine Beiträge, weil ich deine Erfahrung nutzen werde um diese Erfahrung nicht selbst auch zu machen. Ich bin jetzt etwas länger als 1 Jahr und 8 Monate abstinent und merke deutlich wie normal und selbstverständlich das für mich geworden ist.
Ich vermeide nach wie vor gefährliche Situationen, aber ansonsten mache ich mir wenig Gedanken über meine Abstinenz. Besser gesagt, ich mache mir gar keine Gedanken mehr bezüglich meiner Abstinenz. Und irgendwo hier im Forum habe ich gelesen, dass genau das gefährlich werden kann. Deshalb bin ich in den letzten Tagen ziemlich viel im Forum und lese und schreibe quer Beet.
So möchte ich verhindern leichtsinnig zu werden und so zu denken wie du als du wieder zum Glas gegriffen hast.
Meine Liebe, ich wünsche dir hier einen guten Austausch und das du es wieder schaffst. Ich werde öfter bei dir lesen. Alles Gute für dich.
Hallo, bei mir war es so ich war 5 Monate abstinent, habe keine Selbsthilfegruppe und kein Forum genutzt. Ich glaube du auch nicht oder? Die heimtükische Sucht gerät dann in Vergessenheit, der Alltag läuft, alles ist soweit gut. Die Erinnerungen verblassen wie scheiße es war zu Saufen mit allen Folgen. Und dann meldet sich das Suchthirn, man kann es nicht einordnen wer da spricht und irgendwie ist man so schnell wieder drin. Bis man merkt scheiße ich war doch schon so weit was ist passiert. Und ALLES wieder von vorne. Schuld, Scham, Wut usw. Immer der gleiche scheiß Suchtablauf.
Abstinenzler Ich kenne aber Suchtdruck und hatte da in den ersten Monaten damit zu tun. Aber ich hatte mich immer direkt im Forum gemeldet und alle waren da. Auch mein Notfallkoffer steht und ich weiß ja inzwischen was ich tun kann.
Dieses Selbstverständliche ist ein tolles Gefühl, aber irgendwie glaube instinktiv passe ich gerade derzeit besonders gut auf meine Abstinenz auf.
Irgendwo im Forum steht so ein Satz so ähnlich, „wenn es dir schlecht geht, geh ins Forum, wenn es dir gut geht, dann renn ins Forum“
Ich höre immer auf mein Bauchgefühl und gerade weil alles perfekt ist, da achte ich wieder extra besser drauf nicht leichtsinnig zu werden.
z.B. Fasenacht ist tabu. Das weiß ich ganz genau, dass da nur gesoffen ist und ich habe da nix zu suchen.
Vielen Dank für all die lieben und aufmunternden Rückmeldungen.
Es geht mit wieder etwas besser. Der Januar ist auch immer schon ein ganz schlimmer Monat für mich, dunkel, grau und trostlos und zieht sich einfach ewig! Ich hatte in den letzten Tagen einige sehr nette Treffen innerhalb meiner Familie. Zum Glück jeweils Brunch oder Kaffee, so dass ich mir keine Sorgen machen musste dorthin zu gehen. Es waren jeweils so schöne und herzliche Treffen, ich war danach ganz erfüllt. Ich stecke zur Zeit nämlich etwas fest im Hamsterrad zwischen Beruf und Familie und Sport und und und.
Thalia, das mit der Hilfe ist ein guter Hinweis. Ich habe jetzt auch wieder einen Termin bei meiner Psychiaterin ausgemacht. Wie gesagt hatte ich schon mehrmals schwere depressive Phasen, ich war kurz vor der Zwangseinweisung. Mit Hilfe von sehr guten Ärzten bin ich aber jeweils wieder recht schnell rausgekommen und es geht mir über lange Strecken auch immer sehr gut. Die Ärztin weiss natürlich auch von dem Alkoholproblem, mal schauen, wie sie die Sache einschätzt.
Kadett und Abstinenzler, bei euren Beschreibungen finde ich mich direkt wieder. Man muss sein Leben lang an/mit/gegen (?) die Sucht arbeiten. Ich war ja auch so überzeugt, dass ich nie mehr was trinke aber hab das ganze völlig unterschätzt. Es scheint wie ein Muskel, den man immer trainieren muss. Den Gedanken „jetzt ein Glas Wein“ hab ich tatsächlich jeden Tag noch. Mal schlimmer, mal weniger schlimm. Ich stell mir dann immer all die schlimmen Momente und das miese Gefühl vor, die 1000 verkaterten Tage.
Ab dem Zeitpunkt, als ich nicht mehr trinken musste, ging es aufwärts. Es ist doch gut, dass es dir nicht schwer fällt.
