Bono59 - Aufbruch in ein neues Leben

  • Hallo Bono,

    So pauschal würde das keiner beantworten können, da es individuell verschieden ist. Ich habe mich am Anfang intensiv mit meiner Alkoholkrankheit auseinandergesetzt und in jedem zweiten einen werdenden Alkoholiker gesehen. Ich muss mich in aller erster Linie auf mich konzentrieren. Selbst wenn es bei Deiner Bekannten schon Alkoholmissbrauch wäre, was würdest du mit der Information tun?

    Viele Grüsse

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Wenn ich an Alkohol denke, ekel ich mich regelrecht davor

    In meinen nassen Zeiten habe ich morgens getrunken, mich übergeben und trotzdem alles heruntergeschluckt. Das Gefühl des Ekels hindert mich nicht daran, wieder mit dem saufen zu beginnen.

    In letzter Zeit trinkt sie zum Feierabend gerne 2,3. Gläser weinhaltige Getränke. Frage,

    Ferndiagnosen über Trinkverhalten aufgrund irgendwelcher Aussagen kann man nicht aufstellen. Das kann nur die betroffene Person selbst wissen.

    Alkoholismus ist ja auch eine schwerwiegende Form des Missbrauchs. Missbrauch beginnt, wenn der Alkoholkonsum negative Folgen hat oder genutzt wird, um einen bestimmten Zustand zu erreichen.

    Ja ich bin mir nicht sicher, ob ich sie darauf ansprechen sollte?

    Warum? Willst du die Welt um dich herum trocken legen? ist doch ihre Sache.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • In letzter Zeit trinkt sie zum Feierabend gerne 2,3. Gläser weinhaltige Getränke.

    Dann würde ich mich in dieser Zeit fern halten und ihr nicht beim Trinken zusehen, Bono.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ja gut, ich möchte sie gerne als Freundin behalten und bin mir nicht sicher,wie ich damit umgehen soll.

    Das kann ich verstehen. Aber wenn du sie fragst, ob sie in deiner Anwesenheit nicht trinken könnte, da du auf dem Weg bist, trocken zu werden und es als Rückfallgefahr ansiehst, erkennst du genau, wie bereit sie dafür ist oder eben nicht. Es ist lediglich eine Bitte, nicht mehr und nicht weniger.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ich bin Alkoholiker und für sie habe ich keine Diagnose. Jedenfalls hat sie, wahrscheinlich nur ein, zwei Bier, weiter getrunken.

    Das mag daran liegen, dass wir schon lange nur als Eltern funktioniert haben und ich ihr im Grunde recht egal war.

    Macht das für Dich jetzt einen Unterschied? Meine Frage ist, ob Dich nicht ihr Alkoholgeruch nachts stört? Das war für mich das Schlimmste, nachdem ich nüchtern war.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Also ich riche nichts,wenn sie zwei Gläser Wein trinkt.Also kann es mich nicht stören. Gott sei Dank.Vieleicht bekommt man,wenn

    man lange abstinent ist, viel intensivere Wahrnehmungen.Wenn mich an ihr was stören würde, was irgendwie mit Alkohol zutun

    hat, würde ich es ihr sagen.Sie hätte bestimmt Verständnis dafür.

  • Also ich riche nichts,wenn sie zwei Gläser Wein trinkt.Also kann es mich nicht stören.

    Das geht mir genau so. Erst gestern Abend hat sie ein Glas Prosecco und ein Glas Rotwein beim Italiener getrunken. Es stört mich nicht und ich rieche auch nichts. Meine Frau keine regelmäßige Trinkerin. Sie wird erst Silvester etwas konsumieren und dann erst mal mehrere Wochen nichts.

  • Also mich motiviert das Forum ungemein,mein Ziel, lebenslange Abstinenz umzusetzen.lch bin froh, hier gelandet zu sein.

    Wer sucht der findet! Im Januar hab ich den Termin bei der Suchtberatung.Ich habe echt keine Berührungsängste mehr. Ganz

    Im Gegenteil.Die Zuversicht,endlich ein Leben ohne Alkohol führen zu können, hab ich hier im Forum gefundenen.Ich habe genug getrunken in meinen Leben, das reicht sicher für 2Leben!! Ich weiß, das es

    auch schlechte Tage geben wird.Weil ich mich hier mitteilen kann und meiner Frau reinen (Kinderpunsch):) eingeschenkt habe. hat mich der Ehrgeiz gepackt! Das ich wenn es mal schlecht läuft, Ansprechpartner habe, ist eine große Hilfe. Bono 59 (abstinent seit 6.12.2024)

  • Deine Freude über Deine frisch gewonnene Abstinenz ist ansteckend, Bono.

