Chewie - Nüchtern sein ist nicht das Ende. Es ist der Anfang

  • Wie sieht es denn bei dir mit den Grundbausteinen aus? Was hast du davon umgesetzt und was fällt dir dabei schwer?

    Mein umfeld und zu hause ist Alkoholfrei keiner aus meiner Familie mit dem ich Kontakt habe trinkt Alkohol.

    An meiner Arbeit gibt es auch kein Alkohol mehr zum Verkauf (auser 1mal im Jahr)

    Meine freizeitgestaltung hat viel mit Sport zu tun fahrrad,Fittnessstudio große gassirunden mit den Hund. Ich habe Veranstaltungen wo Alkohol ausgeschenkt wird immer gemieden. Mit Stressigen Tagen oder generell Stress habe ich am meisten Probleme

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • Kannst du nachvollziehen, warum du rückfällig geworden bist?

    Wie sieht jetzt dein Plan aus? Was willst du verändern, um voran zu kommen?

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Meine tage in der Woche sind/waren ab Novembe denke ich ziemlich vollgepackt mit Terminen physio/zahnartzt/orthopäde/ es war für mich ein ziemliches gehetze nach der Arbeit ich vermute dass es daran gelegen hat. Das Abstinenz sein Eine Lebensaufgabe ist wie es in den Grundbausteinen steht habe ich wohl auch etwas vernachlässigt in der Zeit und nicht weiter daran gearbeitet.

    Ich werde morgen mit den Hausartzt abklären ob ggf. Eine ambulante Therapie was für mich wäre.

    Psychologe und Suchtberatung denke ich für mich auch gut.

    Und dann hoffe ich dass ich hier in meiner online selbsthilfegruppe bleiben darf.

    Ich melde mich morgen wenn ich beim Arzt war

    Lg

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • Wenn mich jemand fragt, was ich im ersten Jahr gemacht habe, dann ist eines davon, dass ich jeden Tag hier im Forum war. Ich habe viel gelesen, mich ausgetauscht und immer wieder und das Erfahrene an mir selbst reflektiert.
    So entsteht durch die Teilnahme hier eine nachhaltige Wirkung, die auch außerhalb der Onlinezeit nachwirkt.

    Und dann hoffe ich dass ich hier in meiner online selbsthilfegruppe bleiben darf.

    Es spricht nichts dagegen. Du bist seit 6 Tagen wieder nüchtern und gehst heute zum Arzt.
    Melde dich, wenn du weißt, wie es weiter geht.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Guten Abend,war heute Morgen bei meinen Hausartzt,zuerst war ich überrascht dass mein eigentlicher Arzt im Ruhestand ist und sein Praxiskollege automatisch seine Patienten übernommen hat.

    Ich habe mich bei den Gesprächen mit ihm sehr wohl gefühlt er hat sich sehr viel Zeit für mich genommen.

    Er hat mir die Möglichkeit einer Stationären Entgiftung vorgeschlagen es könnte aber eine Weile dauern bis zur Aufnahme, ich habe ihn klar gemacht dass ich sofort wieder abstinent sein will 6 tage der Entgiftung sind ja auch schon rum.

    Habe nach eine Möglichkeit nach einer Behandlung bei einem Psychiater/Psychotherapie gefragt, ja es wäre möglich und auch gut aber er hatt Patienten die über ein jahr auf ein termin warten.

    Er hatt mir kontacktdaten von der suchtberatung gegeben und eine Überweisung an psychiatrie/Psychotherapie ggf.können die auch schneller einen Kontakt herstellen.

    Habe noch ein pflanzliches Beruhigungsmittel bekommen und nächte Woche habe ich einen Labor termin bei ihm.

    Außerdem werde ich mich für nächte Woche krankschreiben lassen damit ich mich um alles kümmern kann suchtberatung ggf. Suche ich auch noch mal einen Kontakt zu einer realen shg.

    Das habe ich auch so mit meiner Chefin/Kollegin heute an der Arbeit besprochen

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • Guten Abend zusammen,war heute beim sport (Krafttraining) dort schreibe ich mir immer in ein kleinem notizbuch übung,gewicht und wiederholungen auf damit ich nachvollziehen kann welche fortschritte ich mache.

    Da ist mir die idee gekommen dass ich das auch für meine Alkoholsucht machen kann also habe ich mir eine Din 4 seite am Pc ertellt und ausgedruckt und werde ab nächter Woche kurz und knapp in stichpunkten meine gemütslage/was gut was schlecht war etc. Protokollieren und in einen Ordner abheften damit ich nachvollziehen kann was bei meiner Abstinenz gut oder schlecht läuft.

    Ich Ärger mich über meinen Rückfall und dass schlimmste dabei ist dass ich noch nichtmal weis woran es gelegen hat bzw. was der auslöser war.