Lieber Nayouk, ich denke zur Zeit sehr viel über "dürfen" vs "Müssen" nach. Ich bin noch absolut in dem "nicht dürfen", das muss ich leider zugeben. Und da liegt irgendwie der Hund begraben, es fühlt sich an wie bei einer Diät wo man 30 Tage auf Pizza und Schocki verzichtet. Mein Kopf ist noch nicht richtig angekommen in der Realität. Der hadert noch damit, dass er nicht darf. Also, mein Verstand weiß schon was Sache ist, aber meinem Unterbewußtsein traue ich nicht. Kann ich das hier so schreiben? Ich will mir aber auch nix vormachen, sondern nach den richtigen Schaltern suchen.
Man muss sein Leben lang an/mit/gegen (?) die Sucht arbeiten.
Du kannst/darfst lernen, mit der Sucht zu leben. Und das funktioniert ziemlich gut.
Den Gedanken „jetzt ein Glas Wein“
Das ist dein Suchthirn, was sich da meldet. Meine Strategie , abwürgen, keine Diskussion.
Alkohol ist keine Option, fertig.
Wenn ich an einer Klippe stehe und ins Tal möchte, ist Springen keine Option, es gibt immer einen anderen Weg.
Leuchtet mehr ein als beim Alkohol, oder? Warum ist das so? Weil dein Suchthirn dich glauben lassen möchte, dass es doch geht, aber du weißt es besser.
Hallo Foaly 88
Unsere (Sucht)hirne sind ja nicht alle gleich gepolt .
Jedes arbeitet bzw . verarbeitet mit unterschiedlicher Geschwindigkeit .
Die Verzichtsgedanken werden aber auf jeden Fall weniger und irgendwann sind sie weg denn
wurde aus dem "ich darf " nicht ein " ich brauche " nicht .
Ich brauche keinen Alkohol um mein Leben zu leben denn er verbessert rein gar nichts .
Gruß von Shawn
Der Januar ist auch immer schon ein ganz schlimmer Monat für mich, dunkel, grau und trostlos und zieht sich einfach ewig!
Der Winter kratzt schon an der Stimmung. Geht uns auch so. Aber man kann trotzdem viel machen und meistens geht es mir super. Ich nehme noch Vitamin D. Bin fast bei 3 Monaten Abstinenz. Es wird immer ein wenig leichter, die Saufgedanken immer weniger. Wie manche hier schreiben: Die Zeit ist auf unserer Seite.
Ich stell mir dann immer all die schlimmen Momente und das miese Gefühl vor, die 1000 verkaterten Tage.
Ich auch
Ich bin noch absolut in dem "nicht dürfen", das muss ich leider zugeben
Ein Herr aus der SHG meinte: ich darf doch, ich bin über 18. Der Spruch hat mir geholfen. Keiner könnte mich dran hindern. Ich will nicht!! Dann ist es kein Verzicht
Mir geht es heute sehr schlecht. Den ganzen Tag schon. Es ist als würde ein riesen Gewicht auf meiner Brust sitzen. Und mein Saufhirn ruft mir seit Nachmittag zu „ein Glas, und es geht Dir sofort besser“
Ich esse schon den ganzen Tag, hab versucht Sport zu machen aber ich bin zu traurig dazu - hört sich blöd an aber ich musste auf dem Crosstrainer anfangen zu heulen. Was ist das nur?
Hi Foaly88 hast du genug getrunken? Oder bist du übermüdet?
Das Gewicht auf der Brust könnte auch eine Erkältung sein, die sich anbahnt oder Bronchitis.
Und mein Saufhirn ruft mir seit Nachmittag zu „ein Glas, und es geht Dir sofort besser“
Du weißt, dass dein Suchtgedächtnis dir nur was aufdrücken will. Trink lieber sofort ne Flasche Wasser. Hast du zuhause Alk?
musste auf dem Crosstrainer anfangen zu heulen. Was ist das nur?
Vielleicht einfach nur Winterblues. Also grundsätzlich ist heulen gar nicht schlecht, das reinigt und erleichtert.
Bleib hier im Forum solange du dich wackelig fühlst. Und schreib wie es dir geht. Ich lese dich und bestimmt auch noch andere.
Hi Foaly88 ,
ich lese Dich auch.
Viel trinken und Essen hilft mir bei Suchtdruck gut.
Ich hatte in den ersten Monaten manchmal heftige Stimmungsschwankungen. Da hilft nur aushalten. Und vielleicht etwas spazieren gehen (ohne Geld). Heiß duschen. Ein Bad nehmen. Irgendwie ein wenig in Bewegung kommen.
Hattest Du schon einmal eine Depression?
Hier viel schreiben. Du wirst gelesen.
Danke Kadett und Kazik!
Gewicht auf der Brust meinte ich ehr emotional. Als wäre ein ganzer Berg auf mir. Alkohol ist zum Glück keiner im Haus.
Vielleicht wirklich nur Winterblues?
Ich hatte tatsächlich schon einige depressive Phasen. Ob da wieder was kommt?
Hab versucht mich mit allem möglichen abzulenken - Haushalt, Handarbeit. Klappt leider nicht. Bin mit meinen Kindern allein und kann mich bei denen ja auch nicht gehn lassen in meinen Launen
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