Matrix - kurze Vorstellung, aber noch durcheinander

  • Weiß ich auch nicht wirklich, habe irgendwie das Gefühl, dass ich nicht schreiben brauch, wenn ich eh nicht vorwärts komme oder eure Tipps nicht umsetzen kann, wie ich es eigentlich gerne möchte.

    Wir sind ja eine Selbsthilfegruppe.
    Ziel ist es nicht, Tipps zu geben oder solche umzusetzen, sondern sich hier auszutauschen und für sich selbst mitzunehmen, was passt (und auch liegen lassen zu können, was nicht so passt).

    Es geht nicht um Erklären oder um Rechtfertigen. Du bist für dich hier.

    Obwohl ich auch des öfteren Sachen hätte schreiben wollen, nur um sie "loszuwerden"

    Genau das empfinde ich hier als sehr wertvoll.

    Einfach aufschreiben, was da so wild im Kopf rumschwirrt. Dabei sortiert sich oft schon ganz viel. Und vieles wird noch klarer, wenn ich etwas später meine eigenen Beiträge noch mal lese. Oft kann ich auch erst ein paar Tage später die Antworten einordnen.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Ich danke euch für eure Nachrichten!

    Ich Versuche zusammenfassend auf alle Nachrichten zu antworten.

    Vielen Dank für deine Zusammenfassung von deiner Mutter Kind Kur, liebe Wichtelmama! Es war ganz gut, dass du dazu geschrieben hattest, dass es ja auch Arbeit ist, ist ja auch klar! Deswegen möchte ich es ja auch machen, um eine bessere und ruhigere Zeit zu erarbeiten, Aber momentan bin ich echt darauf aus, wo ich Entspannung her bekommen kann 😅

    Mir hat kazik's Nachricht gefallen, dass es sie freut, dass ich hier wieder schreibe. Klingt vielleicht komisch,.wenn ich dass hier von Kazik so schreibe, aber momentan bringen mich selbst z. B. solche Kleinigkeiten wieder schneller und leichter zum weinen..

    Aber ich bleibe dran und werde mich nicht abbringen lassen, dass ich für mein Kind und mich was ändern möchte.

  • Hallo Matrix,

    ich weiß nicht ob bei Dir Missverständnis vorliegt, deshalb nur zur Sicherheit ich bin ein Er und komme von der Alkoholikerseite. Wenn Du über irgendetwas in einem Beitrag von mir weinen musst und Dir das gut tut. Dann finde ich das auch gut.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hallo Kazik

    Oh entschuldige 😅🙈

    Das war nur ein Beispiel, aber es hat gut getan zu lesen, dass sich jemand freut wenn ich schreibe.(und es auch schreibt)

    Ich habe eher gerade depressivere Gedanken, die sich aber am Ende zum Glück nicht immer bestätigen. Ist halt die enorme psychische Belastung gerade, die nochmal zugenommen hat, also vorallem zusätzlich, seitdem ich diesen Zettel im Briefkasten hatte..

  • Guten Abend zusammen,

    kurzes Update zu meinem aktuellen Stand:

    Ich war heute mit meinem XY beim letzten Termin bei der Suchtberatungsstelle vor seinem beantragen der Langzeittherapie. Es fehlen eigentlich nur noch Kleinigkeiten, die er aber selbst holen muss.. was aber schnell gehen würde.. ich bin gespannt.

    Ich war auch wieder mit drin, sie leitete ein Gespräch aus meiner Sicht bzw. Gefühls- bzw. Bedürfniswelt ein bzw. fragte mich dann erstmal ein paar dinge. Zusätzlich mit meiner Vorgeschichte, und als EKA und dem damit leider sich wiederholenden, vertrauten, aber auch total belastenden mustern..und sie hat ihm damit versucht zu erklären, wie ich mich derzeit fühle usw. Ewiger Teufelskreis hat sie es noch genannt..

    Ich fand das Gespräch eigentlich so ganz gut, aber das ungünstige war, dass mein xy nicht nüchtern und klar war.. ich hoffe leider trotzdem, dass es vielleicht ein bisschen angekommen ist, was wohl eher unmöglich ist in seinem derzeitigen Zustand.

  • Hallo Hobbes,

    also geplant ist es so nicht von ihm, er kann nicht mehr wirklich anders, deswegen muss laut seinen Worten die Langzeittherapie so schnell wie möglich beantragt werden und dann so schnell wie möglich beginnen. Er wird wohl zumindest nochmal die Entgiftung für die kurze kurze Bewilligungszeit machen müssen, bevor er zur Langzeittherapie geht.

    Und zur 2. Frage: ja, davon weiß sie, sie hatte gefragt und er hatte ehrlich geantwortet. Also dass er wieder jeden Tag trinkt.. vielleicht hat sie es auch gerochen...

  • Okay, ein kalter Entzug ist definitiv zu vermeiden aber schade, dass das (wenn ich das richtig verstanden habe) eine eigene Entscheidung und nicht die eines Arztes war.

