theel, Erfahrungen gesucht :)

  • Hey stef2303 ,

    kann dir den Post als Nachricht schicken wenn du noch antworten willst. Sollte nur nicht im öffentlichen Forum sein, daher ist er weg.

    Ich hatte halt die letzten Wochen noch starken Liebeskummer, daher hab ich soviel von der Trennung geredet. Mittlerweile geht es aber und ich will mich nicht mehr selbst dadurch aufhalten. Wie du sagst, was vorbei ist, ist vorbei. Gibt auch keine Chance mehr, da sie schon den nächsten hat vermute ich. Jedenfalls ist das durch und ich hab's mittlerweile auch akzeptiert.

    Die Selbstvorwürfe sind dadurch auch weniger geworden. Bin eigentlich eher nur noch traurig deswegen, aber denk mir auch, wenn sie die richtige gewesen wäre, hätte sie mir noch eine Chance gegeben nachdem was ich jetzt an mir verändert hab.

    Jedenfalls ja, hab nicht viel von der Abstinenz geredet, weil das irgendwie klar war für mich, also das man abstinent ist wenn man hier schreibt. Lag aber hauptsächlich daran dass der Liebeskummer noch stark war und mich das beschäftigt hat.

    Mich hat es am Anfang nicht wirklich gefreut, dass ich mein Leben geändert hab. Aber mich hat Ehrlicherweise nichts mehr gefreut. Mittlerweile lach ich auch wieder und vergess sie auch manchmal. Bin schon weiter als ich dachte.

    Stärke hab ich mitgenommen aus dem was bei mir passiert ist. Und das Wissen, dass einen Trauer nicht umbringt und selbst die schlimmste Trauer irgendwann vergeht. In der Geschichte stand ja, dass ich fertig studiert hatte, jetzt meinen Führerschein wieder hab und auch ein Auto. Mittlerweile hab ich sogar geerbt und hatte noch nie soviel Geld wie grade auf dem Konto. Also bin nicht auf der Stelle gestanden. Hatte nur nie kapiert, dass der Alkohol auch in kleinen Dosen ein Problem bleibt und die Dynamik bei mir nicht verstanden. Aber jetzt versteh ich sie ja.

    Also ja, bin jetzt wieder im Tun Modus. Hoffe der Nerv gibt morgen mal wieder Ruhe und ich kann wieder Sport machen. Donnerstag geht's beim Psychologen weiter und sonst ist Weihnachten auch schon geplant. Mit Familie und die wissen alle Bescheid. Will jetzt wieder leben und nicht mehr trauern oder mich selbst fertig machen. Und ja diese Lebensweisheiten sind das was ich mach. Abgesehen vom Sport grade... Aber ich nehme irgendwie trotzdem ab :) Und im neuen Jahr werd ich mich dann wieder Daten, wenn alles stabil genug ist und mein Herz wieder frei. Investieren muss ich dann noch lernen. Und kann vielleicht eine Fortbildung zum systemischen Berater machen. Also beruflich soll's auch weiter gehen, weiß nur noch nicht genau wie.

    Tut mir leid, dass ich so negativ war, mich hat das einfach nur runtergezogen.

  • Guten Morgen theel,

    Tut mir leid, dass ich so negativ war, mich hat das einfach nur runtergezogen.

    Das braucht dir nicht leid zu tun, alles gut. Du hörst dich besser an und da fällt mir auf du schreibst dass du geerbt hast.

    Mittlerweile hab ich sogar geerbt und hatte noch nie soviel Geld wie grade auf dem Konto

    Sei vorsichtig damit, ich hab vor ca. 15 Jahren auch richtig viel geerbt bzw. hätte viel erben können.

    Von den vielen Freunden die man quasi miterbt hast du sicher auch schon gehört. Jetzt erinnere ich mich an die Zeit zurück, ich hatte meinen Pflichtteil erhalten. Für frisch gebackene trockene Alkoholiker ist das auf jedenfall eine große Herausforderung, man hat ein prall gefülltes Konto, keine finanziellen Sorgen...da schleicht sich schnell das Dolce Vita ein. Man vergisst schnell das man ein Problem bzw. eine suchterkrankung hat. Alles ist plötzlich schöner durch die rosarote Brille auch die meisten Mitmenschen.

