happynewlife1987 - Vorstellung

  • Hallo an alle,

    Ich bin weiblich 38 Jahre alt und komme aus dem Norden. Gelandet bin ich hier weil ich Alkoholikerin bin und mir einen Austausch erhoffe. Kinder habe ich zum Glück keine, die Aufgrund meiner Krankheit leiden könnten.

    Einen Kontrollverlust hatte ich schon immer beim Konsum von Alkohol. Wenn ich einmal angefangen hatte gab es kein Halten mehr bis zum Filmriss. Viele peinliche Situationen natürlich inbegriffen

    Ich hatte auch schon einen Unfall in meiner Wohnung (ich lebe schon länger ohne Partner). Dieses geschah als ich mich vor 4 Jahren abends wieder völlig abgeschossen hatte nach zwei Flaschen Wein und 8 halben Liter Bier. Ganz genau weiß ich nicht mehr wie es passiert ist. Jedenfalls wurde ich iwann um 6 Uhr morgens auf dem Sofa wach als mir etwas übers Gesicht floss (wahrscheinlich bewusstlos). Ich ging ins Bad und hatte eine riesen Platzwunde an der Stirn und unterm Kinn war auch ein Loch. Das Bad voller Blut. Ich denke ausgerutscht und aufs Waschbecken geknallt.

    In meiner Verzweiflung hab ich meine Eltern angerufen, die nur 6km entfernt wohnten. Diese haben sich natürlich sehr gefreut *Ironie off* Erste Hilfe Koffer aus dem Auto und erstversorgt und mich ins Krankenhaus gefahren. Musste alles genäht werden. Aufgehört habe ich danach natürlich trotzdem nicht dauerhaft.||

  • Guten Abend happynewlife!

    Willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe.

    Von Deinem Nickname her leite ich ab, dass Du gern ein neues, glückliches Leben haben möchtest.

    Es ist möglich, ohne Alkohol ein zufriedenes, glückliches Leben zu haben.

    Aber ich lese heraus, dass Du noch trinkst?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Elly,

    Danke für deine Antwort. Nein ich trinke nicht mehr.

    Bin zwar heute "erst" den 3 Tag trocken unter ärztlicher Beobachtung also kein kalter Entzug, aber mein Wunsch ist wie der Name schon andeutet ein schönes neues Leben ohne den "Stoff".

    Am Montag gehe ich nochmal zum Arzt und für nächste Woche Donnerstag habe ich bereits einen Termin bei der Suchtberatung.

  • Meinen Glückwunsch zu Deiner Entscheidung!

    Unter Artikel oben im blauen Balken findest Du u.a. die Grundbausteine und auch den Notfallkoffer, darin sind viele, gute Informationen enthalten.

    Wie sind Deine Pläne, willst Du eine lebenslange Abstinenz?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Vielen Dank für den Hinweis zum Notfallkoffer und und den Grundbausteinen. Ich werde mir diese Artikel gleich durchlesen.

    Ja mein Plan ist es eine lebenslange Abstinenz anzustreben. Ich weiß das ich krank bin und nie die Kontrolle über meinen Alkoholkonsum erlangen werde und es nur den Weg über die Abstinenz gibt meine Krankheit zum stillstand zu bringen.

    Ich weiß aber auch, das es nicht einfach werden wird und viele schwere Momente kommen werden. Deshalb möchte ich mir jede Hilfe holen die ich bekommen kann.

  • Gerne!

    Es ist gut, dass Du Dich bei uns gemeldet hast. Unsere Selbsthilfegruppe ist 24/7 geöffnet und meist findet sich jemand, der online ist und Dir antwortet.

    Du kannst hier immer schreiben, wenn Dir danach ist, oder Dir etwas "auf der Seele" brennt. Und zeitnah kommt größtenteils schnell eine Reaktion der anderen Teilnehmer.

    Wichtig ist, dass man den Haushalt alkoholfrei hat, am Anfang Feierlichkeiten, auf denen Alkohol konsumiert, meidet und sich regelmäßig mit anderen trockenen Alkoholikern austauscht. Und dafür bist Du ja hier richtig!

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Klicke den Link an und schreibe einen kurzen Satz.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in den Bereich "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, happynewlife.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich.

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo happynewlife,

    willkommen im Forum und Glückwunsch zu deinem Entschluss, mit dem Trinken aufzuhören.