    Meine Ehe steht näturlich auch wieder auf der kippe aber darauf will ich erstmal gar nicht eingehen. Ich nutze das Wochenende und meine nächte Woche ohne Arbeit um für mich klar zu werden bzw. herauszufinden warum ich wieder einen Rückfall hatte. und natürlich um Termine zu machen bei suchtberatung und hoffe dass ich auch gleich nächte woche da hin kann.

    Gelesen habe ich hier in der ganzen Zeit Aktiv und auch fast Täglich aber irgendwann nicht mehr geschrieben oder mih mit eingebracht vieleicht war das schon ein fehler denn ich hatte im Sommer ja schon mal fast einen rückfall den ich aber dank der Hilfe von euch verhindern konnte.

    lg Chewie

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • Naja Chewie, dies ist ja Dein Tagebuch. Heißt, Du kannst auch hier jeden Tag etwas schreiben, wie es so läuft. Hab ich zwar nicht jeden Tag gemacht, aber oft. Ich habe hier über alles geschrieben, was mich abstinent beschäftigt hat. Leicht, schwer, wichtig, unwichtig, egal. Und dann hast Du gleich den Vorteil, dass Du jederzeit gelesen wirst und die Erfahrerenen sehen können, wenn etwas aus dem Ruder läuft. Dies ist Deine SHG.

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • gelesen wirst und die Erfahrerenen sehen können, wenn etwas aus dem Ruder läuft.

    Das ist richtig. Mir wurde hier schon richtig geholfen. War mal ein Notfall bei mir vor nem guten Jahr ungefähr. Da hatte ich plötzlich im Job so derbe Suchtdruck und hatte hier geschrieben. Es waren sehr viele Leute da und haben mich unterstützt, solange bis ich da wieder durch war. Ne Tanke ist bei uns um die Ecke und schnell zu Fuß erreichbar.

    Ich habe auch seitenweise hier geschrieben und gelesen, mache ich immer noch. Wichtig ist, BEVOR zum Glas gegriffen wird hier zu schreiben.

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Guten Morgen Kazik ,da hast du recht das werde ich auch auf jeden fall machen.

    Das soll auch kein Tagebuch sein sondern eine Art Protokoll.. Ich schreibe hier in der SHG ja nicht in Stichpunkten. Berichten werde ich hier auf jeden fall ich möchte so einen Rückfall nie wieder haben und ich möchte verstehen was in meinen Kopf passiert ist dass es soweit gekommen ist und das obwohl ich hier in meiner SHG war.

    Mir ist jetzt erstmal jedes Mittel Recht um ein erneuten Rückfall zu vermeiden,schlecht kann es ja nicht sein ob es mir was bringt werde ich sehen.

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • Heute war ich beim Sport und seit langem mal wieder in der Sauna,war sehr gut und wohltuend.

    Körperlich geht es mir nach meinen rückfall überraschend gut ich habe kein suchtdruck und denke nicht an Alk,fast so als hätte dieser Rückfall nie stattgefunden,ich hoffe dass ich nächte woche gleich einen Termin bei der Suchtberatung bekomme

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • Ich denke, du hast noch nicht akzeptiert, dass du Alkoholiker bist. Damit lässt du der Sucht viel zuviel Raum, den sie nutzt um dich immer wieder zum Trinken zu bringen.

    Ich denke dass ich nicht für mich Trocken werden wollte, sondern für meine Frau und meine Kinder. Vieleicht ist es auch gut so dass ich diesen Rückfall jetzt hatte sonst hätte ich ihn womöglich viel später bekommen.

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • ,ich hoffe dass ich nächte woche gleich einen Termin bei der Suchtberatung bekomme

    Hast du einen Plan, wie du das Gespräch von deiner Seite angehen willst?
    Schreib hier ruhig wie deine Gedanken dazu sind und was dich sonst noch beschäftigt.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ich denke dass ich nicht für mich Trocken werden wollte, sondern für meine Frau und meine Kinder.

    Das ist der Knackpunkt. Für wen möchte ich das? Für die Führerscheinstelle/MPU, den Arbeitgeber, die Familie oder für mich selbst?

    Wenn die Familie den Ausstiegswilligen unterstützt, dann ist das eine tolle Sache. So war es bei mir auch.


    Es gibt hier genügend andere Beispiele, dass der Ausstiegswillige mit erhebelichen Widerständen innerhalb der Familie zu kämpfen hat, vornehmlich dem Partner.


    Der nächste Knackpunkt ist dann die Ernsthaftigkeit der Entscheidung, dass der Betreffende rückhaltlos zu ihr steht und nicht irgendwo im Hirn der Gedanke herumgeistert, irgendwann gehe doch noch mal was mit dem Alkohol. Solange das der Fall ist, wird es nichts mit der dauerhaften Abstinenz. Bei mir hat Letzteres aber auch eine Weile gedauert, da ich seinerzeit davon ausging, irgendwann sei ich geheilt und könne dann wieder an den Start gehen.

  • Hast du einen Plan, wie du das Gespräch von deiner Seite angehen willst?
    Schreib hier ruhig wie deine Gedanken dazu sind und was dich sonst noch beschäftigt.

