Myla - Weiß nicht, wie ich beginnen soll...

  • Er hat auch bei Caritas in meinem Beisein auf Lautsprecher angerufen, ich bin schockiert. Die Dame am Telefon war zwar sehr nett, jedoch meinte sie wortwörtlich, dass er wohl noch nicht tief genug gesunken ist und sie ihm nicht helfen können, da er auch noch einen Job hat. Also nach dem Motto "so schlimm ist es ja nicht"

    Was genau ist denn in dem Gespräch abgelaufen, mit welcher Frage bzw. Welchem Ziel hat er sich dort gemeldet? War er vollkommen ehrlich? Hat er auch seine Gewalttätigkeit erwähnt?

    Solche Aussagen kenne ich nur gegenüber Leuten, die nicht einsehen wollen, dass sie Alkoholiker sind und dass die lebenslange Abstinenz für sie der einzig verbliebene Ausweg ist. Und nur dabei können Hilfsangebote helfen. Niemand wird allein deswegen abgewiesen, weil er noch einen Job hat!

    Ist denn sichergestellt, dass die Dame tatsächlich von der Caritas und das Telefonat nicht fingiert war, um Dich einzulullen?

    Ab gesehen davon ist das seine Sache. Das macht das, was bisher passiert ist, ja nicht ungeschehen - oder für Dich etwa doch?

    Und wenn sich herausstellt, dass deine Zuversicht unbegründet war?

  • Nein, natürlich macht es das nicht ungeschehen und die Dame war zu 100 % von Caritas, er hat die Tel-Nr. gegoogelt und direkt darüber angerufen, ich habe es gesehen.

    Er hat sehr offen mit ihr gesprochen, erzählt, dass er beim Arzt war, dieser an AAs und eben auch Caritas verwiesen hat, damit er sich helfen lassen soll.

    Er hat von seinem Trinkverhalten erzählt, auch von seinen Gewaltausbrüchen, wenn er trinkt und dass er das nicht mehr möchte.

    Wie gesagt, die Dame war sehr nett, aber ich war ehrlich schockiert über diese Antwort.

    Sie meinte, dass sie nur helfen können, wenn er wirklich am Boden ist.

    Er hat auch gefragt, was er jetzt machen soll, darauf hatte sie keine so richtige Antwort, sondern hat sich mehr o raus geredet, von wg. nochmal mit dem Arzt reden.

    Ich denke, es ist für ihn auch ein Rückschlag, wenn er ständig abgewiesen wird. Er ist bei den AAs wohl aktiv und sagte auch, dass ihm das hilft.

    Ich habe ihm gesagt, er soll da mal nachfragen, ob die Menschen dort Ähnliches erfahren haben und abgewiesen worden sind, was man da noch machen kann.

  • dass er das nicht mehr möchte.

    Was genau? Die Gewaltausbrüche oder das Trinken oder beides?

    Mit "ganz am Boden" ist der persönliche Tiefpunkt gemeint ( unabhângig von den äußeren Umständen), an dem der Alkoholiker erkennt, dass er abstinent werden und lebenslang bleiben muss, weil er sonst untergeht.

    Hat er diesen Punkt erreicht? Dann wird er sich von möglicherweise nicht optimalen Reaktionen nicht abhalten lassen und woanders Hilfe suchen, es gibt ja nicht nur die Caritas.

  • Beides.

    Also ich persönlich denke, dass er diesen "Tiefpunkt" noch nicht erreicht hat.

    Jedoch die Caritas hat es so ausgelegt, dass er quasi jeden Tag bis zum Anschlag betrunken sein muss und eben keinen Job mehr hat.

    Das ist einfach nicht der Fall. Er kann ja auch einige Zeit ohne Alkohol, das ist nicht das Problem. Also er muss nicht jeden Tag, jede Woche etc. trinken.

    Jedoch hat er dennoch ein Alkohol- und Aggressionsproblem, auch wenn es gerade nicht der Fall ist. Aber auch ich bin mir sicher, der Tag wird iwann wieder kommen.

    Ich weiß nur nicht, wohin er sich noch wenden könnte.

  • Hey Myla,

    Mir fällt auf, dass Du Dich nur ausschließlich mit ihm und der Hilfe, welche er benötigt beschäftigst, aber überhaupt nicht damit, welche Hilfe Du ggf benötigst. Für mich liest es sich so, dass sich Dein kompletter Lebenssinn derzeit daraus ergibt, dass er Hilfe erhält.