    Wenn ich Deine Beiträge lese, sehe ich keinen Mann von 65 Jahren vor mir, sondern eher einen kleinen Jungen, der seine ersten begeisterten Versuche auf seinem neuen Roller macht und gar nicht mehr aufhören möchte ...😉 Bewahr Dir das!

  • Es freut mich, dass es Dir bislang gut gelungen ist, jedoch wirken Deine Ausführungen irgendwiw euphorisch, zumindest für mich.

    Letzteres macht mich jedoch ein Stück weit stutzig, weil ich mehrere Euphoriker erlebt habe, die nach wenigen Tagen ohne den Stoff genau so überschwenglich rüber kamen. Sie hingen alle binnen kurzer Zeit wieder an der Flasche.


    Was ich sagen will: Genieß Deine aktuelle Lebensverbesserung, verliere jedoch vor lauter Freude nicht den nötigen Respekt vor dem Alkohol aus den Augen.

  • Hallo Bono,

    Ich habe es bei dir schon mal geschrieben und ich glaube, Du weißt sehr gut, dass Deine Bewährungsprobe noch kommen kann, als Quartalstrinker.
    Und deshalb finde ich gut, dass Du hier im Alkoholiker-Forum so aktiv bist. Damit stellst Du den ständigen Kontakt zu Deiner Krankheit sicher.
    Du bist bald einen Monat abstinent und das verdient Anerkennung. Aber mal ehrlich, wie oft in den letzten Jahren warst Du schon ein Monat abstinent? So wie ich bei Dir gelesen habe, schon oft und sogar länger als ein Monat.

    Verstehe mich bitte nicht falsch, ich will deine Erfolge auf gar keinen Fall klein reden. Du bekennst Dich dazu, dass du Alkoholiker bist und ab jetzt dein Leben abstinent verbringen willst. Das ist der entscheidende erste wichtige Schritt und den bist Du gegangen. Und ich würde mich für dich riesig freuen, wenn Du mit Deiner Selbstfürsorge, auch mit Hilfe dieses Forums, irgendwann sagen kannst, ich habe die Bewährungsprobe bestanden, auch wenn „die harte Prüfung“ für dich gar nicht anstand. So oder so, es wäre ein weiterer großer Erfolg.

    Warum schreibe ich Dir das? Weil ich bei Dir einfach befürchte, dass die erste Zeit der Abstinenz trügerischer sein kann, als sie bei mir war.

    Vlt. habe ich jetzt auch großen Mist geschrieben aber ich sende Dir meine Gedanken trotzdem.

    Pass auf Dich auf.

    Viele Grüße

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ich kann dir nicht widersprechen. Ich habe noch nicht viel erreicht. Außer das ich endlich zu meinem Problem stehe und mir Hilfe hole!

    Ich bin froh, daß ich mit euch im Austausch bin.Ich lass euch an meinen Weg teilhaben. Wir werden sehen wie der erste Monat verläuft.

    Deine Bedenken sind voll in Ordnung.

  • Deine Freude über Deine frisch gewonnene Abstinenz ist ansteckend, Bono.

    Wenn ich Deine Beiträge lese, sehe ich keinen Mann von 65 Jahren vor mir, sondern eher einen kleinen Jungen, der seine ersten begeisterten Versuche auf seinem neuen Roller macht und gar nicht mehr aufhören möchte ...😉 Bewahr Dir das!

    Ja gut meine Bewährungsprobe kommt ja erstnoch, Ichwill es auf alle Fälle schaffen! Das mit dem kleinen Jungen ist ein guter Vergleich.

    Der kleine Junge hat eine schwierige Kindheit gehabt.Da war ich wirklich hilflos.Jetzt bin ich nicht mehr hilflos.Ich werde euch an meinem Weg teilhaben lassen. Wir werden sehen,was der nächste Monat bringt! Nicht quatschen, sondern machen.Das Gute ist,das ich hier im Forum von

    euch geerdet werde, wenn ich zu euphorisch bin!

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