    Ich bin etwas irritiert, dass die Suchtberaterin trotz seines Konsums versucht hat ihm deine Gefühlswelten zu vermitteln aber da spricht vermutlich meine persönliche Erfahrung als Alkoholiker: bei mir ist davon absolut nix angekommen...

    Da wäre es vllt sinnvoller gewesen, dich aufzubauen und zu stärken. Unabhängigkeit entwickeln und Pläne ausarbeiten, wenn die Langzeit schief geht und dein Partner weiter trinkt. Konsequenzen besprechen, Grenzen definieren etc. ...

    Das wird auf jeden Fall deine Aufgabe sein, auch was die räumliche Trennung angeht. Das wäre im Rahmen der Langzeittherapie deine Chance da endlich einen Riegel vorzuschieben. Wortwörtlich! Deine Wohnung kann nicht wieder Anlaufstelle sein nach der Therapie, die Zeit danach ist die knackige und insbesondere die Stimmungsschwankungen muss man niemandem antun (ich hatte diese jedenfalls).

    Ich lasse mich gerne eines besseren belehren aber basierend auf deinen Schilderungen habe ich bei deinem xy kein gutes Gefühl für seine Abstinenz. Und wie sage ich immer gerne:

    Hoffe auf das Beste, rechne mit dem Schlimmsten.

  • Hallo Hobbes

    mich interessieren ja auch echt die Erfahrungen von den trockenen Alkoholikern, wie in deiner letzten Nachricht. Da finde ich auch deine Fragen sehr gut und werde mich auf jeden Fall für den Notfall damit beschäftigen bzw. Mit einer Suchtberaterin als Angehörige besprechen, vielleicht hat sie noch Ideen.

    Und ja, sie hat mir auf jeden Fall einen Podcast zur nervlichen regulation empfohlen, worüber ich sehr erstaunt war, (weil sie mich nicht kennt und nur aus meinen Erzählungen her) und mir auch eine psychosomatische Therapie empfohlen bzw. gemeint, dass das auch was für mich sein könnte.

    Er macht sehr viel mit sich selbst aus, leider, wie ich finde, obwohl er eigentlich ein sehr intelligenter und gebildeter Mann ist, aber deswegen ist er auch an dem Punkt bzw. in dem jetzigen tiefen Loch, wo er immer schwerer wieder raus findet, umso länger ich ihn bei mir lasse (dulde).

    Ich habe ehrlich gesagt auch keine gutes Gefühl, dass er es schafft, nach der Langzeittherapie trocken zu bleiben, wenn er wieder ins alte Umfeld zurück kommt. Er meinte selbst zu mir, dass es auch sein kann, dass wir dann getrennte Wege gehen und er irgendwo hin zieht, wie er zumindest schon mehrmals sagte... Glaube ich aber nicht..

  • Er macht sehr viel mit sich selbst aus, leider, wie ich finde, obwohl er eigentlich ein sehr intelligenter und gebildeter Mann ist, aber deswegen ist er auch an dem Punkt bzw. in dem jetzigen tiefen Loch, wo er immer schwerer wieder raus findet, umso länger ich ihn bei mir lasse (dulde).

    Da bleib ich dran hängen. Ich habe das auch sehr lange als negativ empfunden, wenn ich das gefühl hatte ausgeschlossen zu werden. Grade denke ich aber, erst mal spricht nichts dagegen dinge mit sich selbst auszumachen, wenn das denn auch passiert. Ich bin mir nämlich grade nicht mehr sicher, ob das was ich früher für ein Mit-Sich-Selbst-Ausmachen gehalten habe, nicht eher ein Verdrängen war. Daß ich instinktiv gespürt habe, das das nicht zielführend sein kann. Da wo es weh tut, einfach nicht mehr hinzuschauen und abzuwarten, bis es von alleine weggeht. Wie nimmst du das wahr?
    Das zweite was sich für mich daran knüpft ist, was würde sich ändern, wenn er seine themen mit dir teilen würde? Die Sucht wäre ja noch da, und ist ja sein alleiniges Thema. Oder Süchte. Er kifft ja auch noch. Also seine Untiefen sind seine.
    Du schreibst, er findet immer schwerer raus, je länger du ihn duldest. Wo siehst du da den Zusammenhang?

    Was macht es mit dir und deiner Kraft, wenn du ihn immer länger duldest?

    Er meinte selbst zu mir, dass es auch sein kann, dass wir dann getrennte Wege gehen

    Wieso ist er derjenige, dem du darüber die Entscheidung überlässt? Da würde ich ansetzen. Viel zu viel bei ihm. Da lässt du dich ins Wartezimmer abschieben.

  • koda

    Ja ich weiß ja auch, dass er mit dem saufen im Prinzip alle unangenehmen Gefühle betäubt und verdrängt! Und ich weiß, dass mein xy auch noch weiter oder mehr konsumiert, wenn ich ihn rausschmeißen sollte.. aber das ist dann sein Problem, wie du ja auch schon schreibst, ist es seine Sucht bzw. Sind es seine Probleme..