    Für mich hört sich das so an als hättest du erst vor kurzem geerbt, also falls nicht dann vergiss was ich geschrieben hab 😉

    Du bist gerade sehr verletzlich, am Anfang deiner Abstinenz, also noch nicht super stabil. Sei bitte vorsichtig mit deinem Erbe,🤫, ich weiß wovon ich rede, zumindest beim Erben kann ich ein bisschen mitreden...

    Gruß R/no

  • Keine Sorge. Hatte noch nie viel Geld daher leb ich einfach so weiter wie bisher. Muss nur schauen wie ich das anlege am besten.

    Ansonsten geht's mir zur Zeit ganz gut, ja. Arbeiten war glaub ganz gut für den Selbstwert.

  • Keine Sorge. Hatte noch nie viel Geld daher leb ich einfach so weiter wie bisher.

    Für mich hört sich das nicht gut an, einfach so weiterleben wie bisher klingt nicht sehr überzeugend.

    Ansonsten geht's mir zur Zeit ganz gut, ja. Arbeiten war glaub ganz gut für den Selbstwert.

    Das mit der Arbeit hört sich schon nach Vergangenheit an 😬

    Muss nur schauen wie ich das anlege am besten.

    Wie gesagt sei bitte vorsichtig. Die alten Hasen können dir sicher auch noch einen Rat geben und damit meine ich keine Anlageberatung☝️

  • Für mich hört sich das nicht gut an, einfach so weiterleben wie bisher klingt nicht sehr überzeugend.

    Das mit der Arbeit hört sich schon nach Vergangenheit an 😬

    Wie gesagt sei bitte vorsichtig. Die alten Hasen können dir sicher auch noch einen Rat geben und damit meine ich keine Anlageberatung☝️

    Bin grad auf Arbeit :) also ich mag meinen Job. Tut gut wieder da zu sein. War insgesamt 3 Wochen weg jetzt aber bin seit letzter Woche wieder am Arbeiten.

    Weiterleben wie bisher heißt für mich kaum Geld auszugeben. Jetzt noch weniger weil ich oft sinnlos Geld ausgegeben hatte. Grad für Alk oder fast food auf dem Weg irgendwo.

    Hab Kumpels die schon investieren. Also muss es halt noch selbst lernen. Tipps hab ich genug, denk ich.

    Also keine Sorge :)

  • Du solltest dein Erbe sicher parken bis du wieder fest auf beiden Beinen stehst. Dein Liebeskummer macht mir da auch Sorgen. Pack das Geld auf ein Sparbuch oder ein Sperrkonto, irgendwas wo du selbst nicht gleich wieder rann kommst. Dann kannst du dich erstmal auf deine Abstinenz konzentrieren und wenn du gefestigt bist kannst du dich um deine Kohle kümmern. Jetzt im Moment sehe ich für dich dadurch eine große Herausforderung, das tut dir meiner Meinung nach nicht gut.

  • Dass das hier ein Alkoholikerforum ist, dürfte eigentlich jedem klar sein. Entscheidend ist doch die Frage: Was mache ich gegen meine Sucht? Nicht: Welche Leiden quälen mich sonst noch, was läuft überall schief, wer hat mir wann wehgetan. Das mag alles existieren, aber es bleibt nur ein begleitendes Thema.

    Wichtig ist: Was tust du konkret, um dich zu schützen? Wie sieht dein alkoholfreies Umfeld aus? Welche Strukturen hast du geschaffen, damit die Sucht keinen Platz mehr bekommt? Selbstdarstellung, ausführliche Leidensgeschichten oder das Ausbreiten des eigenen Dramas bringen hier niemanden weiter. Und jemanden per PN die komplette Lebensgeschichte aufzudrücken, heißt für mich nichts anderes als: Schau mal, wie schlimm ich es hatte.

    Mach das doch mal mit deinem Psychologen. Hier sind die Eckpunkte, die ausreichen.