    Du bist ja für Dich hier. Also was machst Du für Dich?

    LG Momo

  • Hallo Momo,

    ich habe deinen Beitrag tatsächlich 2 x gelesen und muss sagen, du hast recht.

    Aktuell befasse ich mich null damit, wie es mir geht, sondern lediglich habe ich den Fokus, eine Lösung für "ihn" zu finden.

    Ich habe mir nun kurz ein paar Gedanken gemacht, warum das so ist und bin wohl zu dem Entschluss gekommen (meine Meinung genau Stand jetzt), dass sein Wohlbefinden einfach wichtiger ist.

    Mir geht es soweit ja "gut", ich habe keine Suchterkrankung, bin ansonsten gesund und wohl auch noch etwas belastbar.

    Es ist wahrsch. der falsche Ansatz, aber genau das sind jetzt meine Gedanken zu deiner Nachricht.

    Ich bin aktuell nicht so wichtig. Ich fühle mich noch "fit", daher kann ich etwas "Kraft" abgeben.

  • Ach Myla, hast Du Dich hier schon in das Thema Co-Abhängigkeit eingelesen?

    Wie soll er denn seinen Tiefpunkt erkennen und erreichen, wenn er sich deiner Rundumbetreuung sicher sein kann? Wenn nicht in deiner Wohnung, dann am Telefon ...

    Mag sein, dass die örtliche Caritas mit Quartalstrinkern überfordert ist, aber dann muss ER sich kümmern, woanders Hilfe zu finden, anders funktioniert es bei aller Liebe nicht, das kannst du hier bei ganzen vielen Cos nachlesen, z. B. Bei Momo.

    Was würde denn passieren, wenn er nicht mehr bei Dir übernachten würde? Würde er dann täglich trinken?

  • Ich habe einige Geschichten verfolgt, unter anderem die, bei denen täglich bis zum Erbrechen getrunken wird, bis zu jenen, bei dem der Partner nach 3 Jahren wieder angefangen hat.

    Ich weiß, dass er sich kümmern muss, ich habe nur Angst, dass er resigniert, nachdem er beim Arzt und nun auch bei Caritas abgewiesen wurde und denkt "es hat eh keinen Sinn".

    Ich bin da, glaube ich, so dahinter, da er ja noch nicht täglich trinkt, teilw. Wochen nicht, dass ihm geholfen wird, damit er ja nicht weiter abrutscht.

    Was passieren würde, wenn er nicht mehr 6 x die Wo bei mir wäre, weiß ich nicht. Es war seit Tag 1 so, dass er eigl. nur bei mir war, daher kann ich das null abschätzen.

  • Ich kann mir vorstellen, das die Caritas leider nur die härte Fälle aufnimmt, da sie auch überlastet sind. Aber auch jemand mit Job kann täglich extrem betrunken sein, manchen merkst du das gar nicht mehr an, die sind extrem standhaft, geübt und funktionueren nur noch mit Alkohol.

    Leider dauert es überall Therapieplätze zu bekommen, er muss dran bleiben, wenn er wirklich will.

    Und du solltest ihn mal etwas mehr loslassen, du bist nicht seine Mutter, Betreuerin oder sonst irgendwas, du bist ein eigenständiger Mensch, der auch Bedürfnisse hat, die schon lange völlig untergegangen sind.

  • Ja, so hat sich das bei der Caritas auch angehört, auch wenn die Dame es etwas "unglücklich" formuliert hat.

    Er muss wohl wirklich dran bleiben, anders wird das nichts.

    Das "Witzige" ist, ich sage öfter zu ihm "Ich bin nicht deine Mutter", aber genau so verhalte ich mich leider.

  • Hallo Myla.

    Es gibt etliche Alkoholiker, die ohne Caritas, ohne Suchtberatung und ohne Therapie aufgehört haben zu trinken!

    Ein Besuch beim Arzt mit den Worten „Ich bin Alkoholiker, ich will aufhören zu trinken“ reicht vollkommen aus!

    Ist nicht geschehen, folglich hat die Dame recht: Er ist noch nicht tief genug unten.

    Was mich aber schockiert ist die Tatsache, dass es für Dich überhaupt noch eine Rolle spielt, ob er säuft, wenig säuft, viel säuft, aufhören will oder nicht!
    Unabhängig davon, ob er nasser oder trockener Alkoholiker ist, ist er gewalttätig!! Das ist der Grund vorrangig, sich sofort damit zu befassen, welche Hilfe DU bekommen kannst, damit Du es schaffst, Dich von so einem abartigen Menschen zu trennen!

