Matrix - kurze Vorstellung, aber noch durcheinander

  • Du musst gar nichts, Matrix, außer für Dich und Deinen Sohn zu sorgen.

    Der Kindesvater ist permanent unter Einfluss gleich mehrerer Drogen, da sind vernünftige Gespräche sowieso nicht möglich, auch keine Kinderbetreuung.

    Lass Dich am besten gar nicht auf Diskussionen ein, zumal Du sonst Gewalt befürchten müsstest.

    Und: nicht wieder nur beraten lassen, sondern mithilfe der Experten endlich erste Schritte in Richtung Freiheit unternehmen!

  • Ich bin dafür zu sehr hin und her gerissen und meine Angst vor ihm lässt mich auch eher schweigen, wenn er zu mir sagt, dass ich ehrlich zu ihm sein soll, wenn er mich fragt, ob ich überhaupt noch die Beziehung möchte.. i

    Du hast Angst vor ihm und das ist Entscheidend. Zu Menschen vor denen man Angst hat, muss man nicht ehrlich sein.

    Deine innere Solidarität ihm gegenüber ehrt dich vielleicht, steht aber einer echten Befreiung im Weg.
    Natürlich sehnst du dich nach einer vernünftigen Familie für dein Kind. Aber was ich lese wird das mit ihm schwer. Vertraue wieder deiner Wahrnehmung und nimm diese Angst ernst!
    Nimm alle Angebote an und frage danach. Und bitte schütze ihn nicht mehr- schütze dich und dein Kind!

  • Du hast Angst vor ihm und das ist Entscheidend. Zu Menschen vor denen man Angst hat, muss man nicht ehrlich sein.

    Genau das muss ich mir immer wieder selbst sagen und im Prinzip kommt die Angst auch immer wieder in bestimmten Situationen zum Vorschein, wenn auch nicht mehr soo schlimm wie sie mal war.

    Aber auch egal, ich bin gespannt, ob es solche Langzeitaufenthalte für Mütter mit Kindern gibt und wenn ja wo und wie das dann in der Zeit mit meiner Wohnung abläuft..

    Ich fühle mich gerade echt blöd, dass so geheim zu machen.. und es ist echt schwierig und anstrengend, weil ich irgendwie nur spontan telefonieren kann mit den Fachkräften der Beratungsstelle.. aber ich werde mal die Idee äußern, dass sie zum Termin bei meiner Spfh hinkommen und wir eventuell da gemeinsam sprechen und gleich was klären können.. habe gelesen, dass sowas möglich wäre.. also Begleitung zu solchen Terminen.

    Und dann wäre ich echt froh, wenn alles so schnell wie möglich passieren kann, damit der ständige Druck und die Anspannung bzw. das Verstellen endlich mal ein Ende hat.

    Ich danke euch für eure Nachrichten 🫶🏼

  • hallo Matrix,

    In Bayern gibt es eine Klinik, die Langzeittherapien anbietet, sie ist nur für Frauen und deren KInder. Ist soweit ich noch weiß, ein kirchlicher Träger.

    Leider weiß ich nicht mehr wo genau

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Ok, Danke,

    Ich habe das Gefühl, dass ich zurzeit mal wieder mehr loswerden muss, weil es einfach sehr viel Stress und Chaos hier Zuhause ist. Selbst meine gute Bekannte sagte letztens zu mir, dass ich anscheinend nicht wahrhaben will oder dass ich es verdränge, wie schlimm es eigentlich ist, um selber nicht unterzugehen bzw. zusammenzubrechen. Weil ich für mein Kind da sein möchte und muss! Naja, meine Kindheit lässt grüßen, so bin ich leider aufgewachsen, also ist es was vertrautes, aber jetzt reicht es und nun ist klar, dass eine Veränderung bevorsteht.. ich bin ehrlich gesagt irgendwie froh drüber, dass es so gekommen ist, wie es jetzt ist, auch wenn es erstmal eine harte Zeit wird.

  • sondern mithilfe der Experten endlich erste Schritte in Richtung Freiheit unternehmen!

    Da bin ich jetzt tatsächlich dabei, es wissen schon beide Seiten Bescheid, jetzt fehlt noch ein gemeinsamer Termin, den werde ich denke ich morgen mit denen ausmachen.