    Wenn es dir darum geht, nüchtern zu bleiben und Wege aus der Sucht zu finden, bist du hier richtig. Dafür ist dieser Raum da. Für normalen Austausch gibt es auch Platz ,aber bitte mit Fokus auf die Sucht.

    Nicht auf Geldanlagen, Lebensdramen oder alles Mögliche, nur nicht das eigentliche Thema.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hab Kumpels die schon investieren. Also muss es halt noch selbst lernen. Tipps hab ich genug, denk ich.

    Also keine Sorge

    Gerade das ist es was Sorgen machen sollte, Kumpels die investieren, da schrillen bei mir schon die Alarmglocken. Du musst nicht lernen zu investieren du musst lernen wieder auf beiden Beinen zu stehen.

    Genug geredet, sei vorsichtig, wenn du dich jetzt mit solchen materiellen Dingen beschäftigst, legst du deinen Fokus nicht mehr auf dein eigentliches Problem und das ist nunmal die Sucht.

    ......."Edit"....... Geld sicher verwahren lassen und erstmal den Fokus auf deine Krankheit legen. Wenn du dann gefestigt bist kannst du ja dein Vermögen verwalten😉

    Einmal editiert, zuletzt von Hartmut (17. Dezember 2025 um 09:07) aus folgendem Grund: Keine interna aus Familie wegen Wiedererkennungswert.

  • R/no , Echt jetzt? Ist dir der Wiedererkennungswert so egal? Gehören diese Details, die nichts mit der Sucht zu tun haben, hier rein?

    Ich habe das mit deinem Bruder editiert.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Außerdem ist es glaube ich nicht unpassend jemanden wie theel zu zeigen was passieren könnte, denn eins ist sicher, wenn er sein Erbe verliert, wie auch immer, ist er danach schneller zurück an der Flasche als er sich denken kann.

  • theel , mein Rat an dich

    Geh zur Bank, leg es sicher an, vielleicht für ein Jahr dann wäre es auch vor dir selbst geschützt, Sparbuch etc. einfach nur sicher.

    Nach einem Jahr geht es Dir vermutlich ja schon viel besser als jetzt, dann kannst Du Dir in Ruhe und mit klaren Kopf Gedanken machen was mit der Kohle zu tun ist.

    Sowas in deiner Situation kund zutun ist nicht ratsam, ich bin aber aus der Generation Aktenzeichen XY😬, aber habe selbst genug gesehen was passieren kann.

  • Nein, aber ich bin da etwas unvorsichtig, wie ich gerade wieder merke.

    Denk bitte vorher nach, es ist ja nicht das erste Mal. Einfach mal die Emotionen runterfahren, bevor du schreibst, und zweimal überlegen, erspart dir und uns unnötige Arbeit.

    Weißt du wieviel das mit der Sucht zutun hat? Ich denk da heute noch dran...aber danke f

    Ja weiß ich , das hat rein gar nichts mit der Sucht zu tun.

    Nicht jedes Erlebnis ist verantwortlich dafür, dass ich süchtig geworden bin. Das waren Begleitumstände, Lebenssituationen, Druck – vieles zusammen. Aber solange ich das heute als Auslöser sehe, habe ich die Sucht nicht verstanden. Dann fange ich an, sie zu erklären, zu rechtfertigen oder zu begründen. Und genau daraus werden irgendwann Rückfallgründe.

    Für mich war entscheidend, mich davon zu lösen und die Sucht als das zu betrachten, was sie ist. Nicht als Folge einzelner Ereignisse, nicht als Schuldzuweisung an Umstände, sondern als Krankheit.

    Die Sucht braucht keinen speziellen Auslöser, um wieder saufen zu können. Sie greift jeden Anlass auf und macht ihn zum Grund. Wenn man das nicht erkennt, dreht man sich ständig im Kreis und ist dem Rückfall näher als der Abstinenz.