    Nicht abartig, weil er Alkoholiker ist!!
    Sondern weil er Dich misshandelt hat!!

    Das ist wie gesagt völlig unabhängig davon, ob er trinkt!

    Alkoholiker bedeutet nicht = gewalttätig!!!

    Hol DIR Hilfe und lauf, so schnell Du kannst!

    Unfassbar, dass Du über SEINE Hilfe nachdenkst, anstatt über DEINE!

    LG Cadda

  • Mir geht es soweit ja "gut", ich habe keine Suchterkrankung, bin ansonsten gesund und wohl auch noch etwas belastbar.

    Ich bin aktuell nicht so wichtig. Ich fühle mich noch "fit", daher kann ich etwas "Kraft" abgeben.

    Ich will dir deine Gefühle nicht absprechen, aber dass es dir "gut" geht kann ich nicht glauben. Ja, vielleicht gerade, weil er sich momentan ruhig verhält, aber das Erlebte bleibt und macht etwas mit einem. Du hast auch noch Gewalt erfahren und die Furcht vor weiteren Eskalationen besteht, ja du schreibst sogar, du rechnest damit, dass dies wieder passieren wird! Solange du die Situation nicht verlässt, was ich weiterhin als absolut alternativlos empfinde, sobald Gewalt im Spiel war, lebst du in Angst, das klingt schrecklich.

    Bei uns gab es keinerlei Gewalt und trotzdem hat mich die am Ende extreme Trinksituation nach einem halben Jahr so wahnsinnig belastet, ich war echt am Boden und bin jetzt noch, wo er aufgehört hat, total aufgewühlt und fühle mich irgendwie "beschädigt", obwohl er immer friedlich und lieb war. Wie schlimm musst du dich fühlen, du wurdest gewürgt (!!!).

    Es hat enorm viel Kraft gekostet, hier war zeitweise so eine negative Energie, die mich ausgelaugt hat, das war einfach nur zum Kotzen.

    Ja, vielleicht hast du jetzt noch ein wenig Kraft übrig, die Frage ist wie lange noch. Deshalb ist es so wichtig, sich auch mal um sich selber zu kümmern und nicht nur ständig um seinen Partner zu kreisen, alles zu tun, um ihn zu unterstützen. Er, er, er und nochmal er.

    Wo bleibt man da selber?! Genau, auf der Strecke. Sich selber wichtig nehmen, Selbstfürsorge betreiben, was für sich tun, sich unabhängiger davon machen, dass es einem nur noch gut gehen kann, wenn es ihm gut geht.

    Ich kann mich nur wiederholen und dir raten, hol dir bitte Hilfe, mach für dich ein Gespräch bei einer Beratungsstelle mit einer neutralen Person aus, gerade mit dem Hintergrund, dass du trotz Gewalt in der Beziehung bleiben willst, was ich nicht nachvollziehen kann. Dann hast du auch direkt einen Hafen, wenn es wieder abwärts gehen sollte.

    Ich hätte das viel früher machen sollen, das hat mir unglaublich gut getan und ich habe jetzt einen direkten Ansprechpartner, der jederzeit für MICH da ist und mit mir mein Chaos sortiert, wenn es wieder eskalieren sollte oder ich an meine Grenzen komme. Ich fühle mich damit so viel besser.

    Vielleicht findet man nicht direkt die richtige Ansprechperson, das war bei mir auch so, aber die Suchtberaterin, die ich jetzt erwischt habe, ist ein echtes Goldstück, hat mich gestärkt und mir das Angebot gemacht, jederzeit für MICH da zu sein.

    Am Anfang hier habe ich das sich selber in den Fokus rücken nicht komplett verstehen können, jetzt, wo ich das tue, merke ich, wie richtig ich diesen Ansatz finde. Für mich ist mein Partner weiterhin wichtig, aber ich selber bin es eben genauso.

    Ich habe das vor der Situation bei uns schon immer gut gekonnt mich um mich selbst zu kümmern, das aber währenddessen komplett verloren, weil ich so sehr auf ihn und seine Bedürfnisse und Probleme fokussiert war.

    Ja, ich unterstütze ihn in seiner Trockenarbeit, wenn er mich braucht oder reden will, aber es ist seine Verantwortung und ich nehme mich auch bewusst raus und schaue nach mir, übernehme Verantwortung für mein Wohlbefinden unabhängig von seinem.

