Kazik - Back to life

  • er wußte nicht gegen was er angetreten ist.

    Ja. gegen was.

    Das ist das Mentale. Verlieren geht nicht. Es würde bedeuten, unten zu liegen.

    Aus dem Grund ist es mehr, als nur ein Wettkampf. Ich bin froh, dass es das im Krav Maga nicht gibt.

    Nur so ein paar Übungen, zum Aufwärmen z. B. versuchen dem Anderen auf die Schulter zu schlagen, oder die Beine. Um in Bewegung zu kommen.

    Mein Schaaatz...die Flasche.

    Golum. Wie passend. Es ist auch nichts anderes.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hi Ihr,

    die heutige Wasserstandsmeldung. Mir geht es gut. Ein bißchen Blues. Ein bißchen diffusen Saufdruck.

    Ich war gerade mit einem sehr gutem Nachbarn, 4 Stunden spazieren. In der Sonne.! Er weiß von meinem Entzug und wollte wissen wie es mir geht. Und er wollte auch darüber sprechen, ob er in den Jahren wo wir quasi Tür an Tür wohnen, irgendetwas anders hätte machen können oder sollen. Und auch ob er mich jetzt irgendwie unterstützen kann. Wir haben seitdem wir uns kennen einen guten Draht und ich mag Ihn. Wir haben die ganze Zeit geplaudert. Und es war auch total egal das der Bus total voll war. Es war gut. Er hat mich irgendwann ob mich der eine Glühweinstand oder die zwei offenen Cafe's gestört haben. Und ich habe ihm gesagt das ich das im Moment bewusst ausblende und ich das ich stattdessen auf unser Gespräch konzentriert habe. Bei dem zweiten Cafe, was kurz vor unserem Umkehrpunkt war. Habe ich kurz überlegt und mich dagegen entschieden. Wir haben uns dann etwas weiter auf eine Bank in die Sonne gesetzt bevor wir umgedreht sind. Insofern nicht nur ein sehr schöner Spaziergang sondern gefühlt alles richtig gemacht.

    Mein Gesprächsbedarf ist allerdings heute erfüllt. Deshalb werde ich gleich in zufriedener Abstinenz von diesem Forum für heute abmelden.

    Ja. gegen was.

    Alex, dieser Satz beschäftigt mich noch ein wenig.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Mir geht es gut. Ein bißchen Blues. Ein bißchen diffusen Saufdruck

    Wenn es mir gut geht, habe ich weder den Blues noch einen Drang zu trinken. Was auch immer diffus in dieser Situation bedeuten mag, ich nahm es ernst.

    Der Blues spielte immer wieder mal seine Musik, aber dem Saufdruck in welcher Form auch immer, habe ich versucht entgegenzuwirken. Mit etwas anderem besetzen, zum Beispiel etwas Alkoholfreies trinken, das das frühere Ritual des Trinkens umschreiben kann.

    Es ist der Kopf, der umprogrammiert werden muss, und dann folgt auch der Rest des Körpers.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Hartmut,

    danke für den Beitrag.

    Der Saufdruck war tatsächlich diffus, weil ich die Gedanken dann auch nicht festhalte sondern kreisen lasse. Insofern war es ein Gefühl von ich sollte jetzt Alkohol trinken. Nicht sehr aufdringlich aber eben immer mal wieder da.

    Das ich von Blues hier schreibe ist in sich schon ein Fortschritt für mich. Denn es ist keine Depression. Und ich weiß sehr genau wie sich eine Depression anfühlt. Meine letzte Therapeutin und meine Hausärztin sagten auch immer Mal wieder das meine Depressionen chronisch sind. Dagegen wehre ich mich etwas weil mir das zu endgültig ist. Heißt wenn ich von gutgehen schreibe heißt das meist das ich trotzdem ein wenig Blues habe. Ich kann mich ehrlich gesagt garnicht mehr erinnern wann ich überhaupt kein Blues gespürt habe. Aber das gute ist das seitdem ich nicht mehr saufe es mir seelisch und körperlich viel besser geht. Richtig viel besser. Und ich hatte auch schon richtig gute Tage. In meiner Welt ist das sehr gut.

    Außerdem habe ich gestern Abend festgestellt das ich am vorigen Abend ein Medikament nicht eingenommen hbe. Und dan wurde es auch schon besser.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Moin

    Ich kann mich ehrlich gesagt garnicht mehr erinnern wann ich überhaupt kein Blues gespürt habe.