    Außerdem ist es glaube ich nicht unpassend jemanden wie theel zu zeigen was passieren könnte,

    Hier sind alles erwachsene Menschen, die sicher nicht auf irgendetwas hingewiesen werden müssen, was nichts mit der Sucht zu tun hat – das ist immer nur subjektiv.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Dass das hier ein Alkoholikerforum ist, dürfte eigentlich jedem klar sein. Entscheidend ist doch die Frage: Was mache ich gegen meine Sucht? Nicht: Welche Leiden quälen mich sonst noch, was läuft überall schief, wer hat mir wann wehgetan. Das mag alles existieren, aber es bleibt nur ein begleitendes Thema.

    Wichtig ist: Was tust du konkret, um dich zu schützen? Wie sieht dein alkoholfreies Umfeld aus? Welche Strukturen hast du geschaffen, damit die Sucht keinen Platz mehr bekommt? Selbstdarstellung, ausführliche Leidensgeschichten oder das Ausbreiten des eigenen Dramas bringen hier niemanden weiter. Und jemanden per PN die komplette Lebensgeschichte aufzudrücken, heißt für mich nichts anderes als: Schau mal, wie schlimm ich es hatte.

    Mach das doch mal mit deinem Psychologen. Hier sind die Eckpunkte, die ausreichen.

    Wenn es dir darum geht, nüchtern zu bleiben und Wege aus der Sucht zu finden, bist du hier richtig. Dafür ist dieser Raum da. Für normalen Austausch gibt es auch Platz ,aber bitte mit Fokus auf die Sucht.

    Nicht auf Geldanlagen, Lebensdramen oder alles Mögliche, nur nicht das eigentliche Thema.

    Ja, wollte ja nur sagen, dass es auch positive Entwicklungen gibt was mein Leben angeht.

    Weiß nicht, warum da jetzt so eine Diskussion darüber entstanden ist. Ich versteh aber was R\no mir sagen will.

    Hatte meine Strategien gegen die Sucht in einem anderen Post geschrieben.

    Einmal editiert, zuletzt von theel (17. Dezember 2025 um 15:05)

  • Also mir ist egal wer Schuld an meiner Sucht hat. Ich, die alten Freunde, meine Kindheit? Es ändert nichts. Genau wie die Vergangenheit. Ich bin süchtig geworden. Ich muss gucken wie ich Trocken werde und bleibe. Sonst lande ich immer wieder am selben Punkt. Krank, erschöpft, traurig, weinend, ein Häufchen Elend. Und je länger ich saufe desto schlechter geht es mir. Von Jahr zu Jahr. Das konnte ich beobachten. Fokkussiere dich auf das wichtige, dieses rumwühlen in alten Geschichten ist ab einem gewissen Punkt Zeitverschwendung. Bin fast 6 Wochen trocken, mir gehts ganz gut. Macht Spaß hier immer zu schreiben 3 Wochen 4, 5. Waren schwierige Momente dabei. Habe sie gemeistert. Fühlt sich toll an.

    Heute trinke ich nicht

  • Also mir ist egal wer Schuld an meiner Sucht hat

    Die Frage nach der Schuld, warum ich alkoholabhängig geworden bin, hat mich auch nicht weitergebracht.

    Als ich sie mir immer wieder stellte, landete ich automatisch in der Opferrolle: Was ist mir passiert? Wer hat mich kaputtgemacht? Warum ich? Alkoholabhängigkeit ist eine Erkrankung , keine moralische Schwäche und kein persönliches Versagen. Sobald ich mich nur über Schuld definierte, gab ich Verantwortung ab , blieb feststecken.

    Der Wendepunkt kam nicht durch die perfekte Erklärung der Vergangenheit, sondern durch die Akzeptanz der Gegenwart.

    Genau so, wie du es gerade siehst.;) .