    Vielleicht überdenkst du deine Position diesbezüglich nochmal. Vor allem finde ich es bedenklich, dass du die dir angetane Gewalt so einfach beiseite schiebst und verdrängst. Das nicht als schlimm genug ansiehst, dich zu trennen.

    Da hätte es bei mir wirklich null Toleranz gegeben und ich wäre umgehend weg gewesen. Das ist unentschuldbar! Da finde ich sein Alkoholproblem ehrlich gesagt eher zweitrangig, die Gewaltanwendung ist der Punkt, wo die Beziehung für dich sofort beendet sein sollte. Da muss die Grenze sein, über andere Dinge kann man vielleicht diskutieren, ob man das mittragen will, wo man Grenzen setzt, bei Gewalt nicht wie ich finde.

    Warum ist das nicht so bei dir?

  • Das Spiel mit dem Aufnehmen des Anrufs bei der Caritas erfuellt zweierlei Zweck - indem er dich in seinen Privatangelegenheiten involviert, gibt er dir die Illusion von Kontrolle (die "Droge" des Koabhaengigen), zweitens liefert er den Beweis, dass er es vergeblich versucht hat, der tragische Held.

    Und es hat durchschlagenden Erfolg! Anstatt sich Sorgen zu machen um dein geistiges und leibliches Wohlbefinden, sorgst du dich um seine Motivation. Die Wahrheit ist aber (meiner Meinung nach): Ein Trinker, der wirklich fuer sich selbst aufhoeren will, der laesst nichts unversucht, laesst sich nicht abweisen, nicht abwimmeln, ruft ein Dutzend Beratungsstellen an, weil er eben verstanden hat, dass es um Leben und Tod geht. Da er gewalttaetig ist, nicht nur allein um seinen Tod und sein Leben.

    Dass die Caritas erst hilft, wenn der Alkoholiker den Staat vielleicht Geld kostet, und in Arbeit ruhig seine Frau misshandeln darf, an Zynismus nicht zu ueberbieten ist, ist da egal. Wo ein Wille ist, ist wirklich ein Weg.


    Ich haette das auch nie gedacht, als EKA, dass ich mal die Prioritaet in meinem eigenen Leben sein sollte. Es war "nur" eine Entscheidung.

  • Hallo und danke fuer all eure Nachrichten.

    Ich bin noch nicht wirklich in der Verfassung, etwas zu schreiben.

    Am Mo hatte er einen "Rueckfall" nach 2 Wochen, er war jedoch bei sich zu Hause, ist jedoch komplett ausgerastet.

    Was mich bewegt, trotz seiner Gewaltausbrueche zu bleiben - ich weiss es nicht. Ich denke, die Hoffnung, dass es besser wird.

    Ich versuche die Tage, mehr zu schreiben.

    Kurze Frage vorab, Thema Suchtberatung - gibt es das auch online?

    Ich bin weder in der Verfassung fuer ein 4 Augengespraech, noch fuer eine Gruppe.

    Ich hatte die AAs kontakiert, weil er mir sagte, da gibt es auch was fuer Co-Abhaengige.

    Mir wurde recht schnell und nett geantwortet, dass ich bei Al-Anon schauen soll.

    Das habe ich gemacht, da trifft sich eine Gruppe hier ein Dorf weiter in einer Kirche woechentl., das ist fuer mich jedoch absolut keine Option.

    Was ihn betrifft, stimmt. Wo ein Wille, da ein Weg. Arzt u Caritas haben ihn abgewiesen, jetzt denkt er, wenn er paar Mails der AAs (das soll keinesfalls abwertend klingen) liest, ist das der heilige Gral.

  • Kurze Frage vorab, Thema Suchtberatung - gibt es das auch online?

    Hast Du schon mal online gegoogelt, Myla?

    Ich habe bei der Caritas und auch bei den Al-Alnon etwas gefunden.

    Die Frage ist jedoch, da Dein Partner schon wieder ausgerastet ist, ob Du die Beziehung tatsächlich fortführen willst?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Bei Al-Anon habe ich nur die Live-Meetings (sagt man das so?) gefunden, bei Caritas schaue ich mal, danke.

    Ja, habe gegoogelt, Frauenhaus, Blaue Kreuz, aber das geht nur persoenlich.