    Am Anfang hilft es oft, in kleinen Schritten zu denken: "Heute trinke ich nicht." Gib dir Zeit, wieder gesund zu werden. Die Veränderungen, die nun anstehen, nach und nach umzusetzen.

    Neben den alkoholfreien Umfeld ist es auch am Anfang wichtig, Feiern oder Treffen zu meiden, in denen getrunken wird (überlege schon mal, wie es Weihnachten und Silvester aussieht). Und auch, wie du deine neugewonnene Freizeit gestalten möchtest. Elly hat ja schon auf die Arttikel hingewiesen.

    Viele Grüße

    Seeblick

  • Hallo Seeblick,

    Danke für deinen Beitrag. Ich denke immer nur wie du es sagst "heute werde ich keinen Alkohol anrühren ".

    Ja Weihnachten und Silvester bin ich bei meiner Mutter zusammen mit meiner Schwester. Diese wissen bereits von meiner Krankheit und würden immer Rücksicht nehmen. Es kommt bei meiner Mutter kein Alkohol auf den Tisch. Sie selbst trinkt auch seit mehreren Jahren kein Alkohol mehr aber nicht aus Abhängigkeitsgründen.

    Allerdings wird es am 1 oder 2 Weihnachtstag immer ein Familientreffen an bei der Verwandtschaft wo nach dem Kaffee und Kuchen Alkohol angeboten wird. Dieses werde ich meiden um Gefahren zu vermeiden.

    Genauso werde ich die bald kommenden Weihnachtsmärkte meiden um mich nicht in Gefahr zu bringen. Vor Weihnachtsfeiern brauche ich keine Angst zu haben da ich momentan nicht berufstätig bin.

    Ich muss immer wachsam sein, denn der "Teufel " anders kann man es nicht nennen lauert überall.

  • Guten Morgen happynewlife,

    da ist der Name ja Programm :) Schön, dass Du hier bist.

    Du liest Dich entschlossen. Wenn Du Dich an die Grundbausteine hältst, sieht es auch gut aus.

    Erhole Dich erst mal körperlich. Weihnachten ist noch ein paar Tage hin. Auf Weihnachtsmärkten war ich im ersten Jahr auch nicht.

    Habe ich die Antwort überlesen? Deine Wohnung ist alkoholfrei?

    Viele Grüße und komme gut an.

    Alex

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • Hallo Alex,

    Danke auch für deinen Beitrag. Ich habe vergessen zu schreiben, dass ich zur Zeit bei meiner Mutter bin um mich zu erholen und Abstand zu bekommen.

    Da diese über meine Sucht bescheid weiß,habe ich sie an Tag zwei gebeten in meiner Wohnung aufzuräumen und den Alkoholvorrat in den Ausguss zu schütten sowie Leergut zu entsorgen.

    Ja ich bin sehr entschlossen weiß aber das es noch schwer wird da der Teufel sich immer wieder bemerkbar machen wird.

  • Wenn ich den Stoff selbst weggeschüttet hätte, wäre mein Suchthirn sofort wieder angesprungen. Alleine vom Anblick geschweige denn vom Geruch.

    Ich kann mir auch vorstellen, dass es mit der Zeit einfacher wird, aber das Suchthirn immer lauert. Von daher ist es umso wichtiger immer achtsam mit sich selbst zu sein und Gefahrenquellen zu vermeiden.

  • Heute ist mein 4 Tag ohne Alkohol. Ich bin zwar noch nicht lange ohne den Stoff, aber jeder weitere Tag ist ein Gewinn.

    Es geht mir sehr gut. Ich schlafe besser und fühle mich morgens erholt. Es ist ein tolles Gefühl ohne Kater aufzuwachen. Und ohne den Gedanken wo man neuen "Stoff " her bekommt, wenn die Vorräte zuende gehen.

    Auf einen Sonntag wie heute hätte mich der Weg direkt zur Tankstelle geführt. Geld spielte keine Rolle (ich habe Wein und Bier getrunken). Ich habe natürlich mittlerweile meine ganzen Ersparnisse versoffen, die eigentlich iwann für ein neues Auto sein sollten.

    Meinen Führerschein habe ich zum Glück auch noch obwohl ich jeden Tag besoffen gefahren bin. Zum Glück gab es nie einen Unfall geschweige denn das ich jemanden Tod gefahren hätte.