    Nun ja ich habe zwar keine erfahrung mit solchen gesprächen und wenn ich ehrlich bin bin ich auch ziehmlich aufgeregt wenn es soweit ist,aber ich will schon offen und ehrlich über meine Alkohol Abhängigkeit sprechen,dass ich seitdem ich 16 Bin Alkohol trinke mal mehr mal wenigeer exesiv. Das sind mittlerweile 29 Jahre!

    Ich habe etwas bammel,da ich nicht der beste Redner bin nach ausen hin er eine ruhige etwas verschlossene Person (zumindestens bei fremden Personen) das sogenannte Eis muss erst brechen. Hier im Forum habe ich keine Probleme mich zu öffnen, dauert nur manchmal die richtige Wortwahl zu finden.

    Angst habe ich auch dass ich vieleicht nicht Ernst genommen werde und Gesagt wird das es nicht so schlimm ist da es ja "Nur" Bier ist. Das war bei mir nähmlich mal der fall als ich mitte 20 war und ich bei meiner damaligen Hausärtin war und ihr gesagt hab dass ich denke das ich ein Problem mit den Trinken habe.

    Meine erwartung/hoffnung ist dass ich physiologische Hilfe bekomme,ich möchte endlich wissen wie ich mein Hirn unter kontrolle bekomme vorallem will ich verstehen was in meinem kopf Vorgeht. Ich glaube dass ich mit Stress echt ein Problem habe und dass will ich auch in den griff bekommen.

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • Carl Friedrich ich brauchte anscheinend diesen Rückfall um für mich zu sagen jetzt muss schluss sein jetzt will ich für mich aufhören zu saufen.

    Ich habe mich ne Woche darüber aufgeregt und ich war sauer und enttäuscht auf mich selbst,aber jetzt bin ich sogar froh darüber auch wenn das doof klingt.

    Meine Frau trinkt überhaupt kein Alkohol also habe ich dass Glück mit Widerständen nicht kämpfen zu müssen.

    Auch wenn sie nicht weiß ob es mit uns noch eine Zukunft hat nach meinen Rückfall wird sie mich sicherlich unterstützen.

    Abstinent seit 01.02.2026

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  • Meine Frau trinkt überhaupt kein Alkohol also habe ich dass Glück mit Widerständen nicht kämpfen zu müssen.

    Rückendeckung von daheim ist eine gute Ausgangslage. Rechtfertige das Vertrauen. Es ist kein Hexenwerk. Am Anfang hat mir die 1-Tagesstrategie geholfen. Jeden Morgen nahm ich mir fest vor, heute nicht zu trinken. So kam dann Tag zu Tag, Woche zu Woche, bis das morgentliche Ritual nicht mehr nötig war.


    Dazu regelmäßiger Austausch über das Problem, hier im Forum oder real. Ggf. noch eine (ambulante) Therapie.

    Viel Erfolg und Glück.

  • Habe heute bei der suchtberatung angerufen und einen Termin zum Erstgespräch bekommen der ist am 05.03.26. Hatte zwar gehofft dass ich dort diese Woche einen Termin bekomme aber so lange ist es ja zum Glück auch nicht mehr.

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • Hallo,wollte mich auch mal wieder melden.

    Als allererstes es geht mir sehr gut ich denke nicht an Alkohol und habe auch kein bedürfnis danach.

    Am Dienstag war ich zur Blutabnahme und habe mich von meinen Hausartzt für diese Woche krankschreiben lassen,hatte auch ein sehr gutes gespräch mit ihn. Es war befreiend für mich über meine Alkoholsuch zu Reden,desshalb freue mich auch schon auf den Termin bei der Suchtberatung,wo ich meine Alkizeit,hoffe ich zumindest,etwas tiefgründiger erzählen kann.

    Ich habe sehr viel darüber nachgedacht warum es soweit gekommen ist dass ich rückfällig geworden bin,es lässt mir keine ruhe und ich will es unbedingt aufarbeiten. Das passiert auch gerade in meinen Kopf ich denke an fast nichts anderes vieleicht denke ich auch desswegen nicht an alk und ans Saufen ich verdränge diesen gedanken gerade und das ist auch gut so,so etwas soll mir nie wieder passieren.

    Habe ja schon erwähnt gehabt das ich wohl nicht für mich sondern für meine Familie trochen weden wollte dessweiteren kann ich niht mit stress und Druck im Alltag umgehen habe Zeitdruck (den ich mir selber mache). Die kurzen Tage im Winter sind für mich auch belastend hinzu kommt das ich mit mir und mein Leben sehr unzufrieden bin. Doch der größte fehler den ich gemacht habe war dass ich mich nicht mehr um meine abstinentz gekümmert habe und die Trockenarbeit links liegen gelassen habe.

    Bin jetzt wieder in der Realität angekommen und werde Grundlegende dinge in meinen Leben ändern damit mir so etwas niemehr passiert.

    freue mich über einen regen Austausch hier in meiner SHG

    Lg Chewie

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

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