    Ich bin mittlerweile an einem Punkt, an dem ich die Bez. nicht mehr so fortfuehren moechte.

    Allerdings faellt mir eine Trennung schwer.

    Er gibt mir die Schuld fuer alles.

    Wenn ich mich trenne und er sich umbringt, ist das meine Schuld (seine Worte).

    Ich weiss, dass das Quatsch ist, aber es macht was mit einem.

    Des Weiteren - und da bin ich jetzt wirklich besorgt, evtl. hat hier jmd. Erfahrung - hat er mir am Mo (bevor er ausgerastet ist und mich beschimpft hat am Tel) gesagt, dass ich trinke, ich mir helfen lassen soll und er nicht weiss, wie lange er noch mit einer Alkoholikerin zsm. sein kann.

    Denkt er das im Suff, sagt er das, um mich "zu aergern" oder was ist der Grund?

    Ich bin fast verzweifelt, hab gefragt, was das soll usw.

    Ich bin in solchen Situationen nicht in der Lage, Ruhe zu bewahren, sondern gehe ebenfalls auf Angriff (jedoch ohne Ausdruecke).

    Ich habe mich bisher auch nicht getraut, ihn zu fragen, warum er das gesagt hat.

    Entweder wird er sauer, oder er streitet es ab, darum spare ich mir die Frage.

    Mein Auto ist noch in der Werkstatt.

    Wenn ich es wieder habe u das Geld von ihm, werde ich weiter sehen.

  • und mich beschimpft hat am Tel) gesagt, dass ich trinke, ich mir helfen lassen soll und er nicht weiss, wie lange er noch mit einer Alkoholikerin zsm. sein kann.

    Ein nasser Alkoholiker ist unberechenbar. Scheinbar verwechselt er da etwas. Oder trinkst Du auch viel Alkohol?

    Und wenn er nicht mehr lange mit Dir zusammen sein kann, dann ist es doch für Dich die günstige Gelegenheit aus der Beziehung auszusteigen, oder nicht?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ich trinke gar keinen Alkohol.

    Das waere eine guenstige Gelegenheit, aber er sagte das ja betrunken, nuechtern meint er es nicht so.

    Ich weiss nicht, wie ich mit dem Thema ueberhaupt anfangen soll, ohne, dass er austickt.

  • Liebe Myla,

    Einen Menschen gibt es nur im Gesamtpaket.

    Versuche mal das, wenn er nüchtern ist (wenn das überhaupt zutrifft) auszuklammern. Er ist nicht nett. Er ist gewalttätig. Das "nette" ist nicht Er sondern nur der Mensch, der dann wieder Kontrolle über Dich erlangen will.

    Bist Du wirklich der Annahme Du hast es verdient so behandelt zu werden?

    Liebe bedeutet nicht Schmerzen zu ertragen. Ob seelisch oder körperlich. Hast Du Dir mal Gedanken gemacht einen Therapeuten zu suchen?

    Kein Mensch hat verdient so behandelt zu werden. Bei Dir wurden so ziemlich alle Grenzen überschritten und Du fragst Dich welche Schuld Du trägst.

    Du trägst keine Schuld. Guten Menschen passieren gute Dinge und guten Menschen passieren schlechte Dinge.

    Du bist hier ein Opfer von Gewalt. Ich denke nicht, dass Dir eine Suchtberatung helfen kann, sondern eher eine Beratung für Opfer häuslicher Gewalt.

    LG Momo

  • Hallo Momo,

    danke fuer deine Worte.

    Der Satz, dass das Nette der Mensch ist, der wieder Kontrolle ueber mich erlangen will, hat mich zum Nachdenken gebracht.

    Ich brauche "noch" keinen Therapeuten.

    Auch moechte ich das nicht runterspielen, dass er gewalttaetig ist, aber es waren "erst" 2 x.

    Ich erhoffe mir Hilfe bei der Suchtberatung etc., um ihn zu verstehen.

    Mich macht es wahnsinnig, dass er nicht aufhoert. Dass er mich anluegt, in dem er sagt, er trinkt nichts und dann tut er es doch wieder.

    Ich komme mit dieser Verzweiflung in mir nicht klar, dass ich ihn nicht abhalten kann.

    Und genau das macht mich so wahnsinnig.

    Ich weiss nicht, ob das nachvollziehbar ist.

    Dass er gewalttaetig ist, ist auch schlimm, aber diese Machtlosigkeit ist fuer mich viel schlimmer.

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