    Mit anderen Worten ich hatte bis jetzt mehr Glück als Verstand :shock:Das hätte auch ganz anders ausgehen können.

    Ich habe jetzt zum Glück die Abstinenz fest vor Augen.

  • Hallo happynewlife,

    Herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe und herzlichen Glückwunsch zu nun schon 4 nüchternen Tagen.

    Ich weiß das ich krank bin und nie die Kontrolle über meinen Alkoholkonsum erlangen werde und es nur den Weg über die Abstinenz gibt meine Krankheit zum stillstand zu bringen.

    Das ist eine ganz wichtige Erkenntnis.

    Als genau das endlich in meinem Kopf ankam, konnte ich nüchtern werden.
    Alkoholiker werde ich immer bleiben, aber mit absoluter Abstinenz konnte ich die Sucht zum Stillstand bringen. Und zwar genau so lange, wie ich abstinent lebe. Ausnahmen gibt es nicht.

    Ich kann mir auch vorstellen, dass es mit der Zeit einfacher wird, aber das Suchthirn immer lauert. Von daher ist es umso wichtiger immer achtsam mit sich selbst zu sein und Gefahrenquellen zu vermeiden.

    Natürlich wird es einfacher.

    Es wäre doch furchtbar, wäre der nüchterne Weg immer steinig.
    Achtsamkeit steht bei mir ganz oben. Mein Zuhause ist absolut alkoholfrei. Das ist meine sichere Burg. Da habe ich Einfluss drauf, dass es keinen Alkohol gibt.
    Woanders habe ich keinen Einfluss. Mein Einfluss besteht lediglich darin, dass ich es in der Hand habe, Orte wieder zu verlassen, an denen es mir nicht gut geht oder wo ich ein ungutes Gefühl habe.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Stern

    Danke für deinen Beitrag

    Ich habe vorher natürlich auch schon öfters versucht aufzuhören und mir mit Trinkpausen über einige Wochen oder Monate zu beweisen,dass ich keine Alkoholikerin bin da ich ja schließlich längere Zeit nichts trinken kann.

    Aber zu dem Zeitpunkt gab es noch nicht den berühmten Klick in meinem Kopf, die Krankheitseinsicht. Dafür musste ich erst meinen persönlichen Tiefpunkt erreichen und Einsehen das es nur den einen Weg über die lebenslange Abstinenz gibt.

    Es wäre tatsächlich schlimm, wenn der nüchterne weg für immer steinig bleibt.

    Ja genau ein alkoholfreies Zuhause ist das wichtigste worauf ich Einfluss habe und wer damit ein Problem hat muss halt weg bleiben. Ich selbst bin das "Wichtigste"auf meinem Weg in eine lebenslange Abstinenz. :thumbup:

  • Ja genau ein alkoholfreies Zuhause ist das wichtigste worauf ich Einfluss habe und wer damit ein Problem hat muss halt weg bleiben. Ich selbst bin das "Wichtigste"auf meinem Weg in eine lebenslange Abstinenz. :thumbup:

    Bei mir hat niemand ein Problem damit, dass es keinen Alkohol gibt.

    Und ja, wem das nicht gefällt, der soll weg bleiben.
    Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass Menschen die überhaupt kein Problem mit Alkohol haben auch gar kein Problem ohne Alkohol haben.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Hallo happynewlife,

    Herzlich willkommen von meiner Seite.

    Die erste Zeit ist anstrengend aber auch befreiend. Es zeichnet sich ein Weg ab,
    ich kann ihn nicht bis zum Horizont erkennen, aber jeden Tag komme ich ein Stück voran
    und das was ich nicht erkennen konnte wird Teil meines Weges.
    Ich habe eingesehen und akzeptiert, dass es keine Alternative mehr gibt, außer einem abstinenten Leben
    und auf dem Weg konnte ich erkennen, dass es geht, ein abstinentes Leben.

    Damit ich das nicht vergesse habe ich gerade am Anfang hier sehr viel gelesen.
    Das hilft mir und es hilft, bei meinem Thema zu bleiben, dass ich alkoholkrank bin.
    Das darf ich nie in den Hintergrund drängen und meine Abstinenz hat oberste Priorität.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch.

    Viele Grüße

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

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