    Also ich merke es jetzt psychisch sehr mit einer Art Überreizung, also selbst, wenn ich mich mal Versuche zu entspannen mit einer Entspannungstechnik, klappt es irgendwie nicht, dass ich mich beruhigen kann, kennt das jemand von euch? Wenn ja, was kann man da sonst machen? Ich merke es aber auch schon immer wieder körperlich, also psychosomatische Beschwerden.

    Auch wenn es so wahrscheinlich nicht kommt und es dazu noch bekloppt ist, aber ich hoffe es irgendwie, dass er derjenige ist, der sich trennt.. keine Ahnung warum, vielleicht damit ich nicht die böse bin? Ich weiß nicht, was genau da dahinter steckt.. aber ich möchte es mit der Therapie herausfinden. Die beginnt allerdings erst gegen Ende März, hat sich aus organisatorischen Gründen nach hinten verschoben.

    Ich möchte auf jeden Fall mehr zu mir finden und auch bleiben und habe zumindest mein beachten seines Konsums vor ein paar Monaten endlich sein lassen können.. aber dafür sehe ich wieder nach kurzem, in welchem Zustand er ist, egal, wann ich ihn sehe..

  • Wenn du möchtest, dass er sich trennt, obwohl du eigentlich weißt, dass du die Beziehung nicht mehr möchtest, fällt es dir offensichtlich schwer Verantwortung zu übernehmen. Denn das wäre die erwachsene Entscheidung. Ich übernehme Verantwortung für mein Leben und entscheide mich ein besseres Leben zu leben. Ich mache mich nicht abhängig von den Entscheidungen eines anderen. Das machst du aber. Dir geht es nicht gut, aber du hoffst, dass er sich trennt. Mit jeder Entscheidung die du triffst, musst du mit den Konsequenzen leben. Auch mit der Entscheidung zu bleiben und zu warten.

  • Also ich merke es jetzt psychisch sehr mit einer Art Überreizung, also selbst, wenn ich mich mal Versuche zu entspannen mit einer Entspannungstechnik, klappt es irgendwie nicht, dass ich mich beruhigen kann, kennt das jemand von euch?

    Liebe Matrix,

    das Gefühl kenne ich sehr gut. Ich war vor 1 1/2 Jahren so fertig, dass ich auf der Autobahn mit den Kindern im Auto darüber nachgedacht habe einfach das Lenkrad zu verreißen. Nur damit endlich Ruhe ist. Ich konnte es nicht mehr ertragen. Ich war fertig. Der dreiwöchige Urlaub hat mir dann wieder etwas Kraft gegeben und eine halbes Jahr später habe ich die Mutter Kind Kur gemacht. Man schlängelt sich durchs Leben. Verändert hat sich nicht so viel. Nur war ich letzte Woche fast wieder am selben Punkt angelangt. Das möchte ich so nicht wieder erleben!

    Ich kann dir keine Ratschläge oder Tipps geben. Ich kann dir aber sagen, dass sich deine Situation und DEIN Zustand nicht dauerhaft bessern werden, wenn du nicht für dich selbst einstehen kannst. Das ist leider manchmal ein langer Prozess. Man bezahlt im Zweifel auch körperlich den Preis dafür. Meinen zweiten Hörsturz verdanke ich dem ganzen Stress. Der Hörschaden ist irreversibel.

    Ich hoffe du findest einen Weg für dich und vor allem die Kraft für dich und dein Kind einzustehen!

  • Auch wenn es so wahrscheinlich nicht kommt und es dazu noch bekloppt ist, aber ich hoffe es irgendwie, dass er derjenige ist, der sich trennt.. keine Ahnung warum, vielleicht damit ich nicht die böse bin?

    So ging es mir auch , ich hab immer gehofft, dass er sich trennt oder ich jemand kennenlerne , der mir die Kraft gibt zu gehen . Kam aber keiner und er hätte sich niemals getrennt . Er hatte doch ein super Leben, ich war Haushälterin, Krankenschwester, Betreuerin , Animateurin , alles in einer Person. In meiner Verzweiflung habe ich gegoogelt und bin in diesem Forum gelandet . Zweiter Schritt war ein Termin bei der Suchtberatung für Angehörige.
    Danach war mir klar , das er niemals etwas ändern wird. Und wenn ich bleibe unterstütze ich ihn weiter damit , sich zu Tode zu trinken .
    Also bin ich gegangen . Das war eine Katastrophe für mich weil ich ein unfassbar schlechtes Gewissen hatte aber ich habe es nie bereut . Ich komme nach der Arbeit in eine gut riechende Wohnung , kein schmutziges Bad , keine Anspannung in welchem Zustand er wohl nach Hause kommt , keine schlechte Laune , keine dummen Sprüche etc

    Das tut so gut , ich merke erst jetzt was ich jahrelang ausgehalten und schön geredet habe .
    Ich vergleiche die Alkoholkrankheit ein bisschen mit Demenz. Bei beiden Erkrankungen verschwindet der ursprüngliche Mensch . Die Demenz ist unheilbar, die Alkoholkrankheit ist es nicht …

    Vielleicht hilft dir das ja ein bisschen weiter , mutig zu werden um diesen Schritt zu gehen .
    LG

    Zabou

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