    Und nächste Woche ist übrigens für ihn ein neuer Termin für eine neue Aufnahme in die Entgiftungsklinik. Diesmal will er zur Entlassung etwas anders machen, also das soll diesmal angenehm für ihn werden und nicht katastrophal, wie die letzten Male. Diesmal sollten wir (seine Eltern und Ich am besten) ihn abholen kommen, dann was essen gehen und Zuhause sollte es ruhiger sein, damit er nicht wieder in Versuchung gelangt.. aber zum abholen wird es nicht kommen, diese Vorstellung fühlt sich echt mies an, aber wir brauchen alle eine Pause voneinander. Und das mit der Kinderschutz Meldung kam nicht durch mich, ich wollte und musste aber danach im Prinzip sowieso alles offen legen, damit uns unser Kind nicht weg genommen wird.

    Er wird mir den Schritt oder auch Vertrauensbruch wahrscheinlich eh nie verzeihen.. aber nun ist es dafür zu spät und wahrscheinlich einfach besser so.

  • Nun ist es soweit - seit Mittwoch ist mein wahrscheinlich bald endgültiger ex Partner/Mitbewohner in der Entgiftungsklinik und ich bin seit gestern Abend, dabei mich nach freien Plätzen in Frauenhäusern zu informieren.

    Ich hatte gestern eine HK beim JA unter anderem zum Thema Kindespapa und seinem Konsum bzw. Entgiftung und unsere Beziehung zueinander und da ich seit Mittwoch mit Kind alleine bin, kann ich endlich zumindest zum Teil Zuhause durchatmen.

    Aber seitdem ich es dem JA erzählt habe, fühle ich mich hin und her gerissen, dass ich die Dinge über ihn erzählt habe.

    Auf der anderen Seite kann und will ich einfach sowie es bis zuletzt lief nicht mehr weiter leben, also auch alles geheim zu halten, seinen Konsum und vor den Bekannten oder auch vor unserem Sohn so zu tun als wär alles gut, nur weil er das von mir verlangt und mich entweder beleidigt oder halb einschüchtert.

    Dazu kommen die ganzen Kommentare, die er immer wieder über einiges was ich mache oder auch wie ich bin, ablässt.. und unser Kind zeigt laut beobachtenden Sozialpädagoginnen auch schon verhalten, dass er mehr Sicherheit von mir möchte und ich anscheinend für Ruhe sorgen soll, also auch psychisch bei ihm. Und als schlimmstes an der Sache ist meine immernoch vorhandene Angst vor ihm, da selbst in den letzten Wochen/ Monaten immer wieder kurze Situationen waren, wo ich wieder Angst vor ihm bekam. Die Situationen waren zwar zum Glück nur kurz aber trotzdem schlimm genug. Ich kann und will diese Unberechenbarkeit nicht mehr aushalten bzw. aushalten müssen. Ich bin am Ende meiner Kräfte bzw. brauche das bisschen noch um mich um unser Kind zu kümmern und um mich wieder auf zu päppeln.

    Lieben Dank für's lesen und für eure Zeit 🫶🏼

  • Sind die Frauenhäuser nicht heillos überfüllt, Matrix? Wie wahrscheinlich ist es, dass Du dort unterkommst, wenn Du offiziell eine Wohnung für Dich allein hast?

    Hast Du einen Plan B? So eine Entgiftung dauert ja nicht lange und kann schnell abgebrochen werden.

    Was haben denn die Beratungstermine für Dich persönlich ergeben?

    Wenn Du Deine Wohnung behalten und allein mit Deinem Sohn dort wohnen möchtest:

    Genau jetzt ist das Zeitfenster, um dafür zu sorgen: Schloss austauschen lassen, Nachbarn ins Boot holen, dass sie ihn nicht mehr in den Hausflur lassen, Polizei wg. Abstandsgebot ansprechen usw.

    Die möglichen und nötigen Schritte sind In Deinem Faden schon von vielen wohlmeinenden Menschen beschrieben worden. Am besten noch mal durchlesen - und dann Schritt für Schritt für Dich und Deinen Sohn auf- und einstehen!

    Du bist eine Mama, Du bist stärker, als Du glaubst!

  • Hallo Matrix, wie geht es Dir aktuell?

    Danke das du fragst

    Naja, ehrlich gesagt geht es mir gerade echt mies, die Gedanken drehen sich im Kreis und sind chaotisch und ich habe keine Ahnung, auf was ich mich zuerst konzentrieren soll und was ich zuerst machen soll, weil sooooo viel zutun ist und ich absolut überfordert und verzweifelt bin, weil gerade alles echt mies läuft.