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Also mir ist egal wer Schuld an meiner Sucht hat. Ich, die alten Freunde, meine Kindheit? Es ändert nichts. Genau wie die Vergangenheit. Ich bin süchtig geworden. Ich muss gucken wie ich Trocken werde und bleibe. Sonst lande ich immer wieder am selben Punkt. Krank, erschöpft, traurig, weinend, ein Häufchen Elend. Und je länger ich saufe desto schlechter geht es mir. Von Jahr zu Jahr. Das konnte ich beobachten. Fokkussiere dich auf das wichtige, dieses rumwühlen in alten Geschichten ist ab einem gewissen Punkt Zeitverschwendung. Bin fast 6 Wochen trocken, mir gehts ganz gut. Macht Spaß hier immer zu schreiben 3 Wochen 4, 5. Waren schwierige Momente dabei. Habe sie gemeistert. Fühlt sich toll an.

    Mir ging es nicht um die Sucht. Ich wollte damit erklären, warum ich so zu kämpfen hatte damit, dass ich das die Beziehung so in den Sand gesetzt hatte, obwohl ichs besser hätte wissen müssen. Ich hab auch geschrieben, dass ich die Vergangenheit bis zu dem Tod meiner Mutter aufgearbeitet hatte. Ich lege meinen Fokus nicht ausschließlich auf die Vergangenheit, aber für mich ist das ein Teil des Prozesses.

    Ich melde mich wieder, wenn ich an einen Punkt kommen sollte, an dem die Sucht bei mir im Mittelpunkt steht. Tut sie zwar, aber ich will ihr grade nicht diesen Raum in meinem Leben geben und jetzt alles daran ausrichten. Ob ich jetzt trinke oder nicht, ist meine Entscheidung, nicht die meiner Sucht. Wie gesagt, kann sein, dass ich noch an diesen Punkt komme, an dem ich mein Leben deswegen einschränken will, aber dazu ist Alkohol einfach viel zu präsent und überall dabei in meinen Augen. Ich weiß, dass es ein Suchtgedächtnis gibt und das wird auch bleiben, aber damit kann ich dann umgehen, wenn es soweit kommt, dass ich wieder an so einem Punkt bin, wie der mit der Trennung jetzt. Für mich ist das Entscheidende es gar nicht erst soweit kommen zu lassen und dafür muss ich psychisch stabil werden. Angst ist da für mich der falsche Weg.

    Also nicht falsch verstehen, wenn der Weg den du gehst für dich passt und du merkst, dass es dir besser geht, dann bleib dabei. Was der Alkohol mit einem macht und wohin es führt und die Entscheidung da nicht mehr hin zu wollen, ist denk ich das wichtigste, egal wie der Weg dahin aussieht.

  • Ob ich jetzt trinke oder nicht, ist meine Entscheidung, nicht die meiner Sucht.

    Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind und jahrelange Stabilität erreicht wurde, würde ich sagen, so in etwa.;) Kein Freispruch, eher Bewährung. In deinem aktuellen Zustand ist das jedoch Unsinn, da bist du noch zu nah dran.

    Was du mit dem Rückblick nicht machen kannst, ist etwas verändern. Das ist vorbei. Das ist kaputt. Das lässt sich nicht reparieren, egal wie lange man sich noch dem Selbstmitleid hingibt.

    Was ich aber kann. Aus dem, was die Sucht angerichtet hat, Konsequenzen für die Zukunft ziehen. Alles dafür tun, trocken zu bleiben, um nie wieder in diesen Zustand zu kommen.

    Dass du sehr kopflastig bist und Dinge anders denkst, vielleicht auch berufsbedingt, mag sein. Für viele andere sieht es von außen eben anders aus. Zu zeigen, was mit einem los ist, hilft oft nicht, weil niemand das gleiche Maß an Selbstreflexion, Einfühlungsvermögen oder emotionale Tiefe mitbringt wie man selbst.

    Trocken bleiben ist der Schlüssel. Für das Hier und Jetzt und für die Zukunft. Alles andere ist alter Film, schon gesehen, kein gutes Ende.

    Ich wirke da manchmal emotionslos, ja. Aber nicht, weil ich keine habe. Sondern weil ich aus Erfahrung weiß, dass die Sucht keine kennt. Sie nutzt jede Emotion als Anlass, ihr Spiel wieder zu spielen. Genau deshalb halte ich Abstand. Nicht aus Kälte, sondern aus Selbstschutz.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!