    Als ich aufgehört habe, stand ärztlicherseits noch die Frage im Raum, ob ich Antidepressiva brauche. Will sagen, den Dauerblues kenne ich, den Weltschmerz (meine Bezeichnung). Und natürlich war verschiedenes Kacke, als ich aufgehört habe, psychischer Entzug, Baustellen in meinem Leben, Schutt.

    Dann bekam ich ziemlich schnell die Anfangseuphorie. Hielt einige Monate voll, dann kam der Blues zwischendrin.

    Dann wurde der Blues wieder stärker, bis ich diverse Dinge geändert hatte und auch im Aussen Einiges passiert war.

    Also nichts von Heute auf Morgen, Jahre. Sagen wir, 15. So genau kann ich es nicht sagen, habe nicht mitgeschrieben.
    das schwierigste war, mich selbst zu ändern. Da gab es noch was, meine Cholerik, das war das Härteste.

    Ich bin schwach bipolar und hatte früher Anzeichen von Borderline, wurde nie richtig diagnostiziert weil ich, Indianer kennt keinen Schmerz, nicht zum Arzt damit gegangen bin. Erst später, als ich es rückwirkend einem Neurologen und Psychiater in Personalunion erzählt habe. Für die schwache Bipolarität habe ich die Diagnose.

    Jetzt bin ich schwach untermanisch, also oft bestens gelaunt. Ich achte auf die Rückmeldung aus meiner Umgebung, ob ich richtig ticke. Passt schon.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Hi LK,

    ich freue und bewundere (ich bin auch ein wenig neidisch) wie Du das mit Dir selbst hinkriegst. Und wie selbstreflektiert Du bist. Und was Du für Erkenntnisse Du über Dich hast. Dafür musste ich in einigen Therapien richtig ackern. Nun geackert hast Du zweifelsohne auch.;)

    Weltschmerz finde ich einen sehr schönen Ausdruck. Den hat ein Freund mal in einer Zeit wo es mir nicht gut ging benutzt und ich fand ihn damals schon sehr passend. Irgendwann habe ich ihn wieder vergessen. Aber ja, ich habe auch Weltschmerz. Gibt ja auch Dinge in der Welt die schmerzen.

    Jahre. Sagen wir, 15.

    Na dann habe ich ja schon einmal einen Ansatzpunkt.;)

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Dann bekam ich ziemlich schnell die Anfangseuphorie

    Hallo LE, ich denke, im Moment bist du tatsächlich etwas über der Mittellinie. (Bipo halt)! Ich merke es daran, das du recht schnell schreibst und auch ein paar Gedankensprünge sind dabei! Ich weis nicht, wie lange diese Hochstimmung dann bei dir anhält? Danach kommt irgendwann unweigerlich ein Tief!?

    Kannst du die verschiedenen Phasen in bestimmte Zeitfenster packen? Wie gehst du in deinen Hochphasen mit Kritik um? Gruß Bono

  • Ja, ich antworte schnell.

    in Hochphasen habe ich wenig Kritiker. Meine Frau sagte in meinem Beisein einem anderen Bipolaren, dass dann die Leute auf mich abfahren.
    Und sie kennt sich aus, ganz früher war sie mit einem echten Bipolaren zusammen, der sein Leben an de Wand fuhr.

    Das endet, wenn ich leer bin. Müde, faul, ausbebrannt.

    Richtige Depris hatte ich zuletzt vor 40 Jahren. Über den Unterschwied zwischen dem und depressiven Verstimmungen hattet Ihr es schon hier in diesem Thema.

    Vor 4 Jahren hatte ich einen fast manischen Schub, aber ohne Realitätsverlust (ich hab mich selbst eingeliefert und die Protokolle habe ich hier.) Ich konnte mich halt nicht mehr bremsen.

    Jetzt kann ich es:)

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
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  • Kazik,

    ich interpretiere Dein Traurig-Smilie so, dass Du es traurig findest. Ob es das ist, wie ich schreibe, oder ob Du die Situation als solche traurig findest. ist nebensächlich.

    Es ist nichts passiert, was man nicht wieder richten konnte. Meine Frau braucht das zwar nicht nochmal und ich auch nicht, aber wir sind alle, und zwar alle, die daran beteiligt waren, unbeschadet aus der Situation herausgekommen.

    Mein Neurologe/Psychiater sagte, in mir steckt wohl ein guter Mensch. Der auch in kritischen Situationen darauf achtet, nicht zu viel zwischenmenschlichen oder materiellen Schaden anzurichten. Wer sagt, dass es einfach sein muss?