    Das einzige angenehme ist, dass ich Zuhause mal zumindest etwas Ruhe habe, aber mein Sohn ist die letzten Tage Zuhause gewesen. Und er ist auch so richtig übel herausfordernd.. und ist dazu die letzten Tage seit langem mal wieder abends später eingeschlafen, das fing aber mit einer Art leichten Infekt an.. Morgen kann er wieder in die Kita gehen.

    Ansonsten macht mich die ganze andere Sache total fertig, ich würde am liebsten einfach mit meinem Kind irgendwo hin und da bleiben wollen.. ich will eh raus aus meiner Wohnung.. fühle mich hier nicht wohl.. könnte gerade nur heulen, aber das ändert ja auch nicht viel an meiner Situation.

    Einmal editiert, zuletzt von Matrix (20. Oktober 2026 um 22:32)

  • Von allein wird "die andere Sache" sich aber nicht in Luft auflösen, Matrix. Das weißt Du selbst, und deshalb geht es Dir immer noch schlecht.

    Wenn Du keine Freunde oder Verwandten hast, die Dich unterstützen können:

    Den Schlüsseldienst kannst Du allein rufen. Die rechtliche Seite wurde irgendwo im Faden schon beleuchtet. Tun muss man tun, sagt ein erfahrener Mod hier immer.

    Kannst Du evtl. Noch mal mit Deinen Schwiegereltern sprechen, an ihr Verantwortungsgefühl für ihren Enkel appellieren und sie bitten, ihren Sohn nach Ende der Entgiftung (hoffentlich noch nicht heute, eine Woche ist ja schon um) direkt in dessen Wohnung abzuliefern, ggf. Mit einem Fresspaket und deren Aufräumhilfe aks Starthilfe?

    Sag ihnen deutlich, unter welchen Bedingungen ihr Enkel bisher aufwachsen musste und dass es so nicht weitergeht.

    Wenn der Erzeuger wieder zurück in Deine Wohnung kommt und seine Abstinenz von Eurem Wohlverhalten abhängig macht, ist ein Rückfall nicht weit, und alles wird vermutlich immer schlimmer und gefâhrlicher für Dich und Deinen Sohn.

    Darum: Prioritäten setzen, das Wichtigste zuerst: 1.: Sicherstellen, dass er dauerhaft nicht mehr in Deine Wohnung kommt.

    2. Kompletter Kontaktabbruch. Die unvermeidliche Kommunikation zum Kind am besten nur noch über die Großeltern oder das Jugendamt führen, ebenso Kindesübergabe, falls nötig, damit er Dich nicht mehr einlullen/einschüchtern kann.

    3. Zur Ruhe kommen, Kraft schöpfen und neu orientieren, aber nicht nur beraten lassen, sondern auch aktiv werden, z. B. In Richtung betreutes Wohnen für junge Mütter.

    Mir hilft es immer, Listen zu schreiben, die ich Punkt für Punkt abhaken kann. Das ist so befreiend, wenn ich wieder was geschafft habe, egal, wie klein.

    Das schaffst Du auch!

  • Matrix,

    was ist denn konkret Dein Plan für die nächsten Tage, bevor der Kindsvater wieder kommt?


    und Zuhause sollte es ruhiger sein, damit er nicht wieder in Versuchung gelangt

    meint er damit DEINE Wohnung?

    Hast Du die Schlösser ausgetauscht? Sonst wäre morgen der Tag dafür, oder?


    Du bist jetzt 2 Jahre hier, es wird von alleine nichts besser, aber Dein Sohn wird nicht unbeschadet aus der Situation kommen, wenn Du Dich weiter im Kreis drehst Matrix.

    Wir haben einen gemeinsamen 3 jährigen Sohn, mein noch Parner wohnt bei mir, obwohl er weiß, dass ich es nicht möchte und obwohl er eine eigene Wohnung hat, die allerdings nicht wirklich bewohnbar ist.. wir hängen jetzt ca. 1 Jahr in derselben "Situation" fest und ich traue mich nicht durchzugreifen, also ihm klar zu sagen, dass er ausziehen muss..

    Das war vor 2 Jahren...

    die Gedanken drehen sich im Kreis

    Das war damals so und ist heute so, oder?

    ich würde am liebsten

    Mach daraus ein "Ich werde morgen"!


    Liebe Grüße

    Api (die sich auch schrecklich lange im Kreis gedreht hat. Aber aus diesem Kreisel raus zu springen war das beste was ich machen konnte. Und auch gar nicht sooo schwer wie es mir im Kreisel vorkam. Ehrlich!)

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