    Ich habe gelesen, dass Du keinem Schwächeren was antun willst. Dito.

    Und jetzt, bin ich zwar noch nicht ausgebrannt, aber ich habs gelernt. Wenns wärmer wäre, würde ich sagen, Liegestuhl. Mir fällt was ein.

    LG LK

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
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    Aber das Gras wächst.
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  • Hallo LE, danke für deine Rückmeldung. Dann hast du, wie es aussieht, eine abgemilderte Form von Manie(quasi Hypomanie)? Das läuft ja denn auch darauf hinaus, den Alkohol als Selbstmedikation gegen die extremen Stimmungsschwankkungen einzusetzen. Da beißt sich dann die Katze in den Schwanz! Gut,das es dir anscheinend "relativ " leicht gefallen ist, den Alkohol sein zu lassen.Eine Frage hätte ich noch.Bist du medikamentös eingestellt und machst du Therapie? Must du nicht beantworten bzw.hast du vielleicht schon geschrieben!? Ich hab nicht alles in deinem Faden gelesen. Gruß BO

  • Hi LK,

    ja ich habe einen traurig Smiley gesetzt. Weil es mich traurig macht wenn ich lese das Du Durch Deine/Eine Krankheit in Situation gerätst die sich dann irgendwann nicht mehr so gut anfühlen oder das Du Dich eingewiesen hast. Das ahst Du ja nicht gemacht weil alles chicco ist.

    Ich selbst bin nicht bipolar. Weiss also nicht "wirklich" wie sich eine Manie anfühlt. Aber ich habe über die Jahrzehnte Menschen kenengelernt die bipolar (früher manisch depressiv) waren. Ich habe eine Freundin, die auch nicht ärztlich festgestellt, von sich selbst sagt das sie "leicht" bipolar ist. Sie kriegt alles hin hin und ist ein guter Mensch. Ich habe auch schon Menschen kennengelernt die in der Manie waren und wirklich sehr selbstzerstörerisch waren. Und das finde ich das wirklich schlimme an dieser Krankheit. Das es den Menschen in der Manie ja supergut geht. Und sie dann nur sehr schwer oder fast gar nicht erkennen können das sie gerade sehr krank sind. Und es erreicht sie dann natürlich auch sehr schwer wenn Ihnen von aussen gesagt wird das sie gerade sehr krank sind. Mir muss in der Depression niemand noch sagen das ich gerade sehr krank bin.;)

    Mein Neurologe/Psychiater sagte, in mir steckt wohl ein guter Mensch. Der auch in kritischen Situationen darauf achtet, nicht zu viel zwischenmenschlichen oder materiellen Schaden anzurichten. Wer sagt, dass es einfach sein muss?

    Ich kann Deinem Arzt nur beipflichten. Wir "kennen" uns ja noch nicht lange aber ich habe beschlossen das Du für mich ein guter Mensch bist.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hi Ihr,

    die Wasserstandsmeldung: Seelisch wechselhaft, Körperlich gut, kein Blues, kein Saufdruck

    Ich habe in meinem Leben Jogginghosen eigentlich nur zum Sport getragen. Im Alltag habe ich sie aus unterschiedlichen nie getragen. Seit meinen Entzug habe ich die einzige Jogginghose lieben gerlernt. Und ich habe sie auch wenn ich sie getragen habe, überall getragen. Sie ist einfach saubequem und ich fühle mich damit einfach wohl. Jetzt habe ich gerade meine neu eingetroffene Joggingshose an. And I love it.

    Mag sein das sich beim lesen diese Beitrages einigen Usern die Fußnägel aufrollen. Ginge mir bis vor einiger Zeit auch so. Aber jetzt ist Jogginghose mein neues gut aussehen.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Quatsch, Jogginghosen sind kultig und in. Der Lagerfeld ist Schnee von gestern. Ich habe nur eine Jogginghose, weil ich selbst während Corona nie im Homeoffice war. Und weil ich gerne Kleider und Röcke trage und dazu Boots.

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Hate to spoil the party. Ich habe gerade meine ganzen Meldungen mal durchgegangen. Hör damit jetzt auf weil ich gemerkt habe das einige die um die gleiche Zeit wie ich hier aufgeschlagen sind nicht mehr schreiben.

    Ich erfreue mich aber weiterhin an meiner neuen Jogginghose. Und habe auch sehr gelacht über die Komentare.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

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